Stillen: Steigerung der Milchproduktion im 6. Monat

Dieses Thema im Forum "Fachliches zur Kinderkrankenpflege" wurde erstellt von annasprosse, 11.01.2012.

  1. annasprosse

    annasprosse Newbie

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    Hallo,
    mein Anliegen klingt wahrscheinlich komisch, aber ich bin mit einem Riesen gesegnet. Der Kleine ist jetzt 6 Monate alt, wiegt 11,4kg und ist ca. 80cm groß (bei dem Vater kein Wunder). Jetzt ist es so, dass ich das Gefühl habe, es reicht dem Kleinen nicht mehr, was ich da so an Milch zu bieten habe...
    er nuckelt beide Brüste leer, und dann so lange weiter, bis es einen zweiten Milcheinschuss gibt.
    Ich habe so langsam das Gefühl, ich kann nicht mehr, er saugt mich leer.
    Der Versuch, Beikost einzuführen, wird von ihm milde belächelt. Er probiert alles gerne, aber es ist für ihn mehr ein Spiel, und die "Mengen" sind so minimal, dass er davon niemals satt wird, geschweige denn eine Mahlzeit ersetzt werden könnte.
    Industriell hergestellte Milch findet er abscheulich, Fläschchen an sich sind ihm sehr suspekt, Brei mag er nicht.
    Weiss hier irgendjemand Rat?
    Stilltee trinke ich bis zum Abwinken, Wasser täglich ca. 4l, ich esse wie eine wilde...
     
  2. Julien

    Julien Poweruser
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    Ich würde mich da noch mal an meine Hebamme wenden - oder den Gynäkologen. Ferndiagnosen funktionieren selten.
     
  3. LiaSiSo

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    Hallo

    nachdem Du ihn nach Bedarf anlegst und er auch alles trinkt und sogar einen 2.ten MIlcheinschuss auslösen kann ist alles bestens. Er holt sich das, was er braucht. Und Deine MIlch reicht aus. Angebt wird geregelt durch Nachfrage.

    Viele Kinder mögen keinen Brei und wollen auch nicht gefüttert werden. Hast Du schon mal was von Fingerfood und familientisch und Bayb leed weaning (ESsen nach Bedarf) gehört? Biete ihm einfach weiche Nahrung von Dir an, mit weng gewürzen. Lasse ihn probieren. Nicht umsonst heißt es BEIKost, es ist Kost neben bzw. zusätzlich zur Muttermilch. Es ist ganz normal, das babys anfangs nur probieren und noch keine nennenswerten mengen essen.

    Außerdem ist es wichtig, das Du hochwertig ißt und nicht zu viel trinkst. Trinke einfach nach Durst ca. 2 Liter. Ein Zuviel an Trinken kann auch zu zu wenig MIlch führen.

    So und zum schluss sind die Gynäkologen die falschen Ansprechpartner. Besser ist eine Stillberaterin (Stillgruppe?) vor Ort.

    Hier findest du eine http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=83
     
  4. annasprosse

    annasprosse Newbie

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    Ganz vielen herzlichen Dank für die schnellen Antworten.
    Ja, der kleine bekommt genau das, was bei uns auf dem Tisch ist in babygerechten Portionen. Er darf matschen, wie er das gerne mag. Ich denke, es liegt daran, dass er eigentlich mit 6 Monaten noch etwas jung ist für Beikost. Eigentlich hatte ich auch nicht vor, so früh damit anzufangen, aber weil ich dachte, es reicht nicht...
    Mit einer Stillberaterin ist es etwas schwierig, wir leben in Schweden, und mein schwedisch hält sich leider noch sehr in Grenzen.
    Also kann ich davon ausgehen, dass er so viel Milch bekommt, wie er braucht? Dass er doch satt wird, auch wenn ich manchmal denke, es reicht nicht, weil er nuckelt und nuckelt und nuckelt?
    Ich bin einfach so unsicher, weil er jegliche Norm sprengt, was Größe und Gewicht in diesem Alter angeht....
    viele Grüße aus Schweden,
    Anna
     
  5. LiaSiSo

    LiaSiSo Junior-Mitglied

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    Ja es ist völlig in Ordnung so. Kennst du das stillen und Tragen Forum? Da bekommst du mehr Infos zum Thema stillen.

    Ansonsten frage mich weiter. Ich bin auch stillberaterin
     
  6. Julien

    Julien Poweruser
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    Ob er genug bekommt läßt sich auch daran festmachen, ob er weiter normal gedeiht (also zunimmt). Dazu gibt es im gelben Heft oder auch sicher online Normpercentilen zum regelmäßigen Eintragen des Gewichtes. Sechs Monate sind übrigens der empfohlene Zeitpunkt für den Beginn von Beikost... (Davon ab daß ich glaube wenn er wirklich sehr hungrig wäre, würde er auch andere angebotene Milch nehmen - kein Säugling würde aus Geschmacksgründen verhungern, so weit reicht der eigene Wille in dem Alter einfach noch nicht)
     
  7. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Anlegen, anlegen, anlegen.
    Solange er mehrere volle Windeln am Tag hat und gedeiht, kannst Du davon ausgehen, das er genug bekommt.
    Die Produktion passt sich an, das hat die Natur perfekt geregelt.

    Für Fragen und Hilfestellung gibt es kostenlos Rat und Tat bei der La Lech Liga oder die afs Stillberatung, manche Krankenhäuser bieten auch Stillgruppen an.

    Nuckeln ist Beruhigung und Befriedigung und hat nicht immer was mit Hunger zu tun, sondern mit Nähe und Mama-Spüren, Haut an Haut.
     
  8. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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  9. annasprosse

    annasprosse Newbie

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    "Ob er genug bekommt läßt sich auch daran festmachen, ob er weiter normal gedeiht (also zunimmt). Dazu gibt es im gelben Heft oder auch sicher online Normpercentilen zum regelmäßigen Eintragen des Gewichtes."
    das ist ja so ein wenig mein "Problem": er sprengt mit seiner Größe (80cm) und seinem Gewicht (11,4kg) jegliche Perzentilkurve mit seinen 6 Monaten. Deswegen bin ich so unsicher, ob es reicht.
    Und ja, er wächst und gedeiht prächtig, keine Frage.
    Dafür trinkt er aber nach wie vor alle 1,5 bis alle 2h. Und das...ich glaube, ich brauche hier niemandem erzählen, WIE anstrengend das auf die Dauer ist :-)
    Tausend Dank für die Antworten, das hilft mir SEHR SEHR!!!
    Anna
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Schau dir doch die Perzentilkurve mal anders an. Geh net nach dem Alter sondern nach der Größe. Über die Größe findest du das dazugehörende Alter. Und von diesem aus, gehst dann zum Gewicht.

    Elisabeth
     
  11. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Mein Kind hatte auch ewig einen kurzen Rhythmus. Trotzdem gilt tatsächlich die alte Leier, die unsere Mütter schon immer gepredigt haben: Sie sind so schnell groß, noch drei Mal schlafen und dann weinst Du heimlich vor dem Kindergarten, weil Du Dein Baby das erste Mal ganz alleine in der weiten Welt gelassen hast.
     
  12. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Hallo annassprosse!

    Um gleich mal klar zu stellen, ich bin nicht gegen das Stillen. Ich habe meine Söhne auch gestillt, allerdings nicht so lang.
    Du schreibst in zwei Beiträgen, dass es dich sehr anstrengt, wenn dein "Kleiner" dauernd (alle 1,5 - 2 Std.) an dir dran hängt und dich als "Dauernuckel" benutzt.

    Auch wenn jetzt viele über mich herfallen, aber wie wäre es komplett abzustillen?
    Denk doch mal an dich!! Die Sprüche, "sie werden so schnell groß und erwachsen" sind doch Schwachsinn, wenn du dich dadurch ausgelaugt fühlst und total erschöpft bist. Da hat dein "Kleiner" auch nix davon. Überleg dir, was wirklich wichtig für dich ist und dann wäge ab.
    Willst du weiterhin Stillen und irgendwann fix und fertig sein, oder eine ausgeruhte und ausgeglichene Mama für dein Kind sein.
    Ich war, und wäre es auch heute noch, egoistisch genug, mich für mich zu entscheiden.

    Er wird sich schon an die Beikost mit Flasche oder Breikost gewöhnen. Und ernährungstechnisch wird er trotzdem gesund und ausreichend gefüttert. Sechs Monate Stillen reicht doch aus.

    LG opjutti
     
  13. mary_jane

    mary_jane Gast

    Ich habe heute zufällig bei einem Vortrag aufgeschnappt, dass Beikost sogar schon nach dem vollendetem 4. Monat gegeben werden darf.

    Stillen, Stillprobleme, Stillempfehlungen

    So und dann bin ich auch schon wieder ruhig, denn eigentlich habe ich davon keine Ahnung:engel:
     
  14. LiaSiSo

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    Natürlich reicht der eigene Wille eines Babys aus Pulvermilch aus der Flasche zu verweigern. :lol: Wenn das baby nur MuMi will, dann nimmt es auch nur MuMi.

    Ein Baby/Kind zu einem Essen zwingen, was es nicht will, ist ja mehr wie Grenzüberschreitend.
     
  15. LiaSiSo

    LiaSiSo Junior-Mitglied

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    Und die WHO empfiehlt 6 volle MOnate ausschließlich zu stillen und dann NACH dem 6. MOnat mit geeigneter BEIKOst zu beginnen und nebenher bis zum 2. Lebensjahr und darünber hinaus weiter zu stillen.

    Die Muttermilch umhüllt die minimalen beikostmengen und ist somit verträglicher für Babys Magen. Aber eben erst nach dem 6. Lebensmonat

    Bei der o.g. Studie geht es nur darum, das Beikost eingeführt mit Muttermilch weniger zu Allergine führt und diese Studie widerlegt eine frühere Studie (die eh meist alle von der Babynahrungsindustrie bezahlt werden und denen es um viel viel geld geht), das man erst spät bestimmte Lebensmittel (Gluten z.b.) einführen soll, wg. erhöhter Allergiegefahr.
     
  16. LiaSiSo

    LiaSiSo Junior-Mitglied

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    ja es ist anstrengend und doch auch normal in dem Alter. Stillen ist ja mehr wie Nahrung geben. Stillen gibt Nähe, Zuwendung etc.

    Hast Du denn jemanden, der Dich unterstützt und Dir mal den Kleinen für 1h abnimmt und raus geht und Du Dich ausruhen kannst.

    Schläft er Nachts bei Dir oder in seinem eigenen Bett im eigenen Zimmer?

    Es gibt übrigens für Stillkinder eigene Perzentilien ;)
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Die Bedürfnisse der Mutter zählen nicht. Das hab ich verstanden. Aber ab wann darf man heutzutage bei einem Kind Grenzen setzen? Wie muss ich mir das praktsiche Vorgehen vorstellen, wenn die Muttermilch die Beikost magenschonend umhült? Ein Löffelchen brei, ein "Schluck" MuMi aus der Brust?

    Ich will nicht behaupten, dass meine Kinder den Mund weit aufgerissen haben, als ich mit Brei angefangen habe. Das ist mir auch nie bei Kindern im KH begegnet. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann habe ich das Kind "vergewaltigt" wenn ich ihm seine Grenzen der Entscheidung aufgezeigt habe.

    Und wenn mein Kind später nur gesüßten Tee akzeptieren mag, dann gebe ich logischerweise auch nach- weil sonst: grenzüberschreitend. Die Zähne spielen dann keine Rolle, weil das Kind ja entscheidet, was gut ist und was net.

    Stillen kann man bis ins Schulalter hinein. Auch das ist in Ordnung, wenn das Kind es so einfordert.

    Wahrscheinlich bin ich zu alt, um sowas zu verstehen. Ich war egoistsich und wollte keine Milchbar sein. Den Kindern hat es nicht geschadet... es hat sie allerdings auch net vor Autoimmunerkrankungen bewahrt. Scheint so, als wenn die Versprechungen dann doch net ganz so gehalten werden können. Auch MuMi kann eine genetische Disposition net verändern.

    Ich hab nix gegen das Stillen, im Gegenteil. Womit ich mich aber sehr schwer tue, sind Fanatiker.


    Elisabeth
     
  18. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich kann hier nichts von Fanatikern lesen.
    Die Frage wurde gestellt, wie weiter gestillt werden kann und ob die Milchproduktion reicht oder angeregt werden kann.
    Diese Fragen wurden beantwortet.
    Es wurde nicht gefragt, ob sie mit Beikost anfangen soll.

    Es gibt verschiedene Wege und es gibt kein richtig oder falsch und es ist ein Unterschied, ob man bis ins Schulalter stillt oder ob man einen Säugling stillt.
    Ein Säugling braucht kein püriertes Schnitzel, auch wenn es Kinderärzte gibt, die behaupten, ein Säugling bräuchte ab dem 3. Lebensmonat Fleisch.

    Jeder darf es machen wie er will und es führen viele Wege nach Rom.

    Der eine stillt gar nicht, der andere eine Woche, der nächste 6 Monate und wieder andere sehr viel länger. Leben und leben lassen.

    Und es ist auch ein Unterschied, ob ich meinem Kind zugestehe seine Entwicklung selber mitzubestimmen und ihm nicht schade, nur weil er eben ein paar Wochen länger gestillt wird oder ob ich ihm wissentlich Schaden zufüge, weil ich ihm ausschliesslich gesüßten Tee aus der Nuckelflasche gebe.

    Sehr viele Stillkinder, die länger Muttermilch bekommen haben, parallel zur Beikost, überspringen übrigens die Nuckelflaschenphase und trinken später direkt aus einem Becher. (Meins z.B.)
     
  19. opjutti

    opjutti Poweruser

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    @Bachstelze!

    Da hast du wohl recht, mit dem was du schreibst, aber annasprosse hat auch geschrieben, dass ihr "Kleiner" sie aussaugt und sie nicht mehr kann.
    Bei allem positiven, welches das Stillen bietet, muss man aber die Kehrseite betrachten. Und dort sitzt eine Mama, die nicht mehr kann und die ausgelaugt ist.

    Er hat sechs Monate die MuMi genossen. Jetzt will er immer mehr und saugt im 1,5 Std. Rythmus.
    Das so etwas eine Mama fertigt macht, kann ich mir gut vorstellen. Deshalb mein Einwand, dass auch eine Mama soviel gesunden Egoismus haben und dem Kind zeigt darf: Jetzt reicht´s, ich kann nicht mehr!!

    Ich habe damals nach 8 Wochen abgestillt. Ich sollte mir aufgrund einer Thrombose für 6 Monate Heparin spritzen.
    Nach 8 Wochen wusste ich nicht mehr, wo ich hinspritzen sollte. Jeder Spritze kostete mich echte Überwindung und ich heulte vor Schmerzen. Ich habe mich dann bei meinem Sohn entschuldigt und abgestillt. Genau zu diesem Kind hatte ich eine sehr große Bindung und er hat weder eine Allergie, noch sonstige Unverträglichkeiten entwickelt. Meinen Egoismus hat er mir verziehen.
    Übrigens: Aus meinen, nicht so lang gestillten, Kindern sind inzwischen wunderbare Erwachsene geworden!!
    ( *6/1991 + *6/1992)

    LG opjutti
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Bachstelze- du magst mit einem pürierten Schnitzel angefangen haben als Beikost. Das gab es bei mir erst, als meine ein Jahr waren. Aber auch das mag heute anders sein.

    Wann ist denn deiner Meinung anch der richtige Zeitpunkt für die Beikost und das Rediuzieren des Stillens? Wer bestimmt den? Das Kind? Oder die Mutter?

    Für mich spricht ein bisschen Verzweifelung aus den Worten der TE- zerissen zwischen dem großen Anspruch eine perfekte Mutter zu sein und den eigenen Bedürfnissen, der eigenen Erschöpfung.

    Elisabeth

    PS Während meiner KiKra-Zeit haben wir übrigens Kindern bei Bedarf auch die Flaschenkost gelöffelt, wenn der Sauger abgelehnt wurde. Wie hast du so schön geschrieben: es führen viele Wege nach Rom.
     
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