Studiumswunsch im Vorstellungsgespräch erwähnen?

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von MrJerwain, 18.12.2011.

  1. MrJerwain

    MrJerwain Newbie

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    Hey Leute,

    bin mir nicht ganz sicher, ob ich hier richtig bin, aber da es sich nicht um Ausbildungsvorraussetzungen, Ausbildungsinhalte oder die Abschlussprüfung handelt passt das ja durchaus ins "Sonstige".

    Kurz zu mir, ich bin männlich, 18 Jahre und logischerweise medizinisch ambitioniert. Und hier meine Geschichte:

    Mein Abitur habe ich dieses Jahr leider nur mit 2,5 bestanden, das schloss ein Medizinstudium leider schon mal aus. Also war mein erster Plan meinen Traumberuf als Kinderchirurg/Kinderarzt auf Umwegen zu erreichen. Irgendwie spürte ich aber den Druck meiner Eltern und der Verwandtschaft, dass es eine Selbstverständlichkeit wäre, mit Abitur auch zu studieren. Also dachte ich, ich mach das wie mein Onkel, der hat Biologie studiert und konnte dann über Humanbiologie und seine Frau, die eine gynäkologische Praxis führt, in die Medizin "stolpern". Mittlerweile ist mir natürlich klar, dass das eine Schnapsidee ist, und das höchstens vor 30 Jahren möglich gewesen ist. Nichtsdestotrotz bin ich jetzt aber trotzdem an der Uni Tübingen Student der Biologie, was ich aufs tiefste bereue.
    Zweiter Ansatz (und durchaus durchdachter): Pflegeausbildung, Wartesemester + Praxiserfahrung sammeln und in ein paar Jahren Medizin studieren. Ich habe mich also an der Uni-Klinik Ulm beworben (bzw. an deren Pflegeschule) und habe am 21.12.11 einen Termin zum "Bewerbernachmittag". Ist wohl kein klassisches Vorstellungsgespräch, sondern eher ein Assessment-Center, wie das wohl langsam in Mode kommt.

    Nach viel Text jetzt mein eigentliches Anliegen: Meint ihr, dass es nicht so klug wäre, im Vorstellungsgespräch zu erwähnen, dass man nach der Pflegeausbildung noch vorhat Medizin zu studieren, und den Beruf als Kinderkrankenpfleger nicht als finales Berufsziel sieht, sondern eher als Sprungbrett oder zeugt es durchaus von Ambition, Entschlossenheit und Ehrgeiz, wenn man das anspricht?
    Ich meine, kein Arbeitgeber ist so dumm und bildet jemanden aus, wenn er weiß, dass der Arbeitnehmer nur eine relativ kurze Zeit für ihn arbeitet und er von den Ausgaben, die er für die Ausbildung gezahlt hat im Endeffekt gar nicht so viel hat.
    Andererseits bleibe ich ja nach wie vor ehrlich, ich lüge ja nicht, sondern lasse nur ein kleines Detail weg.

    Wie seht ihr das?
    Danke für eure Antworten und eine gute Nacht!

    LG Gerwin
     
  2. renje

    renje Poweruser

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    Hallo,

    hört sich für mich alles ziemlich unreflektiert an.

    Du mußt studieren weil die Familie Druck macht?

    Mit 2,5 - 15Wartesemester?

    Pflege wäre dann ja nur ein Wartegleis, weil du für deinen Traumberuf nicht genügend getan, oder nicht schlau genug warst?

    Wäre mir "meine" Schule zu schade dafür.

    Was du mal in ferner Zukunft vohast - wer weiß das schon.

    Du wirst sehr, sehr lange warten müssen.

    Mach die Pflegeausbildung aus Überzeugung und wenn du das Examen nicht mit unter 2 bestehst, ist das mit dem Med. Studium sowieso gelaufen.
     
  3. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Ist es denn wirklich DEIN Traumberuf, oder eher der Traum deiner Familie dich später als Arzt zu sehen ??? Kommt mir ein wenig merkwürdig vor, denn wenn das DEIN Traumberuf ist, hättest du dich im Abitur doch ordentlich reinhängen können um den Traum schnell, und nicht erst auf Umwegen, zu erreichen...

    Ich würde mir an deiner Stelle noch mal grundsätzliche Gedanken zu DEINEM Berufswunsch machen und überlegen wozu DU wirklich Lust hast. Ich mag mich täuschen, aber ich glaube, wenn du ehrlich zu dir bist, könnte da auch etwas ganz anderes rauskommen....:wink:
     
  4. anästhesieschwester

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    Stimmt so nicht ganz, auch mit "schlechtem" Abi kannst heutzutage Medizin studieren. Wenn auch nicht an jeder Uni. Aber sehr viele bieten einen gewissen Prozentsatz ihrer Plätze für Nicht-Abiturienten an. Dazu musst entweder eine Fachweiterbildung mit Prüfung nachweisen können, deren Note als "Abinote" zählt, oder (ich glaube) 4 Jahre Berufserfahrung in der (Kinder-)Krankenpflege haben und eine Zulassungsprüfung und ein Beratungsgespräch absolvieren. Danach kannst dich an der jeweiligen Uni um einen Studienplatz bewerben.


    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  5. Nomis

    Nomis Stammgast

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    Wie kann man sich denn über den "Umweg" Biologiestudium in die Medizin schummeln?
     
  6. renje

    renje Poweruser

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    @anästhesieschwester:

    Was stimmt nicht?

    Hat ja keiner Wiedersprochen, dass man nicht mit "schlechtem" Abi auch Med. studieren könnte, man muss nur ewig warten.

    Wobei ich nie verstanden habe, dass wenn ich 3/4/5 Jahre "nichts" mache (Lernen, Prüfung, im Sinne von Wissenserwerb) sondern nur warte und evtl. nur "rumgammle", das Abi auf einmal besser wird und nach ein paar Jahren "nichtstun" dann ausreicht? :weissnix:

    Es geht auch nicht um Nichabiturienten - er hats ja gemacht - nur der Schnitt reicht nicht für ein sofortiges Medstudium.

    Kann bluestar nur Zustimmen.
     
  7. anästhesieschwester

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    @ renje

    Ich hatte das auf deine Aussage "...wenn Du das Examen nicht mit unter 2 bestehst, ist das mit dem Med.Studium sowieso gelaufen." bezogen.
     
  8. renje

    renje Poweruser

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    Jetzt verstehe ich es.

    Das war gemeint hinsichtlich:

    Wenn du das Examen schon nicht mit 1,x auf die Reihe bekommst, wie soll ich denn dann im Studium ein Bein auf den Boden bekommen?

    Als realistische Einschätzung meines Leistungsvermögens -willens und Motivation und nicht als Voraussetzung zur Studienzulassung.

    Vielleicht ist das jetzt deutlicher?
     
  9. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    Kurz und knapp: Nein, erwähne es nicht!
     
  10. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Ich lerne hin und wieder Azubis kennen, die gar nicht vor haben, sich in der Krankenpflege letztendlich auch zu etablieren. Oft nehme ich dabei eine gewisse Überheblichkeit war, die es mir schwer macht, mich ernsthaft auf sie einzulassen. ..Und aus der Sicht des AG wäre es tatsächlich eher ineffizient, in einen Azubi zu investieren, der sich nach dem Examen eh umorientieren wird. Insofern schließe ich mich mary_jane an: Klappe halten! :emba:
     
  11. MrJerwain

    MrJerwain Newbie

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    Na das hat wohl mehr Konfusion als Resultate ergeben. Dann werde ich mal versuchen etwas Klarheit zu schaffen:

    @Bluestar: Dass mich meine Familie gerne als Arzt sieht ist mir durchaus bewusst. Aber es ist ja eben genau dieses Umfeld, dass mich auch dazu bewegt hat, den medizinischen Weg einzuschlagen. Es ist wohl eher ein geringer Anteil der Leute, die einen Geistesblitz oder eine Eingebung hatten und von heute auf morgen ihr Berufsziel vor Augen hatten.
    Da ich aber wie so viele meiner Schule Opfer der Schulzeitverkürzung wurde, und dazu noch mit 5 eingeschult wurde wusste ich den Großteil der Oberstufe nicht, was ich danach machen will. Den Rat meines Vaters, dass ich mich einfach so hart wie möglich anstrengen sollte, um am Ende alle Türen offen zu haben ignorierte ich natürlich herzlich, rebellisch wie ich war. Frei nach dem Motto: "Medizin will ich später doch eh nicht studieren!" Falsch gedacht, das fiel mir dann Ende 13.1 auf, also hab ich versucht noch so viel wie möglich zu reißen, 13.2 verlief sehr gut, schriftliches & mündliches Abi ebenso, aber 3 ver******ene Halbjahre lassen sich eben nicht so einfach ausgleichen.

    @anästhesieschwester: Davon hab ich auch schon gehört.

    @Nomis: Das frag mal lieber meinen Onkel, vor 30 Jahren muss das wohl irgendwie gegangen sein...

    @renje: Es geht darum, dass gesetzlich gesehen jeder ein Recht auf einen Studienplatz hat. Mit dieser Begründung haben sich nach 6 Jahren Wartezeit auch schon einige Leute erfolgreich einen Studienplatz gerichtlich erklagt. Außerdem ist es im Gesetz natürlich nicht so gedacht, dass man die Jahre auf der faulen Haut liegt, sondern sich durchaus produktiv macht. Die Frau eines Freundes meiner Schwester hat auch eine Ausbildung zur Krankenpflegerin gemacht, die Ausbildungs- und Arbeitszeit als Wartesemester gesammelt und nach ein paar Jahren dann Medizin studiert. Da hatte sie natürlich in den meisten praktischen Teilen die Nase vorne, da sie es ja entweder schon selber gemacht hat oder schon zugesehen hat. Nebenher hat sie noch wochenends in der Klinik gearbeitet, ist natürlich viel Arbeit für wenig Zeit, aber wems liegt. ;)
     
  12. anästhesieschwester

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    @ renje:

    jetzt versteh ich´s auch :wink:
     
  13. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Ähm- was genau hat das denn mit der Berufsfindung zu tun?
     
  14. MrJerwain

    MrJerwain Newbie

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    Ich zitiere dir gerne mal einen außerordentlich informativen Artikel aus der "Zeit" vom 26.5.2011, Nr.22:

    "Wenn Du Abitur machst, wirst Du 17 sein. Mit 17 lassen wir Euch nicht alleine Auto fahren und keine Mietverträge unterschreiben. Wenn Du Pech hast, musst Du Dich für ein Leben als Lehrerin, als Mathematikerin, als Managerin entscheiden, bevor Du überhaupt weißt, was Du kannst, was Du willst, wer Du bist. Falls Du dann ein eiliges Bachelorstudium durchhastest, wirst Du mit 20 die Universität verlassen. Worauf haben wir uns da nur eingelassen? Wollen wir, dass unsere Enkel von 21-jährigen Lehrern unterrichtet werden, die kaum mehr von der Welt gesehen haben als Legehennen? Wollen wir uns von 22-jährigen Bankern mit Geradeausbiografien betreuen lassen? Uns von 23-jährigen Unternehmensberatern begutachten lassen?"

    Der ganze Artikel ist übrigens hier nachzulesen: Schulzeitverkürzung: Liebe Marie, | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

    Und bitte, BITTE verschone mich irgendwelchem sozialpädagogischen Schei* und sonstigen Euphemismen der Schulzeitverkürzung!
     
  15. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich würde den Studienwunsch nicht im Vorstellungsgespräch erwähnen. Falls die Frage kommt - kommt bei Abiturienten nicht selten - würde ich es vielleicht nicht grundlegend ausschließen, aber betonen, dass ich im Augenblick wirklich die Ausbildung als Ziel sehe - Studium vielleicht eventuell mal in später, wenn ich dann noch will... :wink:

    Problematisch wird es, wenn man Dir ein duales Studium offeriert - dann ist im Medizinstudium das Bafög weg. Das gibt's meines Wissens nicht fürs Zweitstudium.

    Was die Schulzeitverkürzung angeht, die halte ich für eine faule Ausrede: Haupt- und Realschüler müssen sich noch einige Zeit früher für einen Beruf entscheiden und kriegen das nicht selten auch auf die Reihe.

    Wie miserabel warst Du eigentlich über den Schleichweg Deines Onkels informiert? Macht man sich heutzutage nicht mehr über die Zugangsmöglichkeiten kundig, ehe man sich an einer Hochschule einschreibt?
     
  16. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Dein eingefügter Artikel beantwortet nicht meine Frage. Was ist mit den Real- und Hauptschülern, die von vornherein nur 10 Jahre zur Verfügung haben, um ein Gespür für das was sie beruflich tun wollen, zu entwickeln? Ich habe genug Schüler kennengelernt, denen es gelingt eine solch konkrete und langfristige Entscheidung im Alter von 16 Jahren zu fällen ...genauso wie ich immer wieder mit der beruflichen Desorientierung von so manchen Zwanzigjährigen konfrontiert werde...

    Woher rührt jetzt Deine Aggressivität?

    Habe Claudias Beitrag erst gerade gelesen- da sind wir 100 % d'accord.
     
  17. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hallo Gerwin!

    Es gibt keinen Grund hier so "angefressen" zu sein!:angry:
    Für dein Leben bist du selber verantwotlich, die Kollegen haben nur ihre Meinung gepostet.

    Zum Thema Schulzeitberkürzung:
    Mein Sohn hat die 4. Grundschulklasse übersprungen und ist mit 9 Jahren auf´s Gynmasium gewechselt. Er hatte ein paar schwere Jahre, aber in der Kollegstufe (9 Jahre Gymn.) und vor allem beim Abi ist er durchgestartet.
    Sein Ansporn war, noch vor seinem 18. Geburtstag sein Abi in der Tasche zu haben. Das ist ihm gelungen und er hat sogar noch durch eine mündliche Zusatzprüfung seinen Abischnitt verbessert. Zu diesem Zeitpunkt wusste er nur, dass er mal studieren möchte, aber noch nicht was.

    Zum Thema Studienauswahl:
    Nach Entlassung aus der Schule (eine Woche nach seinem 18. Geb.) hat er
    einen I-Net Eignungstest gemacht, um auszuloten, was er studieren möchte. Inzwischen ist er der weitaus jüngste seines Studienganges, aber der Beste.

    Seinen Weg hat er selber entschieden, keiner aus der Familie hat ihn beeinflusst oder irgendwelche Wünsche geäußert.

    Nimm dir die Zeit, zu überlegen, was du selber (nicht deine Eltern, Schwester, Onkel oder Tanten) eigentlich möchtest. Vielleicht erübrigt sich dann auch das Vorstellungsgespräch für einen Beruf, den du nur als "Lückenfüller" lernen möchtest.

    LG opjutti
     
  18. MrJerwain

    MrJerwain Newbie

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    Danke für den Tip, ist vermutlich schlauer es nicht zu erwähnen.
    In einem dualen Studium gibts meines Wissens nach glaube ich aber eh kein BaföG. Meine beste Freundin macht auch ein duales Studium, allerdings im wirtschaftsinformativen Bereich, und dort bekommt sie die Vergütung für die Ausbildung, aber kein BaföG. Kann natürlich auch an der Hochschule/dem Betrieb liegen, oder sie hat keins beantragt.


    Die Schulzeitverkürzung ist in der Tat eine Ausrede, und zwar die der Politiker. 5000€ pro Schüler pro Jahr klingt doch verlockend, damit wird man die Schulden sicher nicht merkbar senken, aber es ist ja immerhin ein Anfang /ironie off.
    Und ich kenne durchaus einige Hauptschul-/Realschulabgänger, die 2-3 Lehren angefangen und abgebrochen haben, weil sie genausowenig Ahnung von ihrem Berufswunsch hatten.
    Ich wollte damit jetzt aber auch keine Grundsatzdiskussion lostreten, man kann die Schulzeitverkürzung eben negativ oder positiv sehen, und positiv sehen es meistens die, die damit nichts zu tun haben und sich deshalb auch überhaupt nicht mit der Materie auseinandergesetzt haben.

    Edit: Ich habe weder jemanden um seine Meinung, noch um seine Analyse meiner jetzigen Situation gebeten. Meine Frage war, wie sie in der Thread-Überschrift sowie dem unteren Abschnitt meines ersten Posts steht, ob man den Studiumswunsch im Vorstellungsgespräch erwähnen sollte oder nicht.
    Ich habe mein Abitur auch mit 17 gemacht, aber mir hat leider kein Internettest geholfen.

    @Hypertone Krise: Deine Frage war, was die Schulzeitverkürzung mit dem Berufswunsch zu tun hat. Und das beantwortet das Zitat und der Artikel in aller Ausführlichkeit.

    Ich gönne es allen, die den Beruf der Kranken- bzw. Kinderkrankenpflege ihre Berufung nennen können. Dennoch finde ich es ein bisschen scharf, es hier als Lückenfüller und Zeitvertreib darzustellen, nur weil ich keine Eingebung in der Grundschule hatte, somit nicht meine ganze Schulzeit auf diesen Job abstimmen konnte, und ihn womöglich nur für ein paar Jahre ausführen werde. Trotzdem verspricht der Job Praxis- sowie Lebenserfahrung, die ich in meinem späteren Berufsleben sehr gut gebrauchen kann. Also bin ich durchaus willens, diesen Beruf zu erlernen, auch wenn er nicht mein Traumberuf³ ist!
     
  19. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Nein, Du bekommst nicht gleichzeitig Ausbildungsvergütung und Bafög. Aber Du bekommst meines Erachtens in keinem Zweitstudium Bafög, ob Du das nun im ersten Studium kassiert hast oder nicht. (Möglicherweise bist Du nach zwölf oder 15 Wartesemester ohnehin schon über 25, dann hat sich das mit dem Bafög so oder so erledigt.)

    Über den Sinn oder Unsinn der Schulzeitverkürzung kann man sich streiten, aber sie als Entschuldigung dafür heranzuziehen, dass man den Großteil der Oberstufe eine faule Socke war, wird Dir im Vorstellungsgespräch sicher nicht positiv ausgelegt werden. Du hast geschlafen. Steh auch dazu.
     
  20. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Ich sehe es weder positiv noch negativ- Du hast Dich darauf berufen, um zu begründen, warum Du zu entsprechender Zeit nicht wusstest, was Du beruflich machen willst. Auch Dein Verweis auf die Politik beantwortet meine eigentliche Frage nicht wirklich...
     
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