Suche Infos zu Fortbildung/Weiterbildung im Wundmanagement

Dieses Thema im Forum "Wundmanagement" wurde erstellt von Schanine, 27.08.2009.

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  1. Schanine

    Schanine Newbie

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    Hallo ihr lieben,
    ich bin neu hier, also stelle ich mich erstmal vor:Ich heiße Janine, bin 23 Jahre jung, habe mein Examen 2007 gemacht und arbeite jetzt seit fast 2 Jahren in der ambulanten Pflege.:mrgreen:

    Meine Frage:
    Ich würde gerne eine Fortbildung/Seminar bezüglich Wundversorgung starten, jedoch weiß ich nicht wo ich anfangen soll.Meine Chefin gab mir Prospekte über Fortbildungen die Über 1 bis 2 Tage gehn, habe mich jetzt aber hier schonmal ein bissel durchgelesen, und nur gehört das diese kurzen seminare wat für den :knockin: sind!!!!
    Wer kann mir weiter helfen???
    Evtl. informationen geben zur Kaiserswerther Seminare???

    Liebe Grüße
     
  2. firewoman1402

    firewoman1402 Junior-Mitglied

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    Das Uniklinikum Mannheim bietet regelmäßig TÜV-zertifizierte Weiterbildungen in diesem Berech an.
    Diese haben etwa eine Woche Theorie mit Abschlussprüfung und 16 Stunden Hospitation übner die ein Bericht verfasst werden muss.
    Kostenpunkt ca. 1000€.
    ::UMM Universitätsmedizin Mannheim: Wundexperte::
    Vielleicht ist das ja was für dich?:gruebel:
     
  3. Trisha

    Trisha Poweruser

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    www.icwunden.de (Menüpunkt "Wundseminare")
    Da stehen alle möglichen Anbieter zum Vergleich.

    LG
    Trisha
     
  4. fampev

    fampev Junior-Mitglied

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    Hallo;

    mache dich über die Inhalte im Vorwege schlau. Lies z. B. das Gutachten aus der Zeitschrift:

    Schwester/Pfleger

    Die DGfW ist auch eine gute Adresse.
     
  5. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Das ist nicht das vollständige Gutachten, zudem dieses "Gutachten" auch sehr dubios erscheint.
    Man merkt, dass es manchen Anbietern von Wundweiterbildungen derart schlecht zu gehen scheint, dass sie solche "Gutachten" erstellen lassen - um sich selbst positiv darzustellen.
    Ich bin sicher, dass eine Gegendarstellung nicht ausbleibt, zumindest wäre sie angebracht und berechtigt, auch die Aufklärung dieses "Gutachtens". Dies bleibt abzuwarten.
    Ferner geht es den meisten nicht um die genauen Inhalte, sonder vor allem um Kosten, Ort, Dauer, Prüfungsmodalitäten.

    LG
    Trisha
     
  6. fampev

    fampev Junior-Mitglied

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    Hallo Trisha;

    da muß ich dir leider recht geben. So sind meine Erfahrungen auch.

    Deshalb sollte man meiner Meinung nach auf beides hinweisen. Auf die Möglichkeit sich mit einem inhaltlichen Schwerpunkt zu qualifizieren (DGfW z. B.) oder die Aspekte zu wählen, die du aufgeführt hast (ICW z. B.).

    Das wäre fair und denke auch den Forumteilnehmern geschuldet.

    Gruss fampev
     
  7. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Sicher, sollte man das. Der Expertenstandard "Chronische Wunden" gibt jedenfalls keine bestimmte vor.

    Doch sollte man Interessenten nicht von vorn herein verunsichern und in diese sinnlosen Konkurrenzkämpfchen zwischen den Fachgesellschaften rein ziehen.
    Wenn ich mal zurück blicke auf die anfänglich gute Zusammenarbeit der ICW und DGfW, schließlich wurde das Curriculum der ICW gemeinsam von beiden Fachgesellschaften entwickelt, tut es mir persönlich, und auch einigen ICW-Mitgliedern umso mehr leid, dass sich die DGfW plötzlich distanziert hat. Alle Unternehmungsversuche seitens der ICW für eine weitere Zusammenarbeit scheiterten. Die DGfW brachte darauf hin ihr eigenes Curriculum auf den Markt. Dies stieß auf Verständnislosigkeit, selbst unter DGfW-Mitgliedern. Das Rad wurde neu erfunden, und dadurch entstand natürlich auch eine große Verunsicherung.
    Diese Verunsicherung bleibt bis heute bestehen, und immer wieder wird sie neu geschürt. Warum? Weil die ICW inzwischen viele tausend Absolventen hat und dies für andere Anbieter ein Dorn im Auge ist.
    Fazit ist, die Weiterbildung der DGfW ist nicht "toller" als die der ICW und umgekehrt. Derjenige, der die Weiterbildung macht, sollte auf jeden Fall eines davon haben:
    Den größtmöglichen Nutzen für die Praxis.
    Das können nur kompetente Dozenten erreichen - was nützt der Chefarzt Dr. Know-it-all, der aber keine Ahnung von Unterrichtsgestaltung hat. Der Teilnehmer hat davon nichts, außer Dr. Know-it-all ist rein zufällig ein Naturtalent in Didaktik.


    Für mich wäre in der Weiterbildung wichtig, dass für das Geld, welches ich ausgebe, die Rahmenbedingungen stimmen:
    • Verpflegung
    • Räumlichkeiten
    • niedrige Teilnehmerzahl
    • Namhafte erfahrene Dozenten
    • Parkplätze/Übernachtungsmöglichkeit
    • etc.
    Wenn diese Aspekte vorhanden sind, dann sind die Inhalte und der Anbieter für den Teilnehmer zweitrangig!
    Der Teilnehmer will einfach nur unter günstigsten Rahmenbedingungen was lernen.
    Wenn es von 7 Seminartagen an einem Tag nicht die persönliche Leibspeise zum Mittagessen gab, dann ist für die meisten Teilnehmer das Seminar schief gelaufen.
    Oder wenn es keine Parkplätze vor der Haustür gab, kein Toilettenpapier auf den Örtlichkeiten, kein ausreichend Platz im Seminarraum, keine Raucherecke, usw.
    Kleinigkeiten.
    Was nützt es also einem Interessenten zu erzählen: "Es gibt das von der ICW, und das von der DGfW, musst Du gucken was Du machst."

    Deswegen mein Link im obigen Thread mit der Liste der einzelnen Anbieter. Nur wenn man bei den einzelnen Anbietern anruft, kann man all diese o.a. Kleinigkeiten in Erfahrung bringen.

    LG
    Trisha
     
  8. Lohnwaerter

    Lohnwaerter Newbie

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    Hallo zusammen,

    habe mir die Kontroverse zur Frage ICW versus DGfW angesehen,
    dabei habe ich mich gefragt, von welchen zwei Fachgesellschaften die Rede ist, bei meiner Recherche auf der AWMF Seite ist mir zur Wunde nur die DGfW als Fachgesellschaft aufgefallen, oder befindet sich die ICW im Anerkennungsprozess?
    Von den Querelen zwischen ICW und DGfW habe ich auch schon gehört. Allerdings glaube ich in Koblenz, auf dem DGfW Kongress 2008, gehört zu haben, das der Präsident der DGfW von einer kollegialen Zusammenarbeit mit der ICW im Sinne der Patienten gesprochen hat.
    Da ich selbst in meiner Praxis oft mit Wundexperten und Wundmanagern zu tun hatte, kann ich nur empfehlen mehr Wert auf die Inhalte einer Weiterbildung zu legen, als auf die Rahmenbedingungen, die natürlich auch stimmen müssen.
    Die Nichtakzeptnanz von Wundexperten und Wundmanager etc. bei den Therapieentscheidenden Ärzten kommt nicht zuletzt von dem soliden Halbwissen, das in manchen Weiterbildungen vermittelt wird.

    LG Lohnwaerter
     
  9. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Die AWMF ist eine medizinische Fachgesellschaft. In der ICW e.V. sind hauptsächlich Pflegende, auch die Vorsitzende gehört dem Personenkreis der Pflegefachkräfte.
    Ferner finde ich es doch schon merkwürdig, dass Du auf der AWMF-Seite nach Fachgesellschaften suchst.
    Auf der AWMF-Seite findest Du medizinische Fachgesellschaften.



    Gesagt wird viel, aber die Wahrheit ist eine andere, die ich hier im Forum nicht offen lege. Es entspricht aber dem, was ich auf dem letzten DGfW-Kongress gehört habe, nämlich dass die DGfW sich zeitweilen sehr negativ über die ICW äußerte - traurig. Selbst DGfW-Mitglieder waren ob der Äußerungen vor Ort sehr erschrocken.
    Letztendlich sind das Angelegenheiten, welche die beiden Gesellschaften unter sich klären müssten.


    Wie erwähnt: die Weiterbildung muss einen großen Nutzen für die Praxis nach sich ziehen. Ich glaube kaum, dass eine Pflegefachkraft sich nochmal tagelang Anatomie und Physiologie anhören will.



    Es gibt viele Ärzte, die mit Personen mit entsprechender Wundweiterbildung sehr gut und konstruktiv zusammen arbeiten. Eine Nichtakzeptanz hat nicht die Ursache des "Halbwissens", sondern hat ganz andere Gründe.
    Welcher Arzt fragt denn schon das Wissen der Wundmanagerin, -expertin o.ä. ab?
    Ich stimme Dir zu, dass manche mit "Ach und Krach" die Weiterbildung irgendwie geschafft haben. Aber das betrifft alle Weiterbildungen. Deswegen kann man erworbenes Halbwissen sicher nicht auf einzelne Weiterbildungen schieben.

    LG
    Trisha
     
  10. fampev

    fampev Junior-Mitglied

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    Hallo Trisha;

    aber das ist doch wohl unbestritten.
    Zitat: "Die Wundbehandlung gehört zu den ältesten medizinischen Tätigkeiten." Quelle: Med-Report 14 (Mai 02)

    Deshalb ist es richtig, wenn LOHNWÄRTER bei den medizinischen Gesellschaften sucht.

    Mittlerweile hat es sich aber auch schon rumgesprochen, dass die Pflege in diesen Fachgesellschaften eine große Rolle spielt; so ist einer der Vizepräsidenten, nicht nur in der DGfW sondern auch in den anderen medizinischen Fachgesellschaften, immer eine Pflegekraft.

    Gruss fampev
     
  11. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Die Curricula der ICW-Weiterbildung berücksichtigen schwerpunktmäßig diesen Aspekt:

    Die ganzheitliche Betrachtung und Versorgung eines Patienten mit chronischen Wunden und seinem Umfeld.

    Und das wissen bis heute viele tausend Absolventen zu schätzen.

    Da liegen die Differenzen zwischen den beiden Gesellschaften.
    Die ICW hat sich zu einem Verein mit einer außerordentlich hohen Mitgliederzahl entwickelt, darunter selbstverständlich auch Ärzte.
    Dass die DGfW sich zeitweilen leider recht feindselig gegenüber der ICW verhält, ist unlängst unter allen Mitgliedern beider Fachgesellschaften bekannt und deswegen kein Geheimnis mehr - schließlich werden negative Äußerungen von der DGfW gegenüber der ICW öffentlich (!) auf deren Kongressen widergegeben. Die Haltung ist unverständlich un nicht nachvollziehbar.

    Ich bin mit Leib und Seele Pflegende, und ich kann mich deswegen, was den Bereich des Wundmanagements angeht, besser mit der ICW e.V. identifzieren.
    Da ich kein Freund von Feindseligkeiten bin, möchte ich hier nochmals erwähnen, dass jeder, der eine Wundweiterbildung machen möchte, sich genau erkundigen sollte, WAS er WO macht und unter welchen Rahmenbedingungen, und vor allem, ob die Inhalte einen praktischen Nutzen haben.
    Unabhängig davon, wer die jeweiligen Curricula entwickelt hat.
    LG
    Trisha
     
  12. drafi

    drafi Newbie

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    Hallo,
    Ich beabsichtige eine Ausbildung in dem Bereich Wunde zu machen und habe mich umfassend informiert. "Aufgeschreckt" durch den Alarm zu der Thematik hier, habe ich mich mal intensiver mit den Begrifflichkeiten und Hintergründen beschäftigt
    Für mich ist eine Fachgesellschaft auch nur die, die durch die AWMF anerkannt wird. Das ergibt sich aus dem Auftrag, den diese Fachgesellschaften haben. Siehe AWMF seiten.
    Dementsprechend ist die ICW keine medizinische - Aber Wundbehandlung ist - so weit ich erinnere Behandlungspflege per Definition - Damit Pflege diese Kompetenz erhält muss sie also medizinisches - auf Augenhöhe mit den Ärzten - Wissen haben. So weit ich herausgelesen habe geschieht dies bei der DGfW, bei der Ärzte und Pflegekräfte gemeinsam im Kurs sitzen.
    Dazu gehört dann ein hohes anatomisches und physiologisches Grundwissen.(Also hat Pflege es tagelang anzuhören - weil es wahrlich fehlt!) ... Mein Fazit: Pflege kann nur auf Kompetenz pochen, wenn Sie kompetentes Wissen hat. Passiert es auf der Basis, die dem der Ärzte entspricht, ist es förderlich für die langfristige Entwicklung des Pflegeberufes.... Nicht nur beim Thema Wunde
    Und zu dem Ranking in dem die ICW anders plaziert war als die DGfW - Der TÜV Austria wird ja nun nicht einfach Ergebnisse rausgeben, sondern sich da schon abgesichert haben.
    Wenn die hier gezeigte Form des Umganges mit der Kritik (die ja positiv als Ansporn gesehen werden kann!) dem Statement ICW entspricht, so zweifel ich an einem sachlichen Umgang mit der Thematik. Das fördert nicht gerade das Bild von pflegerischer Kompetenz - die ja durch die Qualifizierung dargestellt werden soll.
    Des weiteren finde ich, dass sich die Moderatorin einer Verunglimpfung einer ganzen Fachgesellschaft schuldig macht, in dem sie diese pauschal an den Pranger stellt. Zumal die Argumente nicht stichhaltig sind.
    Das gehört sich zu einem nicht und zum anderen erwarte ich in einem solchen Forum eine neutrale Moderation, die mir hilft eine objektive Entscheidung zu treffen. Sollte das nicht das Ziel eines Forums sein, dann melde ich mich hier gleich besser wieder ab!
     
  13. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Lieber drafi,

    ich kann guten Gewissens mitteilen, dass ich mich hier durchaus neutral verhalte.
    Ich stelle niemanden an den Pranger, und wenn Du der Meinung bist, meine Statements seien nicht stichworthaltig, dann bitte ich Dich, diese nochmal, vielleicht einmal differenzierter, durchzulesen.

    Die AWMF hat gewisse Aufnahmekriterien. Die wollen zu Recht Mediziner. Das ist ja auch okay - aber hier absolutn nicht relevant.

    Bei der ICW gibt es auch Kurse, die grundsätzlich gemischte Qualifikationen enthalten: sehr viele Mediziner (sogar Kurse mit ausschließlich Ärzten), Pflegefachkräfte, Apotheker, Podologen, Altenpflegekräfte, PTA´s etc.

    Eine Weiterbildung, in der vorhandenes Wissen erweitert wird (deswegen Weiterbildung), und in kurzer Zeit einen großen Nutzen für die Praxis nach sich zieht, ist gefragter denn je. Jeder, und das schreibe ich hier nicht das erste Mal, muss für sich persönlich entscheiden, welche Weiterbildung er anstrebt.
    Den meisten ist das egal - ich bin schon lange genug im Geschäft um sicher feststellen zu können: die Weiterbildung, die direkt vor der Haustür statt findet und nichts kostet ist immer die beste.
    Ich glaube, nicht mal 5% der Interessierten sind die Inhalte wichtig, und der geringste Prozentsatz derer ob der Verein nun in der AWMF drin ist oder nicht. Das wird in all den Jahren ausschließlicher Fort- und Weiterbildungstätigkeit das erste Mal hier im Forum diskutiert, wo ich tagtäglich mit vielen Interessenten für Fort- und Weiterbildung in Kontakt bin.
    Die AWMF ist für Pflegekräfte vielleicht interessant, aber nicht relevant. Sicher gibt es Pflegekräfte die mit den Ärzten auf Augenhöhe arbeiten möchten. Aber ich kann nur empfehlen:
    "Schuster, bleib´ bei Deinen Leisten".
    Ein Arzt ist ein Arzt, und eine Pflegekraft eine Pflegekraft. Du glaubst also, wenn Du eine Weiterbildung gemacht hast, in der man tagelang ausschließlich Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie durchgeackert hat, Du auf Augenhöhe mit einem Arzt bist? Wenn Du auf Augenhöhe mit einem Arzt arbeiten möchtest, dann ist man sicher mit einem Studium der Humanmedizin besser beraten.
    Ich sage ja nicht, dass der Unterricht der Anatomie und Physiologie falsch ist, aber Tatsache ist, es möchte sich niemand mehr in diesem Umfang, zumindest nicht im Rahmen einer "nur" Weiterbildung, anhören.

    Dann solltest Du Dich vielleicht mit diesem Artikel im Detail auseinandersetzen.
    Das komplette Gutachten gibt der TÜV Austria nicht preis. Welche Gründe könnte das haben?
    Ich bin sicher, ein solcher Artikel wird nicht ohne juristische Folgen bleiben, da irreführend. Was wirklich dahinter steckt kann nur der beurteilen, der sich mit allen Weiterbildungen des Wundmanagements befasst und deren Curricula kennt, sowie deren Anbieter.

    Ich bitte Dich um Vorsicht mit Deinen Aussagen. Ich stelle niemanden an den Pranger, noch "verunglimpfe" ich eine "ganze Fachgesellschaft", an keiner Stelle. Solltest Du Dich evtl. persönlich angegriffen fühlen, was ich aus Deinem Statement heraus lese, tut mir das natürlich leid.
    Ich empfehle lediglich von vorn herein, auf was im Rahmen einer Weiterbildung zu achten ist.

    Da Du ja bereits, wie Du einleitend schreibst, "umfassend informiert bist", gehe ich davon aus, dass Du bereits eine Entscheidung getroffen hast, ohne dass die Art der Moderation dabei eine erhebliche Rolle gespielt hätte.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir an dieser Stelle viel Erfolg.

    LG
    Trisha
     
  14. fampev

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    Hallo Trisha!

    Bitte vorsichtig. Aber die DGfW ist nicht verantwortlich für die Äußerung einzelner Dozenten. Du findest keine solchen Äußerungen in irgendeiner Veröffentlichung und in irgendeinem Medium. Also reduziere es auf die Äußerung von Personenen und sage nicht, es sei das Statement einer Gesellschaft.

    Wenn ich die Äußerung einzelner ICWler als die Meinung der ICW veröffentlichen würde, würde ich der ICW unrecht tun. Bitte also, gleiches Recht für alle.
     
  15. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Lieber fampev,

    ich bin über verschiedene Gegebenheiten der letzten fünf Jahre bestens und im Detail informiert.
    Es ist jedoch nicht in meinem Interesse, diese Details hier im Forum bekannt zu geben. Ich bewahre meine Neutralität, ferner geht es hier auch nicht darum.
    Ich persönlich habe nichts gegen die DGfW, habe mit denen nichts, ich stelle Sie nicht "an den Pranger".
    Wenn ich schreibe, dass negative Äußerungen seitens der DGfW kamen, ist das eine Empfindung, die offenbar noch mehr Personen teilen. Ob einer eine Fachgesellschaft "besser" oder "toller" findet, weil sie in der AWMF Mitglied ist, ist das eine persönliche Meinung, die ich an keiner Stelle anzweifele. Ich teilte mit, dass eine Mitgliedschaft in der AWMF keine positive Auswirkung hat auf die Weiterbildung bzw. auf das Curriculum, oder aber auf den Abschluss. Ich äußere mich an keiner Stelle negativ über die DGfW selbst.
    Deswegen ist es sehr merkwürdig, dass man wegen "Verunglimpfung schuldig" gesprochen wird (ohne die dafür erforderliche Qualifikation mitzubringen - aus dem Profil gehen leider keine Angaben dazu hervor) , umrahmt von einer moralischen Aufklärung, die hier sicher nicht nötig ist.
    Dass ich selbst der ICW zugewandt bin, muss kein Geheimnis bleiben, dass Du (und andere) der DGfW zugewandt sind, auch nicht, immerhin leben wir in einer Demokratie!
    Ich bin nach wie vor der Meinung und dies könnte durchaus auch als Appell verstanden werden, dass die ICW und DGfW immer noch die Chance haben, sich noch einmal zusammen zu raufen und sich im Sinne des Patienten ergänzen würden.

    Zur Info: das Curriculum der ICW hieß anfangs "Wundexperte ICW/DGfW", es wurde von namhaften Experten beider Gesellschaften entwickelt!
    Würde also ein Mitglied der DGfW Kritik an dem Curriculum der ICW üben, dann würde er, sicher unbeabsichtigt, auch die eigenen Leute kritisieren...

    Es ging in diesem Thread um die Frage, welche Weiterbildung im Wundmanagement sinngemäß "besser" sei.

    Nochmal:
    Es gibt keine "bessere".
    Die Inhalte und Umfang sind sehr unterschiedlich.
    Der Expertenstandard "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden" gibt keine bestimmte vor.
    Jeder muss je nach seinen persönlichen Vorlieben und Motivationen "seine" Weiterbildung finden.
    Es gibt folgende etablierte Weiterbildungen im Wundmanagement:

    Basisseminar "Wundexperte ICW" - Aufbauseminare zum "Pflegetherapeut Wunde ICW" Initiative Chronische Wunden e.V.: Seminar- informationen

    Basisseminar "WACert DGfW" - Aufbaukurs "WTCert DGfW" (http://wundbehandlung.webnode.com/curriculum-dgfw/)

    DEKRA "Wundschwester/Wundpfleger" Personenzertifizierungen
    "Abgespecktes ICW - Curriculum"

    "WM/ZWM/AZWM" nach GuKG § 64 TÜV Austria - zertifiziert Akademie für zertifiziertes Wundmanagement | Gesamtübersicht Programm
    Hinweis: das GuKG § 64 (Gesundheits- und Krankenpflegegesetz in Österreich, § 64 anerkannte Weiterbildung für Angehörige des "gehobenen Dienstes" der Gesundheits- und KrankenpflegerInnen) ist nur in Österreich gültig. Wer auf deutschem Boden diese Weiterbildung absolviert, darf nach GuKG § 64 kein Zertifikat erhalten, da die Wiener Landesregierung (auch keine andere Landesregierung) keine Weiterbildung nach GuKG §64 mit einem Standort in Deutschland bwilligt hat. Wer also ein gültiges Zertifikat mit diesem Abschluss erhalten möchte, muss diese Weiterbildung in Österreich absolvieren.

    Ich hoffe, ich konnte damit einen Einblick in die etablierten Wundmanagement-Schulungen darbieten. Wie Ihr seht, gibt es nicht nur Weiterbildungen von der DGfW und ICW, sondern auch noch andere.
    Ferner hoffe ich, im Sinne aler Diskutanten und interessierten Lesern, dass sich aufgewühlte Gemüter wieder besänftigen ließen.

    LG
    Trisha
     
    #15 Trisha, 14.09.2009
    Zuletzt bearbeitet: 15.09.2009
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    Hallo zusammen,

    die die Diskussion nur noch OT läuft und die Fragen des Threaderstellers beantwortet sind, schliesse ich diesen Thread.
     
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