Tagesklinik-Konzept 6-7 Tage/Woche

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von schattenblume, 27.12.2007.

  1. schattenblume

    schattenblume Stammgast

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    Guten Morgen,

    bin gerade auf der Suche nach psych. Tageskliniken, die die 6 oder 7 Tage die Woche geöffnet haben. Arbeitet jemand so? Oder kennt jemand eine Klinik, die ein solches Konzept hat? Bin für Tipps, Anregungen und Links dankbar!

    lg. Schattenblume
     
  2. Brady

    Brady Gast

    Hallo Schattenblume,

    arbeite in einer psychiatrischen/psychotherapeutischen Tagesklinik mit 5 Tage in der Woche. Die Idee die Tage auf 6 oder gar 7 Tage zu erhöhen, hatten wir auch schon im Team; da unserer Klientel "schwächer" geworden ist.

    Die Vorteile wären dann klar auf der Hand. Wie weit dies bezahlbar ist und welche Therapien dann angeboten werden könnten, müsste dann auch noch geklärt werden. Denke aber dann eher an eine Tagesstrukturierung.

    Die Arbeitszeiten müssten dann auch verändert werden, von wem oder welcher Berufsgruppe, die damit damit einbezogen werden sollte.
    Liegt dann aber auch an dem jeweiligen Konzept.

    Wir nehmen z.B. die meisten Patienten von "draußen" auf, ca. 60-70 % unserer Patienten, 30-40% der Patienten kommen von den Stationen.

    Die meisten Patienten von den Stationen durchlaufen von den Stationen aus einen sogenannten "Tagesklinikstatus". Das heißt, sie werden von der Station her ca. 3 Wochen teilstationär versorgt bis die Behandlung abgeschlossen ist.

    Unsere Patienten in der Tagesklinik haben eine durchschnittliche Verweildauer von 6 - 8 Wochen. Alle Patienten kommen per Einweisungsschein in die Tagesklinik, auch die Patienten die von den Stationen kommen. Es läuft vorher immer ein Informationsgespräch; Beratungsgespräch das von der Pflege geführt wird. Dort entscheidet sich, ob der Patient zur Aufnahme kommen möchte, oder wir ihn aufnehmen.

    Wobei auch Patienten genauso diesen Weg der 5 Tagewoche wählen um am Wochenende zuhause sein zu können. Aus den verschiedensten Gründen, suchen sie deshalb diese Behandlungsform.

    Unsere Patienten nutzen am Wochenenden, bei Krisen die Möglichkeit sich beim AVD zu melden; entweder telefonisch oder auch persönlich.

    Je nach Intention können sie für das Wochenende aufgenommen oder auch "nur" behandelt werden um dann wieder nach Hause zu gehen.

    Ich kenne leider keine Tagesklinik, die eine 6 oder sogar 7 Tagewoche anbietet. In grösseren Abständen nehmen wir an Tagesklinktreffen im Raum Ruhrgebiet und Niederrhein teil. Deshalb ist mir ist keine bekannt, die so arbeitet. Aber dies muss ja nichts heißen.

    Was ist deine Idee dazu? Ich finde es ein interessantes Thema. Für welches Klientel hast Du denn dabei gedacht?
    Hoffe, es meldet sich noch jemand, der vielleicht mehr weiß.


    Liebe Grüße Brady
     
  3. schattenblume

    schattenblume Stammgast

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    Hallo Brady,

    ich bin ja eher ein "Psychiatrie Laie" und arbeite mich in dieses Thema ein, da ich zurzeit in einer Psychiatrie arbeite.
    Uns kam die Idee, jetzt nachdem die Tagesklinik ja praktisch über die Feiertage 5 Tage am Stück zu hätte... so haben wir relativ kurzentschlossen, die Tagesklinik für einen halben Tag an Heiligabend und Sylvester geöffnet mit Beschäftigungsangeboten. Wir haben einmal eine Tagesklinik mit einem psychtherapeutischen Ansatz und zum anderen eine Tagesklinik für psychsch kranke ältere Menschen. Die Möglichkeit sich beim AvD am We zu melden steht diesen Patienten auch bei uns zu. Patienten die vorher stationär behandelt wurden, können auch anschließend in den tagesklinischen Status der Station wechseln...
    Wir haben uns nur gefragt, ob diese Vorstellung einer rund-um-die-Woche Tagesklinik praktikabel oder überhaupt notwendig ist und auch von den Patienten angenommen wird?
    Freu mich auf mehr Meinungen!
    Gruß Schattenblume
     
  4. Brady

    Brady Gast

    Hallo Schattenblume,

    diese Gedanken gerade um diese Zeit kenne ich auch. Wobei wir zur Zeit unsere Patienten, die alleine sind, oder keine oder kaum Kontakte haben schon vorher in Tagesstättentreff (Regenbogen; Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen) oder auch Angebote der psychiatrischen Hilfsgemeinschaft einzubinden.

    Diese haben auch Öffnungszeiten an den Feiertagen. Dieser Kontakt muss natürlich schon eine Weile vorher aufgenommen werden, um Schwellenängste abzubauen. Sollte also vor den Festtagen passiert sein, am besten wenn der Patient schon dort einen Ansprechpartner hat.

    Wobei es dann eben auch wieder Patienten gibt, die dies nicht in Anspruch nehmen wollen und wir durch unsere Beziehungsarbeit viel näher dran sind.
    Immer wieder ein schwieriges Thema.

    Beide Hillfsgemeinschaften gibt es in Duisburg, womit wir auch zusammen arbeiten.

    Dort finden Spaziergänge, Kochgruppen, Weihnachtsfeiern oder auch nur eine Möglichkeit zum Kaffee trinken, usw. statt.

    Dann gibt es in Duisburg noch ein internationales Frauencafe (Tacheles), dieses besuchen wir dann auch mit unseren Patientinnen während des Aufenthaltes in der TK.

    Würde mich auch über mehr Meinungen dazu freuen.

    Liebe Grüße Brady
     
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