Supervision in der Krankenpflege

Ute

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Hallo,

macht Ihr Supervision bei Euch in der Abteilung ? Was für Erfahrungen habt Ihr damit gemacht, eher positive oder negative ?
 

Tisi

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Hi Ute!
Bei uns wird das nicht gemacht, obwohl es eigentlich gar nicht schlecht wäre!
Habe gerade meinen Einsatz in der Psych, da wird das regelmäßig gemacht!
Macht ihr das bei euch?
Tisi
 

Ute

Poweruser
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hi,
nein es gibt Kollegen die voll dagegen sind !!! Obwohl ich auch denke das es für die Bateilung nur zum Vorteil sein kann !!!
 

Mäuschen

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Hallo,

da ich ja noch von nix weiß. Darf ich fragen was denn so eine Supervision ist?? Nur ganz grob bitte...... :wink:

Danke :D

Grüße
Mäuschen
 

Ute

Poweruser
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Hallo !

Der Begriff "Supervision" ist dem Englischen entnommen und kann nur schwer eingedeutscht werden. Am häufigsten wird er mit "Praxisanleitung" oder Praxisberatung übersetzt. Damit ist gemeint, daß unter Anleitung eines erfahrenen Supervisors berufliche Erlebnisse und Probleme durchgesprochen werden. Dies kann im Einzelgespräch oder im Gruppengespräch geschehen (Einzelsupervision oder Supervisionsgruppen).
Die Aufgaben der Supervision ergeben sich aus den täglichen Problemen, die eine immer intensiver werdende Krankenpflege aufwirft.
Gesellschaftliche Entwicklungen, die direkten Einfluß auf die Arbeit der Krankenschwestern und Krankenpfleger nehmen und nicht zuletzt der Mensch selbst in seinem Wechselspiel Beruf - Familie - Gesellschaft bergen Konfliktfelder in sich, die durch Supervision bearbeitet werden können. Supervision soll helfen, die eigene Persönlichkeit so zu entwickeln, daß das fachliche Wissen richtig und ökonomisch eingesetzt werden kann sowie das Wissen über sich selbst und den Umfang mit eigenen Vorurteilen und Einstellungen zu verbessern.
In der Supervision werden Lösungs- und Entscheidungsstrategien sowie die eigenen körperlichen und seelischen Kräfte gespiegelt; ebenso die beruflichen Beziehungen, der Umgang mit Patienten, deren Angehörige, Teammitgliedern und Vorgesetzten.

Ich hoffe, ich konnte Dir es etwas näher bringen ! :wink: Grob genug ?
 

Mäuschen

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Hallo,

ja danke...grob genug :wink:

Aber wieso sollte man da was dagegen haben?? Ich meine das ist doch eine gute Sache. Und kann doch nur helfen. Ich hoffe soetwas wrd es bei mir dann auch geben...wo immer da auch sein wird...

Grüße
Mäuschen
 

Suse

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Hi !
Ich habe noch nie an einer Supervision teilgenommen. Ich denke es ist nur sinnvoll, wenn sich alle daran beteiligen. Nachher sollte niemandem das, was er gesagt hat aufs Butterbrot geschmiert werden.
Suse
 

urmel

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Hallo,
bei uns wurde von der Psychologin Supervision angeboten. Haben alle abgelehnt.
Warum? Weil ich Supervisonen kenne und ich mich nicht unter Aufsicht eines Supervisors von Kollegen fertig machen lasse (darauf läufts nämlich raus!!:--> der/die Kollegen sagen klipp und klar und mit ihren Worten, was sie nervt und das ist nicht immer harmlos) Und ich kann beim besten WIllen nicht ruhig bleiben, wenn ich persönlich angegriffen werde(mit Begriffen, die ich hier nicht nennen will).

Meiner Meinung nach muss sich ein gutes Team auch so mal teffen können und die Lage besprechen können, selbst wenn es nur zwei oder drei Kollegen/innen sind.

WEnn jemand ein Problem mit mir hat (was ja nicht unbemerkt bleibt), dann spreche die Person drauf an. Gibt es sonstoge Probleme, dann kann man doch miteinender reden. So handhaben wir es jedenfalls.

Ich will auch niht, dass alle meine Kollegen meine seelischen Probleme kennen, wo eine Stärken und Schwächen liegen und all sowas. Immerhin ist es meine Arbeit und mein Privatleben bleibt da aussen vor. So läuft es auch umgekehrt.
Es hat zwar einige Zeit gedauert, aber mittlerweile gehe ich aus dem Krankenhaus raus und bin auch nicht mehr Gedanklich auf der Arbeit. Alles hat seine Grenzen.

Meine eigene Persönlickeit ist auch mittlerweile schon genug entwickelt, dazu brauch ich auch keine Supervision mehr.

Das ist meine Meinung, schönen Abend noch!

LG
urmel
 

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