Simulationspatienten in der Pflegeausbildung / Pflegestudium

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von FBSchrewe, 30.03.2014.

  1. FBSchrewe

    FBSchrewe Newbie

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    Das Thema Kommunikation am Krankenbett lässt sich theoretisch erarbeiten und direkt mit einem Patienten ausprobieren. Im Medizinstudium wird die Kommunikation mit einem Patienten an Simulationspatienten erprobt und geprüft. Und das mit unterschiedlichen Zielen. Sei es als ein Anamnesegespräch, oder auch als Ziel wie überbringt der zukünftige Arzt schlechte Nachrichten.
    Meine Frage. Wie weit hat diese Lehrmethode Einzug in die Krankenpflegeschulen / Duales Studium bekommen. Wie wird sie angenommen. Welche Gesprächsformen werden mit Simulationspatienten praktiziert?
    Franz Bernhard Schrewe
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    In Form von Rollenspielen haben wir das bereits in meiner Ausbildung Ende der 1990er häufig praktiziert.

    Vieles erlernt man jedoch auch durch Beobachtung und Anleitung in der Praxis.
     
  3. FBSchrewe

    FBSchrewe Newbie

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    Hallo Claudia Kommunikation mit Patienten lernen durch Rollenspiele ist eine Form der Erarbeitung aber nicht vergleichbar mit einem geschulten Simulationspatienten. Der Lernerfolg ist wesentlicher höher-schon durch das Feedback was du von dem Simulationspatienten bekommst.Natürlich lernt der Schüler/Schülerin auch durch Beobachtung, aber es ist nich ausreichend..
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Lässt sich diese Behauptung belegen? Generationen von Ärzten, Pflegekräften, Verkäufern und anderen Dienstleistungsberufen hatten nicht die Möglichkeit, mit entsprechend geschulten Schauspielern zu üben. Ohne diese Methode kritisieren zu wollen - sind etwa alle Menschen, deren Ausbildung nicht erst in den letzten fünf bis zehn Jahren zu Ende ging, im Gespräch mit Klienten "unzureichend"?

    Warum kann ich das Feedback lediglich vom Simulationspatienten erhalten? Kann mir der Kollege / Kurskamerad / echte Patient keine Rückmeldung geben?
     
  5. FBSchrewe

    FBSchrewe Newbie

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    Vorab, jede Form der Ausbildung und des Studium verändert sich. Erfahrungen aus der Vergangenheit werden benutzt um eine Ausbildung oder ein Studium zu verbessern. Natürlich haben Pflegekräfte, Ärzte auch ohne SP. Gute Gespräche mit dem Patienten zu führen gelernt aber es ist nun mal eine wesentliche Verbesserung mit SP.
    natürlich ist ein Feedback von einem Kurskamerad genauso wichtig, unbestritten aber welcher Patient ist wirklich in der Lage, aus seiner Rolle heraus dir ein qualifiziertes Feedback zu geben. Es wird ihm schwer fallen,dar er ja in ein Abhänigkeitsverhältnis mit dir steht.
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Das Feedback vom "echten" Patienten hat eine andere Form als das vom Partner im Rollenspiel, aber es existiert. Verbal und nonverbal.

    Zu Deiner Eingangsfrage: Mir persönlich ist keine Krankenpflegeschule und auch keine Hochschule mit pflegerischem Studiengang bekannt, die mit Simulationspatienten arbeitet. Liegt sicher mit daran, dass nicht in jeder Region entsprechend ausgebildete Schauspieler vorhanden sind.

    Wie wird diese Methode finanziert? Ich nehme ja an, dass die Schauspieler eine Vergütung für ihre Arbeit erhalten.
     
  7. JessesGirl

    JessesGirl Stammgast

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    Bei uns in der Ausbildung gehört es zum Programm... Entweder mit Time in - Time out (alle sitzen im Raum und können sich dann im laufenden Gespräch ein- oder ausklinken, also quasi ein einzelnes Gespräch, geführt von mehreren Personen).
    Oder als Einzelgespräch. Man bekommt anschliessend Feedback von der beobachtenden Lehrperson anhand einer Checkliste und vom "Patienten".

    Dies wurde bei uns ca. 3-5mal pro Semester durchgeführt. Einzelgespräche gingen 10 Minuten, Time in/out Sequenzen zwischen 20 und 30. Bei Letzterem wurde bei uns auch oft ein Video gemacht und zur Nachbesprechung genutzt.
    Die Schauspieler erhielten ein Drehbuch und Anweisungen, wie sie auf bestimmte Situationen reagieren sollten, so dass jeder Schauspieler bzw. jeder Schüler dieselben Voraussetzungen hatte.

    Themen waren z.B. Patientenedukation, Pflegeanamnese, Austritt inkl. Planung für Betreuung Zuhause, Schmerzberatung, Erklärung von Medikamenten und deren Wirkung.
     
  8. FBSchrewe

    FBSchrewe Newbie

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    Hallo Claudia. Vielleicht eine Beschreibung was SP. eigentlich für eine Aufgabe haben. Sp. sind und sollen kein Patientenersatz sein, sondern ein Übungspartner für das Thema Gesprächsführung. So wie Puppen für Reanimation Waschen, Lagern etc. benutzt werden so die Sp. als Sparringspartner für Kommunikation. Bei einem Rollenspiel ist der Partner dein Kollege. Du kennst ihn, weißt vielleicht wie er Emotional reagiert, bei einem Sp ist es anders. Er reagiert auf das was der Gesprächspartner während des Gespräches an Sprache Mimik und Gestik zeigt und natürlich auch umgekehrt.
    natürlich kosten die Sp. Geld und werden dementsprechend entlohnt. Wer viel mit Sp. arbeitet ist die Schweiz, aber auch die Gesundheitshochule in Bochum beginnt damit. Ich bin ein großer Verfechter das diese Form der praktischen Lehre auch mehr in Krankenpflegeschulen Anklang findet!
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Für mein Verständnis- der SP und Lernender sitzen sich alleine in einem Raum gegenüber- korrekt? Es gibt somit keinerlei störende Nebeneffekte.

    Elisabeth
     
  10. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Wir hatten während der Ausbildung im Skillslab die unterschiedlichsten Situationen mit Schauspielern geübt. Es war so, dass im Raum nur wir und Schauspieler drin waren und die Situationen mit einer Kamera mit Stativ gefilmt wurden.

    Dann hatten Lehrer anhand eines Beurteilungsbogens die Situation bewertet, wir uns selbst und wir bekamen auch schriftlich und mündlich Feedback von den Schauspielern.


    Am Anfang war es total komisch, aber viele Sachen waren sehr gut, zB Beratung oder Umgang mit einer sterbenden Person.

    Für mich war das schon ein Gewinn.
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich denke, dass es ein gutes zusätzliches Angebot ist. Über die Brücke, dass man damit wirklich eine bessere Ausbildung erreicht, würde ich nicht gehen wollen. Es dürfte hier ganz besonders vom Azubi und dessen bisheriger Lebenserfahrung abhängen, wie viel er da wirklich mitnehmen kann. Ich sehe die Gefahr, dass da zu schnell Rezepte von den Azubis erwartet werden á la den beliebten Checklisten und Standards.

    Ich persönlich würde eher befürworten, wenn reale Alltagssituationen mitgebracht und bei diesen per Rollenspiel Alternativen herausgearbeitet werden. Aber wird das net schon längst im Psychologieunterricht gemacht? Da müsste es doch Kommunikation thematisiert werden.

    Elisabeth
     
  12. FBSchrewe

    FBSchrewe Newbie

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    Hallo Elisabeth, das ist korrekt, die beiden sitzen sich gegenüber, ohne störende Nebeneffekte, es sei denn die Zuhörer der Lerngruppe stören.
     
  13. FBSchrewe

    FBSchrewe Newbie

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    Jedes Simulationsgesprâch ist anders, und jeder Patient ist anders. Somit kann es für diese Form keine Rezepte und auch keine Standads geben, sondern der "Azubi / "Student" sammelt Erfahrungen, er kann sich ausprobieren und die für sich verwerten.
     
  14. FBSchrewe

    FBSchrewe Newbie

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    Hallo Kräuterfrau, du hast recht und es ist ein Gewinn. Und deshalb stelle ich mir die frage warum diese Form in den Krankenpflegeschulen sowenig genutzt wird. Es ist schade! Die Qualität der Ausbildung könnte sich dadurch verbessern.
     
  15. JessesGirl

    JessesGirl Stammgast

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    Wir haben bei uns in der Schule Patientenzimmer mitsamt dem ganzen Zubehör. Der "Patient" liegt also z.B. im Bett oder sitzt auf der Bettkante und du betrittst das Zimmer, als wärst du auf der Station.
    Die Lehrperson befindet sich in einer Ecke, so dass sie noch Gestik, Mimik etc. beobachten kann, ohne aber unmittelbar daneben zu sitzen. In der anderen Schule des Ausbildungszentrums gibt es einen Spiegel. Die Lehrperson kann ausserhalb des Raumes sitzen, hat Kopfhörer und kann den Lernenden beobachten, ohne gesehen zu werden.
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hab immer noch Fragen... *ggg*
    In welchem Lehrjahr wird das angeboten?
    Welchem Fach wird das zugeordnet?
    Inwieweit sind die Lehrer hier ausgebildet? Arbeitet da ein Psychologe? Gibt es eine besondere Schulung der Lehrer?
    Welchen Erfahrungshintergrund bringen die SPs mit? Schauspielausbildung?
    Was wird hinterher ausgewertet? Muss ich mir das analog zum sich gegenseitig waschen vorstellen? Hier legt man ja die Prämisse auf: wie hats du dich als "Pat." gefühlt. Oder wird hier explizit auf die nonverbalen Reaktionen eingegangen?

    Elisabeth
     
  17. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Bei uns war es eine ensprechende Situation einmal im Lehrjahr(also insgesamt 3mal in der Ausbildung, im 1.LJ war ein Aufnahmegespräch, im 2 LJ war Umgang mit "sterbenden" Patienten und im 3. war eine Beratung)

    Die Ausbildung ist Fächerübergreifend, wird in die Lernsituationen und Lernfelder gegliedert. Lernsituationen werden anhand eines Fallbeispiels bearbeitet und jeweiliger Schauspieler, hat die jeweilige Situation gespielt.

    Das kann ich nicht beurteilen. Das SkillsLab stammt aus der Schweiz und unsere Lehrer haben ihre Auswertungskriterien an unsere Gegebenheiten angepasst.

    Die Schauspieler die bei uns eingesetzt waren, befanden sich entweder am Ende ihrer Ausbildung oder waren fertig ausgebildet. Nur eine Schauspielerin(ebenfalls ausgebildet) war schon berentet.

    Nein um Himmelswillen war nicht analog zum waschen. Eher analog zu einer praktischen Prüfung. Der Beurteilungsbogen war dem Beurteilungsbogen einer praktischen Prüfung gleich.

    Unser Bogen enthielt unterschiedliche Kompetenzbereiche: Analytisch-reflektive Kompetenz(hier wird Fachgespräch und Begründung, sowie Wahl der Vorgehensweise), Praktisch-technische Kompetenz(hier werden Techniken beurteilt und bewertet, korrekter Umgang mit Geräten, Hygiene, Wirtschaftlichkeit), Interaktive Kompetenz(hier wird Kommunikation bewertet, verbale sowie nonverbale, aber auch Nutzung und Umsetzung unterschiedlicher Modelle, auch teilweise während des Fachgesprächs), Ethisch-moralische Kompetenz(Beurteilung anhand der Sarah Fry+wertfreie Beschreibungen der Situation in der Dokumentation), Planungs und Steuerungskompetenz(Arbeitsorganisation, Delegation, Umgang mit anderen Berufsgruppen), Organisations-Systembezogene Kompetenz(Wirtschaftlichkeit, Gestaltung der Rahmenbedingungen, Erfüllen des gesellschaftlichen Auftrags, zB im 2.LJ hat die Patientin bei jedem den Satz gelassen: "Ach sie arme Schwester, gehen sie, sie haben auch keine Zeit" und im ersten hat der Patient gefragt: "Dürfen sie das überhaupt?")

    Ich hoffe ich konnte jetzt ein bisschen Klarheit schaffen.


    Liebe Grüße
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Vielen Dank für den Einblick.

    Was mich ein wenig stört- die Bewertung. Kommunikation funzt nicht auf der Basis von Klischees. Stichwort: "Ach sie arme Schwester, gehen sie, sie haben auch keine Zeit"

    Mir wäre wichtiger, dieses ganz besondere Angebot als Einsteiger zu sehen und den Azubis hinterher so etwas wie eine Kollegiale Supervision anzubieten. Hier kann man nochmal jenseits der Klischees Situationen aus dem realen Leben im Rollenspiel nachbearbeiten.

    Ich würde begrüßen, wenn dies mehr Eingang in die Ausbildung finden würde. Vielleicht wäre dann das Fach Psychologie nicht so unbeliebt. Es wäre rein praxisorientiert.

    Elisabeth
     
  19. kräuterfrau

    kräuterfrau Poweruser

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    Es wurde bewertet, wie wir darauf reagieren und dann auch komplex. Wir haben auch von den Schauspielern ein mündliches und schriftliches Feedback bekommen.

    Ich habe damals, diese Klischee nicht erkannt, und der Satz ist mir in der Praxis auch öfter begegnet.

    Was auf jeden Fall ein Gewinn war, war das Gespräch und Umgang mit der "sterbenden" Patientin. So wie ich es da gemacht, habe wollte ich auf keinen Fall ohne Betreuung in der Praxis erleben. Zugegebenermaßen, war da das Feedback der Schauspielerin mehr Hilfe als Bewertung der Lehrern. Das Fachgespräch danach war auch eine Hilfe. Und bei manchen Sachen ist man dann froh, dass sie doch nicht mit "echten" Patienten passiert sind.
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das das Schauspielerfeedback hilfreicher war als das der Pflegepädagogen, bestätigt hier eher meine Befürchtung als das sie die ausräumt. Hier wird eine eigentlich gute Idee unter die Räder kommen, wenn sie von Pflegepädagogen genutzt wird um Leistungen zu bewerten.

    Ich bleib dabei- keine Bewertung bezüglich der Kompetenzen durch Pflegepädagogen. Nutzung dieses einzigartigen Angebotes im Rahmen des Psychologieunterrichtes inklusive regelmäßiger Reflektionsrunden: was lief auf Station gut, wo gab es Probleme. Mehr Rollenspiel im Rahmen der Nachbearbeitung. Hervorheben der Bedeutung der nonverbalen Kommunikation.

    Das wär doch was- weg von der Medizinlastigkeit der Ausbildung hin zu dem, was Pflege eigentlich sein sollte: Anleitung, Beratung und Begleitung.

    Elisabeth
     
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