Thoraxdrainage

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von sweetie64, 07.10.2010.

  1. sweetie64

    sweetie64 Newbie

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    ich weiss es ist ein altes und immer wieder aktuelles thema.
    wir benutzen ein dreikammersystem.
    auffang/wasserschloss/sogkontrollkammer.
    wenn man die sogkontrollkammer füllt heisst es doch nichts anderes als das kein anderer sog überschritten wird als ich in der kammer gefüllt habe- es sei, ich umgehe ihn oder?
    vorraussetzung ist doch immer das ich den sog auch zb über vakum anschliesse.
    meine frage muss ich den sog an der wasserfüllung anpassen - kann ich drunter bleiben - drüber ist klar, da ja ausgeglichen wird.
    wenn ich kein sog (oder gar nicht an eine sogquelle anschliesse) einstelle habe ich doch nur eine schwerkraftdrainage(wasserschloss) oder?e

    sweetie64
     
  2. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Deine Frage ist sehr schwer verständlich, vielleicht kannst Du nochmals genau Fragen.
    Soweit ich verstanden habe will ich versuchen zu antworten: Die Sogstärke wird auf Anordnung des Arztes eingestellt. Ohne Sog Schwerkraftdrainage mit Rückschlagventil (Wasserschloß).

    Matras
     
  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Da scheint es ein Missverständnis zu geben: Mit der Sogkontrollkammer, stellst du die Stärke des Sogs ein!

    Je weniger Wasser, desto geringer der aktive Sog. Sollte also genau sein!
    Beachte hierbei die (idR) 2 cm des Wasserschlosses.
     
  4. NiCkMuC_

    NiCkMuC_ Stammgast

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    Find ich alles ein wenig durcheinander geschrieben....

    ist ja logisch das du keinen Sog hast wenn die TD nicht an eine Sogquelle angeschlossen ist.

    Ich dachte sie meint jetzt eher das man beim "Einflaschensystem" ohne Sog das Steigrohr mit steigenden Sekretstand auch nach oben ziehen sollte. Immer bis zur Makierung.

    Sonst steigt der Wiederstand unnötig für den Patienten.
     
  5. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    Nur im 4-Kammersystem kann man den Sog genau über die Druckluft regulieren, gibt es auch schon, aber wir haben auch noch ein 3-Kammersystem. Wie oben schon erwähnt, reguliert sich der Sog über Die Wassersäule der dritten Kammer(AAO z.B. 20mgHg), dann füllt man bis dahin. Wassersäule muss dann natürlich immer kontrolliert werden, und nachgefüllt bei Bedarf.
     
  6. NiCkMuC_

    NiCkMuC_ Stammgast

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    Bei uns kann man sogar nur ne TD mit Wasserschloss sprich eine Kammer nur über die Druckluft regulieren.

    Wir haben son Umwandler in Sog schon direkt am Vakumanschluss....
     
  7. sweetie64

    sweetie64 Newbie

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    tut mir leid das es schwer verständlich war. das die sogstärke der arzt anordnet ist mir klar aber wenn er das nur über die sogkontrollkammer macht und keine sogquelle will habe ich ja nur eine schwerkraftdrainage mit wassrschloss - wie deine antwort mir ja auch sagt - also lieben dank für deine anwort und noch mal entschuldigung ;)
     
  8. Kleingeistkiller

    Kleingeistkiller Senior-Mitglied

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    1. Es gibt eigentlich keinen Grund für den Einsatz eines 4-Kammersystems, es werden meist Zwei- oder Dreikammersysteme eingesetzt
    2. Mit Druckluft wird kein Sog reguliert, sondern nur mit Vakuum
    3. Wenn der Sog über die Absaugung/Wandanschluss Vakuum reguliert werden muss, handelt es sich um ein Zweikammersystem.
    4. 20mgHG ist keine Angabe gebräuchliche Sogangabe - Wenn überhaupt dann 20mmHg oder doch eher 20cmH2O, oder?

    Versuche jetzt mal der Reihe nach:
    "Einkammersystem" = Wundsekret wird in Flasche abgeleitet, welche an einem Wandsog angeschlossen ist. Wenn die Flasche voll ist, geht die Sabber in den Wandanschluss... (neverever) Bei Diskonektion sofortgier Verlust des Vakkuums in der Pleura.
    "Zweikammersystem" = Wundsekretflasche mit Überleitung in zweite Wasserschlosskammer. Die Überleitungsöffnung muss sich unterhalb des Wasserstands befinden. Die Sogquelle wird im geschlossenen Gefäß überhalb der Wasserlinie eingeleitet. Vorteil: Es kann bei Sogverlust keine Luft von aussen in die Sekretflasche und damit in die Thoraxdrainage einfliesen = Wasserschlossfunktion. Die Sogstärke muss mit einer externen Sogpumpe oder einen Vakuumregler eingestellt werden. Nachteil: Schwankungen im Sog sind möglich. Nur sehr ungenaue Einstellung.
    "Dreikammersystem"
    Eine dritte Kammer mit reguliert mit einer Wassersäule den konstanten Sog entweder über Tauchsäule oder über einen Vakkumminderer, der eine ablesbare Wassersäule prodziert (Sentinal-Seal-Systeme). Vorteil: ungewollte Vakuumspitzen durch Bedienungsfehler oder kurzweilig abgeknickte Schläuche werden vermieden.

    mit kollegialem Gruß KGK
     
  9. Jacaranda

    Jacaranda Stammgast

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    mmHg ist natürlich richtig
    Mit Druckluftanschluss meinte ich natürlich Vakuum, wir sagen zu den Wandanschlüssen so. Da habe ich mich sehr ungenau ausgedrückt, du hast recht,
    ich sollte so spät abends einfache keine Eintragungen mehr machen:kloppen:
    Du hast das gut erklärt mit den verschiedenen Kammersystemen Kleingeistkiller.
     
  10. narde2003

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    Druckluft und Vacuum sind aber unterschiedliche Anschlüsse.

    Wir haben nur Druckluft und daran kannst auch anschliessen.
     
  11. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Man sollte dazu erwähnen, dass an den Druckluftanschluss ein Umwandler kommt, der dafür sorgt, dass eben nicht in die Drainage gepustet wird, sondern ein Sog entsteht.
     
  12. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Das stimmt - sorry, habe ich vergessen zu erwähnen, weil es so selbstverständlich ist.
     
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