Studieren mit 2 Kindern, Job, Mann und Haus?

Dieses Thema im Forum "Pflegestudium: Voraussetzungen, Studieninhalte, Studienorte" wurde erstellt von ClaudiaB, 19.06.2011.

  1. ClaudiaB

    ClaudiaB Newbie

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    Hallo erst mal,
    habe schon viel hier gelesen und mich würde interessieren wer studiert aber noch nebenbei (kleine) Kinder betreut und Haus, Mann und Job unter einen Hut bekommt? Ist das machbar? Oder wartet man besser bis die Lütten aus dem Gröbsten raus sind?
    Ich spiele mit dem Gedanken an der HFH Pflegemanagement oder so zu studieren, da ich eigentlich nicht bis zur Rente so weiterarbeiten möchte. Der Job macht mir generell Freude aber mich würde doch etwas Neues reizen, vor allem etwas Familienfreundlicheres machen wo die Arbeitszeiten etwas humaner sind, sodaß ich nicht immer arbeiten muß wenn der Rest der Familie daheim ist.
    Ich bin aber leider auch nicht mehr die Jüngste(31), sodaß ich mir auch nicht erlauben kann noch ewig zu warten.
    Meine Examen in der Altenpflege habe ich 2002 mit 2,3 gemacht und arbeite seitdem in der Ambulanten Alten- und Krankenpflege. Bin mir eh ein wenig unsicher ob so ein Studium nicht zu anspruchsvoll für mich "Nicht Abiturient" ist und dann noch die Kinder dabei......
    Reizen würde es mich aber in jedem Fall schon
    Vielen Dank für jede Antwort!!!!!
    LG, Claudia
     
  2. Fearn

    Fearn Poweruser

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    Wenn Du gut organisierst und die nötigen Ressourcen hast, dann ist das kein Problem, aber das kann man von hier aus schlecht beurteilen, wie die Situation bei Dir speziell ist.
    liebe Grüße fearn
     
  3. blumenmädchen

    blumenmädchen Stammgast

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    31 ist doch nicht alt. Komm schon! Das ist der letzte Grund, um sich vor einem Studium zu drücken. :boxen:

    Probleme sehe ich dann auch eher darin, alles unter einen Hut zu bekommen (Haushalt, Familie, Beruf, Studium). Auch das Finanzielle muss unbedingt geregelt sein, denn das Studium kostet Geld.
    Alternative wäre immer auch noch eine Weiterbildung.

    Liebe Grüße
     
  4. Hexe76

    Hexe76 Senior-Mitglied

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    Ich kann nur von meiner besten Freundin erzählen. Sie ist exam. Altenpflegerin und hat mit Mitte 30 angefangen, Pflegemanagement zu studieren. Zu dem Zeitpunkt 5jähriges Kind und Freund. Nach 2 Semestern wurde sie wieder schwanger und es stellte sich heraus, dass ihr Freund/Kindsvater ein Windei ist, der mehr Probleme schafft als er löst.
    Narkolepsie hat sie übrigens auch noch.
    Mittlerweile hängt ihr Diplom eingerahmt an der Wand.
    Es dauerte alles länger und war zwischenzeitlich mehr als chaotisch. Aber sie hat auch weiter studieren können, als sie mit dann 2 Kindern allein war.
    Es erforderte ein Haufen Organisation und viele Einbußen.

    Wenn Du eine intakte Familie hast, die hinter Dir steht, dann ist es ohne weiteres machbar :spopkorns:
     
  5. ClaudiaB

    ClaudiaB Newbie

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    Vielen lieben Dank für eure Antworten.
    Es macht einem schon Mut so Feedback zu bekommen.
    Aber Blumenmädchen hat auch recht was das Finanzielle anbelangt, das lässt sich leider nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln. Schade das es bei uns nicht in der Nähe eine Stadt gibt wo ich ein Präsenzstudium absolvieren kann. Aber das nächste bei uns ist Koblenz und die bieten sowas nicht an *schnief*
    Habe mich nun auch ein bißchen belesen was das Thema Weiterbildung angeht und vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für mich. Hätte nämlich auch interesse zum MDK zu gehen und das geht wohl auch mit Weiterbildung, auch wenn man mit Studium bestimmt bessere Chancen hat. Habe einmal vom TÜV Rheinland eine Weiterbildung als Pflegesachverständige inkl. Fachkraft für Pflegebedürftigkeit und einmal eine Weiterbildung der DGGP als Pflegeberater im Gesundheitswesen.
    Vielleicht ist das eine Möglichkeit für mich an Familienfreundlicherere Arbeitszeiten zu kommen. :wink1: Mal schaun.
    Grüßle, Claudia
     
  6. elfenstaub

    elfenstaub Newbie

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    ich mach das auch nebenbei studieren, Kind haus, garten, usw und mach ncoh weiterbildungen... läßt sich organisieren, bleibt halt keine Zeit mehr für sich.
     
  7. joe64

    joe64 Senior-Mitglied

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    naja, vorsicht, das mit dem keine Zeit für sich haben kann sich schon rächen:dudu:
    Ich denke es ist wichtig, sich selbst nicht dabei aus den Augen zu verlieren und das machen, was geht und gut tut.
    Und wenn es ein Jahr länger dauert, dann ist es eben so,-Hauptsache ich bleibe dabei gesund und habe noch Spaß an der Lernerei :P
    LG
    joe
     
  8. Scythe

    Scythe Newbie

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    Interessant dürfte es im geschilderten Fall nur werden, hinterher eine der Qualifizierung entsprechende Position zu erhalten, da als Frau mit Kindern wohl nur eine Teilzeitstelle möglich sein wird, was mit leitenden Positionen nicht gerade gut korrespondiert.
     
  9. opjutti

    opjutti Poweruser

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    @Scythe: :!:So eine Aussage kann nur von einem Mann kommen:!:

    Warum soll eine Frau, nur weil sie Kinder, Haus und noch einen Mann hat, nach einem Studium, nicht in einer Führungsposition arbeiten können?

    Schließlich könnte Mann seinen Teil dazu beitragen, dass Frau ihrer Ausbildung und Qualifikation entsprechend tätig sein kann.:sdreiertanzs:

    Ich war eigentlich der Meinung, dass solche Einstellungen wie: "Wer sich nicht wehrt, kommt an den Herd!" langsam am aussterben sind.:-?
    Zumindest bei der jüngeren Generation. Aber so kann Frau sich täuschen.

    LG opjutti
     
  10. pflegeschüler1988

    pflegeschüler1988 Poweruser

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    Hallo,

    auch bei uns auf Station sind sehr viele weibliche Kolleginnen gern Mutti.
    Ich kann das als Mann auch nicht verstehen. Jedoch, sobald man sich das selbst aussuchen kann, finde ich das auch in Ordnung.
     
  11. Scythe

    Scythe Newbie

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    Und so eine impulsive Reaktion wohl nur von einer Frau :-)
    Spaß beiseite.

    Da die Kinder- und Karrierekluft für Mütter in Deutschland dies meines Erachtens nicht vollends praktikabel macht. Eine Teilzeit-Führungskraft kann einfach nicht das Kontingent an Zeit, Präsenz und Aufmerksamkeit bieten, das eine derartige Stelle nunmal erfordert.

    Da stimme ich zu, kann er. Aber wie oft ist es so, dass trotz dieser flexiblen Ansätze dennoch ein antikeres Rollenmodell vorherrscht. Und die derzeitige Führungskultur bestätigt das leider auch. Ich kenne genug Mütter in meinem Kollegenkreis, bei denen die Karriere mit den Kindern schlicht und ergreifend beendet war. Aber das Problem hierbei ist wohl eher die Menschlichkeit der Wirtschaft in der wir leben. Aber das wäre eine weitreichendere Diskussion, die an anderer Stelle sinnvoller wäre.

    Die Realität sieht nunmal so aus. Zwischen Emanzipation und Vereinbarkeit von Beruf und Familie klafft es noch gewaltig hierzulande. Verwundert beäugt man dann die niedrige Geburtenrate. Ein Blick ins europäische Umland zeigt, dass es auch anders gehen kann. Warum also nicht auch hier?
     
  12. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Unser Krankenhaus hat knapp 700 Betten und ca. 1000 Pflegekräfte. Meine PDL hat mit Mann und drei Kindern berufsbegleitend studiert (Haus? keine Ahnung!) und jetzt selbstverständlich eine Vollzeitstelle, mit weniger wäre der Job nicht machbar.

    Es gibt auch immer öfter Führungspositionen, die auf zwei Teilzeitstellen verteilt sind, klappt bisher offensichtlich gut.

    Abgesehen davon: Ein Studium dauert in Vollzeit fünf Jahre, berufsbegleitend oft länger. Die Kinder sind nach dem Studium entsprechend gealtert und nicht mehr so sehr auf die Eltern angewiesen - wenn sie überhaupt noch im Haus sind.
     
  13. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Ich möchte mich dieser Meinung anschliessen....die Phase der Kindererziehung kann man gut zur eigenen Qualifikation nutzen.
    Man kann ja nach einem Bachelor dann noch den Master machen und sich ggf. um weitere Berufsabschüsse bemühen (ich persönlich denke, dass sich die mittlere Leitungsebene mittelfristig auf Bachelorniveau ansiedeln und das Klinikmanagement eher auf Masterniveau verortet wird).

    Die Leitungsstelle in Vollzeit steht dann wahrscheinlich erst in einigen Jahren zur Option....warum also nicht?
     
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