Seitenwechsel - von der Krankenschwester zur Angehörigen

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Silvana, 27.03.2009.

  1. Silvana

    Silvana Senior-Mitglied

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    Hallo ihr Lieben!
    Welche Pflegekraft kennt sie nicht: die Angehörigen, die ewig was zu meckern haben, die dauernd alle Anordnungen hinterfragen und ständig mit dem Doc sprechen möchten? Mal ehrlich, wen nerven sie nicht?
    Seit Weihnachten 2008 gehöre ich nun auch zu den "nervigen Angehörigen"! Und ich muss sagen, auf dieser Seite im Krankenhaus zu stehen, ist echt sch...! Und inzwischen verstehe ich jeden, der sich über so manche Schwester bzw. Arzt aufregt.
    Hier ein Erfahrungsbericht:
    Meine Mutter wurde kurz vor Weihnachten mit hohem Fieber und einem BZ > 600mg/dl ins Krankenhaus eingeliefert. Erstdiagnose: aufgestiegener Harnwegsinfekt. Ich war leider bei der Einlieferung nicht dabei, denn ich mußte selbst arbeiten. Als ich sie am nächsten Morgen besuchte, lag sie pitschepatschenaß im Bett, denn sie konnte den Urin wegen des Infekts nicht halten. Nicht mal eine Vorlage hatte sie erhalten. Bis zu dem Zeitpunkt hatte sie auch weder ihre normale Medikation erhalten (obwohl sie den Medikamentenzettel bei Aufnahme abgegeben hatte), geschweige denn irgendetwas fiebersenkendes. Und ihr Basal-Insulin kannte man auf der Station gar nicht, so dass man lieber gar kein Insulin gespritzt hatte (obwohl sie es vorsichtshalber mitgebracht hatte). Auf meine Frage, warum meine Mutter denn keine Medikamente bekäme, bekam ich die Antwort, dass es die z.T. gar nicht gäbe. (Ich stelle seit Jahren die Medis und die gibt es natürlich!) Also sind wir dann gemeinsam die Liste durchgegangen. Spätestens als die Schwester ständig Digoxin und Digitoxin verwechselte, hatte ich das Bedürfnis, meine Mutter schnell wieder aus diesem Haus herauszuholen. Jedenfalls erfuhren die Schwestern dadurch, dass ich "eine von ihnen" war, so dass man sich doch scheinbar mehr Mühe gab. Beim nächsten Besuch hatte meine Mutter einen Dauerkatheter, sie bekam ihre Medis und sogar das Insulin war organisiert worden.
    Nur leider äußerte man den Verdacht auf Brustkrebs, der durch eine PE gesichert werden sollte. Auf die PE warteten wir fünf Tage. Jeden Morgen wurde gesagt, dass sie heute erfolgt, um am Abend zu sagen, dass es wohl doch erst am nächsten Tag klappt. Als meine Mom dann am Tag 4 abgeholt wurde, war ich dabei und guten Mutes, nur leider brachte man uns versehentlich in die onkologische Ambulanz, wo wir für ca. 1 Stunde in einem Raum "geparkt" wurden, in dem Patienten ambulant ihre Chemos bekommen. Nicht grad ideal für jemandem, bei dem der V. a. Krebs besteht. Ich merkte übrigens mehrfach an, dass wir bestimmt falsch hier waren, aber das interessierte nur wenig. Den Termin zur PE verpassten wir dadurch natürlich. Über die Art, wie uns der Doc dann mitteilte, dass es wirklich Krebs ist, möchte ich mich gar nicht äußern, da könnte ich noch immer ausrasten!!!
    Jedenfalls bekamen wir zum Staging einen Termin bei den Gynäkologen, so dass wir im Januar erneut in dieses Krankenhaus kamen (nicht mein Wunsch, nur wegen Brustzentrum). Es gab aber wohl ein Kommunikationsproblem, denn es ging gar nicht ums Staging, am nächsten Tag sollte direkt die Brust ab. Wir gingen also unverrichteter Dinge wieder nach Hause, erstmal Aspirin absetzen! Eine Woche später OP- Termin. Und da ging es erst richtig los: am ersten postop. Tag wurden die Drainagen gezogen, förderten nämlich nicht. Da das Wundsekret nun nicht abfließen konnte, bildete sich eine riesige Wundhöhle voller Serom, bis schließlich die Wundnaht teilweise aufplatzte! Daraufhin klebte man mit kleinen Pflastern eine (!) Saugkompresse auf die Wunde. Nach vier Tagen punktierte man und entleerte 1,4l(!) Flüssigkeit. Zwischendurch entleerte sich die Höhle immer wieder durch das Loch in der Wunde (und ich meine wirklich "Loch"). Wenigstens lief in der Zwischenzeit das Staging, aber Ergebnisse erfuhren wir nicht. Erst wenn alle Befunde da sind, im Endgespräch! Nach 10 Tagen wurde meine Mutter mit einer infizierten, halboffenen Wunde entlassen. Das Endgespräch erfolgte eine Woche später: Chemo und Bestrahlung, aber erst wenn die Wunde abgeheilt sei. Und dann auch nur beim niedergelassenen Onkologen ambulant, wird nämlich stationär gar nicht bezahlt. Die niedergelassene Gynäkologin hat die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, so schlimm sah die Wunde aus. Sie punktierte die Wundhögle mittels Viggo, bastelte einen Ablaufbeutel dran, fixierte das Ganze und mein Schwager (auch Krankenpfleger) und ich machten täglich den Verbandswechsel! Inzwischen heilt die Wunde von innen, und bis auf ein kleines Loch sieht die Wunde gut aus! Jetzt ist meine Mutter in "meinem" Krankenhaus in Behandlung. Die Onkologin erstellt grad einen Therapieplan und wenn eine Chemo überhaupt noch Sinn macht, dann geht das auch stationär (wegen der Vorerkrankungen: Herzinsuff., Niereninsuff., Diabetes). Jedenfalls bekommt meine Mutter so langsam wieder Zutrauen in Pflegepersonal und Ärzte. Das hatte sie durch die Erfahrungen nämlich schon ziemlich verloren!
    Ich habe übrigens nicht einmal die Fassung gegenüber dem Personal in diesem Krankenhaus verloren! Jede Kritik war freundlich formuliert! Und was habe ich dann zufällig in der Kurve gelesen? "Cave: Tochter ist Krankenschwester - sehr kritisch!" Ich glaub, es hackt!!!:schraube:
    Sorry, dass der Text so lang geworden ist, aber ich glaub, ich musste das mal loswerden!!!
    Jedenfalls bin ich doch bedeutend lieber auf "meiner " Seite als Krankenschwester! Und wenn die Erfahrungen auch mies waren, ich bin jetzt doch viel verständnisvoller für die Sorgen und Ängste der Angehörigen!:-)
     
  2. Liberty

    Liberty Senior-Mitglied

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    Wow, da lief aber einiges schief. Also so möchte ich aber nicht mit Angehörigen UND vor allem mit Patienten umgehen, und in unserem Haus wird das auch nicht so gemacht. Das find ich weder von der einen, noch von der anderen Seite in Ordnung! Ich sag auch immer, ich verstehe wenn Angehörige wissen möchten auf welchem Stand ihre Familienmitglieder sind, oder was noch weiter geplant ist, ich würde auch alles genau wissen wollen wenn es meine Eltern oder Kinder wären!

    Liebe Grüße
     
  3. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Oh je, das ist wirklich total schief gelaufen. Das die die Medikamente nicht kennen kann ich ja verstehen, aber gibt es keine Rote Liste?
    Kein Insulin, weil sie das deiner Mutter nicht kennen?
    Das Warten bei den Chemopatienten? Eins alleine würde schon reichen!
     
  4. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Das ist ja der OBERHAMMER! Hat wohl was mit "ganzheitlicher Patientenbetreuung" zu tun, du bist mit inbegriffen ;)

    Respekt an Deine äußerlich, wenn auch innerliche ganz sicher nicht vorhandene, Ruhe.

    Ich würde an deiner Stelle, weiß nicht wie lang das ganze nun schon her ist, übers Beschwerdemanagement an das Krankenhaus herantreten. Ein wenig mithelfen :-)

    Alles Gute an dieser Stelle deiner Mutter.

    MfG
     
  5. Jumanji

    Jumanji Senior-Mitglied

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    Hallo!

    Ohne Worte... da bleibt einem echt die Spucke weg. Ich wäre da an deiner Stelle nicht so ruhig geblieben. Da hätten die Wände gewackelt.

    Deiner Mutter weiterhin gute Besserung

    Jumanji
     
  6. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  7. saphena78

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    Erst mal alle Gute für Deine Mutter und auch für Dich!

    Ich war in einer ähnlichen Situation und habe auch so einiges erlebt. Mein Vater hatte ein Pancreas-Ca und ist nach 3 Jahren daran verstorben, da war er natürlich oft und lange im KH. Und es gab ähnliche Situationen wie Du sie beschreibst.

    Ich habe mich ehrlich gesagt nicht so zusammengerissen wie Du, wenn irgendwas nicht gut lief oder falsch lief habe ich da ganz schönen Terz gemacht. Der Oberarzt von der Station hat sich schon immer ganz schnell in ein Patientenzimmer verzogen, wenn er mich kommen sah.:mrgreen:

    Ich habe seit dem auch kein Problem mehr, wenn Angehörige ihren Unmut äußern, vorausgesetzt es ist keine Banalität und wirklich angebracht. Ich kann da jetzt besser damit umgehen.
     
  8. Drago07

    Drago07 Junior-Mitglied

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    Kaum zu glauben wenn man so etwas ließt!
    Meiner Mom ist ja auch schon gesagt worden sie soll sich nicht so anstellen wegen ihrem erhöhten RR und beim nachmessen von der Ärztin dann "naja 210/170mmHg, das ist noch nicht so schlimm....". Und ich hatte mich dort lauthals aufgeregt weil nichts passierte. Aber soviel auf einmal!:eek1:
    Ich kann nur Toolkit zustimmen und sagen, du solltest dich an das Beschwerdemanagement richten.
    Alles Gute für deine Mutter.
     
  9. Silvana

    Silvana Senior-Mitglied

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    Vielen lieben Dank für die Genesungswünsche, werde sie gerne ausrichten!:-):-):-)
    Ganz ehrlich, ich könnte noch mind. 20 Situationen ähnlicher Art von diesem Krankenhausaufenthalt berichten!
    Dass ich nicht ausgerastet bin, lag einzig und allein an meiner Mutter. Zum einen war für sie ja alles eh viel zu viel und ich wollte sie nicht noch mehr verängstigen (ein Minimum an Vertrauen in Ärzte und Pflegepersonal wollte ich ihr ja noch lassen), zum anderen war bereits am ersten Tag klar, dass die Menschen dort nicht so super auf Kritik reagieren. Und dann meine kranke Mutter in deren Hände? Sorry, ganz schlechtes Gefühl in der Magengegend!
    Aber natürlich habe ich inzwischen Beschwerdebriefe an die gynäkologische Chefärztin und das Beschwerdemanagement der Klinik geschickt. Bis jetzt aber noch ohne Antwort. Außerdem haben wir das Ganze auch der niedergelassenen Gynäkologin geschildert (übrigens früher selbst Oberärztin in dem Haus!), die sich inzwischen mit der Gyn.- Chefin in Verbindung gesetzt hat. Und ihr wohl unter anderem mitteilte, dass sie unter solchen Umständen bis auf weiteres von Überweisungen ihrer Patientinnen in diese Klinik absieht!
    Ich möchte allerdings auch noch erwähnen, dass meine Mutter vor wenigen Tagen kurzfristig in der Urologie der gleichen Klink war (jaja, ich habs wirklich gewagt:knockin:) und die wiederum waren echt nett und auch kompetent! Kein Vergleich zu ihren Kollegen der anderen Fachabteilungen!

    Zum Ende noch einen schönen Satz der jetzt zuständigen Onkologin zu meiner Mutter:
    "Sie sitzen hier als Mensch vor mir, nicht als eine Erkrankung!"

     
  10. lieba

    lieba Newbie

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    Hey!

    ja so etwas habe ich mit meinen vater ( COPD, Herzinsuff.) durchgemacht.

    habe mich auch mehrmals beschwert, sowohl auf station als auch beim chefarzt, nach zig mal beschweren wurde er endlich in eine fachklinik verlegt. aber nicht wegen seinen schlechten Zustand sondern weil die ein neuartiges beatmungsgerät hätten, worauf ich antwortete das mir der grund egal ist, hauptsache er kommt von dort weg weil die in der fachklinik tausendmal besser sind. naja dann war er etwas in der ehre gekränkt. aber das war mir egal, es ging um meinen vater!

    die haben die exikose, die tachykardie nicht erkannt, wäre angeblich alles im normalbereich wurde mir immer gesagt. als ob ich keine exikose erkennen kann oder den puls falsch messen würde. er hatte keine kg oder atmengym. eine ärztin konnte sich mir überhaupt nicht verständlich machen und mir erklären warum er antibiotika bekommt vielleicht pneumonie hieß es. zum teil wurde auch mir die tür des stationszimmers zugemacht wenn ich kam.

    das waren für mich die schlimmsten 4 wochen meines lebens hatte überhaupt keine ruhe, bin zusammengezuckt als das telofon geläutet hat. hatten auch schon die seelsorge verständigt zwecks seinen schlechten zusandes.
    und dann die verlegung in die fachklinik, die waren total entsetzt, haben erstmal flüssigkeit substituiert und mußten dann auch noch die clostridien ausbaden. aber es war toll die haben sich sehr engagiert und waren jederzeit für mich und meine familie da. an dieser stelle nochmal ein großes DANKE an die fachklinik donaustauf!!!!!

    habe mich nach der verlegung bei der verwaltung beschwert, war gar nicht einfach einen termin zu bekommen, soviel zu beschwerdemenagement! jedenfalls habe ich gesagt so etwas würde in dem kh in dem ich arbeite nicht passieren. worauf die PDL meinte dort hätten die Sr. mehr entscheidungsfreiheit und mehr handlungsspielraum. daraufhin habe ich herzlich gelacht und gemeint das er an dem dilemma schuld ist, da er ja wissen müßte was seine leute können und dies müsste er auch zum ausdruck bringen und dann bin ich gegangen.

    es ist nur traurig, weil es kleines haus ist, und das nächste kh ca. 25 km entfernt, also gehen viele dorthin weil dann der kontakt zu familie und freunden da ist, und dann machen die immer so einen käse. das war meine 3. persönliche und schlecht erfahrung. und ich schwöre das ich mich und meine familie von diesen kh fernhalten werde.

    durch diese erfahrung weiß ich auch mittlerweile wie angehörige teilweise sind und habe mehr verständnis entwickelt. auch wenns manchmal um kleinigkeiten geht. aber ich finde, wenn sie merken das man sich kümmert und nicht genervt ist, das dann alles besser läuft. außerdem ist es mir lieder das ich, während der patient noch auf station ist, erfahre was evtl nicht in ordnung ist, als danach eine stellungnahme schreiben zu müßen ans qualitätsmanagement. was ich gerne mache wenn möglich, das ich mir einen ruhigen raum suche und die fragen der angörigen in ruhe beantworte, damit habe ich bis jetzt gute erfahrungen gemacht.
    l
    iebe grüße lieba
     
  11. Cleo32

    Cleo32 Newbie

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    Hallo,

    letztes Jahr lag mein Opa in meinem KH (das heißt in dem KH wo ich meine Ausbildung gemacht habe und auch auf der Station wo ich danach gearbeitet habe für 2 Jahre) wenn ich nicht mit eigenen Augen gesehen und mitbekommen hätte was da abgelaufen ist, ich hätte jeden des Lügens bezichtigt.

    Zur Geschichte mein Opa bekommt schlecht Luft, COPD bekannt, hatte BZ Werte >500 kein Diabetes bekannt, Fieber >40° , wurde auf "meine" Station gebracht, er bekam Sauerstoff, Infusionen (liefen immer para wegen der schlechten Venen) Antibiose auch para, er bekam nichts zu trinken obwohl er über Durst klagt soweit er sprechen konnte. Auf der Station hieß es er habe eine Pankreatitis deswegen auch die hohen BZ Werte, eine Schwellung der linken Gesichteshälfte (Mund) wurde angeblich vom HNO Arzt punktiert. :gruebel::knockin:
    Auf drängen unserer Seite wurde mein Opa verlegt in ein anderes KH mit HNO Fachabteilung!:nurse:
    In diesem KH wurde dann dafür gesorgt, dass mein Opa (der durch das Fieber und nichts zu trinken völlig exikiert war und auch in dementsprechend desolatem Zustand) endlich wieder genügen Flüssigkeit aufgenommen hat, Pankreatitis gab es nicht nur eine Parotitis die zügigst behandelt wurde und auch darauf hin entsprechend zügig abheilte, Themperatur wurde durch die Therapie auch in nur einem Tag gesenkt auf normal, zu den BZ Werten gab es nur eine Erklärung durch den Infekt bedingtes auftreten eines Altersdiabetes der jetzt auch insulinpflichtig ist.:nurse:

    Falls ich selber nochmal in ein KH muß werde ich nie wieder in dieses Kh gehen.
    Die Kinderklinik dieses KH ist super also für meine Kinder gibt es nichts anderes.

    Natürlich haben wir uns auch über dieses KH beschwert bzw über diese Station!

    Ein Satz der mir aus dem KH in dem meinem Opa geholfen wurde hängen geblieben ist, wenn er noch einen Tag länger in dem anderen Kh geblieben wäre hätten wir nichts mehr für ihn tun können!:eek1:

    ich bin entsetzt!

    cleo
     
  12. Babsi12

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    Ich habe mich auch stets genervt von einigen Angehörigen gefühlt und war immer kritisch wenn jemand nicht nach gab oder ähnliches.
    Auch ich habe vor kurzem meinen Vater besucht, der einen schweren Unfall hatte. Er hatte Glück aber dennoch war er auf fremde Hilfe angewiesen obwohl er laufen konnte. Ihm wurde bei der Grundpflege nicht geholfen, beim kleiden.
    Es war ihnen bekannt dass meine Mum u ich KS sind aber sie erzählten uns Geschichten, wo wir wussten, dass ist eine Standartgeschichte, die wir allen Angehörigen erzählen, dass sie Ruhe geben.
     
  13. Fearn

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    Jeder sollte verpflichtet werden sich in dem Krankenhaus in dem er arbeitet einmal als Patient zu befinden. Ich hab nach einer Operation im Januar " Erfahrungen" gesammelt, die ich in den 30 Berufsjahren noch nicht hatte...
    Liebste Grüße Fearn
     
  14. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Ich finde das zB unmöglich wenn wir (ich eingeschlossen ) uns dabei selbst ertappen, wenn wir über Privates plaudern, der Patient liegt da und hat eigentlich Angst, da er operiert wird zB. Da ermahn ich mich oft selbst endlich nach zu geben und beim Pat. zu bleiben und später darüber zu plaudern.
     
  15. Ja... so ähnlich ging es mir auch schon. Da sieht man mal die andere Seite.. und wird wirklich gleich ein ganzes Stück verständnisvoller für die Angehörigen.
    Was teilweise so schief läuft in einem krankenhaus ist schockierend... und erst recht wenn man als Angehöriger nicht einmal handeln kann udn dem ganzen so hilflos ausgesetzt ist. Ich wäre in Deiner Situation nicht so freundlich geblieben denke ich... Aber das hätte es wahrscheinlich nicht besser gemacht. ;)
     
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