Techniken zur Pneumonieprophylaxe?

Dieses Thema im Forum "Erkrankungen im Alter" wurde erstellt von metalbroom, 15.04.2009.

  1. metalbroom

    metalbroom Newbie

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    hallo!

    ich habe gerade eine ausarbeitung für einen praxisbesuch zu schreiben und habe folgendes problem.
    ich habe eine patientin bei der ich Prophylaxen durchführen soll.
    Nun ist es so, dass die Patientin besonders morgens mit einer starken Schleimsekretion im Rachenbereich zu kämpfen hat, den es ab zu husten gilt.
    Ich will nun also hier eine Pneumonieprophylaxe durchführen in dem Sinne sie beim Abhusten des Schleims zu unterstützen.

    Die Patientin hat offensichtlich eine Herzinsuffizienz mit kardialer Arrhythmie.
    Soweit ich weiss sind Vibrationsmassagen hier kontraindiziert.
    Hat mir jemand Tipps für den Praxisbesuch was ich hier machen könnte?

    gruss steff
     
  2. Lindarina

    Lindarina Senior-Mitglied

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    Wie wäre es mit einer ASE?
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Akt. Einsatzbereich:
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    Eine ASE dient nicht der Pneumonieprophylaxe.

    Schleimsekretion im Rachen. Wo kommt der her? Aus der Lunge? "Getrockneter" Speichel?
    Wo sitzt das Sekret? Trachea? Rachenraum?
    Kann sie das Sekret selbständig abhusten? Wenn nicht- warum nicht?
    Wie ist die Mitarbeit zu bewerten?

    Ergo:
    Elisabeth
     
  4. Mari1981

    Mari1981 Senior-Mitglied

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    amb.Pflege
    Hallo!
    Ich glaub was ich mal gelernt hab, ist anscheinend auch veraltet...
    ich kenne nämlich die ASE auch als Pneumonieprophylaxe allerdings
    soll man dann den Pat. zum tiefen einatmen auffordern und das
    soll dann prophylaktisch sein, also einreiben und zum tiefen einatmen
    auffordern.
    Für Frischluft sorgen, Oberkörper hoch lagern
    dann kann man noch Lagerung wechseln, also rechts, links
    das dient dazu das das Sekret sich nicht festsetzt.
    Genug trinken damit sich das Sekret lösen kann.
    Mobilisation(Belüftung der Lunge)
    Was noch?Äh, inhalieren, aber das müsste bei deiner Pat. auch
    kontraindiziert sein. Luft evtl. feucht halten,
    z.B. nassen Waschlappen auf Heizung hängen, Atemübungen
    mit einem Triflow(oder anderem Gerät).
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
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    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Hab ich so gelernt... *fg* Wie oft man doch dieses Argument hört.

    Die ASE gehört zur Basalen Stimulation. Das Ziel der ASE ist eine Entspannung. Durch ruhigeres Atmen kannst dies auch ohne ASE erreichen. Mit ASE ist es angenehmer. *g*

    Was mich immer wieder verwundert, dass offenscihtlich nur wenige (wie z.B. der TE) hinterfragen: was ist eigentlich begünstigend für eine Pneumonie.
    Erregerweg: per Mund, per Rachenraum, per Absaufkathter o.ä., per verkeimte Inhaltionsgeräte- hier vorzugsweise die Schläuche, usw.
    Erhöhung der Keimzahl in der Lunge: Atelektasenbildung durch unzureichende Belüftung

    Wenn du eine Atelektasenbildung verhindern willt, dann muss auch hier wieder schauen: wodurch entsteht sie und kann Pflege etwas dagegen tun. D

    Dein Luft feucht halten per Waschlappen auf Heizung ist keine gute Idee, da Keimzahlerhöhung in der Luft. Denn steril ist werder die Heizung noch der Waschlappen. Um die Keimzahl wieder zu reduzieren musst lüften- dann wäre dein Effekt aber durchs Fenster verschwunden.

    Elisabeth

    PS: Warum ist Inhalation kontraindiziert?
     
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