Sturz auf Klinikgelände

Dieses Thema im Forum "Interdisziplinäre Notfälle" wurde erstellt von schluri69, 08.12.2014.

  1. schluri69

    schluri69 Newbie

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    Guten Tag ich hätte eine Frage bzw wollte mir Meinungen einholen zu einem Zwischenfall der vor kurzem meiner Lebenspartnerin passiert ist.

    Meine Partnerin ist zur Zeit in Kur.Nach einem privaten Ausflug der ordnungsgemäss in ausgelegte Liste eingetragen wurde kehrte sie in Begleitung einer anderen Patientin gegen Abend zurück.Auf dem Weg des Klinikgeländes stürzte meine Partnerin durch ein unglücklich liegengelassenes Paketband auf dem Weg so schwer das sie ärztlich versorgt werden musste.Soweit möglich wurde sie von der anderen Patientin zu einem in der Kurklinik befindlichen Arzt gebracht der sich das Knie und die aufgerissene Oberlippe ansah und meinte das solle sich ein Chirurg anschauen und sie sollte ins Krankenhaus.Jetzt kommt der Punkt wo ich nicht mehr weiss was ich sagen soll.
    Eine Pflegerin fragte meine Partnerin ob sie ein Auto da hätte um ins KH zu fahren??????? Sie verneinte und fragte ob sie nicht dafür sorgen könne das sie weiterversorgt wird.Die Antwort der Pflegekraft das war ein Privatausflug da haften wir nicht sie müsse schauen wie sie in das KH kommt.Sturz war auf dem Klinikgelände!!!Dann hat die Pflegekraft der anderen Patientin angerufen die dabei war beim Sturz und sagte zu ihr sie soll dafür sorgen das meine Frau in das Krankenhaus gefahren wird.
    Fazit;Meine Frau wurde,inzwischen war es stockdunkel und nebelig,von einer ortsunerfahrenen anderen Patientin ins KH gefahren wo die Verletzung genäht wurde.
    Ist sowas normal?? Was hätte alles passieren können auf der Fahrt nach so einem Sturz??Ich werde am kommenden WE auf jeden Fall in die Klink fahren und versuchen mit dem Chefarzt ein Gespräch zu führen da mein Bauchgefühl mir sagt das hier einiges im Argen liegt.
    Da ich mich rechtlich in solchen Dingen überhaupt nicht auskenne wäre ich über ein paar fundierte Meinungen sehr dankbar oder ist das alles so Rechtens was da passiert ist???
    Danke schonmal im Voraus.
    MfG Thomas
     
  2. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    Hallo, prinzipiell hätte die Pflegerin den Rettungsdienst verständigen können um deine LG ins Kh bringen. Von rechtlichen Seite ist es so dass die Klinik nicht haftbar gemacht werden kann, da ja der Unfall in ihrer "Freizeit" passiert ist. Von daher trägt die Kosten die Krankenkasse der Lebensgefährtin.
     
  3. schluri69

    schluri69 Newbie

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    mmh.....ok das würde bedeuten obwohl sie die Klinik nur verlassen darf nach dem Einschreiben bzw Austragen in der Liste wegen der Haftung denk ich mal.Haftet die Klinik nur wenn der Patient auf dem Weg zu einer Massnahme ist und da was passiert? Der Unfall war auf dem Gelände der Klinik und ich dachte das Gelände zählt dazu.
     
  4. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    So ist es, die Klinik bzw. die Unfallversicherung zahlt nur wenn man auf dem Weg von bzw zur Therapie ist ergo auch während der Therapiemassnahme. Nichts desto trotz kann ich das verhalten der Pflegerin nicht nachvollziehen. Zumindest hätte sie einen Transport in eine chir. Ambulanz veranlassen können. Warum sie dies nicht getan hat, leuchtet mir nicht ein.
     
  5. AntjeX

    AntjeX Junior-Mitglied

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    Hallo Thomas,

    ich kann dir nur aus meiner Erfahrung sagen, wie so etwas abläuft.
    Als erstes versichert man sich als Pflegekraft beim Arzt, wie ein Verletzter transportiert werden soll.
    Wenn der Arzt sogar im Haus ist, sollte er das beurteilen können
    Und man kann selbst auch sehen und fragen, wie es dem Betroffenen geht.


    Wenn der Arzt dann sagt, der kann selber fahren, geht das entweder mit dem Taxi oder man findet jemanden, der fahren möchte.
    Aber dass ein Mitpatient genötigt wird, zu fahren, das ist nicht in Ordnung, wenn das wirklich so war.
    Das muss schon freiwillig geschehen.
    Ein Taxi hätte sie selbst bezahlen müssen.

    LG
    Antje
     
  6. renje

    renje Poweruser

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    Welche Indikation hätte den bestanden, dass ein Transport mit Fachpersonal (Rettdienst/qualifizierter Krankentransport) hätte denn durchgeführt werden müssen auf Kosten der Krankenkassenzahler?

    Sie war bei einem Arzt und dieser stellte fest, dass er das Ganze gerne nochmal abgeklärt hätte im KH - Richtig?
    Wenn dieser es für nötig befunden hätte, hätte dieser sicher eine Transportanweisung ausgestellt oder den Rettdienst geholt.
    Warum soll da eine Mitpatientin nicht fahren und wenn man sich darüber aufregen möchte und dies so unmöglich findet (sind zwei Erwachsene Menschen die ein Entscheidung getroffen haben), hätte die Lebensgefährtin problemlos mit dem Taxi fahren können.
    Die Heimfahrt hätte sowieso mit dem Taxi durchgeführt werden müssen.

    @schluri69: ich gehe davon aus, dass deine Partnerin erwachsen ist. Wenn SIE etwas klären möchte, dann sollte sie das tun und nicht DU.
    Nur als Tip, würde bei uns ganz schlecht ankommen!

    PS: bitte nicht vergessen - wenn der Arzt keine Transportanweisung ausstellt, dann macht der Rettdienst einen Notfall darus.
    Heißt ca. 600€ für die Einrichtung.
     
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