Shaldon-Katheter

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Sr.Katja, 07.01.2007.

  1. Sr.Katja

    Sr.Katja Senior-Mitglied

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    Huhuuuuu alle zusammen !!!

    Ich hab da mal eine Frage. Wir haben total selten Patienten mit Sheldon Katheter. Jetzt hatten wir einen und da sollte der Sheldon gezogen werden. An dem eigentlichen Tag wo der Chefarzt das wollte klappte das nicht weil der Patient einen ZVK erhalten sollte und ich sagte den Kollegen vom Spätdienst. Wenn der Patien den ZVK hat soll der Sheldon gezogen werden und die Spitze muß eingeschickt werden. Meine Kollegin sagte sofort : Also ich ziehen den nicht. Und nächsten Tag erhiel Patient eine Viggo und der Sheldon sollte raus. Ich sagte unserer Stationsärztin ob sie das machen könnte. Da sagte sie dann : Nee das könnt ihr doch auch. Ist wie ein ZVK. Um weitere Diskussionen zu vermeiden bin ich mit meinen Kollegen rein ins Zimmer und hab ihn gezogen.

    Jetzt meine Frage: Wie hättet ihr das gemacht ??

    Gruß Katja
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Sr. Katja,

    warum soll das Pflegepersonal den Shaldon nicht ziehen?
    Welche Argumente sprechen dagegen?
    Oder andersrum gefragt, was kann passieren wenn ich den Shaldon ziehe?
    Um ihn zu ziehen, muss ich eben wissen was passieren kann, im schlimmsten Fall und entsprechend handeln.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  3. Tobias

    Tobias Poweruser

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    Moin,
    hier schließe ich mich Narde an!
    Sheldon ziehen ist kein Problem, aber ich muss wissen wie und was passieren kann.
    Wenn ich das nicht weiß muß ich mir jemand mit Erfahrung holen und wenn es die Stationsärztin ist. Learning by Doing - Wikipedia sollte bei manchen Maßnahmen in unserem Beruf tabu sein!

    LG Tobias
     
  4. Sr.Katja

    Sr.Katja Senior-Mitglied

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    Huhuuu !!!

    Da bin ich ja beruhigt denn ich sah darin auch kein Problem für mich ihn zu ziehen. Deshalb bin ich auch ins Zimmer und hab ihn gezogen. Denn es ist ja nicht anders als einen ZVK ziehen nur das er dicker ist und man muß länger abdrücken .


    Gruß Katja
     
  5. juliano

    juliano Junior-Mitglied

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    Hallo Narde,

    Da machst Du Dir die Sache etwas zu einfach!!

    Unter: http://www.annals.org/cgi/reprint/140/12/1025.pdf kannst Du Dir einen hochinteressanten Artikel von 2004 kostenlos herunterladen (allerdings auf Englisch), in dem die Komplexität dieses Vorgangs mit vielen Komplikationsmöglichkeiten beschrieben ist. Insbesondere wird bei länger liegenden Kathetern (Kanalbildung) auf die Gefahr der Luftembolie verwiesen (Fallbeschreibung). Hab ich zwar selber noch nicht beobachtet, muss aber nichts heissen. Eine Thorax-Drainage nach Pneumothorax "einfach mal so zu ziehen" traut sich hoffentlich keiner.

    Bei uns werden die Katheter fast ausnahmslos untertunnelt, da ist das Risiko gering für Nachblutung und erst recht Luftembolie. Allerdings wird die Explantation natürlich von einem Arzt und keiner Schwester vorgenommen.

    Wenn ein "Shaldon"-Katheter in der Leiste liegt, ist das Risiko gering, Nachblutung möglich, jederzeit durch manuelle Kompression zu stoppen.

    In der Jugularvene kann es theoretisch, aber auch praktisch (s. Artikel!) zu (tödlichen) Luftembolien kommen. Dennoch lassen wir unsere Patienten sitzen, um das Nachblutungsrisiko gering zu halten. Möglich wäre z. B. die Verwendung von Zinkpaste (wie bei der Thorax-Drainage), um beim Ziehen eine Luftembolie zu verhindern.

    Besonders problematisch ist das Entfernen eines länger liegenden Shaldon-Katheter aus der V. subclavia. Immerhin ist das Loch in der Vene ca. 4 mm gross und verschliesst sich nicht spontan. Wenn jetzt ein hoher ZVD besteht, der Pat. mglw. Marcumar nimmt oder Clexane gespritzt bekam oder kurz zuvor Heparin gegeben wurde, ist das Risiko eines Hämatothorax hoch!! Warum sollte eine Pflegekraft freiwillig dieses Risiko tragen???!!!
    "Im schlimmsten Fall richtig handeln.." ist in dieser Situation nicht ganz einfach, denn eine manuelle Kompression der V. subclavia ist ausserordentlich schwierig. Dazu kommt, dass der Hämatothorax mglw. erst nach Stunden auffällt, weil der Pat. durch Kompression der Lunge keine Luft mehr bekommt oder auch im Blutungsschock ist!! Hierzu sollten klare Anweisungen (SOP) existieren, die, bezogen auf das Gefäss, die Liegedauer, das Blutungsrisiko usw., eindeutige Vorgaben machen, wie zu verfahren ist. Z. B. sollte spätestens 6 Std. nach Entfernen eines Subclavia-Shaldon eine Thorax-Aufnahme gemacht werden, ausserdem nach dem Ziehen engmaschige RR-Kontrolle, halbaufrechte Position.

    Also, wie gesagt, nicht einfach Ziehen, sondern Abläufe definieren und Risc-Management (s. dazu auch den Artikel mit gutem Algorithmus für die beteiligten Gruppen im Team) betreiben.

    Herzliche Grüsse

    Juliano
     
  6. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    hallo,

    also wir ziehen unsere shaldon selbststandig nach aao.
    ich denke bei solchen tätigkeiten ist es immer äußerst wichtig zu wissen was passieren kann, ansonsten sollte man das lassen. bei uns ist das sehr häufig arbeite ja auf der nephro. kenn also komplikationen.
    bei uns ist es übrigens nicht üblich einen shaldon zu ziehen wenn eben heparin gelaufen oder gespritzt wurde. dann wird der shaldon eben später gezogen

    lg
     
  7. synapse

    synapse Stammgast

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    Hi,
    nein, tut sie nicht. Sie geht ja davon aus, dass jeder weiß, was er tut und entsprechend vorbereitet ist auf den Zwischenfall.

    Gruß
    Synapse
     
  8. sam2309

    sam2309 Senior-Mitglied

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    @juliano:
    Einen Sheldon-Katheter zu ziehen ist wirklich kein problem und kann durchaus von einer Pflegekraft ausgeführt werden. Wenn man die Einstichstelle lange genug komprimiert werden keine Nachblutungen oder sonstige Komplikationen auftreten. Ich habe schon viele Sheldon Katheter, meist bei schwerstkranken, beatmeten Patienten gezogen oder noch nie traten komplikationen auf. Und ob ein Arzt oder eine Pflegekraft den sheldon zieht....die Komplikationen könne bei beiden auftreten. Wichtig ist halt hinterher den Verband luftdicht anzubringen und auf blutungen zu kontrollieren.
     
  9. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Jetzt mal ne direkte Frage: Wie komprimiert ihr?

    Reicht ein Sandsack - oder punktuell komprimieren. Sprich Finger drauf? :-)
     
  10. sam2309

    sam2309 Senior-Mitglied

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    Ein paar Kompressen, zwei Minuten drücken, luftdichter Verband und gut ist.
     
  11. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Juliano,

    ich verstehe ja, dass du nicht an meine Fachkompetenz glaubst, aber ich kann dich beruhigen, auch ich habe einiges in meiner Zeit im Krankenhaus gelernt und weiss sehr genau was ich mache oder nicht mache, die Komplikationen die beim Ziehen des Shaldon's auftreten können sind mir bekannt, wie ich bereits oben geschrieben habe.
    Vermutlich sind bei dir schon häufig Probleme aufgetreten, deshalb verstehe ich deine Bedenken.

    @Maniac
    wir komprimieren mittels Tupfer und "per Hand".

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  12. juliano

    juliano Junior-Mitglied

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    Hallo Narde, sorry, wollte niemandem zu nahe treten!! Und schon gar nicht Deiner Fachkompetenz! Bei uns weigern sich im Krankenhaus viele Pflegekräfte einen Shaldon-Katheter zu ziehen.

    In einem solchen Forum reicht es finde ich nicht, nur zu sagen, learning by doing und gleichzeitig nicht über die möglichen Komplikationen zu sprechen.

    Wenn was passiert, hilft es wenig darauf zu verweisen, es wär auf ärztliche Anordnung geschehen. Die wissen längst auch nicht, was alles passieren könnte.

    Der von mir genannte Artikel ist übrigens der Hinweis auf einen ärztlichen Berufsbeginner, der aus menschlichen Gründen bei einer im Stuhl sitzenden Krebspatientin den Shaldon aus der Jugularvene entfernt hat. Dabei kam es zu einer fast tödlich endenden Luftembolie über den Einführungskanal. Sicher eine seltene Komplikation, aber man sollte sie wissen. Aus Gründen der Nachblutung werden bei uns auch fast alle Jugular-Katheter in halb sitzender Position entfernt.... Ist noch nie was passiert!

    Man muss diesem umfangreichen Artikel nicht unbedingt beipflichten, aber bei uns ist der "Gekniffene" in der Regel derjenige, der die letzte Handlung vorgenommen hat, die zu Problemen führt. (Interessant ist dazu auch der Beitrag von "heunix" im Forum "Alarmgrenzen", da war letztlich auch der Dialysepfleger "schuld" am Verbluten).

    Also ... nix für ungut, Kompetenz hin oder her, Fehler passieren überall, wo mehrere Menschen gleichzeitig an einem Patienten arbeiten. Oder schau ich in der Dialyse jedes Mal in die Kurve, ob der Chirurg vielleicht Clexane angesetzt hat, und wir zusätzlich noch Heparin während HD geben???

    Ich hoffe, der Haussegen hängt wieder gerade

    Grüsse

    juliano
     
  13. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    @maniac

    tupfer und finger für ca. 3min, je nachdem ob´s recht blutet auch mal länger, merkt man ja dann. danach legen wir noch nen sandsack für ein stündchen drauf.
     
  14. tattoonurse

    tattoonurse Senior-Mitglied

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    Hallo, hin, Pflaster ordentlich entfernen, falls angenäht-Fadenmesser und raus mit dem Nahtmaterial, Handschuhe an, Sheldon ziehen, Kompressen und einen Moment drücken (ca.2-3 Minuten), dann Druckverband---FERTIG!
    Kontrolle nach einer Stunde...

    Viel Erfolg:ccol1:
     
  15. uefchen71

    uefchen71 Junior-Mitglied

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    Liebe Kollegen, ihr führt Reanimationen und Narkosen durch, anteilig auch ohne Arzt in der Nähe, und dann habt ihr bedenken einen Shaldonkatheter zu ziehen? Wenn ich mir solche Angst, mache vor allen möglichen Dingen die ich täglich durchführe, und mir stets überlege was alles passieren KÖNNTE, und sie deshalb nicht durchführe, dann Prost Mahlzeit. Natürlich arbeite ich nicht Kopflos, um das noch zu erwähnen, aber bei uns gibts einen Spruch,der heißt: "Angst fressen Seele".


    Gruß aus Iserlohn
     
  16. juliano

    juliano Junior-Mitglied

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    Gruß nach Iserlohn, ich find es absolut top, dass vernünftige Menschen vernünftige Dinge tun! Frage ist immer nur, wenn etwas passiert, wer bekommt eins auf die Mütze. Solange Ärzte nicht wissen, welche Risiken entstehen, ist wie immer das letzte Glied der Gekniffene.
    Ich bin kein Formalist und halte die Frage der Verantwortlichkeit dennoch für wichtig. Es ehrt keine Pflegekraft, wenn sie Dinge tut oder übernimmt, die ein Arzt weder überschauen noch einschätzen kann.
    Mein Problem kommt mehr von der Seite, dass Dinge, die vermittelbar sind, trotz korrekter Arbeitsanweisungen von seiten der Pflegedienstleitung boykottiert werden. In unserer Klinik wird von seiten der PDL alles extrem restriktiv gehandhabt. Selbst wenn SOPs existieren, kann es sein, dass unter Hinweis auf fehlende Einweisung Dinge nicht durchgeführt werden dürfen, obwohl sie eigentlich selbstverständlich sind.
    Für mich wird die Schere zwischen der Kompetenz der Pflegekräfte und auf der anderen Seite die Restriktionen durch die Verwaltung (und dazu zähle ich auch den sog. "Pflegedirektor", erinnert mich immer an Zirkus) zunehmend grösser.

    Meine fachlichen Anmerkungen haben insofern auch einen politischen Hintergrund. Früher haben wir immer gesagt: "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!" Die Arbeitsverlagerung von Tätigkeiten, die früher nur von Ärzten vorgenommen wurden (z. B. Entnahme der V. saphena magna in der Herzchirurgie für die Bypass-OP) wird heute auch in Deutschland von Pflegekräften ohne zusätzliches Entgelt nach entsprechender Ausbildung von Pflegekräften vorgenommen. Subjektiv mag dies erhebend sein, für den Arbeitgeber heisst das nur Einsparung!

    In dem Sinne: Zieht weiter die "Shaldons" und wißt, was Ihr tut. Trotz allem: Fragen schadet nie! Weiss der Arzt, was er angeordnet hat und gibt konkrete Anweisungen, übernimmt er auch die Verantwortung, wenn es zu Komplikationen kommt.

    Ein Spaß zum Schluss: vor 20 J. sah eine Schwesternschülerin einen Shaldon am Verband aus der Jugularvene herauslugen, nahm eine Schere und schnitt den überschüssigen Teil ab. Glücklicherweise war jemand kompetentes in der Nähe und klemmte den verbleibenden Rest ab.

    Grüsse

    Juliano
     
  17. tattoonurse

    tattoonurse Senior-Mitglied

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    Hallo uefchen71, dein Spruch "Angst fressen Seele" finde ich top!!!
    Regt zum Nachdenken an---super...

    Gruß von Tattoonurse:klatschspring::klatschspring:
     
  18. mary_jane

    mary_jane Poweruser

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    hallo uefchen71,

    also ich hab mir jetzt alles nochmal durchgelesen, wer hat dann hier geschrieben das er angst davor habe. es ging lediglich darum das die fragestellerin kein erfahrung damit hat und sich deshalb berechtigterweise unsicher fühlte. reflektiertes arbeiten ist das a und o in unsren job. das heißt nicht das ich vor jeder tätigkeit angst haben soll, aber es schadet nicht wenn man sich die folgen ins gedächtnis ruft.
    tut mir leid aber so wie du das darstellst find ich nicht gut. haben auch manch solchen kollegen der wenn jemand neues nach was fragt große töne spuckt. da wunert es mich nicht wenn sich manche dann überschätzen um nicht den spott anderer ausgesetzt zu sein. vielleicht hab ich dich auch falsch verstanden dann tut es mir leid. aber deine antwort kommt etwas überheblich rüber.
    nichts für ungut

    mary jane
     
  19. spflegerle

    spflegerle Stammgast

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    @tattoonurse, deine knappe Beschreibung würde ich gerne noch ergänzen:

    vor dem Ziehen eines Shaldon Kontrolle der Laborwerte (Gerinnungsparameter, Thrombozyten) und entsprechende Anpassung der Kompressionsdauer.

    Außerdem ergänze ich noch eine selbst erlebte Situation:
    Jugularis-Shaldon gezogen, durch das Abdrücken einen Carotis-Sinus-Reiz ausgelöst der zu einer Asystolie führte. Pat. war am Monitor (Intensivstation), daher Situation sofort bemerkt, etwas Druck nachgelassen, und schon war wieder eine Herzaktion zu sehen. Aber die Monitorlänge ohne Herzaktion lies meine Nebennierenrinde ganz schön in Wallung geraten...
    Also: ich bin froh, dass ich auf der IPS nicht in die Verlegenheit kommen kann, einen Shaldon ohne Monitoring ziehen zu müssen.

    Gruß spflegerle
     
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