Solidarisierung der Pflege / Pro Pflegekammer

Dieses Thema im Forum "Werbung und interessante Links" wurde erstellt von Pflegeimaufbruch, 12.12.2007.

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  1. Pflegeimaufbruch

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    An alle Pflegende

    Studenten der FH-Osnabrück möchten Berufspolitisch aktiv werden!

    Zur Diskussion steht der Zusammenschluß aller Pflegende - Krankenpflege, Altenpflege, Hebammen, häusliche Pflege, ...- im Gesundheitswesen zur Gründung einer Pflegekammer!
    Durch eine jetzt startende Unterschriftensammlung möchten wir auf der Website
    Pflege im Aufbruch
    alle Pflegende aufrufen sich an der Aktion zu beteiligen.
    Auf der Website sind unsere Forderungen aufgelistet (Politik, Verbände, ...) und ein Artikel, der in den nächsten Wochen veröffentlicht wird!
    In dem Artikel wird die Notwendigkeit der Pflegekammer für die Pflege dargestellt, und die Problematik der Politik und Verbände.
    Die Teilnehmerliste zeigt wer und wieviele sich schon daran beteiligt haben.
    Je mehr sich daran beteiligen, um so mehr werden wir politisch auch wahrgenommen.

    Bitte meldet euch, denn jetzt müssen wir was tun!!!

    Pflege im Aufbruch__Gemeinsam stark!
     
  2. Flocky

    Flocky Junior-Mitglied

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    Von der Notwendigkeit der Solidarisierung in der Pflege ,bin ich überzeugt, allerdings muss ich sagen dass euer Internetauftritt mich bisher nicht wirklich überzeugt. Mit fehlen konkrete Ansätze das Geforderte, nämlich die Solidarisierung umzusetzen.
    Ich denke nicht, dass eine deutliche Absenkung der Mitgliedsbeiträge automatisch zu einer Steigerung der Mitgliedszahlen führen würde. Das Argument „kein Geld „ scheint mir oftmals nur vorgeschoben, wobei ich natürlich niemandem tatsächlich absprechen möchte, dass er tatsächlich im Zeitalter sinkender Realeinkommen mit jedem Cent rechnen muss. Allerdings die jetzige Aktion „Uns reicht´s“ zeigt mir mal wieder dass ein grundsätzliches Interesse fehlt, denn eine Unterschrift zu leisten kostet weder Geld noch Zeit, und trotzdem ist es teilweise sehr schwierig und manchmal sogar unmöglich die Kollegen zu motivieren, ihre Unterschrift zu leisten.“ Das bringt ja sowieso nicht „ ist das häufigste Argument, dass ich auf meiner Jagd nach Unterschriften zu hören bekomme oder auch immer wieder gern gehört „ wer soll das bezahlen?“
    Ich halte es schon für möglich bei Doppelmitgliedschaften, wie zum Beispiel Gewerkschaften und Berufsverband oder Fachverband und DbfK über ermäßigte Gebühren nachzudenken. Oder auch das eine Mitgliedschaft im Berufsverband gleichzeitig eine Mitgliedschaft im Förderverein zur Bildung von Pflegekammern beinhaltet, oder zumindest eine freiwillige Registrierung, aber ich denke für eine vernünftige Verbandsarbeit sind die Mitgliedsbeiträge notwendig. Allerdings fehlt mir von den Berufsverbänden die Verbandsarbeit vor Ort. In den Krankenhäusern sind sie in meinen Augen nicht präsent genug. Ich würde mir ein System wie das der „Vertrauensleute“ von Verdi wünschen. Schon allein damit die Kollegen innerhalb eines Hauses überhaupt wissen, wer ist Mitglied im Berufsverband und wen kann ich da ansprechen.
    Den Dachverband, den deutschen Pflegerat gibt es schon, und eine Zwangsmitgliedschaft der einzelnen Verbände scheint mir auch hier sehr schwierig. Hier kann man letztendlich auch nur etwas erreichen wenn man die Kollegen dazu motivieren könnte überhaupt Berufsverbänden beizutreten, und dann nur in solchen, die dem deutschen Pflegrat angehören.
    Denn das schwierigste erscheint mir tatsächlich die Pflegenden selbst zu erreichen, und wenn dann noch dazu zu bringen eine Linie zu vertreten. Ich bin in diversen Foren unterwegs und bin auch ständig mit meinen Kollegen im Dialog und wenn ich da so manche Diskussion verfolge, macht mir das Kopfschmerzen.
    „Was ist Pflege „ und „Was will Pflege „ das sind die zentralen Themen an denen sich die Geister scheiden , und auch jetzt in Zeiten zunehmender Überforderung sind Pflegkräfte eher bereit sich gegenseitig zu zerfleischen , als sich gegenseitig zu helfen oder gar sich zu solidarisieren und sich zu wehren.
    Die Aufforderung der politisch Verantwortlichen die Verkammerung des Pflegeberufes auf den Weg zu bringen unterstütze ich allerdings möchte ich hier noch weiter gehen. Ich weiß das die Forderung nach Kammern auf Landesebene den Föderalismus geschuldet ist , allerdings gehört in meinen Augen die Verkammerung im Kankenpflegegesetz verankert und hätte damit bundesweit Gültigkeit .Ansonsten würden Länderkammern entstehen , die wiederum sich einigen müssten und das ist in meinen Augen nicht effektiv. Zentrale Aufgaben der Kammer wäre die Definition des Berufsbildes, das heißt die Festlegung von Aufgaben auch und insbesondere Vorbehaltsaufgaben und auch Kompetenzerweiterung. Und die Festlegung und Überwachung von Ausbildungsinhalten sowie den Aufbau und Gliederung der einzelnen Qualifikationsstufen. (wie das mit der Zuständigkeit für neu erschaffene Berufsbilder wie z.B. OTA oder CTA oder auch ATA, ist denke ich auch zu klären, denn hier gibt es zum einen Überschneidungen zum Anderen aber auch die Notwendigkeit einer klaren Abgrenzung) Hier sehe ich die Notwendigkeit einer Zwangsmitgliedschaft, denn nur über diesen Weg kann man tatsächlich alle Pflegekräfte erreichen. Gerade diese Zwangsmitgliedschaft schreckt viele Kollegen in den Diskussionen eindeutig ab, und wird auch von politischen Funktionären, gegen eine Kammerbildung instrumentalisiert. Instrumentalsiert.
    Ich gehen also mit den euren Forderungen überwiegend durchaus konform und bin auch gerne bereit euch zu unterstützen, nur sehe ich bisher noch keine konkreten Ansätze wie die Mobilisierung der Massen stattfinden soll. Nach meinem Erleben in meinem Alltag ist es so dass vielen Kollegen durchaus bewusst ist, das sie mit dem Rücken zur Wand stehen , und das sie das was sie tun letztendlich kaum oder gar nicht mehr vor ihrem Gewissen vertreten können aber ich erlebe in erster Linie einen Rückzug in eine Art , zumindest einer Vorstufe einer innern Kündigung. Sie versuchen den Arbeitsanfall in irgendeiner Form zu bewältigen und dazu werden allgemeingültig Standards entweder ignoriert oder zumindest so sehr gedehnt, dass von ihrer Zielsetzung leider nichts mehr übrig bleibt. Und das macht jeder für sich oder auch in kleinen Gruppen, und da jeder einzelnen oder jede Gruppe eigene Prioritäten setzt kommt es zu Reibereien mit anderen Gruppen und auch mit Patienten und Bewohnern. Bis vor kurzem hat man noch versucht sich einiges schön zu reden aber auch das gelingt mittlerweile häufig nicht mehr , und übrig bleiben völlig demotivierten frustrierte und ausgebrannte Kollegen die beinah täglich an Ihre Grenzen und teilweise auch darüber hinaus gehen , und die kann ich dann auch verstehen , wenn sie dann noch Familie und Kinder haben , dass sie dann sagen „wenn ich hier raus bin will ich nichts mehr hören und nicht mehr sehen“ .
    Viele von den Kollegen, mit denen ich spreche, wissen sehr wohl dass das vom Ansatz her falsch ist ,aber sie haben einfach keine Kraft mehr und können auch in Zerklüfteten Verbandslandschaft nicht den Verband finden ,von dem sie sich vertreten fühlen.

    Ich bin gerne bereit euch zu unterstützen mir fehlen aber noch konkrete Projekte, die auf eine Umsetzung der Forderungen hinzielen.
    Mit freundlichen Grüßen
     
  3. Pflegeimaufbruch

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    Erst einmal Danke, dass du darauf geantwortest hast, denn das ist der erste Schritt um sich damit auseinanderzusetzen! Dein Artikel spiegelt genau das wieder was wir kritisieren. Siehe Artikel auf unsere Website! Wir freuen uns immer auf konstruktive Kritik und nur so können wir uns weiter entwickeln! Unser Internetauftritt ist der Anfang dieser Aktion. Diese Seite ist auch erst zwei Wochen alt. Da wir nicht die finziellen Voraussetzungen, wie die einzelnen Verbände haben, die ja monatliche Zahlungen verlangen, möchten wir eine kostenlose Aktion starten. Außerdem ist für uns eine Unterschriftensammlung in der Größenordnung nur über das Medium "Internet" möglich. Natürlich hoffen wir eine rege Teilnahme, die wir durch den Artikel (PDF Datei) - der in den nächsten Wochen veröffentlicht wird - Bundesweit erreichen möchten. Desweiteren muß solch eine Aktion durch jeden getragen werden z.B. durch E-Mails verteilen, denn es geht um jeden Einzelnen. Andere Aktionen können wir starten, wenn wir wirklich eine gewisse Anzahl an Mitstreitern haben. Nur so sind Gewerkschaften entstanden.

    1,2 millionen Pflegende gibt es und nur 10% sind in einem Verband von vielen. "Wo ist der Rest?" Mal angenommen wir erreichen nur 3%. Dann sind wir immer noch stärker als viele ander Verbände und wenn wir bei der utopischen Zahl von 10% (120.000) liegen, dann sind es mehr als alle andere zusammen(Siehe unser Artikel (Erhebung Nov.2007)). Ich denke,dann verschaffen wir uns Gehör. Allein bei mir im Bekanntenkreis kenne ich sehr viele, die sich von der Gewerkschaft und den Verbänden getrennt haben. Nur ganz wenige sind noch Mitglied. Warum? Wie du schon sagtest, sind deren Interessen nicht konform mit dem was von der arbeitenden Pflege gefordert wird. Und wenn mal eine Aktion gestartet wird, dann sind das Teilaktionen, die die VIELEN Probleme der Pflege nicht lösen. Ich habe den Eindruck, dass die Verbände gar nicht "MEHR" wollen, denn wer sägt schon an den eigenen Stühlen. Der Pflegerat ist eine gute Institution. Sie möchte aber nicht als Pflegekammer gesehen werden. Aber auch im Pflegerat sind Mitglieder, die aus anderen Verbänden kommen. Und da sind wir wieder bei der Frage:
    "Wer will schon am eigenen Stuhl sägen?"

    Tja, Kollegen, das ist auch so ein Thema. Viele kommen morgens mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Meckern hier, meckern dort. Aber keiner möchte auf die Straße. Nun habe ich in den letzten Tagen mehrere Gespräche geführt und habe fast alle ins Boot bekommen!!!
    Natürlich hat das mit viel Arbeit zu tun, aber wie sagt man doch: "Der stete Tropfen höhlt den Stein!".
    Und die Anmeldungen werden von Tag zu Tag mehr!

    Auch deine Zeilen über die politischen Veränderungen und Akzeptanz für die Pflege ist unser Ziel!!!
    Nur der Vorgang ist ein langer Prozeß! Ersteinmal müssen wir die Masse der Pflege erreichen und so viele wie möglich für diese Aktion gewinnen. Das soll durch Mundpropanganda, untereinander E-Mails verteilen, Veröffentlichung des Artikels und die Teilnahme an Foren wie dieses, passieren.

    Die Aufgaben der Pflegekammer ergeben sich automatisch.
    In deinem Text weist du ja schon auf die wesentlichen Punkte hin! Aber ich finde das noch zu wenig:
    • Berufspolitik
    • Tarifrecht
    • Gesetze
    • Personal- und Arbeitsrecht
    • Aus-, Weiter- und Fortbildung
    • Pflegewissenschaft u.s.w.
    Außerdem haben wir momentan viele Fürsprecher:
    • Gutachten des Sachverständigenrat 2007
    • Pflegethermometer 2007 (dip)
    • Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (Vergabe des Heilberufsausweis an die Pflege)
    nur um einige zu erwähnen.

    Wie gesagt, melde dich und schreibe uns!
    Für konstruktive Kritiken, Tipps aller Art nehmen wir uns gerne an.

    Gruß
    Pflegeimaufbruch
     
  4. minilux

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    wie kommt ihr darauf dass Ulla Schmidt eine Befürworterin ist??
     
  5. flexi

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    Hallo zusammen,

    ihr könnt sicher die Inhalte anderer Webseiten auch dort diskutieren.

    Danke für euer Verständnis!
     
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