Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von Elisabeth Dinse, 01.02.2012.

  1. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich wage mal wieder aufzurufen, aus diesem Thread keinen Jammerthread zu machen sondern positive Beispiele zu bringen: wer kann von Wertschätzung, welcher Art auch immer, berichten?

    Elisabeth
     
  2. ZNA-Öse

    ZNA-Öse Poweruser

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    Na dann mach ich mal den Anfang...
    In unserem Haus ist es seit der Übernahme durch den neuen Träger vor 6 Jahren üblich,daß die Kollegen,die Geburtstag,ein rundes Jubiläum(Silberhochzeit,25 Jahre im Beruf usw.) oder Nachwuchs bekommen haben,vom GF,der PDL,dem Betriebsrat sowie der SL persönlich die obligatorischen Blumen und ein Geschenk bekommen. Dieses Geschenk ist immer individuell ausgedacht und anschließend gib's ne kleine Feierstunde in der Kantine mit Sekt,Kaffee und Kuchen sowie belegten Brötchen,an welcher die Führungsetage auch teilnimmt.
    Da wir ein recht großes Haus sind,ist fast täglich ne Party und so ist es doch ein schönes Arbeiten,man weiß sich geschätzt und darüber hinaus ist sich die Belegschaft der Wertschätzung durch die "Oberen" bewußt,denn die bräuchte sowas ja nicht machen.
     
  3. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hallo Elisabeth!

    Ich finde es bewundernswert, wie du immer wieder versuchst, unser Berufsbild in ein gutes Licht zu rücken.:daumen:

    Da es mir in meinem ganzen Berufsleben immer gut ging und ich selten mit Überlastung oder Ungerechtigkeiten zu tun hatte, möchte ich mal beginnen.
    In meinem Haus genieße ich eine sehr hohe Wertschätzung, weil ich mich in viele Dinge eingemischt habe und meinen Mund zur passenden Gelegenheit aufgemacht habe.
    Allerdings hat mir meine Arbeit im OP immer sehr viel Spass gemacht und das hat sich auch auf meine Leistung ausgewirkt. So hatte ich mir relativ schnell den Respekt der Ärzte erarbeitet, der bis heute anhält.
    Nun, als Leitung seit 1.5 J. merke ich die Wertschätzung, weil sich die Ärzte mit mir fachlich auf Augenhöhe unterhalten und meine Einwände und Anmerkungen berücksichtigen und respektieren.

    Wir im OP arbeiten bei uns im Haus auf einer "Insel", da wir einen eigenen Trakt haben. Aber es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich
    durch das Haus laufe und mich fast jeder erkennt. Das war auch schon so, als ich noch keine Leitung war.

    Ich musste sogar einmal meine Bewerbung zur stv. OP-Leitung auf Wunsch der CÄ zurückziehen, weil sie mich nicht aus dem Saal haben wollten. 10 Jahre habe ich bei uns Mitarbeiter angelernt und daraus gute bis sehr gute Mitarbeiter gemacht.

    Z. B. gibt es bei uns Instrumente, die meinen Namen tragen, weil ich den Anstoß zur Umarbeitung desselben gemacht habe.
    Im Dienstplan gibt es hinterlegtes Kürzel für eine bestimmten Dienst, der meinen Namen trägt, weil ich diejenige war, die diesen Dienst eingeführt hat. Aus einer Not heraus, weil ich alleinerziehend war und nur mit diesem Dienst auch mal zum Spät-
    dienst beitragen konnte.

    Bei der Standardisierung der OP-Abläufe und der dafür gebrauchten Materialien war ich schon vor Jahren die Ansprechpartnerin für die GF. Bei allen Verhandlungen, die fachlich für den OP wichtig sind, wurde und werde ich um Rat gefragt.

    Abschließend muss ich sagen, dass ich es nie besser, als mit diesem Haus treffen konnte:
    Keinen Wochenenddienst, Nachtdienst, Ruf-oder Bereitschaftsdienst. Und das seit 22 Jahren!!
    Immer genügend Personal im Saal. Meistens pünktlich Dienstschluss, egal ob früh oder spät.
    Viele Vergünstigungen, die uns unser AG zur Verfügung stellt.
    Ein Betriebsrat, der hinter dem Personal steht und sich nicht scheut auch mal mit der GF auf Konfrontationskurs zu gehen.
    Bezahlte Fort- und Weiterbildungen mit Übernachtungen und Reisekosten für alle MA.
    Eine GF, der das Wohl aller MA am Herzen liegt, was sie immer wieder unter Beweis stellt.

    Ich hoffe ihr könnt mir mein Loblied verzeihen, aber es entspricht den Tatsachen. Ich kann einfach nicht jammern, weil ich, trotz persönlicher und privater Probleme, immer gerne arbeiten gegangen bin und das bis zum heutigen Tag.

    LG opjutti
     
  4. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich wußte doch, das es irgendwo das Paradies gibt. :flowerpower:

    Aber muß es ausgerechnet in Bayern sein? ;))))
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bei einer Reflekton bezüglich meiner letzten Postings fand ich, man könnte mal die Blickrichtung wechseln. Weg vom komlett negativen Bild hin zum: es gibt Hoffnung. Von daher freue ich mich über jedes noch so kleine positive Blitzlicht.

    Elisabeth
     
  6. malu68

    malu68 Stammgast

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    Viel hängt doch von der Einstellung der Arbeitnehmer ab: Wenn ich mit Selbstbewusstsein arbeiten gehe und auch an geeigneter Stelle den Mund aufmache um mich für meine Rechte / oder die Rechte des Teams einsetze, ernte ich doch eine ganz andere Wertschätzung als wenn ich unkonstruktiv rumjammer und weitermach wie bisher. Außer schlechter Laune und der Einschätzung "lass die mal weinen, die kriegt sich auch wieder ein" passiert nichts.
    Und leider ist letzteres ja weit verbreitet in unserem Beruf.....

    Das ist mit ein Grund, warum ich immer noch gerne arbeiten gehe, ich mach den Mund auf an geeigneter Stelle und jammer nicht uneffektiv rum, zur Not zieh ich auch Konsequenzen.... Das bin ich mir wert!!!

    Malu68
     
  7. BamBamsche

    BamBamsche Poweruser

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    Wir haben eine gemeinsame Kasse auf Station, wo jeder MA entsprechend seiner % Geld einzahlt. (100%=10 Euro, 75%=7,50 Euro usw.) Davon wird dann Essen gekauft. Der Stationsleiter kauft immer Brot, Wurst, Käse, Marmelade, Butter, Kaffee und Saisonbedingt Fleischkäse und Kartoffelsalat, Gurken und Tomaten, Morzarella oder Ostereier :mryellow: Es gibt also immer reichlich zum essen bei uns. Das ist eine Anerkennung von seiner Seite aus. Und da das Geld was eingezahlt wird nicht ausreicht, legt der Chefarzt jedes Jahr aus eigener Tasche was drauf. Dieses Jahr waren es 900 Euro, letztes Jahr nur unwesentlich weniger. Ausserdem zahlt er die Hälfte der Weihnachtsfeier aus eigener Tasche.
    Find ich einfach super!
     
  8. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Ein Patient hat mir vor kurzem gesagt, dass meine Eltern stolz sein könnten, so eine Tochter wie mich zu haben. Die Ehefrau meines festen Patienten, hat irgendwann mal aufgeschnappt, dass ich für Sahnerollen "morden" könnte, seit dem bringt sie hin- und wieder mal welche mit und wir trinken dann zusammen eine schöne Tasse Kaffee dazu.

    Von meinem AG habe ich voriges Jahr eine Weihnachtskarte bekommen. Allerdings war's das dann auch schon alles an Wertschätzung, was man erwarten kann.
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

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    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Man hat mich dieses Jahr zweimal über unsere Personalentwicklungsabteilung als Dozentin gebucht. Das sehe ich auch als Wertschätzung seitens meines Arbeitgebers an - es schmeichelt, wenn man mich mein Fachwissen weitergeben. Und Honorar gab's natürlich auch.
     
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