Tiere in der Altenpflege

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von men-nurse, 14.05.2010.

  1. men-nurse

    men-nurse Newbie

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    Hallo zusammen,
    wenn eine Ausbildung zum Altenpfleger, den Schwerpunkt "Tiere in der Altenpflege" hat, ist fortschrittlich?
    Ist das in der Praxis gefragt bzw. realistisch?

    men-nurse
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  3. Neuron

    Neuron Stammgast

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    Ich muss dir antworten, das ist ein alter Hut, Haustiere (Katzen, Hunde...) zu Pflege bzw. Therapiezwecken eben auch in der AP.

    Vielleicht läßt du dir auch mal etwas von einer Suchmaschine ausgeben, was die Bedeutung von Tieren, etwa in der Heilerziehungspflege oder speziellen Formen der Sonderpädagogik, angeht.
    Solche Methoden (die ich mal ganz locker hier als sehr basal einstufen möchte) dürften meiner Kenntnis nach auch für die AP , ja sehr provozierend gesagt, für jeden Menschen interessant sein.

    Grüße von

    Neuron
     
  4. Heimann-Heinevetter

    Heimann-Heinevetter Junior-Mitglied

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    Hallo,

    ich halte das Thema schon für fortschrittlich. In der Praxis (Alten und Pflegeheim unter anderem mit Wachkomapflege).
    Die älteren leute waren von einem freundlichem Hund (der freute sich immer ein Loch in den Bauch egal wen er sah, schlicht angetan.

    Im Bereich der Wachkomapflege war der außergewöhnlichste Besucher mal ein "Lämmchen" ... es war sehr erstaunlich.

    Andreas
     
  5. men-nurse

    men-nurse Newbie

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    Hallo Andreas,
    das kann ich mir schon vorstellen, das dies heilsam ist.
    Im Fernsehen sah ich mal einen Bericht über eine junge Frau, welche im Koma (ob es ein Wachkoma war, weiß ich nicht mehr)lag. Deren Hobby waren Pferde, somit auch Reiten.
    So, nun brachte man ihr ein Pferd ans Bett - das Pferd schaute mit dem Kopf in das Zimmer, in der Frau lag.
    Man sah wie die Frau sich offenbar freute (das Pferd wieherte auch), sie erinnerte sich offenbar an ihr Hobby, und welche Freude sie dabei hatte.
    VG men-nurse
     
  6. LuSi

    LuSi Junior-Mitglied

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    Hallo zusammen.

    Tiere, egal ob Hund, Katze, Maus, Vogel bringen eine schöne Abwechslung in den eingelaufenen Alltag der Bewohner. Ich selbst habe mal mein Zwergkaninchen mit zur Arbeit gebracht, von dem waren alle angetan und es war das Thema Nr.1 für den Tag. Auch wenn ich Bilder von meinen Katzen zeige oder von meinen Tieren allgemein rede sind alle erfreut. Viele Bewohner hatten vorher auch eigene Haustiere, haben teilweise immer noch welche (meist Vögel) oder haben Tierfotos und -poster an den Wänden hängen. Viele zeichnen auch welche. Es ist ja wissenschaftlich bewiesen, dass Tiere Depressionen vorbeugen und den Stressfaktor zu einem großen Teil senken können. Sogar Arztpraxen haben Aquarien im Wartezimmer stehen, weil es beruhigt.

    Natürlich müssen alle beteiligten damit eibnverstanden sein.

    LG LuSi
     
  7. AVD

    AVD Newbie

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    Tiere in der Altenpflege

    Ob es nun ein fortschritt ist,ist fraglich aber die positiven resonanzen die von den Bewohnern kommen und die aufällige überwiegend positive verwandlung speziell von demenziell veränderten Bewohnern und die gesteigerte aufmerksamkeit im Heimalltag ist überwältigend.
    zudem ist der zugang zu neuen Bewohnern mit einem Tier leichter.
    Auch in der Betreuung von komatösen patienten sieht man positive entwicklungen.
    Das nun entlich in den Ausbildungen alternativen zum stupiden lehrplan geboten werden die wirklich praxisnah sind finde ich sinnvoll und deshalb denke ich ist dieses fach schon gar nicht altertümlich und unbrauchbar.:cheerlead:
     
  8. Sabine Alt

    Sabine Alt Newbie

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    Altenpflegerin, Lehrerin für Pflegeberufe, Referentin für Personalentwicklung
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    Personalwesen
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    Referentin für Personalentwicklung
    Hallo Zusammen

    Als ich selbst noch auf einer Altenpflegestation arbeitete (1994...) hatten wir 3 Hasen, 2 Meerschweinchen, 10 Kanarienvögel, 4 Wellensittiche und zwischendrin alle Welpen meiner Hündin. Manche der Bewohner standen nur deswegen auf, weil ich wieder mit einem Wäschekorb voll mit felligem Gewusel ankam.

    Heute kenne ich einige Häuser die eine oder mehrere Stationskatzen haben und auch ein haus mit Stationshund, wo speziell für Demente die Gassizeiten angepaßt werden und klar viele mit Kleintierhaltung.

    Leider sind es aber noch immer zu wenige Häuser, die sich die Pflege und Betreuung zusätzlicher Haustiere zutrauen und ich finde Deinen Ansatz sehr wichtig und richtig. Vielleicht gibt es ja auch Projekte für z.B. Assistenzhunde und Altenpflege ;)

    LG Sabine Alt
     
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