Tier-Rettung durch spezielle Tier-Ambulanz

Dieses Thema im Forum "Werbung und interessante Links" wurde erstellt von sisterNic, 25.09.2005.

?

Was haltet Ihr von einem speziellen Rettungsdienst für Tiere?

  1. Ja, finde ich sehr gut. 100% dafür..

    11 Stimme(n)
    61,1%
  2. Finde ich ok, nur ohne Blaulicht

    7 Stimme(n)
    38,9%
  3. Bin nicht dafür..

    0 Stimme(n)
    0,0%
  4. Weiss nicht

    0 Stimme(n)
    0,0%
  1. sisterNic

    sisterNic Stammgast

    Registriert seit:
    21.08.2003
    Beiträge:
    292
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenschwester, Rettungssanitäterin
    Ort:
    Dachau
    Hallo ihr Lieben,

    nachdem ich nicht wusste, wo genau ich das hinschreiben kann,:fidee: mache ich nun a bisserl "Werbung" für die

    Erste Hilfe am Tier .

    Ich habe erst durch einen Erste-Hilfe Kurs für 2-Beiner davon erfahren und war sehr überrascht, welche Möglichkeiten sich da einem bieten bzw. das es so etwas überhaupt gibt.

    Nun möchte ich doch ganz gern Eure Meinung dazu hören.

    Wie findet Ihr denn so etwas?
    Würde Euch denn so ein Kurs interessieren, auch ohne dass ihr Besitzer von Hund/Katze oder Pferd seid?
    Befürwortet ihr denn sowas?
    Ist ein solches Rettungsmittel im Notfall denn besser mit Blaulicht unterwegs oder sollte es wie jedes normale Auto auch an Ampeln usw. warten müssen?
    Hat denn schon Jemand Erfahrungen gemacht mit einer Tier-Ambulanz???

    Würde mich über Eure Antworten sehr freuen, und wer genaueres wissen möchte, dem kann ich gern einen Kontakt vermitteln (mein Kollege und gleichzeitig EH-Ausbilder und RS hält solche Kurse in ganz Deutschland-auch für Vereine).

    Meldet euch und antwortet fleissig..

    LG,:nurse:Nic
     
    #1 sisterNic, 25.09.2005
    Zuletzt bearbeitet: 26.09.2005
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo Nic,
    da Tiere dem Menschen nun mal sehr wichtig sind ist es eine sinnvolle Sache.
    Gerade für Alte Menschen ist das Tier, oft die einzige Bezugsperson.
    Hier in München gibt es das Ganze auch schon, die Einsatzzahlen kenne ich nicht.
    Die Blaulichtgenehmigung wurde der Tierrettung entzogen, was ich auch sinnvoll finde.
    Als selbst mit Blaulichtfahrende, weiss ich, dass dies nicht ungefährlich ist.
    Zum einen gefärhde ich mich selbst, zum anderen gefärde ich auch andere durch die Fahrt.
    Erste Hilfe am Tier wird mittlerweile schon verschiedenen Organisationen angeboten.

    Schönen Tag
    Narde
     
  3. sisterNic

    sisterNic Stammgast

    Registriert seit:
    21.08.2003
    Beiträge:
    292
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenschwester, Rettungssanitäterin
    Ort:
    Dachau
    Hallo narde..

    aus erster Hand weiss ich, dass die Blaulichtgenehmigung NICHT entzogen, sondern nur nicht wieder erteilt wurde.(die blaulichtgenehmigung damals war auf ein jahr befristet und die genehmigung lief mit ende 99 aus. )
    Eine Verlängerung wäre damals kein Problem gewesen, wenn nicht derjenige, dem diese Genehmigung damals erteilt wurde, nicht seine Ämter da niedergelegt hätte.
    Der Tierrettungsdienst wurde nahtlos übernommen, jedoch diese Nachfolgeeinrichtung bekam dann keine neue Blaulichtgenehmigung erteilt.

    Bis heute nicht, jedoch wird hart weiter gekämpft von Denen und Unterschriften gesammelt.

    zur info:
    würde ein tierrettungsdienst fest blaulicht genehmigt bekommen, so müßte dies aus fairness auch allen anderen tierrettungsdiensten in ganz deutschland genehmigt werden. deutsches gesetz.

    Und trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass auch einem Tierrettungsdienst die Genehmigung erteilt werden sollte.
    Denn Tiere sind auch nur Menschen.

    Und ich weiss selbst, dass eine Einsatzfahrt gefährlich ist..
    Aber sehe ich gesamt in allem kein grösseres Risiko als bei einem Transport mit einem 2-Beiner.

    Blaulicht ist Blaulicht und geht damit vor..., und an sowas müssen sich die Verkehrsteilnehmer nun mal halten.

    LG und einen schönen Tag.
    Nic
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Irgendwie kann ich dem jetzt nicht ganz folgen.

    Notrettungsdienst mit Blaulicht und Signalhorn für Katze Minka???

    Vermenschlichen wir da nicht ein bischen viel die Tierwelt? Das Leben des Hundis oeder Wellensittichs ist eventuell über die Sicherheit der anderen Straßenteilnehmer zu stellen?

    Gibt es dazu Outcomestudien inwiefern diese Transporte dem Tier genutzt haben? Wievielen Tieren ist dadurch unnötiges Leid erspart geblieben?

    Elisabeth
     
  5. sisterNic

    sisterNic Stammgast

    Registriert seit:
    21.08.2003
    Beiträge:
    292
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenschwester, Rettungssanitäterin
    Ort:
    Dachau
    Hallo Elisabeth,

    nein,vermenschlichen tuen wir gar nichts.

    Und wieviele Tieren ist dadurch geholfen wurden??
    Und wieviel wäre möglich gewesen,wenn ein schnelles Eingreifen und etwas mehr Menschlichkeit angesagt wären??

    Und da http://www.tiererstehilfe.de/index.html findest du alles, was wichtig ist zu wissen,.. und vielleicht versteht manch einer es dann besser, warum ich so dafür bin.

    Nic




    "Wer den Menschen kennt, der liebt die Tiere"
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Tierrettung ja- aber ohne Blaulicht!

    Ein Tier ist ein Tier und kein Mensch... auch wenn manche Tiere zu Menschen gemacht werden.

    Wieviele dieser Tierretter setzen sich aktiv ein für:
    angemessene Kinderbetreuungsangebote um werdendes Leben auch Leben werden zu lassen
    Lebensqualität für Schwerstbehinderte
    lebenswürdiges Altern
    menschenwürdiges Sterben?

    In einer Gesellschaft, wo darüber nach gedacht wird, dass Leben nicht unnötig zu verlängern, weil man als Pflegefall zur Last fällt, wird über Lebensrettung bei Tieren nachgedacht??? Eigenartig. Ich glaube wir haben mittlerweile jegliche menschliche Realität erfolgreich verdrängt. Es lebe der Hund/ die Katze als Kinderersatz, als Ersatz für einen menschlichen Partner.



    Elisabeth
     
    #6 Elisabeth Dinse, 29.09.2005
    Zuletzt bearbeitet: 29.09.2005
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo Nic,

    wie hoch sind die Einsatzzahlen der Tierrettung?

    Ich bin ziemlich dagegen, dass diese mit Blaulicht durch die Gegend schiessen.

    Es fährt sowieso viel zu viel mit Blaulicht.

    Ich habe keine Ahnung wo du im Rettungsdienst tätig bist, dass sich eine Tierrettung lohnt, muss es sicher eine Großstadt sein.

    Ich will deiner Organistation kein "Dollarzeichen" in den Augen unterstellen, aber die müssen halt auch leben.
    Fahrzeuge und Unterhalt kosten Geld, das erst mal hereingefahren werden muss, auch Personal kostet Geld, selbst Ehrenamtliche müssen zumindest versichert werden.
    Bei nur einem Einsatz im Monat, kann so eine Organisation sicher nicht überleben.

    Also muss sie in einer Großstadt operiern, wo es sowieso immer ein Chaos gibt, und dann noch eine Organistion die Blaulicht fährt, dafür dass Katze Minka einen Abszess am Bein hat? Nein da bin ich dagegen.

    Der fairnisshalber sollte man allen Tierrettern das Blaulicht entziehen bzw. die Genehmigung nicht weiter verlängern.

    Ich bin selbst Dosenöffner für 2 Katzen, würde aber den Tierrettungsdienst nicht in Anspruch nehmen, sondern wie bisher auch mit den Beiden so zum Tierarzt/Klinik fahren. Ich benötigte ihn auch nicht, als meine Katze vor vielen Jahren gemeint hatte sie könne fliegen und vom 7. Stock gesegelt ist, da brauchte ich nicht mal den Tierarzt. Es geht ihr heute noch immer gut und sie hat es nie wieder gemacht - jetzt wohnen wir allerdings im Erdgeschoss.

    Schönen Tag
    Narde
     
  8. Ute S.

    Ute S. Stammgast

    Registriert seit:
    15.03.2002
    Beiträge:
    274
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    dipl. Pflegefachfrau HöFa-1
    Ort:
    Schweiz
    Funktion:
    Praxisausbilderin
    Hallo Elisabeth,

    ich weiss ja nicht, ob Du Haustiere hast. Ich weiss nur, dass ich, seit ich ein Haustier habe auch froh wäre, wenn es einen solchen Rettungsdienst gäbe! Die Tiere sind, ohne dass man sie vermenschlicht, ein wichtiger Teil der Familie und haben für mich auch das Recht, dass man ihnen im Notfall hilft. Es widerspricht sich für mich aucghnicht, die Diskussion in puncto lebensverlängernde Massnahmen. Ein Tier, das so schwer verletzt oder krank wäre, dass es keine Lebensqualität mehr hätte würde ich auch heute noch einschläfern lassen, aber die Tiermedizin hat ebenfalls grosse Fortschritte gemacht, und weshalb soll das Tier dann nicht die Chance bekommen aufgrund einer guten medizinischen Behandlung weiterleben zu können! ES IST AUCH EIN LEBEWESEN, mit Gefühlen!
    Und nun bitte nicht Deine Argumentation von wegen Kinder- und Beziehungsersatz! Ich finde es ebenso wichtig mich für gute Kinderbetreuung oder eine gute Altersbetreuung einzusetzen.

    Ich persönlich war schon ein paar Mal sehr froh, dass unsere Tierärztin gerade über die Strasse ist und habe auch dort schon sehr ergreifende Szenen mitbekommen, in denen ich gerade mitheulen musste.
    Ute S.
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Nein zu meiner direkten Familie gehört kein Hund und keine Katze.
    Ich habe leider Kinder mit einer Allergie auf Tierhaare. Vielleicht hätte ich lieber auf die Kinder verzichten sollen- damit würde ich offenbar in unserer Gesellschaft besser dran sein... weil akzeptierter und billiger für die Gesellschaft.

    Elisabeth
     
  10. Ute S.

    Ute S. Stammgast

    Registriert seit:
    15.03.2002
    Beiträge:
    274
    Zustimmungen:
    2
    Beruf:
    dipl. Pflegefachfrau HöFa-1
    Ort:
    Schweiz
    Funktion:
    Praxisausbilderin
    Hallo Elisabeth,

    schade, dass Du so zynisch reagierst. Ich wollte Dich nicht angreifen, aber ich habe einfach bemerkt, auch in meinem Bekanntenkreis, dass Menschen ohne Haustiere es nicht so nachvollziehen können. Die Freunde, die nach langer Zeit doch zu einem Tier gekommen sind, bemerken nun auch den Unterschied im Denken. Je länger man das Tier hat umso mehr.
    Es macht aber auch "unfrei", da man eine Katze halt nicht so einfach mitnehmen kann, wie zum Beispiel einen Hund, dafür kann man den nicht allein zuhause lassen.

    Es ist halt alles eine Sache der Perspektive.


    Ute S.
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Was mich an dem ganzen irritiert, ist die Position, die dieses Haustier ausfüllen soll. Die Freundin einer meiner großen Kinder hat einen allerliebsten Hund. Sie achtet sehr darauf, dass dieser Hund als Hund erzogen wird und macht uns immer wieder darauf aufmerksam, dass wir nicht nach dem Menschen im Hunde suchen sollen.
    Es stimmt doch etwas nicht in unserer Gesellschaft, wenn ich mir Zuwendung von einem Tier holen muss, weil dieses unvoreingenommen meine Zuwendung erwidert. Warum sind Menschen sich mittlerweile so fremd geworden, dass an den Platz eines Menschen ein Tier treten muss. Ist es vielleicht auch, weil das Tier von mir keine Veränderung verlangt, sondern das ich das Tier nach meinen Vorstellungen erziehen und formen kann. Bringt diese Erziehung nicht den erwünschten Effekt kann ich mich auch problemlos wieder von dem Tiere trennen. Alles sehr eigenartig für mich.

    Elisabeth
     
  12. silverlady

    silverlady Stammgast

    Registriert seit:
    12.07.2005
    Beiträge:
    204
    Zustimmungen:
    0
    Tierrettung mit Blaulicht

    Ich bin gegen Rettungsfahrten für Tiere mit Blaulicht. Ich habe selber Tiere. Aber jede Blaulichtfahrt ist mit einem hohen Risiko behaftet. Die Beführworter sollten sich mal eines überlegen. Ein Tier, ganz egal welches es ist wird mit Blaulicht zum Tierarzt gefahren. Jetzt Gerät das Fahrzeug ins schleudern und rast in eine Gruppe kleiner Kinder die einen Ausflug mit dem Kindergarten machen. Zwei Kinder sterben! War es das wert? Natürlich, jeder Verkehrsteilnehmer ist verpflichtet dem Blaulicht vorrang zu gewähren und besondere Sorgfalt walten zu lassen aber gegen ein Unglück ist niemand gefeit. Das wäre meiner Ansicht nach ein zu hoher Preis.
    Ich bin übrigens auch Mutter und würde jedes meiner Tiere sterben lassen wenn dadurch ein Kind lebt!
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Tier Rettung durch Forum Datum
News Pflegende protestieren lautstark gegen die „Vereinigung bayerischer Pflege“ Pressebereich 12.10.2016
Personen-, beziehungs-, und förderungsorientierte Pflege Talk, Talk, Talk 26.09.2016
News Rüstzeug für tiergestützte Dienstleistungen Pressebereich 31.08.2016
Wie kann ich mich umorientieren? Talk, Talk, Talk 25.07.2016
News Pflegeexperten diskutieren: So lässt sich die Wundversorgung verbessern Pressebereich 10.05.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.