SpO2 Monitoring - Fallstricke

Dieses Thema im Forum "Interdisziplinäre Notfälle" wurde erstellt von Dirk Jahnke, 27.12.2006.

  1. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin,Moin

    Ging unter

    http://www.krankenschwester.de/foru...ht-3.html?highlight=monitoring+spo2#post37987

    vor einiger Zeit um das quittieren eines technischen Alarms SpO2 und damit ausschalten der Überwachung.

    Hatte damals geäußert :

    Habe jetzt mit unserer neuen Anlage die Antwort : Philips

    Man kann daran tatsächlich nichts ändern - SpO2 ist solange deaktiviert bis ein Signal aufgefangen wird. Liegt die Sättigung unterm Bett wird wohl aber kein Signal kommen :fidee:
     
  2. narde2003

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    Hallo Dirk,

    verstehe ich es richtig, dass die Anlage, dann den Alarm endgültig quittiert, und nicht mehr erinnert?
    Ist dann die Sättigungsmessung komplett aus dem Monitorfenster raus, oder wie muss ich das verstehen?

    Ähm, ein unter dem Bett liegender Sensor hilft ja in der Regel nicht wirklich, allerdings habe ich auch schon Böden erlebt, die eine Sättigung von 80% hatten, allerdings war das eine etwas ältere Anlage.

    Schönen Abend
    Narde
     
  3. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Narde

    Genau - quittiert - SpO2 bleibt ohne Wert/Alarmierung aktiv bis irgendein Signal (kann auch ein Wackeln sein) ankommt - dann würde wieder ein Alarm erfolgen.
    Geht übrigens nur mit der Sättigung nach unserer Grundeinstellung. Alle anderen technischen Alarme sind wiederkehrend.

    Man kann die Sättigung also vom Finger nehmen und sauber verstauen ohne das nach Quittierung ein Alarm ertönt.

    Mann kann allerdings auch z.B. an der Zentrale quittieren und wenn die Sättigung sicher und ruhig liegt war es das :ccol1:

    Gab noch andere Überraschungen beim Umstieg Hellige auf Philips (im positiven aber auch negativen)
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Dirk,

    das sind ja nette Überraschungen, da bleibe ich doch bei unserer Anlage.
    Die nölt wenigstens wieder, ausser ich stelle den Alarm komplett aus.

    Wie heisst es so schön? Neue Anlage - Neues Glück - Überraschungen bleiben eigentlich selten aus.

    Schönen Abend
    Narde
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie ist die Einstellung des Parameters? Ich meine die Hierarchieeinstellung- wird der Alarm als lebensbedrohlich angegeben?

    Wie erfolgt die Überwachung der Atmung? Über Atemfrequenz? Was passiert, wenn dies nicht mehr abgeleitet wird?

    Elisabeth
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Elisabeth,
    die Atemfrequenz wird in der Regel nicht über die Sauerstoffsättigung gemessen.
    Ein Technischer Alarm, wird auch nicht als Lebensbedrohlich angezeigt, bei uns wird er als "grüner" Alarm gezeigt.
    Unsere Monitoranlage unterscheidet zwischen verschiedenen Alarmstufen in der Gefährlichkeit. Rot - Gelb - Grün wie eine Ampel.

    Allerdings schaltet sich ein quittierter Grüner Alarm auch wieder nach 2 Minuten ein, ausser ich nehme den Alarm komplett "raus".

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Mein Gedanke war, dass das Maschinchen unabhängig von der Sättigung die Atmung überwacht und Alarm gibt, wenn diese ausfällt... was ja logischerweise (fürs Maschinchen) bedeuten würde: Sättigungsabfall. Die Maschine überwacht also primär ev. die Ursache und nicht das Symptom?

    Elisabeth
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Elisabeth,

    ich kann ja nur für unsere Monitoranlage sprechen.
    Sättigung wird über einen Fingerclip abgeleitet.
    Atmungsüberwachung wird über das Heben und Senken des Thorax abgeleitet, also über die EKG-Elektroden.
    Wenn ich die Atemüberwachung eingestellt habe, und der Patient die eingestellten Grenzen über oder unterschreitet, werde ich unabhängig von der Sättigung einen Alarm bekommen.

    Ich kann mich also doppelt absichern.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Vieleicht ist das bei Phillps anders. Mna erhält ja auch nicht selten Fehlalarme- besonders bei unruhigen Pat..

    Für sinnvoll halte ich das sicher nicht. Wäre aber eine Lösungsmöglichkeit.

    Elisabeth
     
  10. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Elisabeth

    -Nur das die Atmungsüberwachung sehr unzuverlässig ist - besonders beim Schwerpunkt auf die Rhythmusüberwachung .

    -ein SpO2 Abfall muss nicht mit dramatischer Änderung der Atemfrequenz einhergehen - bei uns sind es meist keine zentralen Störungen.

    -eine Alarmierung durch die AF führt zu häufiger Fehlalarmierung mit entsprechender Abstumpfung gegen Alarmierungen

    Wir haben die AF nicht im Alarm - wird nur im Einzelfall scharf gemacht.
    Für die Sache mit dem SpO2 muss man halt die Kollegen sensibilisieren.

    Abhängig von der Patientensituation muss man ja auch häufig ohne SpO2 leben (schlechtes Signal).

    Kann mit der Sache leben nur alle müssen darüber Bescheid wissen. Quittiere ich einen Technischen SpO2 Alarm muss ich mich auch darum kümmern. Entweder Finger/Ohren Clip wieder anbringen oder Überwachung deaktivieren bzw. betreuende Pflegekraft informieren.
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Die Unsicherheit der Atemfrequenzüberwachung ist mir durhaus bewußt. Ich hab versucht mich in die Denkeweise von Phillips hinein zu bewegen. *g*

    *zynischan* Nur wenns ständig piept und schallt, ists ne echt intensive Intensivtherapie. *zynischaus*

    Wie ist das? Der SpO2- Sensor gibt einen Alarm. Der wird bedient. ... Oder wie? Dann geht Phillips wahrscheinlich davon aus, dass man das Problem erkannt hat und keine Intervention nötig ist. Ergo: ist der Wert dann ohne Bedeutung.

    Eigentlich nicht unbedingt ein Fehler der Hersteller... eher ein Fehler der Anwender. Ich mag diese vielen Fehlalarme- welcher Art auch immer- auch nicht, da sie dazu verleiten routinemäßig zu quittieren. 100 x ist der falsche SpO2 Wert von Fr. X... diesmal ists aber der richtige bedrohliche Wert von H.Y ... klick und erst mal Ruhe ist.

    Elisabeth
     
  12. Aloha

    Aloha Poweruser

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    Dirk,
    kann man da auch nix mit dem Kundendiensttechniker aendern???
    Oft sind ja doch einige Varianten moeglich, die sich aber nur dem ausgefeilten Profi erschliessen. Bei Installation einer neuen Anlage wird doch meist auf "Kundenwuensche" eingegangen. Vielleicht gibts im zentralen Menue noch Aenderungsmoeglichkeiten???

    Wenn nicht, ist eben nur wichtig, dass alle Mitarbeiter Bescheid wissen und sich auf die neue Situation einstellen.

    LG Aloha
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich denke, dass man generell dagvon weg kommen sollte, Alarme als "Beschäftigungstherapie" für Pflegekräfte einzustellen.
    Elisabeth
     
  14. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Aloha

    Jede Firma scheint da eine gewisse Philosophie zu haben.
    Nein das mit dem SpO2 ist nicht zu ändern.
    Haben uns vor Inbetriebnahme Punkt für Punkt durch die Grundeinstellung gearbeitet - Ziel war es die "Beschäftigungstherapie" zu vermeiden.

    Gerade die Arhythmieüberwachung ist immer gut dafür und wurde massiv entschärft. Ein wiederkehrender Alarm auf den niemand reagiert / reagieren muss hilft dem Patienten nicht und führt ja schließlich nur zum ignorieren aller Alarme.

    Grundsätzlich sind wir mit Philips übrigens sehr zufrieden :trinken:
     
  15. Aloha

    Aloha Poweruser

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    Hallo Dirk,

    ja, klingt, als habt Ihr euch gut auf die neue Anlage vorbereitet.

    Auf Beschaeftigungstherapie kann man ja wirklich gut verzichten!!! Und ein Ignorieren der Alarme kann boese ausgehen - wissen wir ja alle!

    Das Wichtigste ist wahrscheinlich, dass Ihr alle ueber die ausgewaehlte Grundeinstellung und ggf. ueber die Unterschiede zur vorhergehenden Monitoranlage informiert seid.
     
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