Sturzrisikoskalen

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Pedin, 23.01.2007.

  1. Pedin

    Pedin Junior-Mitglied

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    Hallo zusammen,

    mich würde mal interessieren, mit welchen Sturzrisikoskalen ihr arbeitet und welche Erfahrungen ihr damit habt.
    Außerdem würde mich die Startify Skala interessieren. Hat die jemand vielleicht?
    Viele Grüße
    Pedin
     
  2. Nasonex2001

    Nasonex2001 Senior-Mitglied

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    Hi,

    wir arbeiten mit der Sturzrisikoeinschätzung nach Huhn.

    MfG
     
  3. Nordlicht

    Nordlicht Poweruser

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    .......wobei Herr Huhn sich selbst überholt hat.

    Auf einer FoBi im Dezember letzten Jahres in S-H mußte er einräumen, dass seine Skala so toll nicht ist und in der RIP (Risikopotentialanalyse) mehr zu finden ist.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Mich wundert so eine Aussage überhaupt nicht. Der krampfhafte Versuch alles in Skalen zu pressen und damit eine "Pseudo"sicherheit vorzutäuschen ist nicht möglich bei der Vielfalt der menschlichen Individualität. Zumal nicht selten die kausalen Zusammenhänge falsch dargestellt werden. Und nicht eine Pflegeskala gilt als wissenschaftlich überprüft und belegt.

    Die Physiotherapeuten nutzen ff. Anhaltspunkte: Tinetti- Skala.

    Elisabeth
     
  5. Josefine13

    Josefine13 Stammgast

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    Hallöchen,
    wir haben eine "zusammengwürfelte Sturzrisikoskala", also intern überarbeitete Skala. Und bin aber auch der Meinung das dies nicht so wirklich der Bringer ist.Weil wenn jemand öfters stürzt, aus welchen Gründen heraus auch immer, dann wird das doch immer an den nächsten Dienst übergeben und somit ist es doch bekannt, bzw. aus den Berichten heraus ersichtlich, oder? Zumal ja noch ein Sturzprotokoll geschrieben wird, wenn jemand stürzt.
     
  6. Butti

    Butti Newbie

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    Zu dem Thema interessiert mich z.Z. nur eines: Ist das nicht Schwachsinn, wenn man eine Sturzrisiko-Einschätzung bei einem bettlägerigen Patienten vornehmen soll (wo das Bettgitter aktiviert ist)? Wann soll der denn stürzen?
    Oder soll bei den gängigen Skalen auch die Ausnahme erfasst werden, also dann, wenn er einmal mit dem Pateintenlifter aus dem Bett herausgeholt und in den Rollstuhl gesetzt wird!? Wie handhabt Ihr das?
     
  7. Philipp Tessin

    Philipp Tessin Senior-Mitglied

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    Du sollst ja nur das Risiko ermitteln. Bei einem bettlägerigen Patienten sinkt das Risiko natürlich, aber deswegen ist das noch lange nicht Schwachsinn.
    Spätestens wenn der Patient überaschenderweise doch übers Gitter gekrabbelt ist und sich den Schenkelhals frakturiert hat, fragt die Krankenkasse nach, wo die Sturzrisiko-Skala ist und warum keine Maßnahmen eingeleitet worden sind.
    Wir benutzen übrigens auch "Marke Eigenbau", die aber in naher Zukunft überarbeitet wird.
    Gruß
    Philipp Tessin
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Elisabeth
     
  9. darouge

    darouge Senior-Mitglied

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    tempus consumere in litteris ^^
    Wir haben ebenfalls eine eigenserstellte. Wir führen auch bei wachkomaleuten eine sturzprophylaxe durch. ansich ist es schwachsinn. Begründet wird das dadurch das die BG ja oben sind, wenn die Bew. nicht sturzgefährdet sind könnten sie ja auch unten bleiben.

    Zudem wenn ein Bew während des transfers zu fall kommt ist es keine intrinsischer faktor der vom bew. ausgeht sondern das Problem vom PP.

    Die Assasmentverfahren find ich prinzipiell nicht verkehrt, nur ist beio manchen noch nicht angekommen das die Verfahren nicht dazu da sind eine Antwort auf die frage "Risiko JA/NEIN" zu geben sondern lediglich bei der entscheidungsfindung darüber helfen sollen und die aufmerksamkeit auf mögliche Risikofaktoren lenken sollen.


    Ich fände ein screening für Intertrigogefährdung nicht übel, da bei uns immer diskussionen ausbrechen ob oder ob nicht.
    Nur weil jemand ein diab. mell hat und inko trägt, muss er noch lange nicht intertrigogefährdet sein.
    Hat jemand eine hyperhidrose un ein anfälliges Hautbild aber kein INKO und kein Diab mell. ist das risiko jedoch auf jeden fal vorhandenr. Tja was nun machen? ^^

    Mir fehlt zum Beispiel in der Bradenskala der Punkt: "individueller Hauttyp"
    Ein Bew. liegt bei 16 punkten, hat aber eine bombenhaut ohne jeglichen schaden (trotz inkontinenz und unselbständiger lageveränderung)
    Ist der jetz Gefährdet nur weil er 16 punkte hat???? Meiner meinung nach nein. Also ;)
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Verantwortung übernehmen für das eigene pflegerische Handlung ist in D net so beliebt. Man behilft sich, indem man sein Gewissen beruhigt mit dem Ausfüllen diverser Skalen und dem handeln nach Drehbuchstandards.

    Elisabeth
     
  11. Heimann-Heinevetter

    Heimann-Heinevetter Junior-Mitglied

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    Hallo zusammen.

    Sturzrisikoskalen und Assessmentinstrumente, ich habe mir einige angeschaut (schreibe gerade einige Kurse zum Expertenstandard) im ergebniss habe ich keine Skala gefunden die mir gefällt bzw. umfassend die Sturzrisiken erfasst oder Handlungshinweise gibt.

    Na ja und dann habe ich meine eigene Skala erstellt.

    Sturzrisikoskala

    Man kann sie übrigens als PDF herunterladen und sie ist frei verwendbar.

    Nebenbei (@butti) freiheitsentziehende Maßnahmen erhöhen das Sturzrisiko bzw. das Risiko schwerer Sturzfolgen. Ließ mal im expertenstandard nach.

    freundlich

    Andreas
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Du schreibst: je mehr Kreuzchen, desto höher die Gefahr. Sind 13 Punkte schon besorgniserregend?

    Elisabeth
     
  13. Heimann-Heinevetter

    Heimann-Heinevetter Junior-Mitglied

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    Hallo elisabeth,

    13 Punkte ob das besorgniserregend ist? es ist mehr als Null Punkte. ich habe diese skala nicht entwickelt um damit zu sagen "Oh je, oh je da ist aber jemand ganz schlimm sturzgefährdet" sondern um sturzrisiken zu identifizieren und damit die Möglichkeit zu schaffen sie zu bearbeiten bzw. zu modifizieren. Bei einigen anderen Skalen, man kann blind und dement sein, gleichzeitig unter Blutdruckabfällen beim aufstehen leiden und hat kein Sturzrisiko, weil nicht danach gefragt wird. Bei meiner Skala fällt das eher auf und das ist das Ziel der Übung, eben Sturzrisiken zu identifizieren damit man Sie bearbeiten kann.

    freundlich

    Andreas
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Müsste einer fachkompetenten Pflegekraft nach deiner Schulung net auch ohne Skala ein Sturzrisiko auffallen?

    Btw.- welcher Mensch erreicht Null bei deiner umfangreichen Befragung?

    Ich würde es net als Skala ansehen- dafür ist sie auch viel zu lang. Es ist eine Zusammenfassung möglicher Sturzrisiken- net mehr, aber auch net weniger. Gut geeignet um immer mal seine Kenntnisse aufzufrischen.

    Elisabeth
     
  15. Heimann-Heinevetter

    Heimann-Heinevetter Junior-Mitglied

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    Hallo Elisabeth,

    klar sollte das auffallen. Doch die Realität ist eine andere. Wir wollen uns ja nichts in die Tasche lügen. Nicht alles was man lernt ist immer präsent. jemand der Null Punkte erreicht, mag sein. Ich selbst erreiche 4 Punkte.

    Viel zu lang, ich möchte Dir da widersprechen! Die anderen Skalen sind viel zu kurz! Und bitte nicht: "Dafür habe ich sowieso keine Zeit.". Jemanden der gestürzt ist "aufzulesen" ist weitaus aufwendiger als meine lange Skala zu bearbeiten.

    Und ganz ehrlich ich glaube Dir nicht, das Du alle Sturzrisiken präsent hast, ich habe es nicht obwohl ich mich zur Zeit intensiv damit befasse.

    Hast Du einen besseren vorschlag als meine skala um sturzrisiken zu identifizieren?

    Freundlich

    Andreas
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Zeit ist ein knappes Gut. Sie muss sinnvoll genutzt werden. Besser einen Pat./Bew. begleiten z.B. beim bewegen als seitenweise Skalen auszufüllen.

    Wie geschrieben: Gute Zusammenfassung zum schnellen auffrischen der Kenntnisse. Ersatz für die Fachkompetenz: klares NEIN.

    Elisabeth
     
  17. Heimann-Heinevetter

    Heimann-Heinevetter Junior-Mitglied

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    Ja, ja "Zeit ist ein knappes Gut" ... , das "Totschlagargument in der Pflege", wahrscheinlich bin ich ein Mutant, das ich mir für gewisse Dinge Zeit nehme z.B. außerhalb der Dienstzeit, wenn es mir wichtig ist. (Klar bei Ivana, es wird mal später, wenn es wichtig ist ... und das ist "Meins" ...( ALS plötzliche Bessserung). Nebenbei, wer hat denn die Kentnisse um sie auffrischen zu können?

    Ja und noch etwas: im Kritisieren bist Du "sehr gut" glatte "1". Kannst Du mir einen Link zu Deiner, einer umfasserenden, einer schnelleren "Stuzrisikoskala" senden?

    Wo sind Deine Alternativen? Nur zu! Mache es besser!

    Andreas

    P.S. Kritisieren ist leicht, das mache ich ja auch in meinen Kursen. Aber ... ich biete eine Alternative ... und Du?. Nur zu: Wo finde ich die "Elisabeth Dinse Sturzskala"? Ich habe eine Alternative angeboten, wo ist Deine?
     
  18. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Ist die Skala als Assesment der Dokumentation gedacht oder soll ich sie als Checkliste nutzen?
    Als Assesment für den Nachweis, ok, wobei ich lieber bei unser hauseigenen bleibe.

    Um deiner Frage vorweg zu kommen, nein, diese werde ich nicht veröffentlichen, weil ich das auch garnicht darf.

    Der überarbeitete Expertenstandard Dekubitus geht übrigens wieder weg von den Skalen, da keine validiert ist. Wie hast du deine Skala validiert?

    Wir nutzen Skalen nur dazu wozu sie gedacht sind, um Handlungen transparent zu machen.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich glaube kaum, dass du die Zeitressourcen überblicken kannst.

    Für den klinischen Bereich findet die PPR Anwendung. Nach dieser wird das Personal berechnet weil die DRGs diese nutzen um das notwendige Personal zu beazhlen. Da hier nur dei reinen Pflegeminuten vergütet werden, die Fachkraft aber dummerweise z.B. auch im Urlaub Geld will, hat der Unternehmer ein echtes Problem. Die Folgen sind hinlänglich bekannt.

    Soweit mir bekannt gibt es ein ähnliches System in der Altenpflege. Hier werden die Pflegeminuten auch aufgeschlüsselt und bestimmen somit die Einnahmen-Ausgaben- Möglichkeiten.

    Pflegekräfte versuchen den Personalmangel net an die Pat./Bew. weiter zu reichen indem sie z.B. Überstunden machen- auch um die geforderte Dokumentation zu pflegen.

    Nebenbei- wenn die Zeit fehlt um Kenntnisse aufzufrischen, dann verdonnere ich den MA zum Ausfüllen seitenlanger Checklisten? Das habe ich sicher falsch verstanden- oder?

    Es scheint ein typisches deutsches Problem zu sein alles und jedes zu normieren, zu vereinheitlichen und dem "dummen" AN vorzugeben was er zu tun hat. Der Mensch, den wir pflegen ist keine Maschine. Das beweist du übrigens schön mit deinem "Motoneuronen Thread".

    Skalen haben wir schon viel zu viele. Nicht eine ist validiert bzw. kann nachweisen, dass genau diese Skala für jede Klientel geeignet ist um ein Risiko einzuschätzen.

    Zur Erinnerung: Fr. Braden sagt ausdrücklich, dass ihre Skala nicht als Diagnoseinstrument gedacht ist und nur von fachkompetenten Personal als Dokumentationshilfsmittel genutzt werden soll.
    Die Expertenstandards fordern diese Kompetenz ein. Bedeutet ggf. auch Nachqualifizierung.

    Elisabeth
     
  20. hk-um

    hk-um Senior-Mitglied

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    Skalen gibt es in der Medizin bis zum Umfallen und nein dies ist kein typisch deutsches Problem. Sondern kommt immer dort zur Anwendung wo Rechtssicherheit, Dokumentation, Rechnungswesen verlangt wird und eine unzureichende Aus- und Weiterbildung durchgeführt wird.
    Aus bestimmten Zahlenwert und hier zählt das Sturzrisiko dazu ergeben sich die Pflegeminuten und die ergeben die Einnahmen.
    Die gesamten Skalen bringen in 90 % dem Patienten nichts, sondern dienen dem Nachweis gegenüber den Kassen und den Kostenträgern um sich zu rechtfertigen.
    Ich kann das Sturzrisiko auch ohne Probleme aus einer guten Pflegedokumentation ableiten, aber dies benötigt mehr Zeit für den MDK oder in Österreich die BH. Wenn ich aber definiere, ab einem Zahlenwert X sind Schutzmaßnahmen notwendig kann ich gegenüber der KK argumentiern. Wenn ich aber sage ich benötige für Frau XY Hüftprotektoren, dann sagt die KK warum?
    Leider denken nicht wenige in der Medizin mit Skalen kann man Verantwortung abwälzen, da man ja alles gemacht hat was den Richtlinien entspricht.
    Am Ende sollte man sich aber Fragen habe ich noch einen gesunden Menschenverstand und das für einen medizinischen Beruf notwendige Verantwortungsbewußtsein.
    Denn es kommt heute schon vor, dass die Skala sagt nicht sturzgefährdet, doch die medizinische Anamnese dem komplett entgegen steht.
     

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