Sparwut gefährdet Maßregelvollzug

Ute

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Krankenschwester, Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege (FLP)
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[09.12.2004]

Sparwut gefährdet Maßregelvollzug


Die Einsparungen in den öffentlichen Haushalten gefährden zunehmend Sicherheit, Gesundheit und Therapieerfolge im Maßregelvollzug. "Die forensische Psychiatrie braucht deutlich mehr Geld, um ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen zu können", sagte Ellen Paschke, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), anlässlich eines Pressegesprächs in Berlin. Gegenwärtig seien die Kliniken und Einrichtungen des Maßregelvollzugs im Bundesdurchschnitt zu 130 Prozent ausgelastet und damit deutlich überbelegt. Bundesweit fehlten zirka 3000 Betten. Es bedürfe daher zusätzlicher Mittel im Volumen von mehreren Millionen Euro, um den Investitionsstau aufzulösen, die Sicherheitsrisiken für die Gesellschaft zu minimieren und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten dauerhaft zu verbessern, betonte Paschke. Im Maßregelvollzug sollen auf Grundlage der einschlägigen Gesetze drogenabhängige sowie psychisch kranke Straftäterinnen und -täter sicher untergebracht werden, die zum Teil intensiver Zuwendung, Aufmerksamkeit und professioneller Hilfe bedürften. Allerdings seien diese Anforderungen vor dem Hintergrund der chronischen Überbelegung und der Überlastung der Beschäftigten kaum mehr zu erfüllen. "Wir brauchen eine bundesweite Personalbemessungsgrundlage, die sich am Bedarf der Patienten orientiert. Außerdem muss eine Qualifizierungsoffensive für die Beschäftigten gestartet werden", forderte Jan-Hendrik Heudtlass, Bundesvorstandsvorsitzender. So könnten deutlich attraktivere Arbeitsplätze in der forensischen Psychiatrie für mehr Sicherheit, angemessene Betreuung und dauerhafte Therapieerfolge sorgen.

Herausgeber:
V.i.S.d.P.: Harald Reutter
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10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1010 bis -1017
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Quelle: www.verdi.de
 

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