Schwanger und mir fehlen noch Nachtdienste

Dieses Thema im Forum "Rund um die Abschlussprüfung (Examen)" wurde erstellt von heike22, 13.04.2007.

  1. heike22

    heike22 Newbie

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    hallo,

    ich mache gerade eine ausbildung zur gesundheits- und krankenpflegerin und bin im september fertig. ich muss bis dahin noch 5 nächte machen und habe jetzt erfahren, dass ich schwanger bin. ich wollte mal fragen, ob ihr wisst, ob es vielleicht möglich ist die ausbildung trotzdem jetzt schon zu beenden, obwohl schwanger keinen nachtdienst machen darf.
    vielleicht kann mir ja jemand helfen. schonmal danke im voraus.
     
  2. Patmuc

    Patmuc Stammgast

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    Hallo

    Ich glaube, da gibt es Ausnahmeregelungen. Lass Dich mal von der Schule beraten.

    Patrick
     
  3. nachtelfe

    nachtelfe Newbie

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    Na ja laut mutterschutzgesetz darf man in der schwangerschaft zwischen 20 uhr und 6 uhr nicht arbeiten ausnhamen bis 22 uhr , aber ob es ausnahmen für die ganze nacht bin weiß ich nicht, weiß denn dein arbeitgeber schon davon ? Aber sie einfach zu machen wäre dann ja auch fahrlässig dem ungeborenen gegenüber. Wäre ja blöd wenn du nur deshalb nicht zum examen zugelassen werden würdest.
     
  4. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Nachtelfe,

    das Mutterschutzgesetz lässt keine Ausnahmen bezüglich der Nachtarbeit für Schwangere zu.
    Schwangere dürfen bis 20 Uhr arbeiten.
    Ich vermute, dass Heike die Nächte nachholen muss.

    Schönen Abend
    Narde
     
  5. heike22

    heike22 Newbie

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    hallo,
    also, mein arbeitgeber weiß noch nichts davon und ich möchte halt das examen auf jeden fall jetzt machen und nicht ein halbes jahr dran hängen. weiß jemand, ob man die prüfungen, auch die praktische, machen kann, auch wenn man noch nicht alle nächte gemacht hat? hab angst, dass meine schule sagt, ich muss die prüfungen um ein halbes jahr verschieben nur wegen der nächte.
    ist jemand zufällig in der gleichen situation gewesen?
    kann man die nächte, auch wenn man die prüfungen schon gemacht hat, noch nachmachen?
    und gibt es irgendwelche ausnahmeregelungen? habe im gesetz nichts gefunden, was meine situation beschreibt.
    freue mich über antworten.
     
  6. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Willst Du für ein popeliges halbes Jahr Deine Schwangerschaft gefährden?
     
  7. Patmuc

    Patmuc Stammgast

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    Hallo heike22

    Habe jetzt mal in Prüfungsverordnungen und Gesetz nachgeschaut. Also 80 Stunden Nachtdienst muss man machen. Habe leider keine Ausnahmeregelung gefunden.
    Vielleicht besteht ja die Möglichkeit die theoretischen Prüfungen alle zu machen (was soll dem auch im Wege stehen) und die praktische Prüfung nach der Entbindung nachzuholen. Denke, dafür muss man eigentlich kein halbes Jahr warten.
    Aber ich würde es dem Arbeitgeber und der Schule sagen. Nur dann kann zusammen eine Lösung gefunden werden.

    Patrick
     
  8. Tildchen

    Tildchen Gast

    Hallo zusammen,

    zu Beginn einer Schwangerschaft machen doch sehr viele Krankenschwestern noch Nachtdienste und wenn Heike sich gut fühlt, gut schlafen kann und bei den bisherigen Nachtdiensten keine Probleme hatte, dann sollte man ihr nicht ein allzu schlechtes Gewissen einreden. Sie muss alleine Entscheiden, ob sie das noch will. Wenn der Arbeitgeber davon erfährt, dann kann er sie im Nachtdienst nicht arbeiten lassen....! Ich könnte gut verstehen, wenn sie jetzt alsbald die Nächte macht und dann ihr Examen ablegt und dann erst mal die Zeit mit dem Kind genießt.

    Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass man die Prüfungen ablegen kann und dann anschließend noch die Nachtdienste ableistet. Das könnte aber eine Weile dauern, weil als stillende Mutter darf man auch keine Nachtdienste machen.

    Gruß
    Tildchen
     
  9. Patmuc

    Patmuc Stammgast

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    Hallo Tildchen

    Wie stellst Du Dir das vor.
    Jetzt nichts zu sagen und nach den Nachtdiensten. Ätsch ich bin doch schwanger.
    Ich glaube, das ist die schlechteste Möglichkeit. Und dann wegen Täuschung des Arbeitsgebers noch ne Kündigung zu erhalten. Will den Teufel nicht an die Wand malen. Aber ich finde es keine gute Idee.
    Auch wird Heike dann den nötigen Schutz, der ihr als werdende Mutter zusteht nicht erhalten.
    Leider steht im Mutterschutzgesetz nur, dass die werdende Mutter die Schwangerschaft bekannt geben soll und nicht muss.

    Patrick
     
  10. Tildchen

    Tildchen Gast

    Was stelle ich mir wie vor?

    Also mal angenommen, die Schülerin ist ganz am Anfang ihrer Schwangerschaft 6-12.SSW und die Nachtdienste sind in den nächsten 4 wochen geplant, dann würde ich wahrscheinlich nicht sagen dass ich schwanger bin und meine Nächte machen und ganz normal meine Prüfung ablegen.

    Was soll denn der Arbeitgeber unternehmen, wenn sie anschließend sagt, sie sei schwanger......? Natürlich muss die betreffende Schwangere genau abwägen ob sie das Risiko eingeht Nachtdienste zu machen, aber rechtlich kann ihr gar nichts passieren. Eine Schwangerschaft zunächst zu verschweigen kann keine Täuschung des AG sein, die Konsequenzen nach sich zieht und schon gar keine Kündigung.

    Den Schutz für werdende Mütter bekommt man dann natürlich zunächst nicht.
    Ich habe während all den Jahren meiner Berufstätigkeit ziemlich viele schwangere Kolleginnen erlebt und nur eine hat gleich bei Bekanntwerden der Schwangerschaft dies mitgeteilt, alle anderen haben ihre Schwangerschaft (mit gutem Recht) frühestens nach 12 Wochen bekanntgegeben, manche deutlich (16.-20.SSW) später und ich würde es nicht wagen all diese Kolleginnen als verantwortungslos zu bezeichnen.

    Wenn Heike dies so händeln würde, dann wäre es ihre alleinige Entscheidung.

    Tildchen
     
  11. flexi

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    Nur mal ne ganz dumme Zwischenfrage:

    Was nimmt eigentlich das werdende Kind in Schutz?

    Das hat eure für mich unverständlichen Einlassungen auszubaden!!

    Aber solange es noch nicht im Bauch strampelt und noch so klein ist, kann man damit ja ruhig va banque spielen....:wut::angry:
     
  12. Ivanca

    Ivanca Senior-Mitglied

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    Hallo ihr lieben,

    bitte nicht falsch verstehen, aber wozu hat man denn eigentlich das Mutterschutzgesetz geschaffen? Ich muß Flexi da voll und ganz recht geben.

    @Heike,
    wenn hinterher doch was passiert, wirst du dir ewig Vorwürfe machen.
    Es müssen nicht immer vorzeitige Wehen oder Frühgeburt drohen, aber , z.B eine unruhige Schwangerschaft begünstigt auch evtl. spätere ADS oder AHDS.

    Ich will dir wirklich keine Angst machen, ich hab selber 4 Kinder und immer in der SS gearbeitet, allerdings nie bis zum Schluß(und nicht immer hatte ich nur verständnisvolle Kollegen und ich wahr nie zimperlich).
    Übrigens mir sind die guten Ratschläge oft auf den Keks gegangen.:verwirrt:
    Deswegen entscheide in Ruhe und für dich allein, bei jedem ist die Ausgangssituation anders.

    Alles Gute:-)
    Manu
     
  13. Tildchen

    Tildchen Gast

    Bezieht sich dieser Einwand jetzt auf die Nachtwache während der Schwangerschaft oder auf die Prüfungssituation?

    Tildchen
     
  14. Ivanca

    Ivanca Senior-Mitglied

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    Hallo Tildchen,

    eigentlich im Moment eher bezogen auf die Nachtwache.
    Wobei ich sagen muß, daß Schüler ja nicht alleine auf Station sind und ich in meinen Gedanken von ex. Kolleginnen ausgegangen bin (Die Patienten oft alleine lagern und trotz verbot in der Nacht auch waschen müssen).
    Ich sag auch jede SS ist anders und es muß jeder für sich entscheiden.

    Aber, ich weiß auch wenn es notwendig ist dann muß man hinlangen und kann den Pat. nicht liegen lassen und tut es auch nicht.Und ich weiß aus Erfahrung, daß das ganz schön weh tut (uU. auch dem Kind).
    Aus diesem Grund, weil ich auch "hingelangt" habe und eigentlich davon ausgehe, daß SS keine Krankheit ist, hab ich beim 1. Kind wehenhemmer nehmen müssen. Und das ist auch nicht so toll.

    Auf die Prüfung bezogen, denke ich, daß der behandelnde Frauenarzt es am besten beurteilen kann ob in diesem individuellem Fall vorsicht geboten ist oder nicht.

    Wenn keiner von der SS weiß, wird auch niemand Rücksicht nehmen, was ebenfalls zu Konflikten führen kann.

    Liebe Grüße
    Manu
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Der Gesetzesgeber sieht keine Ausnahmen vor. Es heißt zwar wo kein Kläger da kein Kadi. Der AG wird sich dieser Unsicherheit nur ungerne aussetzen wollen- zumal bei einem Azubi.



    Elisabeth
     
  16. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ich muss jetzt mal ganz dumm nachfragen: Welchen Schaden nimmt denn ein "Kind" (sagen wir zum Anfang einfach mal bis 10. SSW) daran, wenn die Mutter für eine Woche ihren Tagesrhytmus ändert?

    Die Mutter selbst kommt ja damit klar, wird ekiene gseundheitlichen Einschränkungen erleiden.

    Wo liegen diese für das Kind?

    (interessiert mich wirklich, will hier keinen Ärger machen ;)
     
  17. Ivanca

    Ivanca Senior-Mitglied

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    Hallo Maniac,

    ein paar Beispiele allgemein und nicht nur auf Schüler bezogen:

    Umgang mit gefährlichen Stoffen z.B. Zytostatika ,Formalin(Grad in den 1. drei Monaten gefährlich
    Infektionskrankheiten z.B. Hepatitis, TBC, HIV, Röteln u. andere Kinderkrankheiten
    Tragen schwerer Lasten , bzw. lagern und transfer von Patienten(Muttermund kann sich auch in dieser Zeit verkürzen oder öffnen und zum drohenden Abort führen)
    Unregelmäßige Pausen und Mahlzeiten (wie oft bleibt dafür keine Zeit)
    Streß wirkt sich auch in dieser Zeit auf ungeborene aus- merkt man oft im Kleinkindesalter.
    Umgang mit z.B. nicht grad zimperlichen dementen Patienten (tritte in den Bauch).

    Wenn keiner Bescheid weiß setzt du das ungeborene solchen Gefahren aus.
    Die Liste ließe sich noch unendlich fortführen.

    Grüße Manu (die sich nicht gscheid machen will)
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Schwangerschaft ist keine Krankheit- keine Frage. Aber ist eine Schwangerschaft heute noch mit einer Schwangerschaft vor 30 Jahren oder sogar vor 100 Jahren zu vergleichen?

    Elisabeth
     
  19. Tildchen

    Tildchen Gast

    Liebe Manu,

    all die von dir genannten Dinge sind sicher richtig, haben aber nicht ausschließlich mit dem Nachtdienst zutun. Diese Dinge treten in der Krankenpflege auch im Tagdienst auf......!

    Wenn eine Schwangere sich diesen Gefahren nicht aussetzen will, dann ist dies ihr gutes Recht, aber es ist auch kein Drama und in meinen Augen auch nicht generell unverantwortlich, wenn eine schwangere Schülerin zu Beginn der Schwangerschaft noch ihre Nächte ableisten will und auch noch ihre Prüfung vor der Entbindung macht.
    Einen schönen sonntag euch allen
    Tildchen
     
  20. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Hmm ... das hat alles nichts mit meiner Frage zu tun :-)

    Ich meinte wie der Nachtdienst (explizit) dem Ungeborenen schaden kann/soll.

    Die genannten Dinge sind Alltägliche, kann man tagsüber genauso(wenig)ausschließen wie nachts.
     
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