Statistiken zur Masken-Beutelbeatmung

Dieses Thema im Forum "Interdisziplinäre Notfälle" wurde erstellt von Luki112, 06.11.2009.

  1. Luki112

    Luki112 Newbie

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    Hallo, ich habe einmal gehört das ca 80% des qualifizierten Personales keine vernünftige/ausreichende Masken-Beutel Beatmung zustande bekommt. Leider weiß ich die Quelle nicht mehr genau, deshalb wollte ich hier einmal fragen ob jemand diese Quellen kennt bzw. wie eure Erfahrungen mit der Masken-Beutel Beatmung sind. Liebe Grüße Lucas
     
  2. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    Also,im Zeitalter der regelmässigen CPR-Schulungen sollte das doch eigentlich kein Problem sein:-????Oder werde die nicht in jedem Haus angehalten??Ich kenne das jedenfalls nur so,dass man 1x im Jahr das Vergnügen mit der Puppe hat...auch das Intensivpersonal!!!

    Allen einen schönen Abend
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich würde nicht über die Brücke gehen wollen, die besagt, dass nach einer CPR-Übung an einer Puppe, und sei es auch einmal im Jahr, jeder in der Lage ist bei jedem Pat. eine sichere Masken-Beutel-Beatmung hinbekommt.

    Ich sehe uns noch bei einem Pat. mit einem fliehenden Kinn kämpfen mit der Maske.
    Die Realität ist selten puppenähnlich.

    @Lucas- die Daten sind mir leider nicht bekannt.

    Elisabeth
     
  4. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    Also,ich bin schon der Meinung,dass jeder in der Pflege Tätige,mit einem Beutel umgehen können sollte..ich weiss,dass dem nichtimmer so ist,was ich aber eher peinlich finde.Das die CPR-Schulungen nicht die die Situation (Routine)am Patienten ersetzten,ok,aber zumindest nehmen sie einige "Berührungsängste"....und der Ein oder Andere bekommt ein Gefühl für`s Drücken und für den Beutel.Das ganze 80% nicht wissen,was sie tun sollen...naja,finde ich sehr hochgegriffen,oder???
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wissen und Können ist nicht dasselbe. Wissen tuns wohl die meisten.

    Ich habe dei Anfrage so verstanden, dass die Problematik nicht im Wissen liegt sondern in der Problematik eine Maske dicht zu halten beim Beatmen- das müsste ja im Notfall z.B. auch mit nur einer Hand gehen- bedeutet ich kann nicht ständig nachfassen und korrigieren.

    Anatomische Verhältnisse die ebend nicht denen der Puppe gleichen- und wann gibts die schon mal- können das "bebeuteln" mehr als schwierig, wenn nicht sogar unmöglich machen.

    Elisabeth
     
  6. Gasmann

    Gasmann Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ich denke schon, das eine hohe prozentzahl an Pflegekräften keine effiziente Maskenbeatmung hinbekommt.
    Wenn man in der Anästhesie schon mehrfach Maskenbeatmung durchgeführt hat merkt man schnell, das eine Puppe nicht den Ernstfall simulieren kann.
    Maskenbeatmung ist nicht einfach, hierzu kommt Unerfahrenheit, Stress, ungünstige Lage des Patienten, schlechte Position des Beatmenden ...
    ´
    Letztendlich ist die Maskenbeatmung ja in den Empfehlungen ja auch reduziert worden, und wird in den neuen Guidelines sicherlich nochmals abgeändert, möglicher Weise geht man dann (falls Vorhanden) gleich zu einem Supraglottischen Atemweg (Larynxtubus S) über.
    Somit wird eine sichere Oxygenierung ermöglicht, und Magenüberblähungen vermieden.
    Nichts des do Trotz, müssen alle Techniken reglmäßig geübt werden, und das zu verwendende Material geprüft und beherrscht werden.
    Traurig aber wahr, Reakurspflicht für Pflegende aber nicht für Ärzte, welche ja die Entscheidungen treffen müssen.

    LG
    Gasmann
     
  7. Noreia80

    Noreia80 Gast

    Hi,

    hab mal ein bisschen gestöbert, weil mich die Frage auch interessiert. Es gibt diverse Studien, in denen Beutelbeatmung Teil der Untersuchung ist.

    Der Großteil beschäftigt sich mit der Frage, wie die Unterschiede zwischen „Beuteln“ mit Maske oder dem von Gasman erwähnten Larynxtubus, Larynxmaske, Kombitubus oder der herkömmlichen Intubation sind, oder wie der Unterschied zwischen „Handbeuteln“ und dem Nutzen von automatischen Beatmungshilfen ist.

    Das Ergebnis ist fast immer gleich: die Maskenbeatmer und die anderen Systeme sind beide effizient, lediglich bei den Beatmungsdrücken, den Tidalvolumina und Beamtungszeiten / -frequenzen zeigen sich Unterschiede.

    Es kommt darauf an, was Du als „qualifiziertes Personal“ verstehst. Es waren durch die Reihe Anästhesisten, Krankenschwestern, Rettungsassistenten und Medizinstudenten. Eine Studie in der konkret geschaut wurde, ob jetzt z. B. Krankenschwestern gut beuteln können, habe ich nicht gefunden (was selbstverständlich nichts heißt).

    Liebe Grüße Nore

    P.S. Mega-Code + Üben in der Einleitung ist für ein einigermaßen sicheres Beatmen in einer Notfallsituation m. E. unumgänglich. Wer nur das eine macht, der kann entweder nur Puppen gut beatmen, oder ist die einigermaßen stressfreie Beatmung in der Einleitung gewöhnt. Und so kommt es ganz schnell dass man jungen Assistenzärztinnen den Tipp gibt, es doch mal mit dem Drehen der Maske um 180° zu probieren :wink1:
     
  8. Luki112

    Luki112 Newbie

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    Hallo, hast du zufällig ein paar Links zu den Studien? Lg
     
  9. Noreia80

    Noreia80 Gast

    Hey, ja klar. Die Seite heißt Pubmed und hat so ziemlich jede Studie die in irgendeiner Zeitschrift erschienen ist gelistet.

    Stichwörter z. B.: bag valve mask ventilation bvm...

    Die Studien sind aber auch in der einschlägigen (deutschen) Literatur zu finden, z. B. bei "Der Anästhesist", "Notfall & Rettungsmedizin", "Intensivmedizin up2date", und so weiter uns sofort. Meistens fliegen die irgendwo im Krankenhaus rum (am Besten mal nachfragen).

    LG Nore
     
  10. Luki112

    Luki112 Newbie

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    Super, Danke Dir! Dann mach ich mich mal ans lesen :-)
     
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