Tee über PEG - Welche Sorten?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zur Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von Mausie, 14.12.2014.

  1. Mausie

    Mausie Stammgast

    Registriert seit:
    15.11.2010
    Beiträge:
    242
    Zustimmungen:
    11
    Beruf:
    Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
    Ich hab da mal eine Frage. Ich arbeite in der ambulanten Kinderkrankenpflege und versorge da ein fast 2 Jahre altes Kind mit einer syndromalen Erkrankung. Unter anderem hat das Kind eine PEG wegen anfänglicher Nahrungsverweigerung nach RSV - Infektion. Neben der Sondenkost erhält sie nachts gegen 1 Uhr 250 ml Tee mit 90 ml/h (Kd. wiegt 12 Kilo). Anfangs erhielt sie immer Fenchel - Anis - Kümmel - Tee. Nach einiger Zeit ist mir dann aber aufgefallen, dass sie dabei stets anfängt, zu spucken, wird total unruhig und hat eindeutig Koliken. Daraufhin hat unser Team mit den Eltern vereinbart, dass wir eine andere Tee - Sorte probieren. Auf Fenchel - Kamille und reinen Kamillentee hat sie dann auch erst gut reagiert, mittlerweile ist die Problematik aber dieselbe. Dabei spielt auch die Einflussrate keine Rolle, das haben wir alles schon ausprobiert. Nun weiß ich noch aus dem Klinikalltag, dass wir fast nie mit Kräutertees gearbeitet haben und man diese ja auch nicht über einen längeren Zeitraum anwenden soll. Ich probiere es nun mit ungesüßtem Früchtetee, weil ich mir das nicht mehr mit ansehen konnte, der kleinen Maus geht's dabei wirklich immer mies. Was habt ihr da so für Erfahrungen gemacht? Wie ist bei euch die Handhabung von Kräutertees?
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Bei uns gibt es keinen Tee über die Sonde, wegen der möglichen Sporen die im Tee sein können.
    Es wird ausschliesslich Wasser darüber verabreicht.
    Bei Früchtetee können Reste der Sondenkost ausflocken und ggf. auch noch die Sonde/PEG verkleben.

    lg
    Narde
     
  3. Nordlicht

    Nordlicht Poweruser

    Registriert seit:
    04.07.2004
    Beiträge:
    844
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Ort:
    Kollmar
    Ich würde erst einmal überlegen, wozu der Tee gut sein soll. Bei der Fenchel-Anis-Mischung war vielleicht der Hintergrund, Blähungen zu erleichtern?
    Dann würde ich überlegen, ob man das anders in den Griff bekommt (z.B. mit Windsalbe). Hatte sie vorher keine Blähungen, ist der Einsatz von Kümmel vielleicht der Auslöser gewesen?
    Ist die reine Flüssigkeitsaufnahme gewünscht, reicht Wasser.
    Sitzt die PEG richtig?
    Sind Erkrankungen des Magens (Störungen des Verschlusses?) ausgeschlossen?
     
  4. Julien

    Julien Poweruser
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    23.02.2008
    Beiträge:
    745
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin RbP
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Akt. Einsatzbereich:
    Neonatologie
    Funktion:
    NIDCAP-Professional
    Vielleicht verursacht auch die Uhrzeit die Unruhe? Nachts um eins noch was trinken ist für ein Zweijähriges doch eher unphysiologisch? Und die meisten kriegen Sondieren doch immer mit, egal wie langsam man den Bolus gibt...
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    http://www.bfr.bund.de/cm/343/tempe..._fuer_kraeuterteeaufguesse_nicht_geeignet.pdf ... ich gehe davon aus, dass in der Häuslichkeit der Tee aufgebrüht wird und danach nicht stundenlang in einer Thermoskanne gelagert wird.

    Da das Problem Tee-unabhängig auftritt- erst funzt es ja- muss das Problem woanders liegen. Flussrate fällt raus- da bereits ausprobiert. Was bleibt dann?
    Reflux und Lagerung?
    Aerophagie ausgeschlossen? ... Magensonde!!! Mein Baby trinkt nicht, oder nur sehr wenig. | NetMoms.de ... finde ich durchaus nicht abwegig?

    Ev. findest du hier die Experten für dein Problem... Behinderte Kinder, behindertes Kind :: REHAkids Das Forum für besondere Kinder :: Das Forum für behinderte Kinder. . Mütter wissen oft am besten, was es für Tricks und Kniffe gibt. Eigentlich schade, dass dieser Schatz so wenige Beachtung findet.

    Elisabeth
     
  6. Mausie

    Mausie Stammgast

    Registriert seit:
    15.11.2010
    Beiträge:
    242
    Zustimmungen:
    11
    Beruf:
    Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
    Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Von Sporenbildung hab ich auch noch nichts gehört, das war mir jetzt völlig neu. Und richtig ist, dass der Tee nicht lange steht, ich koche ihn in der Regel 1,5 Std. vor Gabe in einer im Vapurisator behandelten Flasche vor. Den Tee bekommt sie im Prinzip zur Flüssigkeitsaufnahme, weil die orale Zufuhr jetzt erst Stück für Stück wieder klappt. Tagsüber bekommt sie die Sondenkost 3x200 ml, das wäre für die Nacht zu mächtig, deshalb geben wir nachts den Tee. Anfangs hat sie die Teesorte tatsächlich wegen der Blähungen bekommen, aber dann wurde es einfach zur Gewohnheit. Wie gesagt, in der Klinik haben wir in der Regel mit Pfefferminztee oder Früchtetees gearbeitet. Dass bei Früchtetee die Nahrung ausflocken soll, ist mir auch total neu, glaube ich eher nicht und kann auch nicht der Fall sein, da beides nicht direkt hintereinander gegeben wird. Wenn die PEG gespült wird (nach Medis etc.), dann machen wir das ja sowieso nur mit reinem abgekochten Wasser. Ich danke euch aber auf jeden Fall für eure Antworten, ich hab im Büro ja sowieso nochmal nach einer Fortbildung in Sachen PEG gebeten, wo man einfach nochmal viele selten doofe Fragen stellen kann :D :D

    @Elisabeth: Sie hat auf jeden Fall Probleme mit Reflux, deshalb lagere ich den Oberkörper bei Gabe des Tees auch immer hoch (komischerweise hab ich das erst eingeführt, meine Kollegen haben das vorher nicht gemacht). Damit kommt sie auch gut zurecht.
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Elisabeth, dabei geht es nicht darum, dass Tee ewig in der Thermoskanne steht, sondern darum, dass im Tee (den Blättern) sich Keime befinden, siehe auch hier die Untersuchung des LGL Bayern: Lebensmittel: Mikrobiologische Untersuchung von Tee und teeähnlichen Erzeugnissen im Rahmen der amtlichen Überwachung 2006 bis Mitte 2008 - Internetangebot
    Das Kind dürfte ja vermutlich als Immunsupprimiert gelten.
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ergänzend dazu aus dem selben Haus ... Lebensmittel: Hintergrundinformationen: Erkrankungen durch Salmonellen - Internetangebot .

    Von Immunsuprimierung stand in Eingangspost nix. Das Kind lebt zudem in der Häuslichkeit, wo man üblicherweise den Tee brüht und gemäß den Herstellerangaben ziehen lässt. Heißwasserautomaten á la Krankenhaus-Teeküche sind da eher selten zu finden.
    Was die gefürchteten Sporenbildner anbetrifft- den ff. Link fand ich da nicht uninteressant für den klinischen Bereich... Lebensmittel: Erkrankung durch Clostridium perfringens in Lebensmitteln - Internetangebot . Auch hier wird deutlich, dass die Gefahr nicht im Lebensmittel selbst sondern in der falschen Zubereitung oder Kühlung liegt.

    @Mausie- hier nochmal die Experten für die häusliche Pflege... Keil / Hochlagerung bei Reflux / Refluxösophagitis :: REHAkids Das Forum für besondere Kinder :: Das Forum für behinderte Kinder. . Wie lagerst du hoch? Nur den Oberkörper oder per Schräglagerung?
    Wie sieht das Erbrechen aus? Im Schwall? Wann setzt das Erbechen ein? Unmittelbar nach dem Anhängen? Später? Woran machst du die Koliken fest?

    Elisabeth
     
  9. ludmilla

    ludmilla Poweruser

    Registriert seit:
    09.09.2011
    Beiträge:
    867
    Zustimmungen:
    237
    Die Kinderkliniken, die ich kenne, nutzen seit mind. 10 Jahren keinen Tee mehr und zwar genau aus dem Grund wie Narde schon schrieb. Wegen der gefundenen Sporenbildnern! Seither wurde nur noch Aqua zum Durchspülen der Sonden genommen. Als Flüssigkeitsgabe abgekochtes Wasser.

    Ich sah mich im Privaten vor einigen Wochen mit einer PEG konfrontiert, musste mich wieder in die Materie einarbeiten, da ich lange Zeit damit gar nichts zutun hatte. Uns wurde von der PEG-Schwester von Teegaben über die Sonde abgeraten, weil die Gerbstoffe das Material der Sonde angreifen würden. Früchtetees würden zum Ausflocken der Nahrung führen, die PEG könnte verstopfen. Wegen dem Geschmack brauch man es nicht geben, dann kommt ja ein Tee nur wegen einer unterstützenden therapeutischen Wirkung in Frage. Zur reinen Flüssigkeitsgabe reicht abgekochtes Wasser und wurde uns so empfohlen.
    Mir erschien das nachvollziehbar und einleuchtend.

    Gruß
    Ludmilla
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ich muss jetzt wirklich mal nachfragen- entspricht die ambulante Pflege einer externen Station einer Klinik?

    Welche Studien/wissenschaftliche Begründungen führte die PEG-Schwester ins Feld? Oder wird hier ein Selbstläufer weitergegeben der durch Verallgemeinerung entstand... wenn man pflegebedürftig ist, dann ist man auch gleichzeitig massiv immungeschwächt. Das dürfte in der Reihenfolge nicht stimmen.

    Über die gustatorische Wahrnehmung von Sondennahrung/Tee ist man sich nach wie vor uneins. Stichwort: "Bäuerchen".

    Elisabeth
     
  11. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.329
    Zustimmungen:
    38
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    In der ambulanten Pflege bekommen die Klienten also keine Infektionen durch z.B. sporenbildene Keime (und dabei denke ich nicht an Cl. perfringens)? Es sind auf diesem Planten noch andere Bazillen unterwegs die unseren Pat. zusetzen können.
    Als immungeschwächt gilt nach den Definitionen jeder mit liegendem Device (PEG gehört nach meinem Kenntnisstand dazu).
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    @Matras- Lies einfach nochmal die Links und achte auf die Worte aufgebrüht und Herstellerangaben.

    Und ich muss dich enttäuschen. Nicht jede PEG-Anlage ist gleichbedeutend mit immungeschwächt und nicht jeder Immungeschwächte hat automatisch eine PEG.
    Es würde uns gut zu Gesicht stehen, nicht alles per se zu pathologisieren um unsere Daseinsberechtigung zu unterstreichen. Wir haben uns ja nicht umsonst vor einigen Jahren für die Umbenennung von Krankenpflege in Gesundheits- und Krankenpflege entschieden. Oder doch?

    Gilt eigentlich die Infektionsprävention in Heimen vom RKI noch? http://www.rki.de/DE/Content/Infekt...AEDBADE877557.2_cid290?__blob=publicationFile . Die Vorgaben des RKI sind ja sonst auch bindend. Oder ist das hier anders?

    Elisabeth
     
  13. ludmilla

    ludmilla Poweruser

    Registriert seit:
    09.09.2011
    Beiträge:
    867
    Zustimmungen:
    237
    Liebe Elisabeth,

    grundsätzlich darf jeder in seiner Häuslichkeit tun und lassen was er will. Auch Tee mit Sporenbildnern in eine Sonde geben. Dass Hygienefachleute dies in der Klinik nicht dulden können und ehrlich gesagt auch Pflegefachkräfte dies nicht in der ambulanten Pflege tun wollen, wenn sie davon wissen, ist wohl nicht näher erklärungsbedürftig.

    Zu den Sporenbildnern hat die PEG-Schwester gar nichts gesagt. Vielleicht bin ich da mißverstanden worden. Dass die Gerbstoffe das Sondenmaterial verändern können, war für mich erst mal nicht fragwürdig. Brauch ich dafür eine Studie, wenn ich es auch anders umsetzen kann, nämlich das der Mensch Wasser über die Sonde bekommt, nee brauch ich nicht.

    Gruss
    Ludmilla
     
  14. Beetlejucine

    Beetlejucine Stammgast

    Registriert seit:
    20.08.2012
    Beiträge:
    267
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    GuK, PDL, QMB, Pflegeberaterin, Studentin Pflegemanagement
    Selbstverständlich brauchen wir Studien (in der Pflege) um vom Alltagswissen zu einem wissenschaftlichen Wissen zu kommen, wie sollte eine Professionaliserung sonst voran schreiten?



    Oder entscheiden andere Professionen auch aus dem Bauch?

    Der Arzt: "Ne, für die Behandlung von XY brauche ich keine Studie, ich mach das so wie der Vertreter es gesagt hat."


    Es würde Pflege gut zu Gesicht stehen ihre Handlungsweisen grundsätzlich zu hinterfragen: Wo kommt das Wissen her und wer verbreitet es. Was ich alles schon für einen Quatsch gehört hab, der dann auch noch weiter gegeben wird, auch was gesetzliche Grundlagen betrifft, das ist macnhmal schlimm.

    Noch schlimmer ist die Verteidigung des nicht fundierten Wissens (Das ist so, weil irgendjemand das in der Einrichtung AnnoTobak mal so gesagt hat, und die muss es ja wissen!).
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Ich finde es schon schwierig, wenn man zwar Standards umsetzt, aber nicht über das nötige Hintergrundswissen verfügt. Es macht mittlerweile den Eindruck, als wenn Pflegekräfte das eigene Denken völlig aufgegeben haben, nix mehr hinterfragen und blind i-welchen hausinternen Vorgaben folgen. Die Forderung der Professionellen Pflege- nachzulesen im KrPflG §3 wird damit ad absurdum geführt.

    Alle bisher aufgeführten Quellen sind eindeutig in ihrer Aussage. Ein mit kochendem Wasser aufgebrühter Tee, der nach dem Abkühlen sofort appliziert wird, ist absolut vertretbar. Das Problem in Krankenhäusern- seltenst wird der Tee mit kochendem Wasser aufgebrüht sondern mit Hilfe eines Heißwasseraufbereiters. Den hat man in der Häuslichkeit nicht. Von daher muss eine professionell arbeitende GuK nicht darauf bestehen, die krankenhausüblichen Standards umzusetzen.

    Und wenn wir schon bei Hintergrundsinformationen sind... http://www.apotheker.or.at/internet/oeak/newspresse.nsf/e2ebc1555d6a96e6c1257bce00324ab1/d5d4eaee8d443926c12574ec0029580e/$FILE/Medikamentenapplikation%20bei%20Sondenern%C3%A4hrung.pdf . Dort erfährt man einen anderen Grund, warum man- besonders bei der Medikamentengabe- auf Schwarz- und Früchtetees verzichten soll. Aber auch hier wird- analog zum Hygieneexperten RKI- kein Verbot ausgesprochen.

    Was mich in dem Zusammenhang übrigens besonders erschreckt- die mangelnde Kompetenz von Spezialisten. Hier hätte ich mehr erwartet als das sinnentleerte Weitergeben von Selbstläufern. Von solchen Experten erwarte ich ganz konkrete Studienangaben... auch in den hausinternen Standards.

    Elisabeth
     
  16. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.329
    Zustimmungen:
    38
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    Eine zuverlässige Methode Sporenbilder mit kochendem Wasser sicher abzutöten mag im Filmwestern gehen, nicht in Reallive...! Da mögen eben die Verursacher der genannten Quellen irren.
     
  17. ludmilla

    ludmilla Poweruser

    Registriert seit:
    09.09.2011
    Beiträge:
    867
    Zustimmungen:
    237
    @ beetlejuice und Elisabeth:
    Ich habe nirgends geschrieben, dass ich Studien in der Pflege für unnötig erachte, noch dass ich das wiedergegebene Wissen von Spezialisten einafch so hinnehme. Der Fragestellung bin ich insofern aus dem Weg gegangen, weil das Verabreichen durch abgekochtes Wasser die Flüssigkeitsaufnahme problemlos sicherstellt und dem Patienten nichts ausmacht und auch nicht schadet. Das war in meiner Situation das einzig leistbare. Manchmal muss man einfach Prioritäten setzen, wenn man berufstätig ist und pflegebedürftige Angehörige versorgen muss.

    Nur zur Erklärung, bevor man weiter nach Haaren in der Suppe meines Beitrags sucht und mir unterstelt ich würde ohne Nachzudenken oder zu hinterfragen in der Pflege arbeiten.

    Schönen Tag noch
    Ludmilla
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    @Matras- ich lass es. Wenn eine Hygienefachkraft selbst die Kompetenz des RKI anzweifelt, was soll da der "ungebildete" Kollege ausrichten?

    Elisabeth
     
  19. matras

    matras Bereichsmoderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    12.04.2005
    Beiträge:
    2.329
    Zustimmungen:
    38
    Beruf:
    Hygienefachkraft, OP-Fachpfleger, Praxisanleiter (DBfK), BR
    Ort:
    Suedwest
    Akt. Einsatzbereich:
    Hygiene
    Funktion:
    HFK
    Genau -

    außerdem habe ich nicht die Kompetenz des RKI angezweifelt, sondern nur etwas richtiggestellt! Insbesondere sollten zum Lesen der RKI-Richtlinie auch immer deren Päampel miteinbezogen sein, worin steht: die Vorgaben der KRINKO bilden den Stand des Wissens ab und stellen damit die untere Richtschnur des Handelns dar. Jederzeit kann darüberhinaus auch "besser" gehandelt werden.....
    und in diesem Zusammenhang mag das übergiesen (auch mit sprudelnd kochendem Wasser) von Tee nicht immer genügen!
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Einmal ist es eine Richtschnur, das andere mal Gesetz. *fg* Ein Schelm, wer Arges dabei denkt. *ggg* Sterilität in der Häuslichkeit gilt übrigens nach neuesten Erkenntnissen nicht als erstrebenswert.

    Elisabeth
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - über Welche Sorten Forum Datum
Über welche Dinge redet man in den Pausen mit den Klassenkameraden in der Krankenpflegeschule? Talk, Talk, Talk 27.07.2011
Welche Tabletten kann ich über die PEG geben? Pharmakologie 13.07.2011
Überstunden bei Kündigung - Freizeitausgleich oder Auszahlung - welche Rechte habe ich? Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz 03.10.2010
Welche Infusionen/Medikamente über Hahnenbank und was nicht? Intensiv- und Anästhesiepflege 10.01.2008
Katecholamine über welchen Schenkel beim mehrlumigen NVK? Kinderintensivpflege 04.11.2006

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.