Stundenlohn 400 €-Job und Nachtschichtzulage

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von Schw. Angie, 17.08.2009.

  1. Schw. Angie

    Schw. Angie Junior-Mitglied

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    1. Ich weiß, es ist schon spät, aber ich hoffe, daß ich dennoch bis morgen mittag ein paar antworten bekomme!
    Eine bekannte von mir, auch langjährige krankenschwester hat morgen ein vorstellungsgespräch, und zwar handelt es sich um nachtdienst in einem privathaushalt auf 400 € Basis.
    Welche gehaltsvorstellungen/stundenlohn sind hier realistisch
    und üblich?

    Meine 2. Frage: Ich arbeite im nachtdienst und im frühdienst (auf 400 € basis) in einem privaten heim mit hohem pflegeaufwand bekomme einen dort festgelegten relativ geringen "aushilfsstundenlohn", aber keine nachtzulage.
    Ich weiß, dass die dort "fest angestellten" nachtzulage erhalten.
    Ich habe einen 400 € vertrag.

    Ist es rechtens, daß ich keine nachtzulage erhalte, und kann jeder private arbeitgeber das handhaben wie er möchte?

    Vielen dank im voraus für eure antworten!

    schw. angie
     
  2. Nutella Woman

    Nutella Woman Poweruser

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    zu1:
    ich würde 10-15€ veranschlagen - schließlich ist sie auch ausgebildetes Perosnal und kein "Hiwi" (so böse sich das jetzt auch anhören mag). Ist halt Verhandlungssache.

    zu2:
    Guck in deinen Vertrag. Sollte da stehen "bezahlung nach TVÖD/ AVR..." o.ä. solltest Du noch einmal in den einschlägigen Tarifverträgen nachschauen, ob Nachtdienstzuschläge auch für Aushilfen vorgesehen sind. Sollte in deinem Vertrag nur Stundenlohn x Euro stehen, bekommst du nix.
     
  3. renje

    renje Poweruser

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    Hallo Angie,

    1. ich denke es kommt auf die Art der Tätigkeit an sowie auf die Konkurrenz und finanzielle Potenz des Auftraggebers. Muss sie sich selbst versichern? Wird die Anfahrt extra bezahlt, oder 2x umfallen und schon da. Gehts um pflegerische Tätigkeit oder - ich lese Haushalt - überwiegend um hauswirtschaftliche Tätigkeiten? Würde so ab 10€ ansetzen.

    2. Doch bekommst du. Guckst du ArbZG §6 Abs.5. Unterliegst du einem Tarifvertrag - guckst du da.
    Wenn die Anderen bekommen gilt auch der Gleichbehandlungsgrundsatz, also dann jeder.
    Teilzeitkräfte oder 400€kräfte dürfen nicht anderst behandelt werden, dir steht z.B. auch selbstverst. Urlaub zu.

    Gruß renje
     
  4. narde2003

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    Hallo Renje,

    wie in dem Post der Threaderöffnerin steht, handelt es sich um einen Nachtdienst, hierbei geht es sicher nicht um hauswirtschaftliche Tätigkeiten.

    Vermutlich eher eine ambulante Intensivpflege und da finde ich 15 Euro die Stunden nicht zuwenig.

    Sonnigste Grüsse
    Narde
     
  5. Schw. Angie

    Schw. Angie Junior-Mitglied

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    Nein, sie soll nicht nachts den haushalt machen.........:cheerlead:

    ...es handelt sich um die betreuung eines schwer demenz- und krebskranken menschen, der wohl sehr nachtaktiv ist.

    Die familie (alles lehrer und ingenieure) dachte so an 7 euro,:klatschspring: man hat sich wohl auf 9 euro geeinigt, den angehörigen erschien das aber wohl sehr hoch.....??????

    Sie haben auch noch eine ungelernte polin, die wohl weniger verlangt.........

    Ganz herzlichen dank für eure aufschlussreichen antworten!
     
  6. L.Li

    L.Li Newbie

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    im leben würde ich das nicht machen!
    nicht für 9, schon gar nicht für 7 euro.

    unserer nachtHILFEN bekommen 10,50€ und zuschläge. es geht hier auch um die würde der fachpflegekraft.

    zu dieser lohn-dumping-diskussion sage ich immer, daß ich liebend gern (wirklich!!!) als 400,00€ kraft für 7€/h im aldi die regale einräume - aber keine fachliche pflege abliefere!
     
  7. Schw. Angie

    Schw. Angie Junior-Mitglied

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    Da hast du sicher recht, L.li, alles net so einfach hier im hinteren odw!:knockin:

    gruß
    angie
     
  8. Schw. Angie

    Schw. Angie Junior-Mitglied

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    ich sehe grad ambulanter dienst, macht ihr auch nachtwache?

    Die pflegedienste hier im umkreis bieten das nicht an.
     
  9. Schwester Persephone

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    7-9 € sind unfraglich Lohndumping; selbstbeschaffte (oft osteuropäische) Hilfskräfte arbeiten allerdings nicht selten für < 7 €/h (ggf. dann aber aufgewertet durch Kost und Logis, häufig fallen auch Reisekosten an).

    In der ambulanten Intensivpflege wurden mir vor nicht allzulanger Zeit 10 €/h geboten - Zuschläge gibt es gar nicht. Die Attraktivität dieser Jobs liegt in der Tatsache, dass man lange Schichten hat (zw. 8-12 h) und somit nur 3-5 x im Monat zum Dienst antreten muss.

    Ich habe seit einem Jahr einen Minijob mit knapp 13 € Stundenlohn plus Nachtzuschlag plus ggf. Sonntagszuschlag. Aber so etwas findet man selten :cry:
     
  10. Schw. Angie

    Schw. Angie Junior-Mitglied

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    danke für deine antwort, persophene,

    ich denke, darauf läuft es im endeffekt hinaus bei der familie, denn sie stehen schon in kontakt mit einer polnischen pflegerin (natürlich ungelernt)

    lg:eek1:
     
  11. L.Li

    L.Li Newbie

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    ja, wir machen nachtdienst, sogar 2 pflegekräfte. im prinzip MUSS jeder ambulante dienst nachtdienst anbieten da ein versorgunsvertrag immer 24h pflege beinhaltet, das darf der pflegedienst nicht ablehnen.

    l.li
     
  12. Schw. Angie

    Schw. Angie Junior-Mitglied

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    Das ist ja interessant, aber hier haben alle pflegedienste geasagt, sie machen keine nachtwache, sogar ein großer, flächendeckender PD.
    Mit der begründung, dann müßten sie für 1 patient 3 ma`s einstellen...........
     
  13. Schwester Persephone

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    Wo kein Kunde, da kein Angebot. Theoretisch gehört es jedoch zum Spektrum eines jeden Pflegedienstes.
    Da es jedoch nahezu immer eine Kostenfrage ist, kommt es meist nur im Rahmen von Sondervereinbarungen und/oder der Verordnung von ambulanter Intensivpflege bzw. spezieller Krankenbeobachtung zum Tragen. Hierfür gibt es jedoch auch spezielle Anbieter.
    Bestellt ein nicht-Intensivpflege-Bedürftiger eine Nachtwache, ist das eine teure Angelegenheit.

    Ich mache mal einen Mini-Kostenvoranschlag:

    10 h á 22 € (ein in-etwa-Durchschnitt SGB XI-Leistung bundesweit)= 220 € pro Nacht = bei 30 Nächten im Monat 6600 €, von denen die Pflegekasse z.B. bei Pflegestufe III maximal 1470 € übernehmen würde. Eigenanteil: 5130 €, ohne das bereits am Tage irgendwelche Pflege geleistet würde.

    Somit erklärt sich auch, warum diese Leistungsart nicht wirklich angeboten wird und nicht spezielle Mitarbeiter hierfür eingestellt werden. Es ist eine Art Ladenhüter :wink:
     
  14. Schw. Angie

    Schw. Angie Junior-Mitglied

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    hallo persophene,
    nachdem ich mich etwas beschäftigt habe, denke ich auch, dass dies für normale leute nicht bezahlbar ist.

    Unser größter anbieter hier im umkreis will 28.- euro die stunde!

    danke
    a.
     
  15. Schwester Persephone

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    25 € bis 35 € pro Stunde sind insofern als normal bzw. erforderlich anzusiedeln, wenn man davon ausgeht, dass die durchschnittliche 3jährig Examinierte nachts 12,50 plus 1,50 Minimum verdient. Dazu kommen etwa 1/3 Sozialabgaben für den AG plus verschiedenste Sachkosten (pers. Schutzausrüstung, Auto, Kleidung, etc.). Dazu kommt das unternehmerische Risiko: wenn man 10-12 h Nachtdienst anbietet, braucht man etwa 3 VZ-Stellen, bei 24-h-Pflege bis zu 6 VZ-Stellen.
    Fällt der Kunde weg (KH-Aufenthalt, Reha, Tod, Kündigung o.ä.), muss der AG diese Arbeitnehmer unter Umständen noch wochenlang weiterbeschäftigen, ohne diese wenigstens kostenneutral einsetzen zu können.
    Somit erklären sich die (für Pflege hohen) Stundensätze und der Versuch der AG, Kräfte auf Mini-Job-Basis für 10 €/h zu bekommen.
     
    #15 Schwester Persephone, 26.08.2009
    Zuletzt bearbeitet: 26.08.2009
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