Sozialdiensteinsatz

littlejess

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Hallo zusammen,

hab meinen Sozialdiensteinsatz (2.Lehrjahr) und bin enttäuscht. Ich hatte es mir lebhafter vorgestellt.Ist es immer so,dass man nur zum Kompressionsstrümpfe anziehen hinfährt?Oder während der Grundpflege daneben sitzt und wartet,dass man die Einlage reichen kann?Mal ganz zu schweigen über die Hygienerichtlinien.Kann jemand was dazu sagen, Erfahrungen oder ähnliches.Es ist immerhin ein achtwöchiger Einsatz-dann nur Strümpfe anziehen oder Medikamente richten-das unterfordert mich :cry1::(.
Oder stelle ich zu hohe Ansprüche?

littlejess
 

crystalsp

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mir ging es in meinem sozialstationeinsatz vor 1,5 jahren so ähnlich.
wir hatten nur med vorbei zu bringen,ats anziehen oder beine wickeln,ab und zu duschen/baden.ich habe mich sehr unterfordert gefühlt und fand es langweilig.
vor allem hatte ich schwierigkeiten mit den arbeitszeiten.meist war ich um 12uhr mittags wieder daheim,12 tage arbeiten,nur 2 tage frei.
als schüler braucht man einen guten mentor,der einem die arbeit nahe bringt.

ich fange morgen bei einer sozialstation an und habe eine recht abwechslungsreiche tour :-)
zwar auch körperpflege,ats und medis,aber auch bz-stix und insulingabe, peg + spk verband,dk wechsel.
 

littlejess

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also wird das die nächten wochen so bleiben?
stell ich zu hohe anforderungen?aber ich kann mich einfach mit dieser "leichten" arbeit nicht allzu recht abfinden...
über verbandwechel würde ich mich freuen,steht aber nur ein zystofixverband einmal die woche an...sonst auf keinen der beiden touren

littlejess
 

Nutella Woman

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Das kommt immer auf die jeweiligen Sozialstationen an & ihre momentanen Kunden. Es können auch andere Zeiten kommen... In der Zwischenzeit bleibt dir , glaube ich, nicht viel anderes übrig als zu Assistieren. Hoffe einfach darauf, daß von heute auf morgen andere Patienten aufgenommmen werden. :wink:

Aufmunternde Grüße,
Nutella Woman
 

littlejess

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vielen dank-dann hoff ich mal das beste.....

:nurse:


Hoffnung ist die letzte die stirbt!
 

stormrider

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als schüler braucht man einen guten mentor,der einem die arbeit nahe bringt.
Problem ist auch, dass der Mentor Zeit dafür haben muß. In Anbetracht der Situation in diesem Bereich ist das leider nicht grundsätzlich zu erwarten.

vor allem hatte ich schwierigkeiten mit den arbeitszeiten.meist war ich um 12uhr mittags wieder daheim,12 tage arbeiten,nur 2 tage frei.
Wer damit ein problem hat, sollte diesen Arbeitsberiech meiden. Das ist Gang und Gäbe, dass man mit solchen Arbeitszeiten konfrontiert wird. Noch schlimmer sind die Teildienste. Da wirst du morgens rausgeschickt und im Spätdienst gleich wieder.
 

crystalsp

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als schüler kann man sich gegen solche arbeitszeiten aber schlecht wehren :verwirrt:
 

Susanne Huber

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Ich habe erlebt, dass man im ambulanten Bereich den Patienten viel nährer kommt, auch den Angehörigen. Hier konnte ich erstmals die Krankheit/den Patienten im Gesamtzusammenhang (Körper, Geist, Seele) erfahren und kennenlernen.
In meinen Augen ist die ambulante Pflege die anspruchsvollere Pflege, da hier nicht jederzeit ein Arzt oder wenigstens ein Kollege zu Hilfe gerufen werden kann. (Rufen kann man schon...)
Allerdings "sieht" man vieles erst nach langer Berufserfahrung, daher würde ich persönlich nie unmittelbar nach dem Examen in der ambulanten Pflege arbeiten wollen.

Gruß Susanne
 

SrSa

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Augenklinik im Krankenhaus
Hallo zusammen,
ich bin seit einem halben Jahr in der amb. Pflege. Vorher war ich ein jahr im Krankenhaus nach meinem Examen.
Ich bin froh das ich erst ein Jahr Erfahrung im Krankenhaus sammeln durfte.
Fordenr tut mich die Arbeit auch nicht wirklich. BZ, Insulin,Medigabe, ATS und Grundpflege, alle zwei Tage ein VW, das war´s. Nicht grad fordernd.
Aber was will man machen, besser als Arbeitslos. Wobei der Netto Gehalt, auch nicht so das Wahre ist.
Hoffe, dass wieder bessere Zeiten kommen
 

Trisha

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Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
Schüler im Pflegedienst

Hallo,

ich war knapp 6 Jahre in der ambul. Pflege tätig. Des öfteren begleiteten mich Schüler und Praktikanten.
Je nach Lehrjahr bzw. Erfahrung erwartete ich von den Schülern eine gewisse Unterstützung und Mithilfe.
In den ersten Einsatztagen liess ich die Schüler erst mal "mitlaufen", um einen Ein- und Überblick zu bekommen. Ich erklärte dies und jenes.
Dann übertrug ich erst grundpflegerische Tätigkeiten, später auch Behandlungspflege - unter meiner Anleitung.

Es gab Schüler, die machten einen derart desinteressierten oder gelangweilten Eindruck, da habe ich aus Zeitgründen die Arbeit oft alleine gemacht. Okay, ambul. Pflege kann nicht jedem gefallen.

Wichtig aus Sicht des Schülers ist, dass man etwas gegen diese Unzufriedenheit tut. Man kann offen ansprechen, dass man mehr erwartet und mehr Tätigkeite übernehmen möchte. Immer fragen: "Was kan ich helfen, ich möchte was tun...!?" Man muß sich selbst aktiv einbringen, nicht abwarten bis es von alleine besser wird.
Das fällt nicht immer leicht - aber man kann es probieren.

LG
Trisha
 

Spritze

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Hallo, also ich habe 1,5 Jahre in der mobilen Pflege gearbeitet. Unterfordert habe ich mich eigentlich nicht gefühlt. Wenn halt das medizinische in den Hintergrund rückt, dann hatte ich halt Zeit für den Patienten als Mensch. Damit will ich sagen, dass mobile Pflege für mich nicht nur Med. geben, VW etc. war, sondern auch den Patienten im ganzen sehen. Mal zuhören, seine Probleme erfahren, mit Angehörigen sprechen, dass hilft manchmal mehr als eben nur Medizinisches. Mir hat die ambulante Pflege sehr viel Spass gemacht. Ich hätte mit Sicherheit auch nicht gekündigt, wenn die Arbeitsbedingungen etwas besser gewesen wären, sprich Lohn und Arbeitszeiten.
MfG Spritze
 

littlejess

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Hallo Spritze,

bei mir ist das leider so,dass die PK streng nach Plan fährt und wenig zeit für den Patienten zum unterhalten bleibt...find ich echt schade...

littlejess
 

Coke83

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littlejess schrieb:
Hallo zusammen,

hab meinen Sozialdiensteinsatz (2.Lehrjahr) und bin enttäuscht. Ich hatte es mir lebhafter vorgestellt.Ist es immer so,dass man nur zum Kompressionsstrümpfe anziehen hinfährt?Oder während der Grundpflege daneben sitzt und wartet,dass man die Einlage reichen kann?Mal ganz zu schweigen über die Hygienerichtlinien.Kann jemand was dazu sagen, Erfahrungen oder ähnliches.Es ist immerhin ein achtwöchiger Einsatz-dann nur Strümpfe anziehen oder Medikamente richten-das unterfordert mich :cry1::(.
Oder stelle ich zu hohe Ansprüche?

littlejess

ebenfalls schüler mitte 2.kurs. bin die erste woche mit einer examinierten "die extra für mich erstellte tour" gefahren, jetzt seit 3 wochen alleine. fahre also seit 4 wochen die selbe tour + mittagsdienst und ich wäre froh, wenn ich mal daneben stehen könnte und nur die einlage einlegen bräuchte.. selbst mit der examinierten kollegin, also zu zweit, haben wir die vorgegebenen zeiten bei den pat. nicht einhalten können. jetzt alleine - einfach nur lächerlich. nicht das mich die arbeiten bzw. pat. im einzelnen überfordern, aber zusammen betrachtet ist es eine katastrophe.. vor allem so lange und jeden tag das gleiche spiel.
 

Spritze

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littlejess schrieb:
Hallo Spritze,

bei mir ist das leider so,dass die PK streng nach Plan fährt und wenig zeit für den Patienten zum unterhalten bleibt...find ich echt schade...

littlejess
Hallo littlejess,
ich bin auch streng nach Plan gefahren und hatte genug zu tun. Nur wenn sich z.B. jemand unter Anleitung wäscht, oder beim Wohnungsputz (auch das haben bei uns die Examinierten gemacht) kann ich mich doch nebenbei mit dem Patienten unterhalten. Zum Kaffeschwätzchen blieb mir leider auch keine Zeit.
Mach das Beste daraus, und denk an die Patienten, manchmal ist die Schwester die einzige "Verbindung nach draußen".
Gruß Spritze
 

crystalsp

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ähm seit wann dürfen denn schüler alleine fahren?!
das wusste ich bisher nicht
 

griesuh

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Coke83 schrieb:
ebenfalls schüler mitte 2.kurs. bin die erste woche mit einer examinierten "die extra für mich erstellte tour" gefahren, jetzt seit 3 wochen alleine. fahre also seit 4 wochen die selbe gott verdammte drecks tour + mittagsdienst und ich wäre froh, wenn ich mal daneben stehen könnte und nur die einlage einlegen bräuchte.. selbst mit der examinierten kollegin, also zu zweit, haben wir die vorgegebenen zeiten bei den pat. nicht einhalten können. jetzt alleine - einfach nur lächerlich. nicht das mich die arbeiten bzw. pat. im einzelnen überfordern, aber zusammen betrachtet ist es eine katastrophe.. vor allem so lange und jeden tag das gleiche spiel.


Hallo,

seit wann dürfen Schüler alleine los fahren???

Die PDL dort steht auf sehr dünnem Eis.
Das ist das eine.
Das andere:
Wir haben den 8 Stunden Arbeitstag, wie lange willst du denn am Tag Arbeiten ?
Was hast du denn von der Altenpflege, bzw Krankenpflege erwartet, das es dich anko....., diese drecks--verdammte Tour??
Du suchst Stress, Belastung, Herrausforderung, Abwechslung, ???
Dann hättest du Rettungsasistent werden sollen. RTW oder NAW fahren, da ist immer was los.
Abgesehen davon, dass während der Ausbildung mit den Schülern schonend umgegeangen wird, ist der Berufsalltag doch ein bisschen anders gelagert wie die heile Ausbildungswelt.
Die schöne heile Welt der Ausbildung gibt es im Alltag nicht.
Diese Erfahrung musten wir alle machen.
Auch ich wollte die Pflegewelt verändern.
In meinem Umfeld mag es mir evtl im gewissen Rahmen, gelungen sein, doch das Alltagsgeschehen wird dich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück bringen.
Bei deinen Äusserungen und deiner Einstellung muss ich dich ernsthaft fragen, ist das der richtige Beruf für dich??

Nix für ungut, nicht persönlich nehmen
Grüße
 

Georgia

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Guten Morgen,
ich habe vor fast zwei Jahrzehnten den Beruf der Krankenschwester erlernt, weil ich die Patienten pflegen wollte. Heute ist sogar die Berufsbezeichnung in Gesundheits- und Krankenpflegerin geändert worden, obwohl mir persönlich Pflegefachkraft noch besser gefallen hätte.
Wenn man sich für diesen Beruf entscheidet, sollte einem die Pflege der Patienten am Herzen liegen und nicht schwerpunktmäßig die Durchführung ärztlicher Maßnahmen. Manche fühlen sich eben degradiert, wenn sie nur Pflegeleistungen ausführen müssen. Sie fühlen sich besser, wenn sie hochkomplizierte Verbände und Injektionen ausführen können und den Ärzten mit Desinfektionsmittel zur Seite stehen können. Die eigentliche Pflege wird dabei oft nur nebenbei erledigt.

Wir fahren tagein, tagaus die gleiche Tour - und das schon seit Jahren - es ist noch kein Mitarbeiter an Unterforderung gestorben und die Versorgung macht weiterhin Spaß. Bei der ganzheitlichen Versorgung sind jeden Tag neue Informationen zu beachten, d.h. jede Pflegekraft hat viel Eigenverantwortung und muss alle Abläufe regeln.
Georgia
 

littlejess

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Hey,

ich draf ja alles machen was gemacht werden muss und ich mach es ja auch gerne und ich nehme tipps von den Schwestern auch gerne an. Die letzte Touren habe ich allein gemacht. d.h eine Schwester war zwar dabei und ich habe die Patienten selbst versorgt.Dabei rede ich ja mit den Patienten und dann sagte die Schwester,dass wir zu lang gebraucht haben und sie Morgen die Pflege macht damit es schneller geht. Und ich habe für die Grundpflege,samt Spritzen von Heparin und anziehen und den Patienten aus dem Bett holen nur 20minuten gebraucht.Das ist nicht viel meiner Meinung nach!
Allein dürfen wir auch keine Tour fahren.

littlejess
 

stormrider

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Dabei rede ich ja mit den Patienten und dann sagte die Schwester,dass wir zu lang gebraucht haben und sie Morgen die Pflege macht damit es schneller geht. Und ich habe für die Grundpflege,samt Spritzen von Heparin und anziehen und den Patienten aus dem Bett holen nur 20minuten gebraucht.
Lass dich nicht irritieren. Ich gehe mal davon aus, dass der Patient auch gewaschen wurde. Dann sind 20 Minuten eine super Zeit.
 

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