Stundenberechnung bei frei und Urlaub

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von sr.c.b., 27.09.2012.

  1. sr.c.b.

    sr.c.b. Senior-Mitglied

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    Bei und gibt es nur 8 Stunden Dienste, egal ob früh, spät oder sonstwas, und alle Kollegen haben einen Arbeitsvertrag über 130 Stunden im Monat. Wenn ich nun Urlaub habe, werden mir ~5,... Stunden bezahlt, wenn ich Überstundenfrei habe werden mir allerdings 8 Stunden pro Tag abgezogen. Ich kann mir nicht vorstellen dss das rechtens ist.
    Ist ein privater Pflegedienst.
    Hat jemand hier Ahnung davon und vielleicht mal den entsprechenden Gesetzestext?
    Schonmal vielen Dank an alle die mir helfen wollen!
     
  2. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    130h im Monat - ist nicht Vollzeit, kannst es Dir ja mal selbst ausrechnen....
    entsprechend berechnen sich die Std. pro Urlaubstag, also mit deutlich weniger als 8h
    bist dagegen mit 8h Arbeitszeit geplant - und arbeitest dann nicht, bekommst die 8h auch abgezogen - korrekt.

    Rechenbeispiele
    Vollzeit, 5 Tage Woche a 7,7h = 38,5h pro Woche (häufig in der Klinik)
    z.B. Monat September 2012 - 20 Arbeitstage a 7,7h = 154h
    z.B. Monat Juli 2012 - 22 Arbeitstage a 7,7h = 169,4h

    Keine Ahnung wie Deine Verdienstabrechnung ausschaut, bei meiner steht meine wöchentliche Sollarbeitszeit (bin Teilzeit) mit drauf.
    Ebenfalls in meinem Arbeitsvertrag. Für mich gilt der TVöD.
    Weitere Gesetzte - wozu? Versteh ich nicht.

    T'schulgung
     
  3. Kalimera

    Kalimera Poweruser

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    Wie viele Stunden beträgt Deine wöchentliche Arbeitszeit? Danach errechnet sich die tgl. Arbeitszeit, respektive eben auch wie viele Stunden bei Ü-frei abgezogen werden.
     
  4. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Hallo sr.c.b.,

    habt Ihre feste Schichtzyklen...?
    Wie viele Urlaubstage habt Ihr?
    Habt Ihr die 4-,5-,6-Tage-Woche?

    beim ersten Lesen paßt die unterschiedliche Berechnung nicht ganz zusammen. Ein paar Informationen mehr, bringen für mich vielleicht etwas mehr Licht ins Dunkel.
     
  5. sr.c.b.

    sr.c.b. Senior-Mitglied

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    Und nochmal zur Verdeutlichung: warum wird bei Urlaub und Krankheit die vertraglich festgelegte Sollstundenzahl berücksichtigt, aber nicht wenn ich ein schon im Dienstplan vorgeplantes Überstundenfrei habe? Z.B.: geplant ist:
    F F F F F S S S S S Ü Ü Ü Ü F F U U U U und man arbeitet auch so, dann bekommen wir für ÜF 8 Stunden abgezogen und an den U-Tagen 5,~ Std.gutgeschrieben. Falls ich krank werde, bekomme ich auch nur die ca. 5 Stunden bezahlt. Da wir eine sehr kleine Einheit sind, gibt es immer nur 8-Std.-Dienste, bei 4 Schichten mit jeweils einer Pflegekraft.
     
  6. narde2003

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    Der Fehler liegt in der Berechnung des Überstundenausgleichs. Dafür dürften dir nur die gleiche Menge an Stunden abgezogen werden wie im Urlaub.
     
  7. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Hallo,

    die Berechnung des Urlaubstages ist korrekt mit 1/6 des Wochensolls.
    Die Berechnung des Krankheitstages ist nicht korrekt. Bist Du 8 Std. geplant, dann müssen 8 Std. gutgeschrieben. Bist Du nicht geplant, dann gar nichts. Berechnet wird, was geplant ist.

    Ist "F" frei oder Frühdienst? Wenn es Frühdienst heißt, fehlt hier irgendwie das reguläre Frei?

    Die Stunden lassen sich hier ja ganz eigentlich zusammenrechnen. (Dienste*8 Std.) + (Urlaubstage * 5,... Std.) = geleistete Stunden. Dem gegenüber steht Dein Soll (in dem Fall 3 Wochen á 6 Tage):
    18 Sollarbeitstage*5,...Std. = Sollarbeitszeit. Sollarbeitszeit - geleistete Stunden = Stundenkonto (Plus oder Minus). Das ist dann nur auf den Dienstplan für den Monat zu rechnen.

    Klar ist, daß Du bei Überstundenfrei 8 Std. weniger gerechnet bekommst als wenn Du gearbeitet hättest. Das ist soweit korrekt. Stimmt die Berechnung auf dem Dienstplan am Monatsende?

    Prinzipiell ist es so, daß Du an einem Arbeitstag bei 8 Std. Dienst 3 Std. Mehrarbeit auf dein Zeitkonto bekommen solltest. An einem freien Tag unter der Woche müssen dafür 5,... abgezogen werden. Wie Dein AG das auf den Monat rechnet, wäre dann hier interessant... ob er auf die richtige Stundenzahl am Ende kommt.

    Die Geschichte mit dem Krank geht aber gar nicht...

    Die Links zum BGB und EntFG sind auch für Euch gültig: krank ist wie gearbeitet - Schichtplanfibel für Betroffene
     
  8. thorstein

    thorstein Poweruser

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    Das Grundproblem ist doch, dass hier angeblich in der 6-Tage-Woche gearbeitet wird, real aber bei 8h-Schichten und 5 h Sollzeit pro Tag in einer 3,75-Tage-Woche. Dann gibt es wohl keine Vollzeitstellen? Und 24 Tage Urlaub sind das Minimum laut Bundesurlaubsgesetz bei einer 6-tage-Woche. Wer mutet sich so etwas als Fachkraft noch zu? Und bei Krank wird man auch noch über den Tisch gezogen?
    Nach einem Betriebsrat muss man wohl erst gar nicht fragen.
    Die Geschichte mit dem krank geht dann sehr wohl, weil man sich dann selbst darum kümmern müßte, dass bei Krankheit richtig gerechnet wird. D.h. dann Rechtsanwalt einschalten. Wer macht das? Na, niemand, dann ist ja richtig Druck im Kessel.
     
  9. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Ist es illegal - nur TZ zu beschäftigen?
    Werden "nur" 130h im Monat gearbeitet - haben die Angestellten auch regulär mehr freie Tage, gleicht sich doch auch wieder aus.
    Außer, wenn wie üblich ständig eingesprungen wird. - Anderes Thema.
    Dein Tagessoll im frei/ im Urlaub - auf der Stundenabrechnung (?) ablesbar sind etwa 5h, bei der 6 Tage Woche - korrekt
    arbeitest einen regulären 8h Tag machst Plusstunden, weil Du mehr als Dein Stundensoll arbeitest
    wirst krank und bist mit Dienst geplant/ bekommst Überstundenfrei - dann werden die Stunden berechnet wie gearbeitet - 8h
    es macht als Teilzeitkraft einen Unterschied ob ich
    krank werde im geplanten Dienst/ Überstundenfrei bekomm
    oder
    regulär frei/ Urlaub habe.

    Ganz schlau werd ich aus den F's + Ü's auch nicht - gibt es kein reguläres frei?
    Ist jedes reguläre frei ein Ü(berstundenfrei) - dann stimmt da was nicht.

    Noch was check ich nicht. Ein regulärer 8h Tag + 6 Tage Woche passen nicht so ganz zusammen.
    Nebst wenn "nur" 7,5h gearbeitet werden (0,5h Pause abgezogen) ergibt das eine 45h-Woche, korrekt?

    Wie lange arbeitest denn schon dort?
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Du kennst ja deine Monatssollstunden. Warum kannst du die Ist-Stunden net ausrechnen? Gearbeitete Stunden + Urlaubsstunden= ???. Das kann doch eigentlich nicht so schwer sein.

    F F F F F S S S S S Ü Ü Ü Ü F F U U U U ... (12 x 8h = 96) + (4 x 5 = 20) = 116. Dir fehlen also in diesem Zeitraum 14 Stunden bis zum vollen Soll von 130 Stunden. Wie das Überstundenfei berechnet wird ist in meinen Augen egal. Was im Endeffekt tatsächlich im Monat erarbeitet bzw. als Urlaub gewährt wurde zählt.

    Wenn ich die 130 Stunden auf die Tage runterrechne Zeitberechnungen bei der Lohnabrechnung : 6, dann komme ich auf 4,94 Stunden. Wären also ca. die rund 5 Stunden bei der Urlaubsberechnung korrekt.

    Elisabeth
     
  11. thorstein

    thorstein Poweruser

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    Nein, asozial.
    Und Selbstversklavung ist in Deutschland auch nicht verboten.
    Und darauf hinzuweisen Gott sei Dank auch nicht.
     
  12. sr.c.b.

    sr.c.b. Senior-Mitglied

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    Erstmal Danke!
    Ich arbeite dort seit 3 Monaten. Der "Dienstplan" den ich oben gepostet habe, ist nicht real sondern sollte mein Problem nur veranschaulichen. Ich selbst war bis jetzt auch noch nicht krank und Überstunden bekomme ich auf eigenen Wunsch nicht frei sondern bezahlt.
    Da aber meine Kollegnnen mir erzählt haben dass es bei ihnen so gemacht wird, kam es mir nicht korrekt vor, und da die meisten eher duldsam und auch ohne Internet sind, wollte ich mich mal hier schlau machen.
    Und obwohl mir die Arbeit mit den Bewohnern mir sehr gut gefällt, schaue ich schon nach was anderem, weil mir nicht nur dieses eine Problem sauer aufstößt.
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das ist hoffentlich ironisch gemeint. Du wirst es net glauben, aber es gibt net wenige, die sich weniger Stunden gönnen um länger im Beruf arbeiten zu können. Man arbeitet um zu leben und net umgekehrt.

    Elisabeth
     
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