Schulzeugnis, finanzielle Unterstützung, Chance auf Ausbildung ohne Pflegepraktikum?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von future88, 27.10.2015.

  1. future88

    future88 Newbie

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    Hallo zusammen,

    Vorab zu mir:

    Ich bin 27 Jahre alt, lebe im Ruhrgebiet und habe bereits eine abgeschlossene 3 jährige Ausbildung als Fachverkäuferin. Da ich damals ehrlich gesagt eine faule Socke in der Schule war (inkl. einer Ehrenrunde in Klasse 9), bin ich nur mit einem Hauptschulabschluss abgegangen, habe mich dann aber in der Ausbildung umso mehr angestrengt und bin letztendlich Innungsbeste geworden.

    Ich kann mich mit meinem Beruf bis heute nicht anfreunden, aber mit einem Hauptschulabschluss hatte ich nun mal leider nicht die große Auswahl. Ich habe mich nun dazu entschlossen endlich meinen Traumberuf zu erlernen, habe mir schon einige Adressen rausgesucht und sitze nun an meinen Bewerbungsunterlagen.

    Nun komme ich zu meinen Fragen:

    In vielen Häusern wird eine beglaubigte Kopie des Schulzeugnisses verlangt.
    Ich bin mir unsicher welche genau. Die der weiterführenden Schule, oder das letzte, sprich: das Schulabschlusszeugnis nach meiner Ausbildung?

    Ich lebe in meiner eigenen Wohnung und möchte demnächst mit meinem Freund zusammenziehen. Da er seit kurzem die Technikerschule in Vollzeit besucht, erhält er nur Bafög, kann mich also finanziell nicht unterstützen. Ich habe in der ersten Ausbildung schon Bab erhalten, also gibt es das leider auch nicht mehr. Gibt es die Möglichkeit von anderen Stellen finanzielle Unterstützung zu erhalten?

    Wie stehen die Chancen einen Ausbildungsplatz zu ergattern, wenn man kein Pflegepraktikum vorzuweisen hat? Da ich voll berufstätig bin, kann ich leider keines absolvieren. Mir ist bewusst, dass dieser Beruf kein Zuckerschlecken ist, ich lese schon einige Monate hier im Forum mit, habe mich damals wegen meinem Vater viel in Krankenhäusern aufgehalten und auch einen kleinen Einblick darüber bekommen.
    Klar ist es nicht die Praxis, aber ich weiß was auf mich zukommt.

    Nun zu meiner letzten Frage:

    Ich würde gerne vorzugsweise Kinderkrankenschwester werden, doch leider gibt es in dem Bereich nicht so viele Ausbildungsplätze wie als "normale" Krankenschwester.
    Wenn ich einen Platz als Krankenschwester bekommen würde, könnte ich dann nach der Ausbildung problemlos in den Kinderpflegebereich wechseln? Und wie ist es wiederum umgekehrt, also als Kinderkrankenschwester in die Erwachsenenpflege?

    Ich bedanke mich schon mal bei jeden, der meinen Text bis zum Ende gelesen hat und freue mich auf eure Antworten. :-)

    lg
     
  2. -Ben-

    -Ben- Stammgast

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    Hallo,

    Du reichst die Kopie deines letzten Schulzeugnisses, also des Abschlusszeugnisses mit deinem Abschluss ein, und zusätzlich das deiner Berufsausbildung. Das regelmäßig beglaubigte Kopien verlangt werden, ist mir so nicht bekannt. Finanzielle Unterstützung - außer Bafög - fällt mir spontan nichts ein. Ich würde diesbezüglich mal einen Termin bei der ARGE machen. Die Chancen für einen Ausbildungsplatz stehen allgemein sehr gut. Als Gesundheits- und Krankenpflegerin (Krankenschwester gibt es nicht mehr) kannst du auch im Kinder- und Jugendbereich arbeiten, anders herum ist es eher schwierig bis unmöglich. Viel Erfolg!

    Ben
     
  3. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    Ähhh, neee umgekehrt...

    Als Gesundheits- und Krankenpflegerin bei Kindern ist es schwierig bis unmöglich.

    Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bei Erwachsenen ist kein Problem.

    Beglaubigte Kopien einschließlich polizeiliches Führungszeugnis ist Standard bei einer Bewerbung.

    Azubi-Plätze gibt es genügend, Pflegepraktikum ist nicht zwingend erforderlich.

    Viel Erfolg!
     
  4. ludmilla

    ludmilla Poweruser

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    War meines Wissens eher umgekehrt! Kinderkrankenschwestern haben schon immer leichter in der Krankenpflege einen Job gefunden als Krankenschwestern in der Kinderkrankenpflege!
     
  5. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    sag ich doch...
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich entnehme Deinem Beitrag, dass Du ortsgebunden bist. Von daher dürfte - je nach Region - die Anzahl der in Frage kommenden Ausbildungsstätten überschaubar sein. Daher würde ich mich an Deiner Stelle sowohl für die Krankenpflege als auch für die Kinderkrankenpflege bewerben - Du hast damit einfach deutlich mehr Chancen auf einen Platz! Wenn Du möchtest, kannst Du anschließend noch den zweiten Abschluss hintendran hängen - falls bis dahin nicht ohnehin die generalistische Ausbildung, also die Zusammenführung der drei pflegerischen Ausbildungsberufe in einen gemeinsamen - Gesetz ist.

    Ich bezweifle allerdings, dass Du Anspruch auf finanzielle Unterstützung hast; die Ausbildungsvergütung ist vergleichsweise großzügig und Du hast bereits einen Beruf, der Dir ein Auskommen sichert, bist also nicht vom Arbeitsmarkt zum Berufswechsel "gezwungen".
     
    #6 -Claudia-, 28.10.2015
    Zuletzt bearbeitet: 28.10.2015
  7. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich habe noch nie beglaubigte Kopien mitgeschickt, wenn ich mich irgendwo beworben habe. Das ist doch viel zu teuer, es werden doch kaum noch Bewerbungen zurückgeschickt. Einfache Kopien reichen. Erst wenn die Vertragsunterzeichnung ansteht, wurden sie bisher bei mir verlangt und das auch nur bei der Ausbildung.

    Bei späteren Stellenwechseln bin ich mit meinen Originalen in die Verwaltung marschiert und habe sie dort gezeigt. Das war immer ausreichend. Die Kopien hatten sie ja.

    Das polizeiliche Führungszeugnis habe ich auch nie beigelegt. Es wird beantragt, wenn der Arbeitgeber es einfordert.

    Finanzielle Unterstützung wirst Du nicht bekommen. Aber mit Deinem Ausbildungsgehalt solltest Du Deine Lebenshaltungskosten decken können. Mit dem Bafög Deines Freundes sollte es reichen.

    Bewirb Dich einfach und guck, was passiert.
     
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  8. -Ben-

    -Ben- Stammgast

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    Viele Pflegeschulen - wie beispielsweise unsere - bilden inzwischen (teil-)generalistisch aus. D.h. eigentlich fehlende Anteile der Kinderkrankenpflege sind theoretische und praktische Lerninhalte/Unterrichts- und Prüfungsstoff. Diese Praxis erhöht u.a. die Chancen, in anderen Ländern ohne Nachqualifizierung tätig sein zu können, während KinderkrankenpflegerInnen nur 2 Jahre in der Ausbildung sind und wesentliche Teile der Erwachsenenpflege fehlen. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, natürlich darf eine Kinderkrankenschwester im Erwachsenenbereich tätig sein (was ich persönlich nicht bewerte) und der derzeitige Fachkräftemangel begünstigt diese Möglichkeit auch, aber auf Grund der allgemeineren und längeren Ausbildung haben zumindest in unserer Region - Gesundheits- und Krankenpflegerinnen mehr Chancen auf die Arbeit mit Kindern, als Kinderkrankenschwestern mit Erwachsenen. Deshalb meine Empfehlung, vor allem hinsichtlich der zu erwartenden Reformen, die Gesundheits- und Krankenpflege zu wählen. Die TE schließt die Erwachsenenpflege ja ausdrücklich nicht aus.

    Ben
     
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