Sterilgutversorgung durch externe Dienstleister

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von kkdpfleger, 03.02.2010.

  1. kkdpfleger

    kkdpfleger Junior-Mitglied

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    Moin Leute,

    als unsere hauseigne ZSVA im September 2009 ihre Türen schloß wurde uns eine rosige Zukunft durch HighEndDienstleistungen vorhergesagt.

    Wie erwartet sind die Erwartungen nicht erfüllt worden.

    Ich will nun aber nicht auf die Probleme und Sorgen eingehen, die durch die extere Sterilgutaufbereitung entstehen.

    Vielmehr suche ich nach Problemlösungen (denn so schnell kommen wir aus die Kiste nicht mehr raus) und versuche auch einige anzubieten.

    Wie sind eure Erfahrungen, was konnte geändert und verbessert werden ?


    Glück Auf !

    :daumen:

    Klaus
     
  2. ExxonValdez

    ExxonValdez Junior-Mitglied

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    Moin Klaus!
    Gute Frage. Denke mal, dass ihr die Siebe numeriert und Packstandarts habt. Desweiteren könntet ihr ein System einführen für wichtige Sterilgüter (was sehr schnell wieder aufbereitet werden muss). Deutliche Beschriftung auf Einzelverpackungen. Ansonsten hilft nur beschweren, beschweren, beschweren wenns nicht läuft. Am besten die Chefärzte heiß machen. Dann wird sich das Rad schon drehen.
    Muss dazu sagen, dass wir eine ZSVA haben. Die ist allerdings sehr groß. Durch Standarts und Beschriftung der Sterilgüter haben wir das Problem ganz gut im Griff. Machmach sind die Optiken kaputt, oder falsch gepackt. Ansonsten sind die Siebe immer TipTop. Viel Erfolg
     
  3. dieEv

    dieEv Poweruser

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    Bei ausreichend vielen Sieben sollte die Auslagerung der Sterilisation nicht zum Problem werden.
    Hat man im Alltag sowieso schon immer mal wieder einen Engpass, weil z.B. 5 Knie-Arthros geplant sind, es aber nur 4 Siebe/Optiken gibt, wird's schwierig. Geht dann noch was kaputt oder wird unsteril, guckt man dumm aus der Wäsche. Haben die Organisateure das bedacht?
     
  4. kkdpfleger

    kkdpfleger Junior-Mitglied

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    Moin,

    mit der Anzahl der Siebe haben wir eigentlich keine großen Probleme (abgesehen von den Fehlplanungen der Operateure (siehe oben: 5 Arthroskopien mit 4 Sieben), denn von der Umstellung auf Extern haben wir unser Instrumentarium ausreichend aufgestockt (für über 300.000 Euro).

    Unser Probleme liegen hauptsächlich in der Unvollständigkeit der Siebe. Dabei fehlen nicht nur die kleinen Instrumente, die schon mal im Müll verschwinden können, sondern wirklich große Teile wie Luxationslöffel für Hüftköpfe oder Einschläger für Knieprothesen.

    Wir haben in den letzten Tagen unser Beschwerdemanagment überarbeitet und machen für einzelne Siebe Ausgangskontrollen.

    Tendentiell sind leichte Besserungen zu erkennen.


    Glück Auf!


    Klaus
     
  5. Bischi

    Bischi Junior-Mitglied

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    Hi,
    bei uns wurde auch die die hausinterne ZSVA vor einigen Jahren privatisiert und es gab große Probleme mit der Versorgung des Sterilgutes,da hilft nur GEDULD ,GEDULD ,GEDULD.........................

    Mittlerweile sind die Großen Probleme beseitigt durch viel Gespräche
    und nochmals Gespräche und es herrscht jetzt ein angenehmes Miteinander zwischen OP und ZSVA durch :
    ein sehr gutes kommunikatives Miteinander
    eine gut durch organisierte Ablauf-Dokumentation der ZSVA
    Freistellung der OP-Pläne für die ZSVA
    sehr gut geführtes Beschwerdemanagement
    Gespräche zwischen Ärzten und ZSVA-Leitung

    Kleinere "Pannen" passieren auch heute noch , aber durch den direkten
    Dienstweg werden daraus keine größeren!

    L.G. Bischi
     
  6. Mayo-Hegar

    Mayo-Hegar Senior-Mitglied

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    ICH hätte ja oft genug die Geduld, aber sach dat ma den Operateuren.
    Wer kriegt denn das Gebrülle ab, wenn entscheidende Instrumente, die vielleicht nur auf zwei Sieben sind und eins davon ist grade schon benutzt, fehlt?
    Wenn der Patient auf dem Tisch liegt und eingeleitet ist, bin wohl ich als Instrumentierender der, der die ****e abkriegt. Oder wird in solchen Fällen jemand von der ZSVA in den OP geholt, damit der sich die Klatsche persönlich abholen kann?

    Neee, neeee ich weiß nicht. Am besten klappt es immer noch, wenn das im Haus bleibt und man weiß, dass man sich auf seine Leute verlassen kann.
     
    #6 Mayo-Hegar, 08.02.2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.02.2010
  7. kkdpfleger

    kkdpfleger Junior-Mitglied

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    Moin,

    ich bin wirklich ein sehr geduldiger Mensch, aber irgendwo gubt es Grenzen.

    Die müssen nicht unbedingt beim Operateur liegen, der schreit zumindest mich nicht an. Wenn man aber am Freitagnachmittag im Bereitschaftsdient mehere Notfälle vor der Brust hat und von seinem externen Steri zur Antwort bekommt, dass die Grundsiebe vom Vortag noch nicht steril sind, dann ist Schluß mit lustig.

    Wenn die Patientenversorgung nicht sichergestellt ist, weil zur Aufbereitung der Siebe billige Amateure zum Einsatz kommen, dann wird die Geschichte langsam kriminell.

    Ich wäre froh, wenn wir noch unseren Haussteri hätten, mit allen seinen schwächen.


    Glück Auf!

    Klaus
     
  8. OP-Mietze

    OP-Mietze Stammgast

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    Wir haben zum Glück noch unseren Hauseigenen Steri unser Partnerkrankenhaus allerdings nicht.Deren Sachen gehen in nen Steri von nem Kooperationskrankenhaus von uns.Und die hatten Anfangs auch mächtig Probleme. Sachen fehlten auf den Sieben oder waren völlig falsch gepackt trotz ausführlicher Packlisten.Mittlerweile geht es besser. Die OP Leitung hat sich immer telefonisch beschwert beim Steri wenn etwas nicht stimmte,als das nicht fruchtete gings über die Geschäftsleitung.Auch war die OP Leitung mehrmals dort im Steri vor Ort und hat sich mit denen vom Steri zusammengesetzt um Probleme zu erörtern und Lösungen zu finden.
    Wenn denen im OP dann wirklich mal ganz dringend was fehlt und sie es nicht mehr steril vor Ort haben versuchen wir auszuhelfen und schicken die Sachen dann per Zivi oder Taxi dorthin (c.a. 20 Min Fahrtzeit).
    In ganz ganz dringenden Fällen gehn Sachen von uns auch schonmal mit der Feuerwehr raus. Und wenn wir Sachen nicht dahaben die in unserem "2 Haus" schnell benötigt werden oder umgekehrt dann wird auch schonmal ein anderes naheliegendes Krankenhaus angerufen und gefragt ob die einem aushelfen können
     
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