News Studie belegt: Deutsches Gesundheitswesen ist Spitze

Ute

Poweruser
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30.09.05

Studie belegt: Deutsches Gesundheitswesen ist Spitze

Berlin - Das Kieler Fritz Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung (IGSF) hat heute in Berlin eine Studie zu den Kosten von Gesundheitsleistungen im internationalen Vergleich vorgestellt. Das Ergebnis: Das deutsche Gesundheitswesen hat das höchste Versorgungsniveau aller 14 untersuchten Länder. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, erklärte dazu:

"Die Studie des IGSF zeigt eindrucksvoll, dass das oft zitierte Urteil, das Preis-Leistungs-Verhältnis im deutschen Gesundheitswesen sei wie einen Mercedes zahlen und Golf fahren, zwar populär ist, aber schlicht falsch. Vielmehr haben wir es jetzt dank der Studie von Professor Beske schwarz auf weiß: Unser Gesundheitssystem ist überdurchschnittlich effizient. Das Versorgungsniveau, gemessen am Umfang des Leistungskatalogs, ist das höchste aller untersuchten Länder innerhalb wie außerhalb Europas. Immer wieder wird behauptet, andere Länder hätten ein besser funktionierendes Gesundheitswesen. Betrachtet man jedoch das Gesamtbild, wird schnell klar, dass diese Aussage zu kurz greift. Die nun vorliegenden Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Während das Niveau und die Menge der angebotenen Leistungen weit über dem Durchschnitt liegen, sind die dafür aufgewendeten finanziellen Mittel deutlich geringer als in vergleichbaren Ländern. Die Wartezeiten sind weltweit am kürzesten. Dementsprechend hoch ist die Patientenzufriedenheit. Alle diese Aspekte führen dazu, dass das Ausland uns oftmals um unser System beneidet. Ich bedauere außerordentlich, dass diese offenkundigen Erfolge bei uns immer wieder kaputt geredet werden."

Quelle: www.carelounge.de
 

Dirk

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Nun .. zu dieser Arbeit wird es sicher noch ein wenig Nacharbeit geben müssen.


Tatsache ist, dass der Hr. Beske dort sicher alle Zahlen sehr gewissenhaft aufgeführt und nachgerechnet hat.
Richtig ist sicher auch, dass Deutschland mit den erbrachten Leistungen zur Zeit noch recht gut dasteht.
Tatsache ist aber auch, dass sich in Kürze gravierende Einschnitte zum Beispiel im Bereich des Krankengeldes geben wird, wie jetzt bereits in eingen Tarifverträgen ausgehandelt.
Tatsache ist, dass Hr. Beske die Finanzaufwendungen in Euro gegeneinandergehalten hat - dabei hat er aber nicht die Zahlen des bereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) berücksichtigt.
In Zahlen sieht das folgendermassen aus :

Kosten pro Kopf pro Jahr in Euro
  • Schweiz => 4571
  • Dänemark => 4318
  • Niederlande => 4140
  • Österreich => 3973
  • Schweden => 3617
  • Deutschland => 3560
Nimmt man das bereinigte BIP ergibt sich folgende Liste
  • Schweiz => 10,7%
  • Deutschland => 10,6%
  • Dänemark => 8,3%
  • Österreich => 8,0%
Somit steht Deutschland nicht mehr allzu gut dar - aber das ist sicher ansichtssache ...
usw ...

Nun ... Warten wir es ab - Hr. Beske hat ja schon angekündigt, dass die Preise für die Krankenversicherungen in nächster Zeit sicher steigen werden.

Liebe Grüsse
auch an Euren Hausarzt

Dirk
 

Elisabeth Dinse

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Nur weil ich das meiste Geld ausgebe, muss es nicht das beste Gesundheitswesen sein. Das Outcome der Patienten fehlt mir immer bei diesen Zahlenspielerein.

Aber vielleicht sit diese Studie auch eher dazu gedacht, dem Bürger deutlich zu machen: das Gesundheitswesen ist zu teuer.

Elisabeth
 

Dirk

Stammgast
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Die Aussage kommt zustande, weil Hr. Beske gegengehalten hat, welche LEistungen man für das Geld bekommt.

Der LEistungskatalog wurde in Punkten dargestellt, und die Finanzierung gegengehalten. Bei der Finanzierung wurde halt das totale Geldvolumen genannt, und nicht das BIP, was sicher die Art der Studie ist, aber meines Erachtens etwas einseitig.
Zur Qualität der GEsundheitsversorgung kann man ja auch geteilter Meinung sein - so finde ich beachtlich, dass die durchschnittliche Lebenserwartung eines Schweizer Bürgers (welche ja auch direkt gekoppelt an das GEsundheitssystem ist) wesentlich höher ist, wie die der Deutschen .....

kommt halt immer darauf an, wer welche Studie macht, und mit welchem Ziel ..
Liebe Grüsse

Dirk
 

Elisabeth Dinse

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Ich kann viel Geld investieren ... für fast nichts. Der sinnvolle Einsatz des Geldes macht erst den Wert. Aber da würden Sachen ans tageslicht kommen, die das deutsche Gesundheitswesen doch lieber nicht öffentlich sehen will.

Warum wird das beliebte Krankenhausranking nicht Zahlen zum Outcome der Patieten erweitert? Kanns daran liegen, dass das Ranking dann ganz anders aussehen würde?

Elisabeth
 

Elisabeth Dinse

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Versuche gabs wohl schon von einer AOK. Gabs einen Bericht drüber. Wurde aber vom gesetz her untersagt. Rate, wen das Gesetz schützt?

Elisabeth
 

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