So unglaublich sozial in einem sozialen Beruf

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Biatain, 15.03.2016.

  1. Biatain

    Biatain Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    11.03.2016
    Beiträge:
    57
    Zustimmungen:
    11
    Hallo miteinander,

    Dieser Startbeitrag hier ist mal wieder das Paradebeispiel:
    Soviel Beschränktheit in der Pflege

    Ich frag mich schon seit einigen Jahren Tätigkeit in der Pflege, wie oft mir Kollegen schon begegnet sind, die Pflegebedürftigen so empathisch, sensibel, verständnisvoll und zuvorkommend begegnen können, ihren Kollegen aber so bösartig, missgünstig, niederträchtig und lästerlich gesinnt sind.
    Juchli sagte mal " Ich pflege als der der ich bin".
    Wenn das stimmt, und das Menschenbild so verkümmert ist, Kollegen permanent das Allerschlechteste anzudichten, mit Müll zu überschütten und garkein gutes Haar an ihnen zu lassen, dann frag ich mich, mit welcher Motivation steht man eigentlich morgens auf und leistet da draußen diesen Stress.
    Ich vermisse Rücksichtnahme, schwächere mittragen zu können, Verständnis füreinander.. gerade ein sozialer Beruf sollte das voraussetzen.
    Für mich ist das Essentiellste im Beruf das Interesse am Menschen. Mich interessieren Menschen wie sie denken, warum sie manchmal tun was sie tun.. weswegen sie so sind und was der Anlass war, daß sie so geworden sind..
    In der Altenpflege empfand ich es noch viel krasser. Dort erlebte ich sehr oft, wie Kollegen hochgepriesen wurden, in der mittleren Führungsebene befördert wurden und plötzlich ganz schnell wieder weg waren .. und das nicht nur einmal.

    In der Pflege läuft vieles nicht so wie es im Normalfall sein sollte.
    Ehrlich gesagt, darüber denke ich sehr oft nach
     
    #1 Biatain, 15.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 15.03.2016
  2. getlucky

    getlucky Gast

    Hey da bist du nicht allein.

    Ich bin ja auch umgesattelt. Allerdings von einem Kaufmännischen Beruf in die Pflege. Auch dort gab es Unstimmigkeiten und Stress, aber nie so ausgeprägt wie das was ich die letzten 6 Monate erlebt habe.

    Was ist der Unterschied?

    In der Pflege ist Teamfähigkeit Wirklichkeit und nicht nur ein nettes Aushängeschild. In meinen letzten Jobs, klar da hat jeder von sich behaupte Teamfähig zu sein, aber gebraucht hat man es nicht. Für seinen persönlichen Erfolg war man keineswegs auf den anderen angewiesen, man ist oftmals sogar besser alleine durch gekommen und das war auch möglich.

    Sprich der Mensch sollte zwangsläufig gut Reflektiert sein und auch seine bevorzugte Rolle kennen.
    Es gibt Menschen die Führen wollen, es gibt Menschen die geführt werden wollen. Diese Rolle sollte man dann auch bestmöglich einnehmen und beibehalten. In meinen Kaufmännischen Ausbildungen hat man schon während der Ausbildung wert darauf gelegt seinen Rolle kennen zu lernen. Und wie man damit umgeht wenn man nicht seine Wunschrolle hat. Das ist speziell für den Anführer wichtig wenn er Kompromisse eingehen muß etc. Da ist Erwachsenes und bewusstes Verhalten gefragt. Es sind zu viele Anführer in Empfängerrollen. Ungehörte und nicht ernst genommene Mitarbeiter bekommen schlechte Laune. Bedeutet man braucht auch ne gute Führung die auch zuhören kann und auch die Einwände wie die Empfehlungen von der Front mit einbezieht. Und Führen muß man können, eben auch lernen. Es gibt genauso zu viele schlechte Führungskräfte, die sich noch so viel Mühe geben könnten es trotzdem nicht hinbekommen. Führungskräfte müssen nämlich nicht streng und von Oben herab sein, sondern Ebenfalls Teamfähig. Die brauchen viele Fähigkeiten, Organisation, Empathie, Autorität, Durchsetzungskraft, Fachwissen, Offenheit, Kritikfähigkeit raus wie rein, Verständnis, Entscheidungsfähigkeit, Verbindlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit und immer das richtige Maß. Müssen sich auch entschuldigen können und sich Schwächen eingestehen können, etc. Also genau das gleiche wie der normale Mitarbeiter. Es heißt ja auch "MIT"arbeiter und nicht Arbeiter.

    Was ich aktuell erlebe. Jeder redet über jeden, aber keine miteinander. Es gibt keine Teammeetings und keine Evaluation. Beim Patienten wird alles ergründet, geschaut wie er sich fühlen könnte, wie man es ihm angenehmer macht etc. Bei den eigenen Leuten und untereinander nicht. Wird einem auch nicht beigebracht. Habe ich in der Kaufmännischen auch anders erlebet. Da wird Teamfähigkeit gefördert, Da Trifft man sich 4Jährlich und unternimmt etwas gemeinsam. Es gibt Teammeetings, Abstände max. 4 Wochen etc. Da ist man im Kontakt miteinander. Da wird offen angesprochen was nicht richtig läuft oder wer, wann, wem nach dem Nachdienst in nem blöden Ton guten Morgen gesagt hat.
    Respekt, Wertschätzung und Perspektiven müssen immer im Gedächtnis gehalten werden. Das muß genauso gefördert werden.

    Ich glaube auch das wir ein Frauenproblem haben. Ich bin selber eine... Wir kriegen schnell mal was falsch in den Hals, kenne ich von mir. Ich für meinen Teil bin schnell mal verletzt, dafür weniger Zickig etc. Ich muß viel mit mir selber ausmachen um den Kollegen am nächsten Tag wieder offen zu begegnen, verzeihen und den Mut zu haben Dinge anzusprechen die mich nicht los lassen. Das war im Kaufmännischen nicht Nötig. Um meine Arbeit zu machen brauchte ich die Frau Müller aus der Buchhaltung nicht. War die mir zu blöde hab ich meine Türe zugemacht. Fertig... das geht hier nicht.

    Mein Fazit... In Branchen wo Teamfähigkeit nicht unbedingt nötig ist, wird man mit Teambuilding Maßnahmen nahezu gequält, so häufig muß man die machen. In Branchen wo das aber wirklich nötig ist, finden sie nicht statt.

    Liegt wohl am Geld.

    Achtung Verschwörungstheorie ;) : Wenn ich AG bin und nen Haufen Leute habe, die sich so schön gegenseitig unter Druck setzten, das die Engpässe akzeptieren, aus Angst keine Gefährliche Pflege angemeldet wird, weil man dann der ungemütlichen PDL Rede und Antwort stehen muß, das dann in Überstunden und Miese Laune Kompensiert etc. wäre ich auch schön doof, der artige Maßnahmen anzubieten, sich die Leute dann wirklich zusammen tuen können und sich wohl noch potenziell gegen den AG zusammen rotten. (eher unwahrscheinlich, klappt selbst in den Branchen wo man damit zu gehagelt wird nicht) Da ist das Geld in Diagnostik besser investiert, das bringt nämlich wieder Geld ein und meckert nicht. ;)

    Es wird denke ich in der nächsten Zeit nie genug Geld da sein. Und irgendwie hab ich die Ahnung das dass schlimmer statt besser wird.

    Wir brauchen mehr Selbstreflektion unter den Kollegen. Und die darf sich nicht nur auf den Patienten beschränken.

    Ich hatte mal nen Kollegen. Immer hat er sich mit jemanden Gestritten. Und konnte nicht verstehen warum.
    Gerne hätte ich ihm 2 Fragen gestellt.
    - Was trägst du zu deinem Problem dabei?
    - Was nützt dir dein Problem?

    Auch: ist man Zufrieden mit dem was man tut? Warum macht man das wirklich? etc. Selbstreflektion....

    Die Fragen sollte man sich auch selber stellen.
     
  3. Biatain

    Biatain Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    11.03.2016
    Beiträge:
    57
    Zustimmungen:
    11
    Du bist mir sympatisch und ich wünsch mir,dass wir uns beruflich mal begegnen.
    Ich kann nur rückblickend für mich feststellen dass ich in der AP,aus der ich ja komme,lethargisch wurde und kein Interesse mehr an Freundschaften unter Kollegen habe. Ich lass mich auch nie vor dem Karren spannen und verließ augenblicklich Räume,wo ich in Verlegenheit gekommen wäre,ne private Meinung über andere zu äußern. Gerade die langjährigen haben biss...Frauenüberschuß..stimmt... eine nicht unerhebliche Menge davon ist im Klimakterium,Pupertät oder menstruiert... alle haben was gemeinsam:Sie sind hochgradigst gereizt und sehr gefährlich!
    Man muss übrigens in der Pflege niemanden ausdrücklich den Krieg erklären,es reicht wenn du dort deine Meinung äusserst.
    Darum hab ich mir zu meinem Schutz angewöhnt,schwierige Kollegen zu validieren..recht geben, das heisst bejahen... meist gehts nämlich immer nur darum...
     
    #4 Biatain, 16.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 16.03.2016
  4. lusche

    lusche Poweruser

    Registriert seit:
    13.06.2011
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    59
    Es geht um die Arbeitssituation, nicht um das wertvolle Privatleben.
    Mir persönlich sind die Beweggründe, warum sich Kollegen schlecht benehmen und wie sie zu dem wurden was sie sind, egal. Das sind... Kollegen... die sich, genau wie ich, an die Umgangsformen zu halten haben.
    Meine emotionale Energie investiere ich lieber in Freunde. (Aber das kann jeder machen wie er mag)

    In meinem Berufsleben hatten die „Bösen“ idR auch Probleme im Patientenumgang.

    Frust ist verständlich, aber deshalb so ein Rundumschlag wirkt auch nicht gerade empathisch.

    Azubis müssen leider auch mal auf Stationen, die gruselig sind, aber und das habe ich immer als Vorteil empfunden....wenige Wochen.... dann geht es weiter. Neues Spiel neues Glück.

    Auf Dauer die „Schwächeren“ mitzutragen bedeutet im Umkehrschluss Mehraufwand für die vermeintlich „Stärkeren“, die nicht unbegrenzt kompensieren können und wollen.

    Teamgefühl kann nicht erzwungen werden.
    Die Bereitschaft dazu liegt in jeder einzelnen Persönlichkeit..entweder ist sie da, oder nicht.
    Erzwungene Sitzungen helfen nicht....herrscht im Team eine hierarchische, von Angst und Unmut geprägte Umgangskultur, wird es kein „ehrliches“ Feedback geben...in keiner Berufssparte.

    Selbstreflexion (der Begriff wird ja gern bemüht) ist wichtig, doch wenn ich ungerechtfertigt angegriffen werde, dann frage ich nicht was ich dazu beigetragen habe....ich kläre den Sachverhalt an Ort und Stelle. Ein klares Fehlverhalten meines Gegenübers lasse ich nicht zu meinem Problem werden, denn das ist es nicht.
    „Kriegssituation“? Ehrlich?
    Hätte ich während der Ausbildung jemals so ein Gefühl gehabt, hätte ich abgebrochen. Schwierige, ätzende Persönlichkeiten? Klar....Einzelne...gibt es immer und überall....nicht nur in der Pflege.
    Würde mich jemand (heimlich) „validieren“, anstatt mit mir über mögliche Kommunikationsprobleme zu sprechen, wäre ich...gelinde gesagt....sehr irritiert ob der Arroganz und brächte das auch zum Ausdruck.
    Ich war, bin und bleibe ein Mensch, der Probleme durch zeitnahe Gespräche lösen möchte und so zu (nötigen) Kompromissen kommt.

    Ich möchte keinem zu nahe treten, doch für eine Analyse meiner „offenen Wunden“ würde ich lieber einem Profi, als einem "Unternehmen für Gründung von und Beteiligung an internetbasierten Diskussionsforen und Online-Verkaufsportalen", vertrauen.

    VG lusche
     
    getlucky und Biatain gefällt das.
  5. Biatain

    Biatain Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    11.03.2016
    Beiträge:
    57
    Zustimmungen:
    11
    Du hast was missverstanden. Und zwar die Beweggründe, weswegen ein Patient/Bewohner so geworden ist wie er ist... nicht Kollegen.. In dem von mir eingefügten Link ging es ja auch um Patienten. Mit dem syrischen Kind, das fand ich ja vollkommen daneben, was dort stand!

    Ich persönlich hab keine Probleme, weil ich konfrontationsscheu bin und keine Lust habe, mich herumzuärgern. Ich bin nichtmehr die Jüngste und hab nichtmehr die Energie, mich herumzustreiten und zuhause dann auch noch meine Arbeit machen. Das war schon als Fachkraft so, und als Schüler nun auch.Und es klappt. Wobei ich es in der KP wesentlich erträglicher finde. warum weiß ich nicht. Ist ne subjektive Einschätzung meinerseits.
    Ich gehe den Weg des geringsten Widerstandes, wenn ich mich besser aus allem heraus halte. ich sehe halt von außen den Umgang mtieinander.. das reicht mir.
    Es gibt schon hin und wieder Kollegen mit denen ein guter Austausch möglich ist und da würde ich- gesetzt dem Falle ich hätte probleme - auch ein offenes Gespräch suchen. Mit Jedem kann man aber nicht. Da kann ich leider nur "recht geben" ..dann hat er eben Recht und ich meine Ruhe.
    Sehr viel Zeit in seinem Leben verbringt man in der Arbeit.. Ich möchte nicht alles so unglaublich negativ sehen und immer nur schlechte Motive in anderen sehen... das wirkt sich auch auf den privaten Charakter aus.. das färbt irgendwann mal ab - find ich. Mein Leben ist nicht Pflege und man kann sich auch gut verstehen wenn man sich nicht einig ist.. Aber wie schauts denn oftmals aus? Wenn du nicht für mich bist, bist du gegen mich - diese krassen Gegensätze sind mir leider oftmals zu wenig.

    Wenn Kollegen im Dienst entgleisen, weil ihnen unrecht geschieht, dann bringt es nichts, zu diskutieren. Von denen distanziere ich mich - ebenso auch von Besserwisser und Rechthaberei... Rechtgeben und sich seinen Teil denken ist für mich eine Abgrenzungsstrategie, weil ich mir auch nicht erlaube, mich für irgendwelchen Dingen vor den Karren spannen zu lassen
     
    #6 Biatain, 16.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 16.03.2016
  6. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Die Flucht als Mittel zur Wahl um potentiellen Konflikten völlig aus dem Weg zu gehen....sehe ich kritisch.
    Freilich: Niemand braucht sich da missbrauchen lassen.
    Sich aus allem rauszuhalten, ist als vollwertiges Teammitglied - meiner Meinung nach jedoch keine Option.
    Allerdings kann/ will ich selbst nur dann Stellung beziehen, wenn ich in der Konfliktsituation auch dabei war.
    Immer wieder wird über etwas/ jemanden geredet, mit subjektiven Informationen, Vermutungen, bis hin zu wilden Spekulationen.
    Da kommt z.T. wenig bei raus. Wird aufgebauscht, dramatisiert, wird es hässlich.
    Ich bin deswegen auch nicht unglücklich drüber, dass es wieder eine personelle Veränderung gibt. Jeder muss/ soll seinen Weg gehen.

    Ich sehe schon alle in der Verantwortung ihren Teil beizutragen, genauer hinzuschauen.
    Auch die Leitungen. Ausschließlich zugucken, ignorieren, die offensichtlichen Probleme (.....) aussitzen in der Hoffnung dass sich alles in Wohlgefallen auflöst - ist keine Lösung.
    Ich sehe, dass Tendenzen/ Stimmungen sehr wohl bei den Leitungen ankommen, jedoch nur selten, dass klare Worte fallen.
    Es gibt Kollegen, die ihre persönlichen Probleme auch auf der Arbeit ausleben.
    Es gibt Kollegen, die dazu neigen, andere in ein schlechtes Licht zu stellen, um selber besser dazustehen.
    Es gibt Kollegen die schnell ein Wort auf die sprichwörtliche Goldwaage legen.
    Es gibt Kollegen, die sehr viel von ihrem Privatleben erzählen, weil sie ein hohes Bedürfnis danach haben. Da kann man gegensteuern. Wenn man will. Oder erst gar nicht nachfragen. Wem nicht bewusst ist, dass ALLES irgendwann wieder im Blubberpool landet - ist allerdings irgendwann auch nicht mehr zu helfen.
    Es gibt Kollegen, die rechthaberisch sind, cholerisch, zu Ungerechtigkeiten neigen & vorschnellen Urteilen.

    Allerdings, lernt man mit den Jahren die Stärken die auch jeder hat zu schätzen und die Schwächen rücken bestenfalls in den Hintergrund.
    Wohlwissend, dass JEDER - inklusive mir - Schwächen hat.
    Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, sie schadet nicht. Sie verschafft einem vielleicht auch mal einen Moment der - Demut. Wie sagt man so schön: Hochmut kommt vor dem Fall. Etliche Schrammen deswegen - hab auch ich, freilich.
    Ab und an "kehren vor der eigenen Haustür", auch nicht verkehrt. Sind nicht nur immer die anderen, die Stress verursachen....ich kann das auch super.
    Miteinander arbeiten können muss man trotz ALLEM, mit jedem und - auch mit mir.
    Was mich nicht interessiert & woran ich mich nicht beteiligen will, das mach ich denjenigen klar, wenn es ansteht.
    Ehrlich gesagt, fehlt mir für dieses lästige, ungedeihliche Gegeneinander auch schlichtwegs die Zeit. In dem ganzen permanenten Trubel brauch ich meine ganze Konzentration und Energie für meine Arbeit. Wer das häufiger anders sieht, bekomme ich durchaus mit. Im Moment reagiere ich da auch mehr drauf, weil mir das nicht erst seit gestern, aktuell aber noch mehr sowas von auf den Keks geht. Auf der Arbeit werd ich wofür bezahlt?
    Ah so: Mein ArbeitsTag hat "nur" gut 8h. Nicht mehr.
    Wer mit Kollegen privat befreundet ist - o.k., wenn Du das nicht möchtest - auch in Ordnung.
    Ein beruflicher Wechsel - jedem steht das frei. Rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, wenn man sich im bisherigen Arbeitsumfeld nicht mehr wohlfühlt - völlig richtig.

    Weil das positive auch mal hervorgehoben werden kann: Das Team fängt im Moment mehrere Kollegen auf die einen unerwarteten Schicksalsschlag erlitten haben. Jeder tut was er kann, auf seine ihm eigene Art und Weise, im Rahmen der Möglichkeiten.
    Ich finde, wir machen das ganz gut. Eben weil wir vom Fach sind.
     
    #7 amezaliwa, 16.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 16.03.2016
    Biatain gefällt das.
  7. Biatain

    Biatain Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    11.03.2016
    Beiträge:
    57
    Zustimmungen:
    11
    Klingt gut :-) ( und das schreibe ich nicht weil ich dir "recht geben möchte", sondern weil es so ist) :up:

    Wo Menschen sind, da menschelts halt
    Richtige Kommunikation halte ich für die schwierigste Kompetenz, die man sich überhaupt aneignen kann. Das 4 Ohren Modell nach Schultz von Thun fällt mir dabei ein.
    Ich kann mich allerdings nichtmehr beklagen. Seitdem ich in der KP tätig bin, erfahre ich wesentlich mehr Wertschätzung und bekomme nicht soviel Mist mit wie in der stationären AP.
    Ich bekomme auch eher einen beruflichen Zusammenhalt mit, den ich vorher so noch nicht gesehen habe.
    Es geht also garnicht um meinem Schülerstatus :-) Darum schrieb ich auch "rückblickend" . Ich genieße es noch, keine Schichtführung sein zu müssen wie früher...:ccol1:
     
    #8 Biatain, 16.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 16.03.2016
  8. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

    Registriert seit:
    13.12.2007
    Beiträge:
    1.972
    Zustimmungen:
    90
    Beruf:
    Krankenschwester mit WB Stroke Unit, RbP
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Stroke Unit mit IMCI
    Das letzte Wort - krieg ich eh nicht, aber für einen Moment...:-)

    Magst Du mal versuchen, die Unterschiede rauszufiltern warum es Dir in der stationären AP zuletzt so schlecht ging?
    Ein Punkt - das weniger an beruflichem Zusammenhalt. Warum - versteh ich nicht.
    Die von Dir beschriebene Lethargie - ging schon in die Richtung Resignation, richtig?
    Du hast, wenn ich richtig vermute mehrere Jahre als ausgebildete AP dort gearbeitet.
    Was ziehst Du alles in Betracht, z.B. welchen Stellenwert hat für Dich dieses mehr an Wertschätzung und von wem kommt sie?
     
  9. Biatain

    Biatain Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    11.03.2016
    Beiträge:
    57
    Zustimmungen:
    11
    Es ging mir weniger um Kollegen , es ging mir um das misserable Berufsansehen. Die Ausbildung ist gut gewesen, ich finde aber nicht okay, daß man Fachkräfte in ein gewinnbringenden Unternehmen zwingt, die sich dort im Akkord durch alle Zimmer waschen, und letztlich ich mich fragen muß, warum hab ich den Beruf eigentlich gelernt, wenn so ein gewinnmaximierendes Unternehmen ihr Haus mit paar ungelernten Helfern aufrechterhalten kann. Nur als Statistik für den MDK? Nö.. dazu hab ich einen viel zu hohen Anspruch von " Guter Pflege".
    Wenn es so sein soll, dann such ich mir einen Pflegeberuf aus, der mich auch nicht beschneidet,mich weiter bringt, mit dem ich auch mal ins Ausland ziehen kann, Funktionsbereiche gehen kann und Wb-Veranstaltungen besuchen kann, die mich brennend interessieren. Das nenne ich Wertschätzung, das nenne ich Freiheit.

    Ich weiß nicht warum es in der AP keinen berufl Zusammenhalt gibt. Es wäre interessant mal zu googlen, ob es Studien gibt, die schonmal sowas ausgewertet haben.
     
    #10 Biatain, 16.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 16.03.2016
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - unglaublich sozial einem Forum Datum
Unglaubliches Verhalten des Rettungsdienstes Fachliches zu Pflegetätigkeiten 02.02.2016
Unglaubliches Vorstellungsgespräch Talk, Talk, Talk 01.07.2004
Job-Angebot Pflegedienstleitung für die Sozialstation Die Brücke Berlin-Mitte gesucht Stellenangebote 25.10.2016
News Pflegekammer Niedersachsen: Sozialausschuss befasst sich erneut mit Gesetzentwurf Pressebereich 20.10.2016
Job-Angebot Erzieher / Sozialpädagoge (m/w) UMF Stellenangebote 01.09.2016

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.