Schwanger in der Pflege - sofort Beschäftigungsverbot

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Santana28, 19.08.2010.

  1. Santana28

    Santana28 Newbie

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    Hallo liebe Kollegen, ich bin ebenfalls schwanger in der 16.ten Woche und habe seit gestern ein Beschäftigungsverbot, was mich sehr freut!
    Meine erste Frauenärztin hat mich weder aufgeklärt noch informiert, mein zweiter Frauenarzt hat mir dann mal aufgezählt, was ich alles nicht mehr machen darf, oberste Priorität hatte dabei der Umgang mit Pipi und sonstigen Ausscheidungen, was er mir verboten hat, jetzt sagt sowas mal auf einer Inneren Station Gastroenterologie, ihr dürft weder mit Urin noch mit Stuhl oder sonstigen Sachen arbeiten, meine Kollegen haben mich ausgelacht und zu mir gesagt, nur weil ich schwanger bin, brauch ich mir nicht einbilden, dass ich so was nicht mehr machen muss, ich soll halt Schutzkittel und Handschuhe tragen, dann geht das schon!
    Es ist aber verboten, bitte informiert euch und wechselt wenn möglich den Doktor wir haben freie Arztwahl, gefährdet nicht eure Kinder und euch auch nicht!Bei Fragen einfach an mich wenden!
     
  2. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Auch wenn ich die letzte bin, die Schwangere in der Pflege arbeiten lassen will (siehe mehrere Threads hier), so einfach ist es dann doch nicht. Man kann dich ohne Probleme noch administrativ einsetzen oder mit leichten Tätigkeiten wie Botengängen oder Visitenbegleitung einsetzen. Auch ein Bett kann mal von ner Schwangeren mit Bezogen werden. Und gegen die Infektionsgefahr durch Urin oder Stuhl gibt es Handschuhe. Vielleicht mal als gute Hilfe:

    http://www.krankenschwester.de/forum/talk-talk-talk/28195-schwangerschaft-krankheit.html

    Allerdings wenn die Kolleginnen übers Muschu lachen und diese Gesetze auch noch Ignorieren wollen, dann ist ein Beschäftigungsverbot das einzig Sinnvolle.

    Alles gute für dich.

    lg
     
  3. Santana28

    Santana28 Newbie

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    genau das war das Problem, ich musste weiterhin mit lagern und nicht nur die leichten Fälle, früh alleine waschen und die Leute lagern, Zugänge im Bett alleine holen, Arbeitsraum putzen, und zu aggressiven Patienten!Schwangerschaft ist keine Krankheit, weiß ich, aber es ist wertvoll und nicht jeder wird ohne weiteres schwanger, wir haben zwei jahre daran geübt und das werde ich mir von irgendwelchen Uralteulen und impertinenten Schwestern nicht kaputt machen lassen!Darum appelliere ich an alle, lasst euch eins ausstellen und genießt die Zeit, anstatt euch morgens mit Übelkeit und Speiherei aus dem Bett zu quälen und dann euch dumm und dämlich schuften zu lassen!
    Ich lobe mir alle, die dann ihre Schwangeren entlasten, aber was ich erlebt habe, grenzt an Mobbing, Neid und Missgunst!
     
  4. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Ansonsten noch als Tipp dazu: Jeder AG, der Schwangere beschäftigt, muss eine gesonderte Gefährdungsbeurteilung für diese Mitarbeiter führen, in der er erklärt, wie die Gefährdungen für die Schwangere minimiert werden. Sollten in dieser nicht alle Gefährdungen aufgelistet sein, welche das Muschu aufzählt (dazu gehören auch die möglichen Gefährdungen, nicht nur die tatsächlich vorliegenden) oder sollte der AG gar keine Gefährdungsbeurteilung vorweisen können, würde ich sofort das Gesundheitsamt Fachbereich Medizinalüberwachung oder die BG einschalten.

    lg
     
  5. medsonet.1

    medsonet.1 Poweruser

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    Hallo,

    zur Ergänzung zu diesem Thema kann ich noch ein paar Informationen geben:

    1.) Beschäftigungsverbot während der Schwangerschaft kann entweder über den Arzt veranlasst werden, es kann aber auch direkt vom Arbeitgeber angeordnet werden.

    2.) Während des Beschäftigungsverbotes läuft das Gehalt ganz normal über den Arbeitgeber weiter bis zum Eintritt der Mutterschutzfrist, d.h., der Arbeitnehmer braucht sich eigentlich um nichts zu kümmern.

    3.) der Arbeitgeber erhält den Verdienstausfall zu 100% von der Krankenkasse im Rahmen des U2-Verfahrens zurück, deshalb braucht man auch kein "schlechtes Gewissen" diesbezüglich haben.

    Ich kann mich daher der Autorin bieses Beitrages nur voll und ganz anschließen, im Falle einer Schwangerschaft dieses Thema aktiv anzugehen.

    Gruß

    medsonet.1
     
  6. Santana28

    Santana28 Newbie

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    die Meinungen gehen wirklich aúseinander, denke aber ´das liegt an den Einstellung jedes einzelnen!
     
  7. sigjun

    sigjun Gast

    Die Meinungen gehen dabei tatsächlich auseinander, Deine Begriffswahl finde ich allerdings absolut daneben.
    Alleine schon das Threadthema empfinde ich als provokant und als einen Aufruf dazu, dass alle Schwangeren sich ein Beschäftigungsverbot ausstellen lassen.
    Das wird die von Dir mit Uralteulen und impertinenten Schwestern betiteleten Pflegekräfte kaum zum Umdenken bewegen.
    Ich arbeite selbst auf einer Gastroenterologie und bisher hat bei uns keine Schwangere ein solches Verbot gebraucht, selbst mit zeitweise vorhandenen Isolierpatienten.
    Das Mutterschutzgesetz ist klar definiert und es gibt reichlich Arbeit, auch auf einer gastroenterologischen Station, die weder verboten noch schädlich für eine Schwangere sind.

    Ich empfinde es als seltsam, dass immer die anderen als neidig, missgünstig und ähnliches dargestellt werden.

    Ich habe Schwangere erlebt, denen hätte ich ein solches Beschäftigungsverbot gewünscht, da ihr Auftreten zeitweise eine Zumutung für den Rest der Mitarbeiter darstellte. Schwangere, die nachweislich im privaten Bereich plötzlich keinerelei Probleme mit den verbotenen Dingen des MuSchG hatten.

    Wenn z.B. Rauchpausen genommen werden, sie mit schweren Tüten beim Einkaufen gesehen werden und ähnliches und die gleichen Schwangeren auf Rücksichtnahme pochen, die über die Einhaltung des MuSchG weit hinausgehen, dann könnte sicherlich auch ich zu jemand werden, die als neidig missgünstig und als Uralteule angesehen werden könnte.
    Im Laufe der Jahre bin ich alleridngs ruhiger geworden und schaffe es sogar mir jedwede Bemerkung zu verkneifen, uns nehme es mit Gelassenheit.

    Kurz und gut, bevor immer auf die anderen geschimpft wird, sollte man sich selbst reflektieren und überlegen, ob so manches Verhalten von nicht schwangeren Kollegen evtl. im eigenen Verhalten begründet liegt.

    Nur zur Klarstellung: Bei uns wird jede Schwangere persönlich vom Betriebsarzt über die aus dem Gesetz entstehenden Rechte, Gefahren..ect. informiert, jede STL muss bei jeder Schwangeren unterschreiben, dass sie die Einhaltung garantiert.
    Ich bin auch absolut dafür, dass Kollegen Rücksicht nehmen, jede Schwangere zwischendurch Pause machen darf wenn sie es für notwendig hält....ect.
    Dennoch braucht es kein generelles Beschäftigungsverbot für Schwangere.
     
  8. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Guten Morgen,

    ich schliesse mich mal Sigjun an, bei uns läuft es sehr ähnlich, zusätzlich hat jede Station eine Positivliste für Schwangere.
    Im Bereich der Infektiologie ist es sowieso einfach, da werden Schwangere sofort versetzt, da wir nicht Mutterschutzgesetz konform sind.

    Ein Beschäftigungsverbot wegen vorzeitiger Wehen - keine Frage mehr als indiziert, aber wegen unerlaubter Tätigkeiten (die lassen sich im KH abstellen) ist es nicht notwendig. Das schwerste Gerät das Schwangere bei uns tragen müssen ist meist ihr eigenes Essenstablett und das Stationshandy.

    Sonnigste Grüsse
    Narde
     
  9. medsonet.1

    medsonet.1 Poweruser

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    Hallo,

    diesem Satz schließe ich mich voll und ganz an!
    Ein generelles Beschäftigungsverbot sollte es auf keinen Fall geben, sondern dieses Thema muß in jedem Einzelfall individuell geprüft und entschieden werden.
    Hierbei sollte die Entscheidung nur auf der Basis - was ist die beste Lösung für die Gesundheit von Mutter und Kind - getroffen werden und weder "wirtschaftliche Interessen" des Arbeitgebers oder der "Wunsch nach einem bezahlten Sonderurlaub" des Arbeitnehmers Einfluss haben!

    Gruß

    medsonet.1
     
  10. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Ich sehe es wie sigjun.
    Wieso ein generelles Beschäftigungsverbot?? Wie schon mehrfach angesprochen gibt es mehr als genug Arbeiten die eine Schwangere durchführen kann.
    Bei uns sind es meist administrative Dinge. Schwangere übernehmen meist die Arbeit von Stationssekretärinnen, da nicht alle Stationen eine solche Sekretärin "ihr eigen" nennen, besteht da immer die Möglichkeit so eingesetzt zu werden. Dann ist, wie narde schon sagte, das Stationhandy das schwerste was sie zu tragen hat. Das höchste der Gefühle, was Pat.kontakt angeht ist dann schon einen Pat. im Rollstuhl durch die Gegend zu schieben und Vitalzeichenkontrolle.
    In sofern sehe ich die Aussage der Threaderöffnerin schon sehr provokativ und frage mich was sie bezwecken will?
    Die Aufklärung der Schwangeren bei uns läuft auch absolut löblich. Neben einer Aufkläung durch den Betriebsarzt, erfolgt noch ein Gespräch mit der PDL und der SL um genau abzustecken wie die arbeiten auf Station aussehen und ob es eventl. gewünscht ist die Station während der Schwangerschaft zu wechseln.
    Danach erhält auch der BR eine Schwangerschaftemeldung um das Ganze überwachen zu können.
     
  11. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Erstmal sehe ich das genauso wie ihr.

    Allerdings, was hier viel zu lesen ist, wie auf eurer Station / Arbeitsplatz die Schwangere geschützt wird. Und so ist das auch ok, ein Beschäftigungsverbot ist dann unnötig.

    Was ist aber, wenn die Vorgaben des Muschu nicht umgesetzt werden? Es gibt genug Kollegen und Vorgesetzte die darüber lachen und immer mit dem Argument kommen: "Schwangerschaft ist keine Krankheit!" Es ist super, wenn die Vorgaben umgesetzt werden. Ist aber leider nicht immer der Fall. Und die Schwangere kann sich dann aussuchen, dem Druck von Vorgesetzten und Kollegen nachzugeben und sich mitsamt Kind unnötig gefährden oder auf Ihr Recht pochen, dieses evtl sogar mit externer Kontrolle umzusetzen und ne äußert unangenehme (Arbeits)zeit auf der Station zu verbringen. Nicht nur während der Schwangerschaft.

    Wäre dann nicht als beste Lösung für so einen Konflikt das Beschäftigungsverbot? (psychologisch, nicht gesetzmäßig gesehen).

    lg
     
  12. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    So wie Santana sich in ihrem ersten Beitrag ausgedrückt hat, kann ich die vielen Widerstände hier sehr gut nachvollziehen. Im zweiten Beitrag wird dann deutlicher worum es ihr eigentlich geht (auch wenn ihre Aussagen zu den Kollegen unfein sind).
    Nichts desto trotz haben die Kollegen, die sagen, dass sie beim Umgang mit Ausscheidungen Schutzkleidung tragen soll, recht.

    Habe hier mal einen Ausschnitt aus dem Merkblatt eines Betriebsarztes an einer Uni-Klinik:
     
  13. Amy Blue

    Amy Blue Gast

    Prinzipiell gebe ich euch ja recht, das Schwangerschaft keine Krankheit ist. Allerdings sehe ich (zumindest in unserem Haus) auch die Nachteile, die die Station zu tragen hat... Ich habe es schon erlebt, dass eine Schwangere (in diesem Fall 6. Monat) als vollwertige Pflegekraft auf Station geplant war, aber fast nichts machen konnte. Das Resultat war dann, dass sie verzweifelt versuchte, Tätigkeiten zu finden, die sie noch machen durfte/konnte, während die anderen beiden Kräfte ihren Ausfall mitausgleichen mussten. Keiner der Beteiligten (inklusive der werdenden Mutter) hat sich dabei richtig wohlgefühlt, die Pflegenden, weil sie mehr Arbeit hatten und die Schwangere, weil sie sich wie ein Klotz am Bein fühlte (und aus schlechtem Gewissen heraus schon teilweise mehr tat, als sie durfte, z. B. schwer heben, lagern).
     
  14. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Eine gute Lösung ist es auch zu splitten. So ist es möglivh, die Schwangere anstatt zu 100 % nur noch zu 50% zu beschäftigen und sie dann beispielsweise nur noch von Mo - Freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr zu beschäftigen. Sie könnte dann die Visite mitlaufen und Befunde auswerten. Und für den aktiven Dienst könnte dann eine 50% Stelle wieder neu besetzt werden.

    Der Rest würde dann als Beschäftigungsverbot durch den AG laufen (Der Nachweis ist zu erbringen, das die Schwangere im Rahmen ihrer Möglichkeiten beschäftigt wird, aber eine volle Stelle nicht mehr mit den Einschränkungen besetzbar ist).

    Generell ist diese Art den Kostenträgern auch lieber wie die 100 % des BV zu bezahlen.

    lg
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  16. Santana28

    Santana28 Newbie

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    hallo, ich möchte mich für meine Wortwahl entschuldigen und möchte mich kurz noch zu den genannten Vorwürfen äußern:
    1. ich wurde fast gezwungen in Isozimmer zu gehen, weil meine Kollegen keine Zeit hatten bei Glockenruf in dieses zu gehen, weil die Pat eh nichts wollte, nach meherer Aufforderung es möchte jemand dort rein gehen, habe ich durch die Sprechanlage ins Zimmer gefragt, was denn sei und sie antwortete sie brauche hilfe, ich lugte ins Zimmer und fand die Pat. in einem nicht adäquaten Zusatnd vor!
    2. wurde ich mit zwei Schülern in einen Bereich eingeteilt, mit vielen Isozimmern und musste letztendlich doch alles nachkontrollieren und nacharbeiten, da sonst einiges unter gefährlicher Pflege gelaufen wäre
    3. sogar mein Chef ragierte nicht auf meine Aussage ich sei schwanger ließ mich die ersten Tage noch bis 22 Uhr schaffen während er um halb acht trotz Zugängen und mehreren Fahrten abdampfte!
    4. ich musste mit lagern, sowohl in meinem Bereich als auch im Bereich der anderen Kollegin, da ich als sogenannter Springer eingeteilt war, das hieß um 13 um 16 um 19 jeweils ca 10 - 12 Leute lagern, pampern, auf meine Frage hin, ob das die andere nicht machen könnte, meinte man es muss ja jemand im Stationszimmer bleiben wegen Telefon Zugängen ausarbeiten usw.
    Es wurde keine Rücksicht genommen, man teilte mich plötzlich zu ständigen Wechselschichten mit Spät-Früh -Spät Früh usw ein, lachte mich aus, als ich sagte, ich habe Bauchschmerzen und würde gern statt Essen austeilen, den Zugang ausarbeiten, bravo sage ich da nur und ja es kamen nur dumme Kommentare von den älteren Schwestern und ich habe die Notbremse gezogen, als ich solche Bauchschmerzen hatte und für mich entschieden hatte, so gehts nicht weiter, noch sieht man nicht viel, ach habe ich erwähnt, dass ich trotzdem zu aggressiven Patienten musste und hier auch zweimal einen Tritt in den Bauch bekam!
    Vielleicht kommt jetzt ein bisschen mehr Verständnis!
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Du hast deine Entscheidung, die du mit deinem Gewissen verinbaren kannst. Dein Körper hat signalsiert das es für dich net gut ist, wenn du dort weiter arbeitest. Du hast für dich Prioritäten gesetzt und einen Doc gefunden, der dich in deiner Entscheidung bestärkt.
    Du musst dich net verteidigen. Es geht um dich und dein Kind und da kann es dir völlig egal sein, was andere denken. Lass dich net verunsichern.

    Ich wünsche dir ein gute Zeit.

    Elisabeth
     
  18. sigjun

    sigjun Gast

    Ich habe für jede Verständnis, die ihres und das Wohl des Kindes in den Vordergrund stellt.
    Ebenso achte ich bei Schwangeren auf meiner Station darauf, dass sie keine unerlaubten Tätigkeiten tun, bzw. ihnen übertragen werden. Weiterhin, dass sie Ruhepausen bekommen, wenn sie es wünschen und/oder dass sie Arbeiten ablehnen dürfen.

    Aber wie es evtl. lästernde Kollegen gibt, so gibt es auch gesunde Schwangere, die es geradezu herausfordern.

    Witzigerweise sind auf unserer Station gerade die Älteren sehr darauf bedacht, dass Schwangere sich nicht überanstrengen und alle sind letzten Endes bereit Arbeiten zu tauschen oder zu übernehmen wenn notwendig.
    Mich hat lediglich Deine Wortwahl und die, für mich, provokante Themenüberschrift gestört. Da dies ein öffentliches Forum ist wollte ich es nicht so stehen lassen, wie es für mich rüberkam und eben auch die andere Seite schildern.

    Medsonet hat es für mein Verständnis gut ausgedrückt: Ein Beschäftigungsverbot in der Schangerschaft ist immer eine Einzelfallentsscheidung und sollte nicht missbraucht werden, weder vom AG, noch vom AN.
     
  19. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Man hat dich nicht wg. des Beschäftigungsverbots angegriffen, sondern hauptsächlich wg. deiner Aussagen über deine Kollegen.

    Und wenn ich das so lese, habe ich sogar Verständnis für dich, allerdings sollte man (auch oder gerade über dritte) nicht mit Schimpfwörtern wie Uralteulen o.ä. arbeiten. Egal, ob gerechtfertigt oder nicht.

    Bestärken kann ich dich, das dieses kein Zustand mehr ist. Würde mir auch an deiner Stelle überlegen, ob ich nach der Mutterschaft wiederkommen würde (aber bloß nicht voreilig kündigen... wäre im Moment arg dumm). Da war in meinen Augen das Beschäftigungsverbot die beste Lösung.

    Du kannst auch noch das Gesundheitsamt über die Zustände informieren, um sowas für zukünftige Kolleginnen zu vermeiden, wenn du das möchtest. Oder du schließt für dich damit ab. Wichtig ist, das du mit deinem FA über alles gesprochen hast und dieses dokumentiert ist.

    Ich wünsch dir eine tolle Zeit und denk nicht mehr an den Ärger auf Station. Es tut mir immer leid, wenn ich solche Geschichten wie deine lese. Frage mich dann immer, ob die Kolleginnen nie schwanger waren.

    lg
     
  20. Sr. S.

    Sr. S. Poweruser

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    Ich habe mich bei einem Semirar neulich mit einer Kollegein unterhalten, die in einer Klinik in privater Trägerschaft arbeitet. Die Kollegin hat mir erzählt, dass ihr Arbeitgeber für Schwangere neuerdings grundsätzlich ein Beschäftigungsverbot ausspricht, weil er dann das Fehlen der Arbeitskraft voll ersetzt bekommt. Im Gegensatz dazu muss er 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten, wenn Schwangere ohne Beschäftigungsverbot krank werden.
     
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