Supervision / Seelsorge für Pflegende

Dieses Thema im Forum "Leben und Tod im Krankenhaus, Umgang mit Sterbenden" wurde erstellt von kurve, 26.10.2008.

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Gibt es Supervision für Pflegepersonal

Diese Umfrage wurde geschlossen: 20.11.2008
  1. Ja regelmäßig

    5 Stimme(n)
    31,3%
  2. Ja nach Wunsch

    6 Stimme(n)
    37,5%
  3. Nein - wir sind ja alle belastbar

    4 Stimme(n)
    25,0%
  4. Nein kein Bedarf

    2 Stimme(n)
    12,5%
Eine Auswahl mehrerer Antworten ist erlaubt.
  1. kurve

    kurve Newbie

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    Hallo.
    Ich würde gerne mal wissen, ob es in Euren Häusern/Abt. regelmäßig geplante Treffen oder Fortbildungen zum Thema Umgang nach dem Tod eines Patienten gibt. Wird das Pflegepersonal irgendwo betreut oder begleitet wenn z.B. Explantationen gelaufen sind ? Bekommen die Mitarbeiter bezahlte Stunden für Gespräche untereinander nach traumatischen Situationen ? Werden Mitarbeiter vorab schon geschult auf Explantationen ? Gibt es überhaupt Bedarf ? Würde mich freuen, wenn Eure zahlreichen Antworten kurz enthalten wieviele Mitarbeiter im Haus/Abt. tätig sind und wieviele Betten die Abteilung /das Haus hat. Danke. Klaus. Fachkrankenpfleger im OP.
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

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    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
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    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Kann nur für meine Abteilung (Palliativstation) sprechen. Wir haben regelmäßig (alle sechs bis acht Wochen) Supervision mit interdisziplinärer Teilnahme. Für Pflegepersonal ist das Arbeitszeit.

    Eine Supervision nach einem Todesfall würde bei uns wenig Sinn machen, bei acht bis zehn Toten pro Monat hätten wir da eine Menge zu tun!
     
  3. zuckerbrot

    zuckerbrot Newbie

    Registriert seit:
    25.10.2008
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    2
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    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Funktion:
    Tour-Leitung
    Ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst, Supervisionen finden nur selten statt. Finde dies aber nicht so schlimm, da ich in stationären Einrichtungen die Erfahrung gemacht habe, dass diese Supervisionen als äußerst lästig empfunden wurden.

    Supervision im Sinne von "Seelsorge für Pflegende" findet bei meinem Arbeitgeber aber regelm. statt. Mein Pflegedienst arbeitet sehr eng mit einer Hospiz Einrichtung zusammen. Jeder Mitarbeiter durfte schon an der Fortbildung "Palliative Care für Pflegende" teilnehmen. Bei besonders "schwierigen" Fällen stehen uns Mitarbeiter der Hospiz Einrichtung zur Verfügung um das "Erlebte" zu verarbeiten.
     
  4. matziqlb

    matziqlb Stammgast

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    Beruf:
    Dialysepfleger
    Ort:
    Quedlinburg
    Akt. Einsatzbereich:
    PHV Dialyse seit 1998
    Funktion:
    stellv. Stationsleitung, Praxisanleiter, MPG-Beauftragter, Krisenintervention
    Hallo zusammen,

    ich arbeite ehrenamtlich in der Krisenintervention / Notfallseelsorge. Wir haben alle zwei Monate eine Supervision da man sonst zu sehr den Seelenschmerz in sich rein frisst. Aus dem Klinikaltag ist es in unserem Hause leider nicht an der Tagesordnung.

    LG Matze
     
  5. Hallo,

    in meinem Haus gibt eine gar keine Supervision. Da wird auch nicht auf Station drüber geredet. Wenn man möchte kann man zur Seelsorge von unserem Haus gehen, aber der Typ ist so durchgeknallt, da würd ich nicht hingehen.

    LG Sandra
     
  6. carina1984

    carina1984 Newbie

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    Beruf:
    Gesundheits-und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    Chirurgie
    Hallo zusammen:-)

    arbeite nun seit 3 Jahren in der Onkologie. Seit langem wünsche ich
    mir schon eine Supervision, meine Teamkollegen sehen das auch so.
    Habe den Vorschlag schon vor einem Jahr bei der PDL abgegeben (schriftlich
    und mündlich). Daraufhin sollten wir uns in eine Liste eintragen, wer Bedarf hat. Mehr als 2 Drittel haben sich dort eingetragen. Diese Liste hing über Monate im Dienstzimmer ohne Reaktion. Auf Nachfrage von mir, habe ich die Antwort, dass es viel zu teuer ist, erhalten.
    Dehalb habe ich beschlossen, mir mit Literatur selbst zu helfen, obwohl das natürlich mit einer Supervision nicht vergleichbar ist.
    Aber traurig finde ich das schon, auch wenn wenig Geld zur Verfügung steht.
    Die Konsequenz trotz Wunsch des Teams es nicht zu machen ist schlimmer.:!:

    LG Carina
     
  7. kiki1969

    kiki1969 Junior-Mitglied

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    Beruf:
    KPH, Azubi GuK
    Ort:
    Landkreis Heilbronn
    Hallo,ich glaube es gibt nur auf bestimmten Stationen oder Bereichen Supervision.Ebend auf Onkologie und auch in der Psychiatrie.Das zeichnet meiner Meinung nach eine gute Klinik aus.:-)
     
  8. carina1984

    carina1984 Newbie

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    4
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    Beruf:
    Gesundheits-und Krankenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    Chirurgie
    Das sehe ich genauso. Vielleicht werden "die" das eines Tages mal erkennen,
    wie wichtig eine Supervision in so einem Bereich wäre.
    Dauerhaft Tod und Leid zu sehen kann man alleine nicht kompensieren.
     
  9. saskia.k

    saskia.k Newbie

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    Beruf:
    Krankenschwester, Studynurse
    Akt. Einsatzbereich:
    Onkologie / Gastroenterologie
    Hallo Zusammen,

    ich arbeite in einer Onkologischen tagesklinik mit etwa 35 Patienten / Tag die
    angeschlossen ist an eine Oknologische Station mit 29 Betten.
    Wir haben es mehrmals versucht mit Supervision im gesamten Team von
    Station und Ambulanz aber es ist mehrfach gescheitert.
    Einige Kolegen sahen keine notwendigkeit für sich und blieben der Supervision
    fern und nach ca. 6-8 Sitzungen waren dann nurnoch 1/5 des Team da und
    die Supervision wurde eingestellt.

    LG
    Saskia
     
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