Soll ich mich gegen H1N1 (Neue Grippe) impfen lassen?

Dieses Thema im Forum "Hygiene im Krankenhaus / Infektionskrankheiten" wurde erstellt von Elisabeth Dinse, 07.09.2009.

  1. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Schau mal meine Quellenangabe an- das sagt glaub ich genug aus. Irgendwie verstehe ich die derzeitige Panikmache nicht.

    Wenn ich die Herstellung von Impfstoff richtig verstehe. ist das demnächst zur Verfügung stehende Serum nur geeignet um sich gegen die derzeitige Variante des H1N1 zu imunisieren. Das wäre ja dann die derzeit eher als hatmlos eingeschätzte Variante (leichter Verlauf, wenig Todesfälle). Die Gefahr kann kommen, wenn das Virus mutiert- sich verändert. *grübel* Dann dürfte doch der Impfstoff nicht mehr wirken. Oder sehe ich das falsch?

    Und eigentlich ist dieses Virus doch eine Mutation von bereits vorhandenen Viren. Jedes Jahr wird gegen den Grippestamm des Vorjahres geimpft. Der Virus scheint aber so intelligent zu sein, dass er dies eher wöhl als sportlichen Wettkampf sieht und sich anpasst.

    Eigentlich reagiere ich doch nur, betreiben also keine Prävention. Vorbeugung würde ja bedeuten, dass ich in der Lage bin die Mutationen voraus zu sehen. Oder liege ich da falsch?

    Elisabeth
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Durch das Abtrennen ist ein Link zur Quellenangabe verloren gegangen, der m.E. nicht unwichtig ist: PEI Informationen für Journalisten

    Ich bin auf diesen Beitrag gestoßen als ich mich kundig machen wollte bezüglich der verwendeten Adjuvanzen. Der Beitrag lässt mich eher noch vorsichtiger werden und mich der Überzahl der Bundesbürger anschließen, die sich nicht impfen lassen wollen.

    Elisabeth
     
  3. -Claudia-

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    Ich überlege noch.

    Gegen die "normale" Grippe lasse ich mich jedes Jahr impfen. Ich lege keinen besonderen Wert auf eine Influenzaerkrankung (auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass ich dabei draufgehen würde) und vertrage die Impfung gut. Die einzige Nebenwirkung, die ich spüre, sind ein paar Tage Muskelkatergefühl um die Einstichstelle herum.

    Bei H1N1 weiß ich nicht, ob der knappe Impfstoff an mich verschwendet sein könnte. Verdachtsfälle auf Schweinegrippe kommen sicher nicht zu mir auf die Palliativstation, die Kollegen in der Notaufnahme sind da deutlich mehr gefährdet, was den Kontakt mit dem Erreger angeht. Insofern bin ich nicht sicher, tatsächlich zu einer Risikogruppe zu gehören.

    Wenn ich mir allerdings H1N1 hole und es noch auf meine Patienten übertrage, bevor ich mich ins Bett packe, ist das gar nicht gut. Die könnten die Infektion möglicherweise nicht überleben.

    @ Elisabeth: Man impft nicht gegen den Virus des Vorjahres, sondern gegen den aktuellen. Wie man an der Schweinegrippe sieht, taucht das Virus auf, bevor die eigentliche Schlechtwetter-Grippe-Zeit los geht. Wir hatten schon mal eine Influenza-Epidemie unter den Kollegen, da hat mich meine Impfung gut geschützt: Ich durfte andauernd einspringen. :wink1:
     
  4. Leann

    Leann Stammgast

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    Ich weiß noch nicht.....denke werd einfach die normale Grippeimpfung erstmal machen.
    Mir ist das noch zu suspekt...kaum getestet und irgendwie ich weiß auch noch nicht.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Der Impfstoff wird aufgrund der vorhandenen Viren des letzten Jahres erstellt. Es braucht eine gewisse Zeit bis man ein entsprechendes Serum entwickelt hat inklusive diverser Testreihen.
    Ob H1N1 diesen Winter wirklich die gefürchtete Pandemie auslöst bezweifele ich. Wenn der Erreger tatsächlich so gefährlich wäre, dann wäre die Pandemie längst am laufen.

    Bist du sicher, dass es sich um eine Influenza-Epidemie handelte? http://www.grippe-info.de/consumer/pdf/abgrenzung/abgrenzung.jpg

    Elisabeth
     
  6. -Claudia-

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    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es damals die (normale, ohne Schweine oder Vögel) Influenza war. Aber ich gebe zu, die Arztbriefe meiner Kollegen nicht gelesen zu haben. :-)

    Ich glaube auch nicht, dass H1N1 eine Pandemie gefährlichen Ausmaßes verursachen wird. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass die Erkrankungsrate in den Wintermonaten ansteigt, das tut sie sonst ja auch.

    Wie gesagt, ich lasse mich normalerweise zwar impfen, aber nicht, weil ich Gefahr für mein Leben befürchte. Für mich überwiegen die Vorteile (ich bin gesund, auch wenn in meiner Umgebung das Virus grassiert) über das bißchen Muskelkatergefühl an der Einstichstelle. Ich kann dann halt ein, zwei Tage nicht auf der betroffenen Seite schlafen, aber es gibt Schlimmeres.
     
  7. narde2003

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  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  10. -Claudia-

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    Oh man, im Hintergrund behauptet das Werbefernsehen gerade, der Reiniger XYZ beseitige "90% aller Bakterien und das Schweinegrippenvirus". Die machen auch vor nichts halt...:schraube:
     
  11. narde2003

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    hast du das Buch schon gelesen?
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Nein- muss ich mir erst besorgen. Ich denke aber, da ich das Buch unter einem anderen Blickwinkel lesen würde, würde ich wahrscheinlich nicht zum selben Ergebnis kommen wie du. Dein Blickwinkel ist "pro"- meiner "kontra".
    Es gibt nun mal keine Objektivität, keine Wahrheit- sondern nur eine Wirklichkeit (steckt das Wörtchen wirken drin).

    Auslösend für diesen Thread ist die Aufforderung meines AG sich impfen zu lassen- nett verpackt als Angebot, wie immer. Ich bin sehr zurückhaltend geworden, wenn man versucht mich von etwas zu überzeugen und dabei nur die halben aktuellen Erkenntnisse preis gibt. Meine Lebenserfahrung zeigt, dass ich bei zu schneller Zustimmung oft reinfalle. Ergo: Hintergrundwissen besorgen und versuchen diese zu bewerten.

    Elisabeth
     
  13. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    Ich hab mich da schon festgelegt und mich fürs NEIN entschieden.
    Habe mich vor 2 Jahren gegen die Influenza impfen lassen(bietet unser Betriebsarzt an)und war danach erst mal richtig krank.
    Die Erkältung kam dicke...(Fieber,Knochenschmerzen)und da ich sonst nie groß krank bin werd ich mich nicht impfen lassen.Lieber bei Wind und Wetter Fahrrad fahren & in die Sauna gehen.
     
  14. Sissi77

    Sissi77 Gast

    Huhu,

    also ich habe mich dies Jahr das erste mal überhaupt gegen die normale alljährliche Grippe impfen lassen. Dieser Impfstoff ist lang genug getestet. Aber der h1n1 Impfstoff ist mir nicht allzugut getestet und Lust, mich mit tierischen krebszellen impfen zu lassen habe ich auch nicht. jeder sollte selbst entscheiden ob er Versuchskaninchen für diese Impfung sein will oder nicht.
    Zumal der momentane Schw.virus recht harmlos ist, harmloser als die allj.Grippe!

    Wenn der Virus mutiert nutzen alle impfungen die es bis jetzt gibt eh nichts denke ich. Dann müssen wir durch!

    LG Sissi
     
  15. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Es ist absolut in Vergessenheit geraten, wie furchtbar vergangene Grippepandemien unter der Bevölkerung grassierten! Wider besseres Wissen (wir haben alle mal gelern wie aufwändig es ist Impfstoffe und auch ander Medikamente zu entwickeln und zuzulassen) werden Halbwahrheiten in die Welt gesetzt und weitergegeben. Wenn ich Angst hätte vor der Impfung würde ich das auch so zugeben. Aber - ohne Impfungen wären die Pocken nicht ausgerottet und Tetanus hätte seinen Schrecken nicht verloren. Aber bei der angebotenen Grippeschutzimpfung gegen die "Schweinegrippe" hallt eine Aufschrei durch Deutschland als wenn die Bundesregierung die kollektive Ermordung der Bevölkerung per Impfung angeboten hätte!!!
    Warum nur in drei Teufels Namen dieses Misstrauen und diese unkritische Ablehnung? Wenn tatsächlich soviele durch die Impfung einen starke Erkältung (Grippe?) erleiden mussten, warum wird das nicht bekannt? Warum hat es mich nicht schon wenigstens einmal genau so getroffen, der ich mich seit nunmehr 20 Jahren impfen lasse?!?

    Erinnert Euch - Ihr müsst Euch nicht impfen lassen. Es passt niemand auf wer sich nicht impfen lässt. Daher müsst Ihr Euch auch nicht solche Ausreden einfallen lassen, wie: von einer Influenzaimpfung habe ich mal eine ganz schlimme Erkältung bekommen - oder: der Grippeimpfstoff ist nicht ausgereift (er wurde ja auch nur mehrer Millionen mal auf der Welt verimpft!)......

    Gruß Matras
     
  16. Noreia80

    Noreia80 Gast

    Jein. Mutation ist nicht gleich Mutation. Das Genom des Influenzavirus muss man sich wie eine Buchreihe vorstellen (also die ganzen Infos stehen darin, z. B. der Brockhaus). Die Buchreihe ist in mehrere Bücher unterteilt. Eine Mutation wäre z. B. , wenn ein Wort geändert wird. Das ist bei der saisonalen Grippe der Fall, deshalb werden die Impfstoffe jährlich angepasst. Der Fachausdruck dafür ist Drift.

    Eine andere Mutation wäre, und das ist bei der neuen Influenza passiert, dass ein Buch ausgetauscht wurde, und zwar aus einer komplett anderen Buchreihe. Das nennt man dann Shift.

    Der Impfstoff deckt leichte Driftvarianten ab (in klinischen Studien getestet, allerdings gibt’s selbstverständlich keine 100%-ige Sicherheit) D. h. selbst mutierte Viren werden erkannt und vernichtet. Sind die Mutationen zu groß, oder kommt es gar zu einem Shift, dann wirkt der Impfstoff auch nicht mehr, von daher siehst Du das richtig.

    Dazu verweise ich auf folgende Seite des PEI: PEI Pandemische (H1N1) 2009-Influenza (Schweinegrippe)

    Und Du wirst NICHT mit tierischen Krebszellen geimpft, keine Angst. Und Versuchskaninchen haben schon andere gespielt. :-)

    Dann gehe ich mal davon aus, dass Du gegen die alljährliche Grippe geimpft bist. Wie alle hier? :wink:




    ---------------------------------------------------------------------

    Ich denke Claudia hat den Grund genannt, warum gerade wir uns impfen sollten:

    P. S. man sollte Erkältung und Grippe nicht durcheinander schmeißen. Gegen die Grippe impft man, d. h. aber nicht, dass ich dann keine Erkältung bekommen kann. Aber vor der Grippe bin ich geschützt (höchstens ich habe mich schon infiziert und meine Impfung fällt mit dem Ausbruch zeitlich zusammen). Und die Reaktionen nach der Impfung können bei jeder Impfung auftreten, da mein Immunsystem ja aktiviert wird.

    Liebe Grüße Nore

    @Matras: jaja, die Deutschen und das Thema Impfung. Ich sag nur Windpockenparty und "was mich nicht umbringt macht mich nur stärker". :D
     
  17. narde2003

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    Wilfried Witte
    Tollkirschen und Quarantäne
    Die Geschichte der Spanischen Grippe


    Ich empfehle nach wie vor dieses Buch zu lesen, es berichtet über die Spanische Grippe (nicht im Stil der Bildzeitung) wie alles begann und warum dann doch 300.000 Menschen daran verstorben sind, es war anfangs ja auch total harmlos...

    Diese 300.000 Menschen sind nicht verstorben weil sie mit "fiesem und hinterhältigen" Impfstoffen "verseucht" wurden. Diese Menschen starben, weil es keinen Impfstoff gab und weil die Behandlungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt waren.
     
  18. Sissi77

    Sissi77 Gast

    Habe ich gelesen den Link. Aber wo steht da das KEINE tierischen Krebszellen enthalten sind?? Und was ist mit den Impfstoffen die in ähnlicher schneller Art u Weise vor jahren zb in USA hergestellt wurden und dann schnell wieder vom MArkt genommen wurden wegen derber Nebenwirkungen??? Diese Menschen warten heute noch auf Entschädigung!
    Ich habe mich das erste mal gegen die normale Grippe impfen lassen in der Hoffnung sie mildert auch die Symptome der H1N1 Grippe. Denn dieser Impfstoff wird seit Jahren hergestellt u ist ausreichend erprobt.
    Oder weißt du ob er in gleicher Weise wie der Schw.grippeimpfstoff hergestellt wird???

    LG Sissi
     
  19. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Sissi,

    woher nimmst du diese Information bezüglich der Krebszellen?

    Verwirrte Grüsse
    Narde
     
  20. Noreia80

    Noreia80 Gast

    Dass da keine Krebszellen verimpft werden stammt von mir. Würde das denn Sinn machen? Man spritzt Eiweißstücke des Influenzavirus. Diese Stücke werden in Hühnereiern angezüchtet, das Verfahren wird bei den bis jetzt bestellten Impfstoffen angewendet (steht auch im Artikel). Das Pharmaunternehmen Novartis nutzt wohl Zellkulturen zur Produktion (im Gegensatz zu Eiern). Diese Zellen könnten tatsächlich Krebszellen sein - das weiß ich aber nicht. Sinn würde es machen, da sie sich schnell teilen und somit viele vorhanden wären. Gespritzt werden aber nicht die Zellen, sondern das Virus, bzw. Teile davon, die in diesen Zellen heranwachsen. Wenn es Bedenken in diese Richtung gibt, dann vermutlich in Richtung etwaiger unklarer allergischer Reaktionen, oder das versehentliche Verspritzen von Krebszellen (die nicht gescheit beseitigt wurden) - das wäre denkbar, die Sicherheitsvorkehrung dürften dementsprechend hoch sein (gibt es ja nicht erst seit heute).

    Die USA-Geschichte ist auch beim PEI kommentiert. PEI Pandemische (H1N1) 2009-Influenza (Schweinegrippe) unter "Schweinegrippe 1976 in den USA". Die Bedingungen heute sind anders (Adjuvantien, Spaltvirus), allerdings ist es bei einer Impfstoffeinführung immer so, dass man erst in der breiten Anwendung seltene Nebenwirkungen (auch wie in diesem Falle schwere) aufdeckt. Das kann auch beim neuen Impfstoff passieren.

    Die "normale" Grippe (saisonal) wird genau wie die der "Schweinegrippe" (pandemisch) hergestellt. Wie die Herstellung funktionierte interessiert aber unseren Körper nicht wirklich, lediglich die Immunantwort. Und wie die auf einen theoretisch neuen, unbekannten Fremdkörper (Virus) reagiert, kann man nur aus der Erfahrung der anderen Grippeimpfstoffe schätzen, und in Studien nachweisen. Das wurde gemacht, allerdings wie anfangs gesagt - es macht einen Unterschied ob man 50.000 oder 50 Millionen Menschen impft - da wird man selbstverständlich seltene Nebenwirkungen finden.

    Vielleicht kommt gar keine zweite Welle, wir impfen uns und einige haben danach Schäden. Vielleicht impfen wir uns nicht, eine zweite Welle kommt und es sterben Millionen. Wer weiß das schon. Ich vertraue, notwendigerweiße, Experten die sich seit Jahrzehnten damit beschäftigen und mit Sicherheit nicht fahrlässig Impfempfehlungen aussprechen. Naja, ein Nein oder Ja zur Impfung ist eine persönlich Entscheidung.

    LG Nore
     
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