Steißbeinfistel - Nachbehandlung

Dieses Thema im Forum "Wundmanagement" wurde erstellt von Cruella Devile, 08.11.2009.

  1. Cruella Devile

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    Hallo liebe Leute,
    ich habe ein Anliegen bzw mache mir Sorgen und hoffe, das mir jemand helfen kann.

    Bei mir wurde vor zwei Wochen eine Steißbeinfistel entdeckt, die am 28.10.09 operiert wurde. Die Wunde ließen die Ärzte offen. Nachdem ich aus der Vollnarkose wieder erwachte, hatte ich keine wirklichen Schmerzen, außer diesen Druckschmerz. (Da ich den Druckschmerz im Halbtoten Zustand natürlich nicht richtig deuten konnte, habe ich einen Tropf mit Schmerzmitteln bekommen). Ich konnte mich normal bewegen und hatte kaum Probleme. Es wurde von Tag zu Tag besser und ich konnte sogar am nächsten Tag wieder auf dem Stuhlrand sitzen für ein paar Minuten. Am 30.10. war Verbandwechsel und danach durfte ich dann nach Hause. Wie gesagt, ich hatte keine Probleme, lediglich das sitzen und liegen fiel noch ein wenig schwer, aber das habe ich auch nicht anders erwartet.

    Am Montag ging ich dann zu meinen Chirurgen, der mir auch die Einweisung ins Krankenhaus gab. Auch diesmal ziepte es nur kurz, während dem Verbandswechsel. Er meinte dann zu mir, ich solle Donnerstag zum nächsten Wechsel wiederkommen. Zuerst dachte ich mir auch nichts bei und habe die Praxis wieder verlassen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch durchfuhr mich ein so heftiger Schmerz, das kann man sich nicht vorstellen. Von da an ließen mich die Schmerzen auch nicht mehr los. Ich konnte mich kaum noch bewegen und lag Mittwoch heulend im Bett. Abends hat mich dann mein Vater ins Krankenhaus gefahren, nachdem der Krankenwagen dies nicht machen wollte. Die Ärztin- super lieb, schlug erstmal die Hände über den Kopf zusammen, als ich ihr sagte, wann der Verband das letzte mal gewechselt wurde und wann er wieder gewechselt werden sollte.
    Sie machte mir dann einen neuen Verband, gab mir Schmerzmittel mit und ich durfte wieder nach Hause gehen. Die Nacht war so unangenehm, da die Schmerzmittel bei mir einfach nicht richtig anschlagen, die Schmerzen sind vielleicht zu 3 % weniger.

    Am nächsten Tag ging ich zu meinem Chirurgen. Während die Arzthelferin mir brutal den Verband förmlich vom Hintern riss, las sich der Arzt nicht mal den Brief richtig durch- maximal 2 Sekunden betrachtete er den Brief und die Wunde, danach ging er einfach.
    Die Helferin zerrte mir die Tamponage oder Kompressen (ist da ein Unterschied :-? ) aus der Wunde und machte die Wunde auf einer für mich eigenartiger Art und Weise sauber. Es fühlte sich an, als würde sie mit der Kompresse die Wunde auswischen, so als würde man einen Tisch abwischen- es tat sau weh. Dann kloppte sie mir die Kompressen wieder in die Wunde, ich lag da schon voll am weinen, da sagt sie doch zu mir ich soll mich entspannen- wie denn wenn ich Schmerzen habe?? Dann klebte sie diesen Klebestreifen drüber. Freitag war wieder genau dasselbe, außer das ich den Arzt diesmal überhaupt nicht zu Gesicht bekam.

    Jetzt übers Wochenende habe ich auch nichts mitbekommen, um mir ggf. den Verband selber zu wechseln..?! Ich mein, der Verband soll ja jeden Tag gewechselt werden und mir wurde auch nicht gesagt, was ich übers Wochenende machen soll..

    Ich habe mich dann mal im Internet informiert, einige Dinge gelesen über Steißbeinfisteln und überall höre und lese ich von Sitzbädern, ausduschen und Salben. Selbst meine Eltern und Bekannten kennen das mit den Sitzbädern aber mein Chriurg erwähnt diese nicht einmal. Nirgendwo steht was von bloßen Verbandwechsel, die ja bei mir nicht mal täglich ausgeführt werden. Jetzt ist Wochenende und ich darf wohl wieder ins Krankenhaus gehen wegen dem Verbandwechsel.
    Nun möchte ich gerne wissen, ist das richtig und normal, was der Chrirurg da mit mir veranstaltet? Ich habe große Angst vor einer Entzündung und ich weiß einfach nicht, wo mir der Kopf steht. Seit 3 Wochen schlafe ich nicht mehr richtig und diese Schmerzen machen mich wahnsinnig. Ich fühle mich total nutzlos weil ich einfach nichts mehr machen kann außer auf meinem Bett zu liegen und jede kleinste Bewegung tut mir dermaßen weh. Kein Schmerzmittel wirkt richtig- oder habe ich einfach eine andere Auffassung von Schmerzmitteln? Im Krankenhaus wirken diese Mittel sofort und ich merke dann garnichts mehr- aber wie schon gesagt, im Krankenhaus..

    Ich danke schon mal jetzt für jede Antwort und entschuldige mich, falls es so einen Thread schon geben sollte.


    Lieben Gruß
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich habe bei meiner Tochter ehedem den VW tägl. selbst gewechselt: um es vorneweg zu nehmen, es war ein teure Angelegenheit, weil der Doc zwar Verbandsmaterial verordnete- ich die aber selbst bezahlen musste.

    Wundtiefe zu Anfang ca. 2,5-3 cm. Wundduchmesser ca. 3x 4,5 cm. Wundgrund war Anfangs gelbl. belegt, reinigte sich aber unter Octenisept zusehends. Wundumgebung war nie gerötet.
    Anfangs habe ich mit Octenisept gespült und die Wunde mit einer antimikrobiellen Fettgaze ausgelegt und dann mit einem Tupfer (NaCl 0,9% getränkt) leicht austamponiert- Platte drüber, Mepore drüber= fertig.
    Später bin ich auf Anraten von Trisha umgestiegen auf: Spülung Octenisept, austamponieren mit Alginatstreifen (NaCl 0,9% angefeuchtet)- Platte drüber, Mepore drüber= fertig.
    komplette Wundheilungszeit: 6-8 Wochen

    Schmerzen hatte meine Tochter kaum. Sitzen hat sie in der Anfangszeit vermieden und fast nur gelegen.

    Elisabeth
     
  3. Cruella Devile

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    Gerade komm ich aus der Notaufnahme wieder.
    Genauso haben die mir das auch jetzt gemacht. Die Wunde wurde zum ersten Mal mit diesen Desinfektionszeug ausgespült. (Kann mir leider die Namen nicht merken). Mein Chirurg bzw. die Arzthelferin legt mir die Kompressen immer trocken rein und im Arztbrief steht jetzt auch, das er darauf verzichten sollte und das die Wunde eben halt ausgespült werden soll.

    Selbst die Wunde zu versorgen, bzw meine Mutter würde dies machen, geht leider noch nicht, meinte die Ärztin in der Notaufnahme. Meine Wunde ist ja noch frisch und gute 6 cm tief.
    Ich werde meinen Chirurgen wohl wechsel müssen...

    Lieben Gruß
     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ein versteh ich nicht: Hier schreibst du groß und breit was los ist, wies dir geht, was dihc stört und was du wissen willst.

    Und bei dem Arzt???

    Ich kann mir nicht vorstellen dass dir da alle nur sagen "Sag ich nicht" "Das ist halt so" ""hinlegen und Klappe halten".
    Irgendwie müssen die doch auf dich, deine Aussage und Fragen reagieren!?
     
  5. simi1985

    simi1985 Senior-Mitglied

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    Hi
    Also mein Mann hatte das auch schon mal war so tief das man echt bis zum knochen sehen konnte,
    Naja ihm wurde im Krankenhaus gesagt er solle es nur mit Wasser täglich 2 mal ausspülen, als er entlassen wurde bin ich eben wegen Schmerzmitteln zum Chirurg gegangen um das Rezept zu holen. Die Ärztin dort war total geschockt und hat mir dann auch ein Mittel aufgeschrieben das ich ihm rein tun soll zum desinfizieren (Name weis ich leider nich mehr) und es wurde auch nichts reingestopft sondern wir sollten immer nur außen drauf ne Kompresse legen, damit das ganze Zeug halt nich im Bett landet oder so
    Er hatte aber auch ziemlich starke Schmerzen, weil die Muskeln am Popo halt immer so gezuckt haben, ging aber nach ner Zeit wieder weg
    Hast du schon mal drüber nachgedacht noch zu nem andern Arzt zu gehn?
    Ansonsten wünsch ich dir gute Besserung und das du bald wieder fit bist
     
  6. der_basti

    der_basti Newbie

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    Hallo zusammen!

    Ich hänge mich mal hier mit dran...
    Ich bin heute den 12.Tag Post-OP und hatte heute meine erste Kontrolluntersuchung bei meinem Operateur. Ich war 3 Tage stationär ohne irgendwelche Komplikationen und seitdem schaue ich mindestens zweimal in der Woche bei meinem Hausarzt vorbei.

    Noch etwas vorweg: Ich habe mich bei meinem Chirurgen und auch auf der Station gut aufgehoben gefühlt. Ich wurde von einem Proktologen operiert, der mit mehreren Proktologen gemeinsam eine Praxis und eine eigene Station in der Klinik haben. Man merkt, dass alle dort wissen, was sie tun und dass es deren täglich Brot ist. Ich fühle mich also nicht schlecht beraten oder allein gelassen - wie es leider wohl hier schon einigen ergangen ist...

    Meine Frage: Ich habe zum Verbandswechsel 10 x 10-Kompressen und Lavasept-Gel bekommen. Das Gel geht leider zur Neige. Der HA benutzt zum Befeuchten der Kompressen NaCL 0,9%, der Proktologe empfahl mir Panthenol-Salbe. Bei der Kochsalzlösung hatte ich das Gefühl, dass die Kompresse austrocknet, wenn ich sie zu lange drin lasse. Hat jemand Erfahrung mit Panthenol im Einsatz in einer Wunde? Ich dachte, dass man die nur äußerlich anwendet?

    Danke und viele Grüße vom Basti. Und gute Besserung allen Leidensgenossen, irgendwann wächst wieder alles zusammen, was zusammen gehört :mrgreen:
     
  7. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Salben haben IN einer SOLCHEN Wunde nichts zu suchen. Panthenol-Salbe ist allemal brauchbar für oberflächliche Schürfwunden, Kratzer, leichten Verbrennungen.
    Für eine tiefe Wunde sollte man Wundfüller verwenden, die angefeuchtet werden und auch unbedingt feucht bleiben müssen. Nur feuchte Wunden heilen, eine ausgetrocknete Kompresse zerstört hochempfindliches neu gebildetes Gewebe, wenn man sie aus der Wunde heraus nimmt. Das kann auch sehr schmerzhaft werden.
    Also: Wundfüller verwenden, da gibt es sog. Alginate, die man vorher anfeuchten kann. Oder "cavity". Oder wenn die Wunde nicht mehr zu tief ist, aknn man nur ein einfaches Hydrogel verwenden und eine sekundäre Wundauflage verwenden.
    Einer sekundären Wundauflage bedarf es immer: z.B. eignen sich da saugende PU-Schäume.
    Oberstes Gebot ist die aseptische Wundbehandlung, alle Materialien müssen steril sein, um keime von der Wunde fernzuhalten, da keime die Wundheilung ser stark beeinträchtigen können, je nach dem, wie sie sich darin auch vermehren, sehr günstiges Milieu.
    Panthenol-Salbe ist nicht steril.
    Mit dem Lavasept-Gel warst Du ja schon sehr gut bedient. Großes Lob an die behandelnden Akteure. Aber wenn die Wunde keine Entzündungszeichen zeigt, brauchst Du kein desinfizierendes Gel mer zu verwenden.

    LG
    Trisha
     
  8. der_basti

    der_basti Newbie

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    Danke für die ausführliche Antwort. Da ich auch von anderen gehört habe, dass sie ihre Sinus-Wunden genauso septisch nachbehandeln sollen, scheint dies bei vielen Ärzten wohl eine gängige Vorgehensweise zu sein. Vermutlich aus Kostengründen?

    Würde ich denn etwas falsch machen, wenn ich in der jetzigen Phase der Wundheilung das Lavasept-Gel aufbrauche (auch wenn es eh nicht mehr antiseptisch ist)?

    Gibt es ein bestimmtes Hydrogel, was ich als Ersatz für das Lavasept benutzen könnte? Ich bin mir leider ziemlich sicher, dass meine Ärzte mir keine Alginate verordnen werden, solange es zu keinen Wundheilungsstörungen kommt...

    Grüße vom Basti
     
  9. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Hydrogele gibt es von verschiedenen Herstellern, einfach in der Apotheke nach dem günstigsten fragen.
    Der Grundsatz ist: die Wunde muss stets feucht sein, und es dürfen nur sterile Materialien verwendet werden. Auch das Einbringen der Materialien muss so erfolgen, dass keine Keime mit in die Wunde gelangen.

    Ärzte sind budget- und richtgrößengebunden, das ist von Arzt zu Arzt unterschiedlich, naja, das wäre hier jetzt zu viel zu erklären. Die einen können es sich leisten, die anderen nicht. Manche die es sich leisten könnten, haben Angst es zu leisten. usw.

    Gut wäre es, wenn Du irgendwo in eine Wundambulanz könntest, die können Dich gut beraten bezüglich geeignetem Material.

    Ansonsten ist es wichtig, dass die Wunde auch Ruhe hat, keinem Druck ausgesetzt ist und Du vermehrt Zink, Eiweiß und Vitamine aufnimmst, dass die Wundheilung fördert.

    LG
    Trisha
     
  10. Cruella Devile

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    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für eure Antworten.
    Seit letzte Woche Montag gehe ich zu einem anderen Arzt und siehe da, Schmerzen sind weg. Er hat die Wunde jeden Tag ausgespült und verbunden. Alleine das hat der andere Arzt nicht getan.
    Seit heute darf ich bzw meine Mutter den Verband selber wechseln und endlich darf ich wieder duschen :D
    Hoffentlich geht diese "Selbstversorgung" gut, bei sowas bin ich immer ein wenig skeptisch ;)

    Lieben Gruß und wer es braucht, gute Besserung ;)
    Ella
     
  11. Cruella Devile

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    Hallo hier ich nochmal,

    ich muss noch mal nerven :D
    Ihr könnt mich auch gerne hauen, weil ich mich wieder an euch wende, aber mein Arzt geht auf die Frage irgendwie nicht richtig ein.

    Ich soll ja die Wunde jetzt ausduschen und den Verband selber machen, bzw meine Mutter tut das zum Glück. Nun ist das aber so, seit gestern (22.11.) als meine Mutter mit dem Wasser an die Wunde gegangen ist, hat das viel mehr geblutet als das erste mal und nachdem ich aus der Dusche kam, ist mir mein Kreislauf auch in den Keller gegangen.

    Nun meine Frage, muss dieses ausduschen wirklich sein? Reicht das nicht, wenn meine Mutter da mit dem Octeinsept rangeht? Und, ist das normal das mein Kreislauf dadurch in den Keller geht und wovon? Wasser zu warm?

    Ich habe heute auch mein Arzt gefragt, aber mal abgesehen davon, das er mir heute so abwesend vorkam und nur kurz geguckt hat wie die Wunde aussieht, meinte er nur, das wir das sogar zweimal am Tag machen sollten.

    Sorry, ich weiß, eigentlich müsste ich mich an einem Arzt wenden, aber wie gesagt, mein Arzt geht auf die Frage irgendwie nicht so richtig ein, bzw er beantwortet nur, was das ausduschen bringt, das ich das halt machen soll und das das Wasser nicht schädlich für die Wunde ist. Aber ich bin momentan sehr beunruhigt und habe auch ein wenig Angst vor morgen, wenn meine Mutter da wieder mit Wasser rangeht.

    Lieben Gruß
     
  12. Neuron

    Neuron Stammgast

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    "wenn meine Mutter da wieder mit Wasser rangeht. "

    Frage an Doc: "Warum ist Wasser-Spülen nützlich wenn Wunde feucht ist?"
    Ist ja septisch, Wasser aus Leitung also toller Verdünner und schadet eben NIX oder doch? Dieses würde ich abklären versus Wunde in Ruhe lassen.
     
  13. der_basti

    der_basti Newbie

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    ...und? Wie gehts uns denn so??

    Hallo!

    Erstmal vielen Dank für die Tipps hier im Forum. Eine kurze Rückmeldung von mir (deshalb buddele ich den Thread hier mal wieder aus...): Die Wundheilung verlief bislang problemlos (toi toi toi :up:) und die Wunde ist von ursprünglich 7cm Länge, 3 cm Breite und 4-5cm Tiefe auf eine wenige mm tiefe, 1,5cm lange "Furche" verheilt - so sehe ich dass noch zumindest, wenn ich mir den Abdruck vom Wundsekret auf der Kompresse anschaue.

    Ich dusche weiterhin 2mal täglich aus und versorge seit meinem ersten Post hier die Wunde mit Hydrokolloidgel, was bislang nicht geschadet hat. Die Wunde ist schon wieder fast vollständig belastbar, mal sehen, was mein Operateur am Donnerstag sagt, der will mich auch nur noch alle 4 Wochen sehen.

    Interessant ist: Die Wunde fühlt sich warm an, aber nicht überhitzt. Und nur bei Wärme funktioniert ja die Wundheilung, wie ich hier im Forum gelernt habe :besserwisser: Erstaunlich nur, dass mir das erst jetzt auf den letzten Millimetern so auffällt. Ich kann die Wunde auch mittels Spiegel recht gut kontrollieren, weil sie so übersichtlich ist. Keine übermäßigen Schmerzen, keine Rötungen, alles zartrosa - bestes Fleisch!

    Wie ist es denn den anderen Leidensgenossen so ergangen? Sofern hier jemand noch mitliest. Ich finde das manchmal Schade, dass man nichts mehr hört. Aber ich kann auch verstehen, dass man sich mit dem Kranksein irgendwann nicht mehr beschäftigen will, wenn es einem besser geht.
    Vielleicht schreibt ja doch mal jemand ne Rückmeldung, würd mich freuen!

    Viele Grüße vom Basti.
     
  14. Cruella Devile

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    N'abend zusammen,

    hihi, meinen Thread hier hab ich fast vergessen :mrgreen:

    Ich habe meine Wunde nur sehr selten mit Wasser ausgespült, der Doc hat mich auch immer gelobt wie toll meine Wunde aussieht :emba:

    Sie ist schon gut klein geworden, aber wird wohl doch noch paar Wochen mehr in Anspruch nehmen, auch wenn der Doc meinte Februar - das ist mir viel zu optimistisch.
    Nun mache ich Kamillensitzbäder und muss einmal die Woche zum Arzt. Mich plagen momentan nur die ständige Juckerei, das macht einen echt Wahnsinnig. Wenn ich anfange zu kratzen kann ich nicht mehr aufhören, aber es tut auch weh - ein Teufelskreis. So ist das wenn es heilt..
    Ich kann auch endlich wieder fast normal sitzen und bin seeehr froh, das ich die schwierigste Zeit überstanden habe.. hoffe das ich bald wieder Sport machen kann und vorallem arbeiten, die im KKH haben ja in den Papieren da geschrieben das ich bis zur vollständigen Wundheilung warten soll - nun werd ich ja noch dicker :wut:

    Naja vielen Dank, das ihr mir so geholfen habt und ich hoffe, das ich mich wegen sowas nie wieder unters Messer legen muss.

    Lieben Gruß ^^
     
  15. Cruella Devile

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    Hallo, entschuldigt bitte, dass ich meinen alten Thread wieder ausgrabe. Fragt mich nicht, warum, aber ich verspüre gerade das Bedürfnis, diesem Forum mitzuteilen, wie das mit meiner Wunde weiterging. Die Kurzform: Im Oktober 2009 wurde ich am Steißbein operiert, näheres steht ja in meinem Eingangspost. Nun sind es 2 Jahre und 9 Monate und, wie soll das bei meinem Glück auch anders sein, die Wunde ist immer noch da. Geschätzte Stecknadelkopf groß, hat teilweise Schübe, wo sie nässt wie sau (oder blutet) ansonsten gehört sie irgendwie zu mir und will mich nicht verlassen... Im Februar 2010 hieß es von meinem nachbehandelten Arzt auf die Frage, wie lange es noch ungefähr dauern könnte, "noch etwa 6 Wochen".. Tja, Onkel Doc, das haben wir ganz knapp verfehlt. Wie auch immer, eins ist sicher. Sollte ich diesen Mist noch einmal bekommen - und bei meinem Glück wird es mir noch einmal über den Weg laufen - werde ich es gleich zu nähen lassen. Bei all den Problemen die ich bisher hatte, nein das tue ich mir nicht noch einmal an. & sollte irgendwann der Tag kommen, wo sich die Wunde doch noch dazu bereit erklärt, vollständig zu zu wachsen - ich werde diesen Tag feiern, wie ich noch niemals einen Tag gefeiert habe. Wie man sieht, es kann sich auch Jahre hinziehen und noch kein Ende in Sicht sein. Mein Wort zum Donnerstag.
     
  16. herbstzeitlose

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    Ich würde mir an deiner Stelle eine Zweitmeinung einholen, 6 Wochen liesse ich mir gefallen aber nicht knapp 3 Jahre und immer noch nicht zu. Es ist für mich unverständlich, dass du nicht aktiv wirst!
     
  17. Tamita

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    Hallo, ich habe ein Problem mit der Wundheilung nach Fistel-OP meines Freundes. Die Wunde war nach anfänglicher kompletter Schließung nach ca. 6 Wochen an zwei Stellen wieder aufgegangen. diese zwei kleineren Stellen sind dann wieder zugegangen (mit Gedult, Salben jod und enzymatisch). Jetzt, nach mindestens zwei Wochen des geschlossenen Ruhestandes hat sich auf einmal die Narbenfläche in der Mitte verändert. Das Gewebe wurde weich, die obere Narbenhaut wurde schließlich dünner und ist dann wieder aufgeplatzt. Jetzt öffnet sich der ganze Bereich, der sehr schwammiges Gewebe enthält (ca. 5 mm tief, aber noch nicht richtig abzuschätzen). Ist das noch oder wieder schlechtes Granulationsgewebe? Alles war recht fest und sah gut verheilt aus. Wir machen uns jetzt etwas Sorgen, was dieses erneute Aufgehen zu bedeuten hat. Man kann auch noch keinen "Grund" der Wunde erkennen, da recht viel des schwammigen Gewebes existiert und noch nicht alles "offen" liegt. Es wird sicher noch weiter aufgehen (ca. 2-3 cm Durchmesser). Zur Zeit machen wir wieder Enzymsalbe drauf, da das "schlechte Gewebe" ja wieder ganz weg muß und festes, gut durchblutetes Granulationsgewebe entstehen muss?!. Kann jemand was dazu sagen? Wie kommt es dazu? Kann tief in der Wunde etwas nicht stimmen, dass sich solche Erscheinungen immer wieder ergeben? Sollen wir besser wieder zum Arzt gehen? Wir würden gerne bald in den Urlaub fahren und nicht gesagt bekommen, dass das jetzt unbedingt ausgeschabt o.ä. werden muß. INFO: Nach der Fistel-OP war das Loch ca. 5 cm im Durchmesser und auch bestimmt 4 cm. tief. Der nachbehandelnde Arzt sagte nicht viel zu der Wundbehandlung (Ausduschen und Kompresse drauf) Dadurch hat sich die Wunde recht schnell geschlossen, aber ist deswegen vielleicht an vielen Stellen in der Tiefe mit zu schlechtem, weichem Gewebe durchsetzt. Weiß man eben nicht genau. Wir konnten das nicht wissen, wie wir es besser machen sollten. Später waren wir bei einem anderen Arzt in Behandlung, der die Sache ganz gut machte, aber eben auch nicht genau sagen konnnte, ob in der Tiefe alles supi ist. Konnte er ja auch nicht. Der Arzt ist jetzt im Urlaub. Daher die Frage nun hier im Forum. Über eine Idee würde ich mich freuen. Grüße, Tamita
     
  18. Eisenbarth

    Eisenbarth Poweruser

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    naja, ab zu einem dritten arzt, oder?
     
  19. matras

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    Da die Kristallkugel wieder mal an Narde ausgeliehen ist, kann ich Dir nur raten den jungen Mann zum Arztbesuch zu veranlassen! Ferndiagnosen sind leider sehr unpräzise.....;)
     
  20. Tamita

    Tamita Newbie

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    OK, aber vielleicht könnte mir jemand grundsätzlich erklären, wie oder warum solch schwammiges Gewebe entsteht? Vielen Dank, Tamita
     
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