Studium vs. Nachtdienst

Dieses Thema im Forum "Pflegestudium: Voraussetzungen, Studieninhalte, Studienorte" wurde erstellt von HHS, 28.08.2012.

  1. HHS

    HHS Poweruser

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    Hallo,

    Ab 1. Oktober ist es soweit: Studium Pflegepädagogik 100%, mein Dienstumfang erfolgreich auf 30% reduziert, Stundenplan heruntergeladen und vom Vorgesetzten die Zusage erhalten, das die 4 Präsenztage freigehalten werden.

    Klingt zu schön, wäre da nicht meine PDL, die der Meinung ist das meine Stunden perfekt auf 3 Tage Tagdienst a 7h und 3 Nachtdienste a 9,25h im Monat passen würden. (die Stunden gehen genau auf)

    D.h. für mich:
    monatlich Dienstag bis Freitag Präsenz an der Hochschule, gleich danach am Freitag aber schon in die Nächte, am Montag morgen raus, und Dienstag wieder an die Hochschule. Das WE frei, 4 Tage Hochschule und 3 Tage übers WE den Tagdienst, dann 4 Tage Hochschule um dann wieder das WE frei zu haben....

    Klar, das Studium incl. Job zur Lebensfinanzierung wird kein Zuckerschlecken.
    Aber die Nachtdiensteinheit stört mich doch gewaltig! Finanziell (Zuschläge!) sehr reizvoll, aber so wirklich empfehlenswert?

    Ehrlich gesagt- ich hatte gehofft, nur in den vorlesungsfreien Zeiten Nachtdienste zu machen; so stelle ich mir es jetzt aber recht schwierig vor.

    Ich habe da meine Zweifel, und frage mich daher, ob es andere hier im Forum gibt, die das so entweder erfolgreich durchziehen und mir Tips geben können; oder mir davon abraten und mir irgendwelche Alternativen zur Stundenverteilung nennen können?


    Vielen Dank schonmal
    HHS
     
  2. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Zweifel - hätt ich auch
    wie das klappen soll
    an einem sog. Präsenztag, früh aufstehen, zusätzlich Fahrtzeit, konzentriert dort vor Ort sein (von - bis) danach noch Nachtdienst
    ist sowas überhaupt zulässig?
    Es macht zwar jeder anders, aber wenn ich ND hab, steh ich vor mittags nicht auf.
    Ansonsten pack ich das nicht, schließlich erwartet mein AG dass ich im ND 100% gebe. Bin ich völlig im Eimer, weil ich schon den ganzen Tag auf war, kann ich das nicht.
    Den 1 ND am Freitag durch einen Tagdienst zu ersetzten und die zweikommanochwas Stunden andersweitig abzuarbeiten -
    gibt ja auch noch genuch Wochenfeiertage, stell ich mir jetzt nicht so dramatisch vor, das zu planen.
    Was noch übrig bleibt - in den Semesterferien.
    3 ND bei 30% - find ich jetzt eigentlich auch ganz schön viel.

    Zahlst das Studium eigentlich selbst oder finanziert das Dir der AG?
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    So unterschiedlich sieht man das - für mich ist der Dienstplan ideal. Mindestens sechs komplett freie Tage im Monat, ein Ausschlaftag nach dem Nachtdienst - besser geht es doch gar nicht? (Wie oft bin ich nach dem Nachtdienst todmüde in der Nachmittagsvorlesung gesessen!) Nach der Vorlesung in den Nachtdienst einzusteigen hatte ich auch fast jeden Monat. Die Kolleginnen, die sich um ihre Familien kümmern müssen, können auch nicht schlafen bis in Puppen.

    Die Alternative zum Nachtdienst besteht in abwechselnd einem oder zwei Diensten mehr - das reduziert Deine freien Tage, und die fand ich immer sehr wertvoll. Das "Nacharbeiten" in der vorlesungsfreien Zeit funktioniert nämlich nur, wenn Deine Kollegen den Rest des Jahres einen Teil Deines Kontigents mit abdecken. Ohne dass sie dafür Überstundenzuschläge bekommen. Geht rechtlich, kann man machen - aber das hättet Ihr absprechen müssen, denn dies bedeutet auch für Deine Kollegen eine Vertragsänderung. Die PDL kann Deine Kollegen nicht einfach überplanen. Und den Nachtdienst will sie ihnen vielleicht auch nicht komplett aufs Auge drücken.

    Vielleicht kannst Du verhandeln und den Nachtdienst am Freitag durch einen Tagdienst wann anders ersetzen lassen (das bedeutet aber, dass Du jeden zweiten Monat zwei solcher Tagdienst machen müsstest, sonst kommst Du nicht auf Deine Stunden). Zwei Nächte im Monat sind aber meiner Ansicht nach nicht zuviel verlangt.
     
  4. HHS

    HHS Poweruser

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    Danke für die beiden gegensätzlichen Antworten!

    So gegensätzlich sieht es auch bei mir drinnen aus.

    Ich kann Claudia voll verstehen- neben dem finanziellen habe ich ich immer 2 volle Wochenenden a 3 Tage frei. Und einen Ausschlaftag bekomme ich ja auch.
    Ich habe auch erfahren, das für mich kein vollwertiger Ersatz kommen wird. Es würde dann mind. 3-5 Tage Nachtdienst fehlen, würde ich mich weigern.
    Und letztendlich planen sie mich ja um meine Präsenztage herum- das müssten sie ja nicht. Und auch das mit den Kollegen ist ein gutes Argument....

    Aber:
    die Nachtdiensttage sind trotzdem verlorene Tage für mich: 9,25 h +0,75h Pause (völlig vergessen zu erwähnen) =10h Nachtdienst, mind 7-8h Schlaf, Essen, und die natürliche Müdigkeit durch die Umstellung- da bleibt am Tag nicht viel Zeit um für das Studium effektiv zu abeiten. Was ich da nicht schaffe müsste ich an den anderen Tagen nachholen.
    Und amezaliwa hat es gut beschrieben: direkt von der Hochschule in den Nachtdienst ist ebenfalls heftig, und birgt auch Gefahren.
    Ich habe es bisher ähnlich wie amezaliwa gehandhabt: am Abend davor später zu Bett, am Nachtdiensttag ausgeschlafen (bis mittags) und dann gut ausgeruht und wach in den Nachtdienst. Nur als ich das einmal wegen Terminen am Morgen nicht konnte, hatte ich in der Nacht erhebliche Probleme wach zu bleiben.
    Mit einigen Kollegen darüber gesprochen- keiner kann sich das vorstellen, das man das schaffen kann.

    Ich habe an sich kein Problem Nächte zu machen- denn sicher werde ich das ein oder andere Mal sicher auch für irgendeine Klausur, Hausarbeit etc. eine "Nachtschicht" einlegen müssen...
    Ich habe aber ein Problem damit, das diese Nachtdienstzeiten doch etwas unglücklich liegen bzw. nicht so toll mit den Präsenztagen harmonisieren.
    Aber vielleicht bin ich auch zu anspruchsvoll, zu wehleidig oder überschätze vielleicht die Anforderungen des Studiums.

    Nur wenn ich zusage, komme ich vermutlich nicht so schnell aus dem Nachtdienst heraus....

    Hmmm......
     
  5. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Du wirst ohnehin an den Präsenz- und den Arbeitstagen nicht sooo viel zusätzlich leisten können und an freien Tagen nacharbeiten müssen. Das bleibt nicht aus. Du hast Dir einen 130%-Stundenplan vorgenommen - Deine Freizeit wird darunter leiden. Ist so (und ist ja auch zeitlich begrenzt).

    Ich könnte verstehen, wenn Dir der Freitags-Nachtdienst Bauchschmerzen macht, aber wenn Du von Dienstag bis Freitag an der Hochschule bist, bleibt doch nur noch der Montag und das Wochenende zum Arbeiten. Inwiefern die beiden anderen Nachtdienste nicht damit harmonieren, sehe ich nicht.

    Der Punkt ist: Du wirst überhaupt nicht zu- oder absagen können. Deine Präsenzzeiten sind freigehalten worden wie ausgemacht, und da Du wohl Drei-Schicht-System im Arbeitsvertrag hast, ist der Dienstplan rechtens.

    Probier's doch den ersten Monat aus. Und biete in Zukunft an, dass Du Nächte am Samstag und Sonntag machen könntest, aber wenn möglich nicht freitags.

    Wenn Du z.B. zweimal zwei Nächte machst, ergatterst du sogar noch einen freien Tag mehr in jedem zweiten Monat, und finanziell lohnt es sich auch. Bei so kurzen Nachtdienstblöcken fällt mir persönlich auch die Rück-Umstellung in den normalen Rhythmus leichter, aber da reagiert jeder anders.

    Hast Du Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen, oder kannst Du im Notfall auch mal fehlen?
     
  6. HHS

    HHS Poweruser

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    Klar, und deswegen stört mich aber der Nachtdienst, weil an diesen Tagen überhaupt fast keine Zeit bleibt. An den anderen Arbeitstagen bleibt doch ein wenig mehr. Und für das Examen habe ich damals auch neben dem Schichtdienst lernen müssen- nur Nachtdienst gab es damals keinen.

    Stören tut es mich aber auch, weil ich zu denen gehöre, die Probleme mit der Umstellung von Nacht auf Tag habe. Und daher Angst mir meine Leistungen zu versauen....Ich denke, das ist mein eigentliches Problem dahinter.
    Danke, Du hast recht, ich werde es probieren. Ich habe durchgehend Belegpflicht, ob das auch gleichzeitig Anwesenheitspflicht bedeutet, erschließt sich mir leider noch nicht- scheint von HS zu HS anders geregelt zu sein.
    Die Wochenstunden an Vorlesungen sind aber erstmal mit 10h (!) insgesamt sehr gering (ohne Studium generale), so das ich auch die Möglichkeiten zu sog. kurzen Diensten bei uns sehe. Ob das widerum sinnvoll ist, ist die andere Frage. In späteren Semester werden die Vorlesungszeiten deutlich mehr.

    Zur Frage von amezaliwa: Finanziere es selber.
     
  7. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Na ja gut, das ist Geschmackssache. Du hast entweder ein bis zwei Tagdienste mehr pro Monat, an denen Du nur ein bißchen was lernen kannst, oder eben Nachtdienst mit praktisch kaum Gelegenheit zum Lernen und dafür ein bis zwei freie Tage, an denen Du ranklotzen kannst. Mir haben die freien Tage mehr behagt. Vorm Spätdienst konnte ich noch ganz gut arbeiten - nach dem Frühdienst war bei mir nicht mehr viel los.

    Der Vergleich mit der Ausbildung hat einen Haken. Im Studium musst Du weniger auswendig lernen und mehr selbstständig erarbeiten - für mich ist das anstrengender und zeitaufwändiger, und nach dem Dienst hab ich mich damit schwerer getan (Texte lesen und sowas war machbar). Und in der Ausbildung hattest Du eine Fünf-Tage-Woche - jetzt sind es ja faktisch sechseinhalb Tage.

    Wie gesagt: Probier's aus, und gib dann wenn nötig Änderungsbitten an.

    Du hast zehn Stunden Vorlesungen, verteilt auf vier Präsenztage pro Woche?
    :eek1:
     
  8. HHS

    HHS Poweruser

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    Wenn ich alles richtig verstanden habe- für mich ist das alles irgendwie Neuland- dann erstmal ja. Warum auch immer. Deshalb gehe ich ja davon aus, das von mir erwartet wird, ne Menge selber zu erarbeiten...

    Siehe PM.
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Na ja, selbst erarbeiten ist klar. Ist bloß blöd mit vier Präsenztagen, konnten die das nicht besser bündeln? Das wäre ja in anderthalb Vorlesungstagen zu schaffen.

    Hast Du lange Fahrtzeiten? Zwei Stunden Vorlesung am Vormittag und danach Spätdienst wären für mich von der Workload her kein Thema gewesen, aber es ging nicht wegen der Pendelei. Sonst hätte ich das gern gemacht, weil für mich die freien Tage einfach gewinnbringender waren. (Musst Du aber selbst ausprobieren, was Dir mehr liegt.)
     
  10. HHS

    HHS Poweruser

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    Das mit dem selber erarbeiten war doof ausgedrückt- ich meinte damit das Selbststudium sehr viel höher ausfällt als die Vorlesungszeiten. Obwohl laut Modulhandbuch es eigentlich anders aussah.

    Ich war auch sehr überrascht vom Stundenplan- vorallem, als ich gesehen habe, was andere Studiengänge für Stundenpläne haben.8O

    Fahrtzeit einfach ca. 1,5h. Die Vorlesungszeiten passen leider nicht für die Dienstzeiten der ganzen Früh- bzw. Spätdienste. Aber kurze Dienste wären möglich, gibt dann aber am Ende nicht so viel freie Tage natürlich. Der Nachtdienst aber gibt dank TVÖD widerum ein paar extra Tage Urlaub.

    Insgesamt erschleicht sich bei mir der Verdacht, als hätte man die damalige Weiterbildung zum Lehrer für Pflegeberufe einfach nur in 3,5 Jahre Bachelor verteilt....
     
  11. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Im Modulhandbuch müsste die gesamte "Workload" stehen, also Präsenzzeiten plus Selbststudium. (Jedenfalls war das bei mir so.)

    Die Fahrtzeiten hab ich befürchtet. Wir hatten ab dem zweiten Semester die Möglichkeit, die Semestersprecherin bei der Vorlesungsplanung mit einzubinden. Damit haben wir die Präsenztage gekürzt und hatten dann halt an einem Tag mehr Stunden. Ist nämlich nervig, wenn Du für 90 Minuten Vorlesung 180 Minuten Fahrerei hast. (Der Nachteil dieser Regelung waren die wenigen freien Wochenenden: Samstage waren für Außendozenten oft die einzige Möglichkeit für Blockseminare.)
     
  12. HHS

    HHS Poweruser

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    Korrekt, Modulhandbuch ergibt für das erste und zweite Semester jeweils incl. Studium generale 19 Semesterwochenstunden bzw. 30 Credits.
    In den nachfolgenden sind es 20 SWS.

    Workload insgesamt im 1. Semester 850h, davon insgesamt 285h Kontaktzeit und 160h Prüfungszeit incl. Prüfungsvorbereitung. Macht 405h Selbststudium.

    Mal schauen, wie das alles kommt...
     
  13. Trashman

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    Hi...

    zuerst einmal die Frage an welcher Hochschule wirst du denn Studieren?

    Ich bin jetzt aktuelle im 6. Semester Pflegepaedagogik, ebenfalls in einem Vollzeitstudiengang und arbeite, genau wie du, 30 Prozent in der Pflege.
    Ich habe das mit meinem Arbeitgeber so geregelt das ich waehrend der Vorlesungszeiten generell nur an Wochenenden und Feiertagen arbeite. In den Vorlesungsfreien zeiten, die ja gluecklicherweise immer dann sind wenn bei uns auf Arbeit Haupturlaubszeit ist, arbeite ich mehr und decke somit das Personal ab welches sich gerade im Jahresurlaub befindet. Das funktionierte bislang wunderbar. Habe dieses Jahr in den drei Monaten Vorlesungsfrei knappe 200 Ueberstunden gefahren und somit meine 30 Minusstunden ausgeglichen und noch weitere 170 aufgebaut. Diese reichen locker aus um in den naechsten zwei Semestern lediglich an Wochenenden arbeiten zu muessen und dennoch meinen vollen Lohn zu erhalten.
    Großer Nachteil an der Sache ist halt das ich quasi fast keine freien Wochenenden habe. 4 - 6 Wochenenden am stueck dienst sind keine Seltenheit. Da wir aber in jedem Semester mindestens einen Tag in der Woche keine Vorlesungen hatten ist das alles halb so wild.
    Und da das Studium ja zeitlich begrenzt ist ist auch ein Ende absehbar.

    Aus meiner Sicht der Dinge kann ich dir sagen das ein Vollzeitstudium mit einer 30 Prozent Stelle in der Pflege durchaus kombinierbar ist ;)

    gruesse
     
  14. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wie gesagt, geht dies aber nur, wenn die Kollegen, die ja in der Vorlesungszeit für Dich mitarbeiten, mit dieser Änderung ihrer Verträge einverstanden sind. (Und wenn ich recht weiß, müsste auch der Betriebsrat zustimmen - aber wenn alle Betroffenen einverstanden sind, wird er sich nicht dagegen sperren.)

    Rechtlich ist das möglich, aber HHS hat diese Regelung nicht ausgemacht. Und die PDL kann sie nicht einfach dem restlichen Team aufs Auge drücken.
     
  15. HHS

    HHS Poweruser

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    Hallo Trashman,

    Werde in Esslingen studieren.

    @Claudia:
    Muss ich ein wenig widersprechen.
    Du hast eine gewisse Monatsstundenzahl, die der Dienstplanersteller einhalten sollte. An welchen Tagen er Dich einplant ist daher ihm überlassen, am Ende müssen die Stunden stimmen.
    Wenn jemand nur an Wochenenden arbeitet, macht das 8 Tage im Monat aus- das kann durchaus reichen, um auf die vorgebenen Stunden bei 30% zu kommen.

    Momentan habe ich das Problem, wie ich für den Prüfungszeitraum im Februar und im Juli freibekomme. Meine Urlaubstage werden dafür vermutlich nicht ausreichen. Hatte daher ähnlich wie Trashman gedacht, und würde gerne die Haupturlaubszeit abdecken und Überstunden fahren.

    Ob das ausreicht, ist eine andere Frage.

    Und ob bei dem ganzen auch das Team mitspielt, eine andere.
     
  16. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Dir stehen fünf Tage Bildungsurlaub zusätzlich zu, wenn Du im richtigen Bundesland arbeitest. Ba-Wü (Esslingen) wäre das falsche... Musst Du aber beantragen.

    Wenn Du regelmäßig vier Sonntage im Monat arbeitest, verstößt Du (und der AG, der Dich so arbeiten lässt) gegen das Arbeitszeitgesetz.

    Zu Deinen Prüfungszeiten im Juli wird auch Urlaubszeit sein.

    Wie gesagt, ich hatte fünfzig Prozent und es ging, auch wenn es nicht leicht war. Ich hatte keine Anwesenheitspflicht, war aber dennoch bei fast allen Vorlesungen (und wir hatten auch Semester mit vier Präsenztagen dabei). Hieß dann halt auch mal: Freitag nachmittag Vorlesung, Freitag - Samstag - Sonntag Nachtdienst - Montag nachmittag Vorlesung, Dienstag vormittag Vorlesung.
     
  17. HHS

    HHS Poweruser

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    Stimmt, vergisst man dank Schichtdienst leider leicht....


    Danke für den Zuspruch. Ich glaube, ich bin zu aufgeregt, und sollte erst mal wieder mehr neugierig abwarten wie alles kommt. Viele andere haben es so ja auch geschafft!
     
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