Sicherer Patiententransport

Sunnymelon86

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Hallo
ich habe ein paar Fragen zum Patiententransport:
1. Welche Gründe gibt es warum bestimmte Patientengruppen nur in Begleitung einer exam. Pflegeperson transportiert werden dürfen.
2. Welche Patientengruppen dürfen nur mit exam. PP transportiert werden ?
3. Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es
4. Gibt es Grundlagen zur Vorbereitung des Pat. auf den Transport
5. Wie dokumentiere ich das alles? Dokumentiere ich das überhaupt?
6.Welche Informationen zur geplanten Untersuchung benötige ich für den Transport?!

Wäre nett wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Vielen dank und schöne Grüße
Sunnymelon86
 

nightshade

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Hallo. Oje, dafür gibt es ne Menge antworten und ist sehr Komplex. Ok, wo fange ich mal an. Also, das ist natürlich ganz Individuell. Ich arbeite Z.B. im Gerontobereich, wo man voher viele Aspekte sehen muss. Ist der Pat. massiv unruhig, kann er zu Agressionen neigen, reagiert er besonders gut auf eine Bezugsperson, muss er evtl. BM während der Fahrt zur Beruhigung bekommen, wie gut und wie weit ist der Schüler mit der Ausbildung....Bei einem Pat. mit der oben beschriebenen Verhaltensweise rate ich dringend eine examinierte Kraft mitzuschicken. Es sei denn, ein Schüler ist schon sehr firm. Oder ist der Pat. gut umgänglich und wird Z.B. mit dem KTW zu einer Untersuchung gefahren und die Fahrer können beim Pat. bleiben und ihn direkt wieder zurückbringen....usw. Da muss man wirklich genau voher hinschauen und man entwickelt mit der Zeit ein Gefühl dafür. Zum Vorbereiten eines Transportes...Da kommt es auch wieder auf die Transportart an und was für eine Untersuchung und was für Fahrer kommen. Z.B. bei manchen je nach Erkr. ist voher einen RR-Kontrolle erwünscht. Sofern der Pat. einen Katheter besitzt, sollte er voher entleert werden. Man sollte über den Pat. gut informiert sein um eine vernünftige Übergabe zu geben. Hat der Pat. einen Diabetes( Wichtig bei längerer Fahrt etc.), bekanntes Herzleiden, Grund der Untersuchung, eben die wichtigsten Erkrankungen, bei evtl. auftretenden Komplikationen. Neigt der Pat. zu niedrigem RR, Epelepsie. Aber wie gesagt. Nur das Wichtigste, nicht sein ganzes Leben....grins. Eine Mithilfe bei dem Transfer auf die Liege find ich auch sehr angebracht. Und den Pat. gut darauf vorzubereiten, das man ihm soweit wie es möglich ist, zu erklähren, was mit ihm geschieht um Ängste zu nehmen. So, denke, das reicht erstmal, mir fällt best. noch etwas ein. Lg
 

Black290

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Also prinzipiell wünscht man sich als Rettungsdienstler (ihr sagt glaub ich "Die Fahrer" dazu) eine möglichst situationsbedachte Übergabe. Zum Katheterwechsel braucht man nicht so viele Infos, für Einweisungen oder gar weite Fahrten am Besten die ganze Geschichte in knackiger Zusammenfassung.

Denn dass der Patient krank ist, wissen wir eigentlich schon. Das ist leider oft die einzige Info, die wir bekommen. Den Brief für den annehmenden Arzt dürfen wir nicht öffnen, also sind wir auf eure Infos angewiesen. Überraschungen mag ich lieber zu Ostern, aber nicht im KTW/ RTW (ihr nennt das alles "Krankenwagen").

Direkt zu deinen Fragen:
1. Welche Gründe gibt es warum bestimmte Patientengruppen nur in Begleitung einer exam. Pflegeperson transportiert werden dürfen.
2. Welche Patientengruppen dürfen nur mit exam. PP transportiert werden ?
3. Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es
4. Gibt es Grundlagen zur Vorbereitung des Pat. auf den Transport
5. Wie dokumentiere ich das alles? Dokumentiere ich das überhaupt?
6.Welche Informationen zur geplanten Untersuchung benötige ich für den Transport?!

1. Aggressionen, sonst fäält mir spontan nur die Pflegekraft als Ansprechpartner/ Bezugsperson ein. Sonst nix.

2. s. o.

3. Zur Not kann man fixieren, allerdings dürfen wir das nicht, machen wir nur mit Ordnungsamt/ Polizei. Oder was genau meinst du mit Sicherheitsmassnahmen?

4. Hat "Nightshade" schon alles zu gesagt. Der Patient sollte so "sauber" sein, als ob er nach Hause könnte. Der Patient sollte wissen, was mit ihm passiert und warum ihn "die Fahrer" mitnehmen müssen.

5. Dokumentation ist das A und O

6. Eigentlich keine Besonderen. Wenn du den Patienten kennst, sollte das reichen.

Alles im Sinne einer geplanten Untersuchung/ Verlegung. Notfälle können nicht geplant und vorbereitet werden.
 

morphine

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Hallo!
Ich glaube eine Faustregel, welche Parameter vorliegen müssen, welche die Anwesenheit einer/eines ex. KS/KP notwendig machen gibt es nicht (außer beatmeten Pat., und da zusätzlich Arztbegleitung).
Bei "kritischen" Pat. (z.B. schlechte O2 Sättigung) gehen wir auf dem Transport mit, in besonderen Fällen z.B. Notverlegung auf die ITS auch mit Arzbegleitung.
Als Equipment haben wir eine O2 Bombe(meistens ja eh im Gebrauch), Notfallkoffer (Medis, Ambubtl usw.) dabei. In kritischen Situationen auch das Reanimationsbrett (als KS/KP hat man ja meist einen siebten Sinn dafür, wann das notwendig werden könnte:-))
Oft schleppt man den ganzen Kram gottseidank umsonst mit.
Bin vor wenigen Wochen jedoch bei einer Notverlegung auf die ITS mit dem Pat. im Fahrstuhl stecken geblieben (ein Sechser im Lotto ist denke ich wahrscheinlicher) Dann weiss man wozu die Schlepperei gut ist und gottseidank war auch noch ein Arzt dabei.
 

Black290

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morphine schrieb:
Hallo!
Ich glaube eine Faustregel, welche Parameter vorliegen müssen, welche die Anwesenheit einer/eines ex. KS/KP notwendig machen gibt es nicht (außer beatmeten Pat., und da zusätzlich Arztbegleitung).
Bei "kritischen" Pat. (z.B. schlechte O2 Sättigung) gehen wir auf dem Transport mit, in besonderen Fällen z.B. Notverlegung auf die ITS auch mit Arzbegleitung.
Wozu da genau benötigt man Krankenpflegepersonal? Also was macht/dürft ihr, was der gemeine Krankenwagenbeifahrer nicht darf oder kann?

EDIT: meinst du klinikinternen oder externen Transport? Ich meine nämlich externe Verlegungen...
 

morphine

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Sorry, ich hatte die Frage auf den internen Pat.-Transport bezogen!
 

Sunnymelon86

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Hallo
vielen dank erstmal für eure ganzen tollen antworten.
Mir ging es vorallen dingen um den innerklinischen transport zu untersuchungen oder so aber ihr habt mir schon ganz toll weitergeholfen
danke :-)

lg sunnymelon86
 
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Hallo Leute, ich habe da mal ne frage und zwar müssen wir da was schreiben in eine Aufgabe und ich weis überhaupt nicht was ich dort schreiben soll vielleicht könnt ihr mir da helfen.

Frage: Nennen Sie mir die Grundsätze, die beim Transport von Patienten unterschiedlichen Alters und Pflegebedürftigkeit zu beachten sind. (Transport im Bett, Transport im Rollstuhl, Transport auf der Trage)


Würde mich freuen wenn einer mir ganz schnell das beantworten kann bin euch dankbar........

Vielen Dank im vorraus

Liebe Grüße Schneeflöckchen:nurse:
 
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Hallo!

1. Der Grund, dass gewisse Patienten nur in Begleitung einer ex. Pflegekraft transportiert werden dürfen, ist einfach der, dass Schüler (meistens) nicht ausreichend Erfahrungen und Sicherheit in Notfallsituationen mitbringen. Das ist keine "Schikane, sondern einfach Tatsache, ging uns allen so:mrgreen:.

2. Diese Patienten sind:
-Pat. die ein Beruhigungs-/o. Schlafmittel oder ein starkes Analgetikum bekommen haben, z.B. vor OP oder nach Endoskopie
-Pat. mit drohender Bewusstlosigkeit
-Pat. mit laufender Transfusion
-intubierte Patienten
(hab ich was vergessen???)

3. Sicherheitsmaßnahmen:
-Ambubeutel + passende Maske u./o. Notfallrucksack mitnehmen, b.B. Defi
-O2-Gabe n.ä.A.
-Pat. nicht alleine lassen sondern an weiterversorgendes Personal übergeben o. evt. dabei bleiben
-ggf. Arzt zum Transport mitnehmen

4. Grundlagen
-vor Transport Vitalzeichen-Kontrolle
-O2-Gabe vorbereiten n.ä.A.
-Pat. informieren
-DK-Beutel b.Bed. leeren
-Akte vollständig???
-Pat. entsprechend lagern, z.B. OK hoch
-Transport so organisieren, dass keine langen Wartezeiten für den Pat. entstehen

5. Doku
-wenn vorhanden Transportvorbereitung abhaken
-Pflegebericht

6. Info über Untersuchung:
-benötigt Pat. im Voraus ein Medikament?
-bekommt der Pat. bei der Untersuchung Medikamente? Welche, NW?
-wird der Pat. hinterher O2 benötigen? Kann direkt am Bett mitgenommen werden
-müssen besimmte Maßnahmen zur Überwachung für nach der Untersuchung getroffen werden?
-wird Pat. länger nicht aufstehen können/dürfen? Dann direkt frische Bettwäsche mitnehmen.


Mehr fällt mir spontan nicht ein...


Gruß

Die Anästhesieschwester
 
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Hey, vielen Dank für deine ausführliche Antwort habe mich sehr gefreut.....und danke jetzt kann ich wenigstens dort was hin schreiben und bekomme ne Zensur besser heheh *Danke*

Noch ne Frage dazu, wie ist das wegen den verschiedenen Transportarten muss ich da noch irgendwie was beachten wenn ich das hinschreibe??

Ansonsten bedanke ich mich recht Herzlich bei dir und wünsche dir noch einen schönen Tag.

Liebe Grüße

Schneeflöckchen 150 :-)
 
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Was meinst du mit Transportarten?
Bett- o. Rollstuhl-Transport oder was???

Gib mir doch mal Bescheid, welche Zensur ICH bekommen hab:mrgreen:



Gruß

Die Anästhesieschwester
 

pericardinchen

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7. Semester Pflegepädagogik
Dabei kommt es auch immer darauf an, wo man als Krankenpflegeschüler/in eingesetzt ist.
Im Intensivbereich darf ein Krankenpflegeschüler/in keinen Transport alleine durchführen.
Im Intensivbereich gilt:

Beatmete Pat. dürfen nur mit einem Arzt transportiert, verlegt bzw. in ein anderes Zimmer geschoben werden.
Spontane Pat. dürfen nur von der ex. Pflegekraft verlegt, transportiert, umgeschoben werden.

lg, pericardinchen.
 
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Hey, ja genau die meine ich.........

Ja kann ich gern machen, dir bescheid geben dann :mrgreen:

Danke nochmal und bis dann

Schneeflöckchen :-)
 
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Hallo pericardinchen,

ich danke auch dir für deinen Beitrag und für deine Antwort auch du hast mir weiter geholfen *vielen Dank*

LG Schneeflöckchen :-)
 
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Hi Schneefloeckchen,

was du bei den Transportarten beachten musst, ist natürlich, dass sie auch für den jeweiligen Pat. geeignet sind. Einen Pat., der nicht ohne Unterstützung bzw. ohne Gurt sitzen kann, würde ich natürlich nie im Rollstuhl transportieren.
Alle Patientengruppen, die ich oben aufgeführt habe, sind eigentlich auch im Bett zu transportieren.


Gruß

Die Anästhesieschwester
 

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