Sexueller Missbrauch

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik" wurde erstellt von Brady, 09.12.2006.

  1. Brady

    Brady Gast

    Wer übt sexuellen Mißbrauch aus?

    Psychologische Erklärungen können
    u.a. genannt werden:

    - selbst mißbraucht sein,
    - affektiv/und oder emotional und/oder pädagogisch verwahrlost sein,
    - Mangel an Impulskontrolle

    Täter
    Inzestkinder
     
  2. Flitze

    Flitze Newbie

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    ebenfalls danke dafür, ist auch interessant für mitarbeiter und kollegen die mit diss. identitätstörungen zu tun haben.
     
  3. midnightlady24

    midnightlady24 Stammgast

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    Interessantes Thema ...
    Interessanter Verein ( Melina e.V. ) ... aber das ein verein, der sich direkt auf der ersten Seite darüber ausspricht, dass Kinder sogar "verheimlicht" ( nicht amtlich gemeldet ) werden, damit sie "geopfert" werden können, sich einige Absätze weiter unten gegen die Möglichkeit der anonymen Geburt sowie gegen die Babyklappen ausspricht, wirkt auf mich irgendwie kontrovers.


    LG, Monika
     
  4. Friedrich

    Friedrich Junior-Mitglied

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    Beruf:
    Fachkrankenpfleger für Psychiatrie
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    Leider alltägliches Thema!

    Habe häufig mit PatientInnen zu tun, die Missbrauchserfahrungen haben;

    Vom einmaligen Missbrauch bishin zu immer noch anhaltendem regelmäßigem rituellen Missbrauch, teils > 40 Jahre.

    Das Schlimmste in der Arbeit mit Ihnen ist für mich, wenn professionelle Kollegen und Kolleginnen aller Berufsgruppen sich täterähnlich verhalten oder durch ihr Verhalten der "Tätermoral" zuspielen ("stellen sie sich nicht so an", oder auch beliebt in der Einzel-Visite mit 5-6 Profis zu Fragen: "Erzählen sie doch mal von Ihrem Missbrauch", "so was gibts nicht", "selber schuld, wenn die so rumläuft", "wenn sie immer wieder zum Täter geht, wird sie es wohl selber so wollen" usw.).

    Wesentliche Dinge im Kontakt mit diesen Menschen sind m. E. unter anderem:

    1. Ihnen zu glauben; die Chance, dass ein Missbrauch verdrängt oder verleugnet wird, ist um ein vielfaches höher als die, das nicht stattgefundener Missbrauch erfunden wird (vermutlich extrem selten)

    2. Das Berichtete aushalten können. Wenn man sich in deren (durchaus gewaltigem) Leid verliert, kann man zwaqr mitleiden, aber nicht mehr helfen, weil man selbst zu betroffen ist. Auch "robin-hood-mäßig" alle zurächen und als Retter der Nation aufzutreten, ist vielleicht fürs eigene EGO erstmal schön, aber ebenfalls wenig hilfreich.

    3. Nach meinen bisherigen Erfahrungen im Kontakt mit diesen Patienten ist das Wichtigste, dass sie sich bedingungslos gehalten fühlen; erst aus einer Sicherheit, die diese Grundhaltung vermittelt, können sie wichtige Veränderungen in ihrem Leben überhaupt vornehmen.

    Soweit mein Beitrag dazu

    Friedrich
     
  5. lex

    lex Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    20.08.2006
    Beiträge:
    46
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen,
    zum Beitrag von Friedrich möchte ich folgendes anmerken: auch wenn man prinzipiell dem Opfer / Patienten glauben schenken sollte, so kann das nicht blind vertrauen heißen. Habe selbst schon Patienten erlebt die wegen übler Nachrede überführt und verurteilt wurden. Gebe aber selbstverständlich zu das dies eher die Ausnahme ist.
    Zu dem Verhalten der beschriebenen Kollegen möchte ich anmerken das auch professionell Pflegende teils falsche Strategien zur Verarbeitung und zum Eigenschutz haben. Das macht es für den Patienten jedoch sicherlich nicht besser. Ein Mißbrauchsopfer im Gruppengespräch zum Thema zu befragen ist allerdings sowas von daneben, da kommt es auf den Inhalt auch nicht mehr an.
     
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