Studium Pflegepädagogik: Nürnberg oder München?

ChrisF.

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Hallo ihr Lieben!
Ich stehe nun vor der Entscheidung, in welcher dieser beiden Städte bzw. Unis ich ab kommendem WS mein Pflegepädagogik Studium beginnen werde. Vielleicht könnt ihr mit durch eure eigenen Erfahrungen bei dieser Entscheidung helfen, was für mich wichtig ist, ich wohne in Regensburg und habe vor, dort wohnen zu bleiben und zu pendeln und wenn möglich auf 15 oder 20 Wochenstunden-Basis weiter als Gesundheits- und Krankenpfleger zu arbeiten, was den Dienstplan betrifft wird es klappen (weil ich wohl eine der besten Cheffinen der Welt hab), jetzt stellt sich für mich die Frage, was sind die Pros und Contras für die evangelische HS Nürnberg bzw. die katholische HS München.
Vielen Dank schon mal für eure Zeit!
Christian
 

pericardinchen

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7. Semester Pflegepädagogik
Dies ist von mehreren Faktoren abhängig:


  • Präsenzzeiten an der Hochschule
  • Auffassungsgabe
  • eigene Motivation
  • eigene Disziplin
  • Zeitmanagement
  • Lerntyp
  • Selbststudienzeit
  • wissenschaftliche Hausarbeiten
  • Prüfungsvorbereitungen
  • ggfs. Lernportfolio über 7 Semester

Es ist ein Vollzeitstudium, auch wenn eine Berufstätigkeit ermöglicht wird.
 

HHS

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15-20 Wochenstunden Arbeiten, dazu Pendeln- schnell mal auf bahn.de gesucht: einfacher Weg nach München 2h, nach Nürnburg ca 1,5h einfacher Weg. Macht je nach Präsenzzeit 15-20h Zugfahrt pro Woche. Ohne den Weg von zuhause zum Bahnhof und zurück und den alltäglichen Verspätungen!
Und wenn Du glaubst, Du kannst die Zugfahrt gut zum Lernen nutzen- dann hast Du die Rechnung ohne Deine Mitfahrer, Schulklassen und Zugtyp gemacht....

Du hast ein Vollzeitstudium, d.h. die Arbeitszeit (Präsenzzeit + Selbststudium) entspricht ungefähr 40h pro Woche. Je nach Anspruch des Profs und Deiner Auffassungsgabe und Disziplin natürlich- kann schnell mehr werden. Bei uns sagen die Profs nicht ohne Grund, das eine 30-40%- Arbeitsstelle neben dem Studium schon zuviel ist. Ohne pendeln.

Mach Dir klar, das Du auch Erholungsphasen während den Vorlesungszeiten brauchst, außerdem musst Du deinen normalen Alltag managen: Körperpflege, Haushalt, Essen, Einkaufen, Arzttermine. Vielleicht hast Du auch eine Beziehung; und auch Freunde möchten nicht unbedingt vernachlässigt werden. Gerade die sind wichtig, wenn Du Deine Motivation nicht vernachlässigen willst.
 
M

mary_jane

Gast
Ich bin ne ganze Zeit lang für mein Studium nach MUC gependelt.
1,5h nur die Zugfahrt, da war ich aber noch nicht an der Uni, sondern am HBF und musste mich dann weiter mit den Öffentlichen zur Uni durchschlagen bzw. hatte ich später ein Rad dort stehen, da mich diese Sitzerei fertig gemacht hat. Das kostete mich auch noch mal so 30-45 Minuten Zeit.

Gearbeitet habe ich währendessen an meinem Heimatort zwischen 33% und 50% und habe es trotzdem noch geschafft gut Überstunden aufzubauen, die ich leider nicht abbauen konnte.

Zur Aussage von HHS mit dem Lernen im Zug, kann ich hier nur zustimmen. Ich konnte teils froh sein, einen Sitzplatz zu ergattern und meine Mitreisenden hatten sich immer sehr viel und sehr laut zu erzählen.
Schlimm waren auch die unberechenbaren Verspätungen, vor allem vor ner Prüfung bin ich daher sehr sehr früh aus dem Haus damit alle Eventualitäten abgedeckt sind.

Ich bin mittlerweile an meinem Studienort gezogen und arbeite jetzt erst mal nur noch auf 400€ Basis und kann sagen ich lebe wieder!
Das ist mir nicht leicht gefallen, das alles aufzugeben und ich verstehe auch den Wunsch in der Heimat und auf der gewohnten Station zu bleiben, aber überleg dir gut, wie realistisch das ist.
Vielleicht bin ich dahingehend auch einfach nicht so belastbar oder es liegt an meinem Fach und bei dir ist das anders.
Ich kann dir nur den Tipp geben rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, wenn es nicht mehr klappt.

Zu den beiden Hochschulen kann ich leider nichts sagen, aber die Sache mit den Präsenztagen sollte sich je relativ leicht herausfinden lassen.

Alles Gute!
 

ChrisF.

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Danke Euch schon mal für die Antworten! Bezüglich der angesprochenen Dinge:

  • Präsenzzeiten an der Hochschule: Hab ich mich schon informiert, wird klappen, auch dank eines Dienstplanes der min. drei Monate im Voraus fertig ist, meiner Cheffin und meiner Kollegin, bei denen 'Dienst tauschen' keine Alpträume auslöst.
  • Auffassungsgabe: Sollte ganz gut sein, aber das für mich selbst zu beurteilen, ist nicht mein Recht.
  • eigene Motivation: Die ist definitiv wieder da, nach all den Rückschlägen im letzten Jahr, daran wird es nicht scheitern.
  • eigene Disziplin: Kann ich auch nicht selbst beurteilen, ich hab 4 Semester Medizin studiert, ok das war in der gleichen Stadt in der ich auch damals nebenbei auf 20 Stunden gearbeitet habe, und bis auf zwei Prüfungen war ich scheinfrei für das Physikum
  • Zeitmanagement: Das kann ich beurteilen, da war ich schon immer gut drin.
  • Lerntyp: Gruppenarbeiten haben wir in der Ausbildung zur genüge gemacht, aber was Lerntechniken angeht, bin ich wirklich sehr firm und auch immer gut dabei gewesen.
  • Selbststudienzeit: Darunter kann ich mir nun nichts vorstellen, was genau meinst du damit?
  • wissenschaftliche Hausarbeiten: wird in jeder der beiden Unis verlangt, kein Kriterium für die Entscheidung München oder Nürnberg.
  • Prüfungsvorbereitungen: wird auf bei beiden Unis ähnlich sein.

Wäre schön, wenn jemand direkt aus den beiden Unis, also der evangelischen Nürnberg oder der katholischen München, seine Meinung oder falls das überhaupt möglich ist Bewertung der jeweiligen Unis mit mir teilen könnte, aber wie gesagt, schon mal vielen Dank für die Antworten, ich hab auch noch genügend Zeit für meine Entscheidung, bis zum 26. August.
Sonnige Grüße,
Christian
 

HHS

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Gut wenn Du so von Dir überzeugt bist - Was waren das aber für Rückschläge die Du hattest??

Selbststudienzeit ist die Zeit die mit eigenständigen Studium (= Vor- und Nachbereitung der einzelnen Seminare und Vorlesungen) verbringst.

Auch wenn Du Medizin studiert hast, und da sicherlich Studiumserfahrung mitbringst- unterschätze das Pflegepädagogikstudium nicht.

Auch wie im Medizinstudium am Anfang wirst Du mit trockener Theorie zugeballert- Pflegewissenschaft, allg. Didaktik, Fachdidaktik, Gesundheitswissenschaften....
Pädagogik nimmt weniger Platz ein als Du evtl. erwartest. Bis dann wirklich vor einer Klasse stehst dauert es ne Weile. Das alles gab für manche bereits eine bittere Enttäuschung.
 

pericardinchen

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@ChrisF.
Bezüglich Auffassungsgabe : Eine eigene Einschätzung schadet niemals und vorallem steht Dir das Recht zu, denn nur Du kannst Dich selbst am Besten einschätzen.
Disziplin: Diese kommt und geht und kommt auch wieder.
 

ChrisF.

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Keinesfalls hab ich vor das Studium zu unterschätzten! Gerade weil ich auch weiß, dass gerade am Anfang der Stoff und dann auch die Prüfungen geballt kommen. Über meinen Rückschlag, der mich dazu gezwungen hat, es zu beenden möchte ich eigentlich nicht viel schreiben, es war ein privater, aber einer, der mein ganzes Leben aus den Fugen gebracht hat.
Danke Euch trotzdem für die Antworten!
LG Christian
 

pericardinchen

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CrisF. Der Grund geht uns ja hier auch nichts an.

Meine aufgelisteten Faktoren waren eigendlich eher im Kontext gedacht.
Also Alles hängt miteinander zusammen. Die wissenschaftlichen Hausarbeiten fallen unterschiedlich aus und es wird von jedem Prof. was Anderes gewünscht. Das fängt schon beim Deckblatt an und hört beim Literaturverzeichnis auf. Darüber hinaus laufen die Hausarbeiten in der Regel als Gruppenarbeit, was schon einige organisatorische und logistische Probleme mit sich bringen kann. Dann kommen noch die Präsentationen und Unterrichte hinzu, die auch benotet werden können und auch oft als Gruppe stattfinden und da braucht es auch Übung vor der gemeinsamen Präse/Unterricht und vorallem Absprachen. Ebenso kann man bei uns zumindestens keine Modulprüfung oder Teilmodulprüfung sowie Hausarbeit einfach mal ins nächste Semester verschieben. Es ist glaube ich davon abhängig, ob der Studiengang einmal oder zweimal im Jahr angeboten wird. Bei uns ist das nicht möglich.
Derzeit stecke ich mitten in den Prüfungen und es ist wirklich sehr viel, so dass ich mich gerade etwas erschlagen fühle. Vorallem macht mir die Hausarbeit sorge, da ich diese auch noch nebenher schreiben muss..
 

Schnecke 89

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Hallo, ich bin neu hier und möchte gerne wissen wie schwer das Pflegepädagogikstudium ist.
Ich spiele mit dem Gedanken Pflegepädagogik zu studieren.
Ich wohne in der Nähe von Bremen und würde gerne wissen wo ich in der Nähe Pflegepädagogik studieren kann.
Ich konnte im Internet nichts in meiner Nähe finden.
Wird Pflegepädagogik auch als Ferstudium angeboten?
vielleicht ist jemand so nett und kann mir weiterhelfen.
 

Maniac

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Hallo, ich bin neu hier und möchte gerne wissen wie schwer das Pflegepädagogikstudium ist.
Ich spiele mit dem Gedanken Pflegepädagogik zu studieren.
Ich wohne in der Nähe von Bremen und würde gerne wissen wo ich in der Nähe Pflegepädagogik studieren kann.
Ich konnte im Internet nichts in meiner Nähe finden.
Wird Pflegepädagogik auch als Ferstudium angeboten?
vielleicht ist jemand so nett und kann mir weiterhelfen.
Das hast du doch letztens schon gefragt, bzw. wolltest du da noch primär ins Management.

Also 1. http://www.krankenschwester.de/foru...studium-fragen-ueber-fragen-5.html#post383771
2. über die Forensuche http://www.krankenschwester.de/foru...gogik/30815-pflegepaedagogik-fernstudium.html
 

pericardinchen

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Das Studium der Pflegepädagogik ist vorallem in den ersten zwei Semestern theoretisch und somit auch für Viele anspruchsvoll. Es ist aber zu schaffen und obwohl ich ohne Abi studiere....und null Plan von Wahrscheinlichkeit und Statistik hatte - so konnte ich mich auch in diese Themen einarbeiten. Es bedeutet allerdings auch viel vor- und nachbereiten und auch lernen. Allerdings interessiert mich das Studium und ich bin voll und ganz, trotz harter Phasen, absolut von überzeugt. Es macht mir Spaß und ich würde es immer wieder studieren wollen. Ein Fernstudium gibt es nicht für die Pflegepädagogik. Für Berufspädagogik gibt es soetwas wohl noch in NRW. Bin mir aber nicht sicher, ob dies noch angeboten wird.
 

Suppbuckel

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Hallöchen- ich hab an der Ev. in Nürnberg studiert.
Eine Kommilitonin kam auch aus Regensburg und ist auch gependelt wegen Familie usw..
Sie hat das Ganze super hinbekommen, war allerdings nicht so oft da.. sie konnte anscheinend gut nacharbeiten..

Vom Schweregrad bzw. Aufwand her kann ich nur zu Nürnberg sagen, dass das Studium nicht sonderlich anstrengend oder schwer war.. aber das war vor zwei Jahren- viele hatten nebenbei eine halbe Stelle in der Pflege- was die Kommilitonin aus Regensburg hatte, weiss ich nicht genau, aber ich meine, sie hat auch noch nebenbei halbtags gearbeitet..

Grüßle
 

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