Stundenhinterziehung

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von engelschwester83, 06.10.2015.

  1. engelschwester83

    engelschwester83 Junior-Mitglied

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    Hallo an alle..

    Ich habe jetzt über eine längere Zeit beobachtet das unsere SL teils eine halbe stunde später zum dienst erscheint und auch ca.eine bis eineinhalb stunden eher den dienst beendet.Da ich zwar schon lange im Haus da ich auch dort gelernt habe, jedoch noch nicht lange auf der station bin,kann ich nur diesen Zeitraum beurteilen. Alle Kollegen reden ebenfalls in ihrere Abwesenheit darüber und berichten das dies schon über viele Jahre so geht, wissentlich das sie ihre Stunden aus dem Dienstplan nicht austrägt. Bei uns hingegen wird genau drauf geachtet das jede Minute ausgetragen wird und bei Überstunden ist Ende des Monats teils nocht nichts eingetragen und man muss ihr Bescheid sagen.letzens hat sie dann behauptet sie hätte von den Zetteln alles eingetragen. War bei mir jedoch nicht hinterlegt. Desweitern gibt es viele weitere Missstände auf dieser Station bezüglich dieser Leitung. Alle reden über sie, einige Kollegen weinen wegen ihr,regen sich auf, da es teils viele Dinge sind die nicht richtig sind. ABER keiner traut sich etwas zu sagen. Ich habe jetzt gekündigt aufgrund dieser Sachen da ich mit diesen Ungerechtigkeiten nicht leben kann und das Team auch alles so hinnimmt.Unter anderem auch wg. unseres schlechten Schichtmodells, welches absolut familienfeindlich ist. Hatte mittlerweile auch ein Gespräch mit MAV bezgl. dieser Sachen. Die sagten mir das wäre echt schade das das Team noch nie etwas schriftliches eingereicht hätte. Das es Probleme mit der SL gibt wäre aber allgemein bekannt. Die Kollegen sagen das sie so eine Macht entwickelt hätte über die Jahre das alle Angst hätten ihren Job zu verlieren. Es hätte schon mal vor 15 Jahren eine Beschwerde mit MAV gegeben wobei auch mehrer MA`s beteiligt waren. Dabei ging es wohl auch um diese genannten Probleme. Es wurde wohl besprochen mit MAV, gab aber für SL keine Konsequenzen. Die Jahre danach hätte sie wohl alle beteiligten MA´s ausser eine rausgemobbt. Davor haben jetzt wohl alle Angst und deshalb werden die wildesten Sachen einfach akzeptiert vom Team. Sie hat freie Hand und ich komme mir jedesmal vor wie im falschen Film. Normal müsste bei solchen Sachen ja härtere Konsequenzen gezogen werden wie nur Gespräche oder?
     
  2. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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  3. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Gibts. Bei Leitungen und auch bei Mitarbeitern (weitaus häufiger...).

    Ansonsten gehen jedem Menschen auch mal Eintragungen unter.
    Vielleicht trägt sie sich ihre auch ein, ihr bekommt es nicht mit. Who knows ... du bist nun weg.

    Siehe Bluestar!
    Das Team muss sich kümmern ... oder eben nicht.
     
  4. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Wenn man nicht alle Hintergründe kennt, kann man sich leicht verspekulieren.

    Unsere PDL macht - zum Beispiel - die Dienst- und Tourenplanung zu Hause am PC und mailt sie dann in`s Büro.
    Sie möchte halt nicht ihre Enkelchen, die sie hüten muss, in den Betrieb mitbringen.
     
  5. engelschwester83

    engelschwester83 Junior-Mitglied

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    Also es wissen alle das sie sich die stunden nicht austrägt. da es bei uns keine stellvetretung gibt kann es keiner kontrollieren und die die mal stellv.sl waren bestätigen dies. haben aber zu meinem erschrecken auch nie was dazu gesagt sondern es immer geduldet.Und sie hat auch keine eigene familie, sodass sie von zuhause arbeiten muss. verstehe nicht das man soetwas über jahrzehnte einfach so duldet.
     
  6. schlitzkompresse

    schlitzkompresse Poweruser

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    Ich denke auch dass es schwierig zu beurteilen ist. Wie oft bleibt sie denn länger und schreibt sich das nicht auf. Stationsleitungen haben weitaus mehr zu tun als nur die "Präsenzzeit" auf Station, da gibt es noch Sitzungen, QZ, Auswertungen usw. Zumindest bei unseren SL's hier in der Klinik, die haben schon ein straffen Zeitplan und sind eher mal froh auf Station arbeiten zu dürfen.
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Na ja, dann nimm es in die Hand, teile es der Klinikleitung mit - hier zu lamentieren wird das Problem nicht lösen.
    Du brauchst natürlich auch entsprechenden Beweise.
     
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  8. mary_jane

    mary_jane Gast

    @engelschwester83
    Woher wisst ihr es denn alle so genau?
    Habt Ihr Einsicht in den genauen Plan? Trägt sie die Stunden vielleicht auch nur im PC oder anderweitig, also für euch nicht ersichtlich, aus?

    Wenn ihr das alle schon so lange wisst, versteh ich nämlich auch nicht, warum ihr nicht handelt.
    Zuhause arbeiten kann man übrigens auch ohne Betreuungsverpflichtungen nach Absprache mit dem AG.
     
  9. Tante Doll

    Tante Doll Stammgast

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    schwierig...

    auf der einen seite verstehe ich engelschwester83, wenn sie hier misstände erkennen vermag und sich darüber austauschen will - auch mit hinblick auf eine strategie, die sehr schwer auszuarbeiten sein wird, wenn sich diese misstände so etabliert haben, dass sie zur normalität geworden sind und sich auch niemand traut dagegen vorzugehen

    andererseits wage auch ich mal die behauptung aufzustellen, dass viele angestellte keinen blasen schimmer davon haben, was es faktisch bedeutet leitung zu sein: ein unglaublicher mehraufwand an arbeit, stress und verantwortung, der gewöhnlich nicht aufhört, wenn die normale arbeitszeit beendet ist.

    das kann nur jemand beurteilen, der mal selbst in dieser funktion war - ich war das 6 Jahre lang und hätte nicht selten gut lust gehabt, mir nicht nur stunden sondern ganze wochen irgendwie als freizeit kompensieren zu lasen... wie gesagt: HÄTTE !!!!
     
  10. lusche

    lusche Poweruser

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    Transparenz könnte helfen.....Wenn die Leitung wirklich jeden Tag stundenlang zu Hause arbeitet, könnte sie das kommunizieren. Dann wäre die Rätselei um das „verspätete Kommen und dafür eher gehen“ gelöst...wenigstens erklärt. Aber das wär zu einfach?
    Andererseits sehe ich auch nicht, warum sie ihre Arbeitszeit nicht komplett ausnutzt, oder gibt es so viele Dinge, die sie nur zu Hause machen kann?

    Warum ist es eigentlich so, dass die Stunden der Vorgesetzten niemanden etwas angehen, aber die „normalen“ Teammitglieder alles offenlegen müssen?
    Wer von den nachgestellten Mitarbeitern weiß, was die Leitung abzuarbeiten hat...und warum nicht?
    Ist doch kein Geheimnis...oder doch?

    PS.: Das wirklich mehr Mitarbeiter straflos jeden Tag 2 Stunden weniger anwesend sind, halte ich für ein Gerücht...Ich jedenfalls, habe noch keinen Vorgesetzten gesehen, der dieses Verhalten bei seinen nachgestellten Mitarbeitern regelmäßig geduldet hätte.

    VG lusche
     
  11. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    Das sehe ich auch so, allerdings könnte Transparenz hier helfen. In einer Klinik, in der ich gearbeitet habe, hatten die SL immer am Morgen eine kurze Besprechung mit der PDL. Mehrfach wöchentlich gab es anderweitige Termine ausserhalb der Sationen. Allerdings war das Team immer informiert und die meisten SL sind hinterher nochmal auf Station.

    Das kann ich voll nachvollziehen, aber auch hier denke ich, dass man mit entsprechender Transparenz der erforderlichen Aufgaben schon mehr Verständnis bekommt.

    @All
    Mag ja sein dass die Stationsleitung Dienst- und Tourenpläne noch zuhause schreibt, dass muss aber auch nachvollziehbar sein und täglich 2 Stunden sind dafür nicht erforderlich, oder? Und solche Heimarbeit muss mit dem AG abgesprochen sein. Allerdings muss man dies auch beweisen können....
    Gruss
    Ludmilla
     
  12. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Das liegt einfach daran, dass die Vorgesetzten eben die Dienstpläne für die Unterstellten schreiben.

    Die Praktikanten wissen auch nicht, was die Examinierten so machen - und nicht selten meckern die Schüler, weil sie am allermeisten arbeiten, während die Examinierten sich nen Lenz machen ...

    Die hier benannte Leitung wird ihrem Vorgesetzten sicher auch aufschreiben müssen, wieviel sie im Home Office arbeitet...


    Aber wir rätselraten hier weiter nur rum ;)
     
  13. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Das die im ersten Thread beschriebene SL zuhause arbeitet und deshalb früher geht und später kommt, ist reine Spekulation!!
    Da ich selber in leitender Funktion bin, sehe ich es schon so, dass diese Leitung an sich selber andere Maßstäbe stellt, als sie von ihren MA verlangt. Denn eine Führungskraft sollte - wie es so schön heißt - mit gutem Beispiel vorangehen!!

    Wenn das in diesem Fall nicht so ist, obliegt es den MA an der Situation etwas zu verändern, indem sie das Fehlverhalten dokumentieren und an die nächste Instanz (PDL), BR oder MAV weiterleiten. Dann wird sich die SL sicherlich zu ihren "Fehl"zeiten vor der PDL/GF äußern müssen.
    Leider wurde das Dienstverhalten und angebliche Mobbing der SL bis jetzt toleriert und, wie so oft üblich, hinten rum besprochen und Ängste geschürt. Auch MA könne sich gg. Bossing wehren.

    Nun kommt engelschwester, entdeckt die Missstände und kündigt sofort, weil sie mit den Ungerechtigkeiten nicht zurecht kommt. Das ist natürlich wenig hilfreich für die Kollegen, stützt aber die Macht der Leitung. Deshalb wird sich so nie etwas ändern. Ist in dem Fall scheinbar auch gar nicht gewünscht.

    Als MA hätte ich so ein Verhalten nicht durchgehen lassen und mich offen dagegen gewehrt.
    Nun als Leitung habe ich Devise: Offenheit um Transparenz gegenüber meinen MA - meine beruflichen Termine während oder nach der Dienstzeit notiere ich auf unserem Tagesplan, welcher für jeden einsehbar ist. So können keine Spekulationen entstehen, wenn ich den Bereich verlasse und u. U. mehrere Stunden nicht anwesend bin. Meine für diesen Zeitraum benannte Stellvertretung weiß wo ich bin und wie ich im äußersten Fall zu erreichen bin.

    Kann auch sein, dass ich völlig im Irrtum bin und die Leitung tatsächlich Termine wahrnimmt, diese aber nicht mitteilt, weil das bisher nicht so üblich war.
    Wie schon oben beschrieben, kann aber weiterhin nur spekuliert werden.

    LG
    opjutti
     

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