Stressfrakturen durch Kontrakturen?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zur Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von katja1996, 19.11.2010.

  1. katja1996

    katja1996 Junior-Mitglied

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    Hallo , ich betreue ein 3 Jähriges Kind . Es hat eine ausgeprägt Hypoxie,schwere Epilepsie , inmobil und Kontrakturen der Extremitäten, ausgeprägte Spastiken .und und und.
    Sauerstoffpflichtig,Schmerztherapie mit Pflaster.Zahlreiche Medikamente (mehr als 10)die er seit Geburt bekommt,Sondenkost usw

    In den letzen 8 Monaten traten jeweils 1Fraktur der Oberschenkel auf
    Die Ursachen sind nicht abgeklärt, eventuell wollen die Eltern eine Szintigaphie machen. Bei den ersten beiden Frakturen die beidseits gleich auftraten wurde die Anwesende Pflegekraft als Ursache erklärt. Die anderen Frakturen traten einmal rechts und einmal links nach 4 und und 6 Monaten auf.
    :besserwisser:
    Wie auch immer hat jemand auch schon mal Erfahrung damit gemacht?.Wie oft kommt sowas vor.? Wie gehe ich damit um.? Tipps zu diagnostik?Sinn?

    Ich persönlich glaube mittlerweile das es einfach an der ganzen Erkrankung und deren Folgen liegt.

    LG Katja
     
  2. nurse1

    nurse1 Newbie

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    Servus.
    Solche Frakturen sind nicht selten.
    Zum einen kommts ja durch die Inmobilität z.B. zur Entkalzifizierung des Knochens, was ihn im allgemeinen instabiler werden läßt.
    Zusätzlich die Spasmen.
    Bei denen wirken ungeheuerliche Kräfte, die ein solcher Knochen nicht immer kompensieren kann.
    Wieso wurde die anwesende Pflegekraft dafür verantwortlich gemacht?
    Was hatte das für Konsequenzen?
    Wir haben in der Orthopädie solchen Pat./Kindern manchmal Botox gespritzt, um die Spasmen abzumildern.
    Viel. wäre das eine Option.
     
  3. katja1996

    katja1996 Junior-Mitglied

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    Oh danke für diese Antwort.
    Es ist nicht einfach Info über dieses Thema zu bekommen, habe unzählige Stunden im Netz verbracht.habe keine Studie oder Erfahrungsbericht gefunden. Außer über Streßfrakturen und das bezog sich hauptsächlich auf Sportler. Ich gehe mal davon aus das das Thema für Firmen usw einfach zu klein und unrentabel ist.

    1)Der Patinet hat früher Botox regelmäßig alle 3 Monate bekommen, aufgrund des schlechten AZ wurden diese Therapie aber immer wieder ausgesetzt.

    2) Die Pflegekraft hatte das Kind auf dem Arm weil es krampfte. Nach ihrer Aussage hat es während einer Spastik mit Opistotonus ein seltsames Geräusch gegeben, wie ein Reißverschluß der aufspringt.
    Naja nachdem dann die Eltern morgens informiert wurden geschah erstmal nix .Im Laufe des nächsten Tages kamen halt Schwellung und extreme Unruhephasen auf. Dann halt Klinik usw.

    Für die Eltern kommt ,kam keine andere Mutmaßung zu , als das die Pflegekraft eventuell das Kind hat fallen lassen oder was auch immer.
    Die Klinik hatte auch keine Idee.
    Nach den weitern Frakturen fand auch nix statt. Die Klinik selber ist eher untätig und meiner Meinung nach nicht kompetent.War dort selber mal "Kunde"Ich denke auch das die nichts weiter unternehmen, da es ganz klar ist , dass die Lebenserwartung reduziert ist und es keine Besserung geben wird

    Der Kinderarzt ist sehr bemüht, aber ich denke und weiß aus Erfahrung,das vielen die Kenntnis über den Umgang mit solchen schwerkranken Kiddis erstmal fehlt.Die wenigsten setzen sich damit auseinder oder kennen Folgekomplikationen die zeitig therapiert werden sollten wenn sie die Patienten betreuen.



    LG Katja

    Ach ja Konsequenzen hatte es bis jetzt keine. Die Pflegekraft wird bei diesem Kind nicht mehr eingesetzt.
     
    #3 katja1996, 19.11.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20.11.2010
  4. nurse1

    nurse1 Newbie

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    Ich kann mal einen alten Kinderorthopäden von mir kontaktieren.
    Der hat bestimmt Erfahrungen mit solchen Kindern und dem Krankheitsbild
     
  5. Elisabeth Dinse

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    Elisabeth
     
  6. katja1996

    katja1996 Junior-Mitglied

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    Danke für die Links und Mühe.


    LG Katja:nurse:
     
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