"Schulisch" vs. "Alltag"

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Elisabeth Dinse, 17.01.2012.

  1. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Bedeutet nach schulischen Vorgaben zu arbeiten automatisch einen höheren Zeitverbrauch?

    Wenn ja, dann würde ja an der Realität vorbei ausgebildet. Man könnte eigentlich auch ohne Ausbildung in der Pflege arbeiten. Man schaut sich einfach alles bei den älteren Kollegen ab- analog zum Lernen bei FSJ et all.

    Was ist konkret anders, wenn man beides vergleicht: Schule und Alltag?

    Elisabeth
     
  2. Rose159

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    is ja lustig,
    das thema hat mich gestern den ganzen tag beschäftigt...hatte heute mal wieder ne praktische bewertung und gestern ne anleitung mit meiner PA(Teilkörperwäsche einer Patientin+Infusion richten) und gestern nachmittag hab ich mich pausenlos über den standard geärgert, was ich alles machen muss und dass ich bestimmt eh die hälfte vergess weil man es so in der praxis eh nicht macht.
    im endeffekt war die prüfung nicht schlecht, aber es erschließt sich mir irgendwie nicht, dass das haus zu jeder tätigkeit nen standard verfasst und sich in der realität eh niemand dran hält (habe bis jetzt noch nie von ausgelernten schwestern gesehen, dass sie sich z.b. früh beim waschen schön ihren wagen zurecht machen mit utensilien und dann im bad erstmal alles schön desinfizieren etc.)...außer wenn "die schule kommt" natürlich...!
    und ja, ich denke nach schulischen vorgaben arbeiten erhöht definitiv den zeitverbrauch.. was sagt ihr anderen?
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich denke, während der Prüfung arbeitet man langsamer, weil man jeden Schritt gedanklich dreimal überprüft.

    Es ist ein bißchen wie in der Fahrschule. Man muss jeden Schritt nachvollziehen (an die Kreuzung heran, langsam den Fuß vom Gas, auskuppeln, runterschalten, bremsen, blinken, nach links und rechts sehen, Blick in den Spiegel, Blick über die Schulter, anfahren, hochschalten - hab ich was vergessen?), bei den erfahreneren Autofahrern (oder Pflegekräften) läuft vieles von selbst, durch Routine, ohne Nachzudenken. Und das spart Zeit.

    Was nicht heißt, dass man nicht auch "schludriger" werden kann. Das spart auch Zeit, aber am falschen Ort.
     
  4. KrankenBro

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    Ich denke das ist abhängig von dem Thema , Krankheitsbilder deren Diagnostik und Therapie da deckt (aus meiner Erfahrung ) sich die Theorie und der Alltag absolut 1:1 . (Ausnahmen gibt es allerdings immer )

    Wenn man aber mal in die Themenbereiche Tb 8 Pflegetechniken schaut : ( was einen ja auf den Arbeitsalltag vorbereiten )

    - Infusion Vorbereiten/ Medikamente aufziehen /

    Infusion: Verschluss ab , desinfizieren , mit sterilen Tupfer abwischen , und natürlich dafür einen Abwurf bereithalten( Nierenschale ) - habe ich außer von Azubis noch nie so gesehn - Warum auch , wird der Verschluss dadurch steriler ?!


    Medikamente aufziehen :Ampulle desinfizieren , mit sterilem Tupfer abwischen - das selbe in Grün - wird im alltag nicht gemacht .

    Ich muss ehrlich zugeben was die Körperpflege angeht , habe ich in der Ausbildung fast immer nach Standard gearbeitet ( z.b körper ferner Arm als erstes und handtuch drunter) , man stößt zwar oft auf Kritik und taube Ohre weil es es ein Unterschied ist ob man einen Pat. 30 min oder 5 min wäscht, aber warum sollte ich mir das Erlernte versauen nur "weil wir das schon immer so machen " ?! da ist mir das wohl des Patienten und die Praktische Prüfung viel zu wichtig - egal was die Schwester/Pfleger sagt.

    Wir hatten ein schönes Beispiel bei uns auf der Onkologie: Sonntag , wir waren einmal wieder unterbesetzt, Stationsschwester kommt an sagt : " wir haben viel zu viele zu waschen und viel zu wenig personal , heut Katzenwäsche und auch nur den Oberkörper !!! Wenn dann die PDL fragt und habt ihr alles am Wochenende geschafft und die Stationsleitung sagt : Es war knapp aber wir haben alles geschafft" dann brauch sich die Station nicht wundern das kein Personal eingestellt wird , wenn augenscheinlich alles "glatt läuft ". In diesem Punkt ist zwischen Theorie und Alltag ein riesig großes Loch .

    Und das frustriert nicht nur personal sondern vorallem auch den Pat.

    Auch ein Gutes Beispiel Themenbereich 3 - Kommunikation

    So wie wir es in der Theorie lernen :D würde ich mich im Alltag nur verzetteln .. null Individualität .

    Und ja ich gebe Rose159 auch recht es ist mehr Aufwand .

    Es ist allerdings auch ne Frage der Organisation und des Personalschlüssels ;) Bin die letzten 3 Lehrjahre was Körperpflege nach Standart angeht immer ganz gut gefahren im Alltag ..
     
  5. HHS

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    Erstmal Danke an Elisabeth für diesen Thread.

    Das Problem an Schulisch vs. Praxis ist, das die Praxissituation allem Wissen davoneilt. Schulisch ist nunmal die optimalste Pflege die man anbieten kann. Aber deshalb eben auch zeitintensiv- und das beißt sich heute, in Zeiten des Kostendrucks und Stelleneinsparungen.

    Ich persönlich fand meine eigene Prüfungssituation deshalb irgendwie absurd:
    Am Vortag schrieb ich 2h lang eine Pflegeplanung für einen Patienten- heute werden mir 3h für 3-4 Patienten gegeben.
    Am Prüfungstag selber gab ich am Morgen meinen Prüfern über gut 20min eine Übergabe meiner 3 Patienten, währendessen draußen die Kolleginnen durch die Gänge wuselten. Heute hat man bei der Übergabe doch einiges weniger Zeit pro Patient. Das wichtigste muss reichen, und man hofft immer, das man nix vergessen hat.
    Als erstes Dauerkatheter legen bei einer orientierten Frau- die Sachen dafür durfte ich am Vortag richten. In der Praxis heißt es dagegen oft, "Katheter ist frühmorgens raus, leg mal schnell nen neuen, wo sind die Katheter- ach haben wir nicht mehr, frag mal auf der Nachbarstation"- die Zeit läuft und man muss noch die Op fertig machen etc.
    Draußen klingelte es ständig- ich konnte in Seelenruhe meine Patienten versorgen, während meine Kollegen die Klingeln abarbeiteten. Heute als examinierte Kraft darf ich das nicht vernachlässigen.
    Nach 3,5h war ich mit meiner Prüfung fertig- 3 Patienten in dieser Zeit. In der Praxis heute fast gar nicht möglich- dafür fehlt das Personal.

    Ich habe eine gute Note bekommen, allerdings das ganze mit befriedigenden Noten während meinen Stationseinsätzen teuer erkauft. Weil ich immer wieder versuchte doch hier und da etwas schulischer zu arbeiten als meine exam. Stationskolleginnen es gerne gesehen hätten- eben wie Krankenbro auch.

    Anders bei denjenigen, die immer gute oder sehr gute Beurteilungen auf Station bekamen: da gab es sehr oft große Enttäuschungen nach der Prüfung, weil sie schlecht ausfiel. Durch Fehler, weil man in gewissen Dingen vorher keine Routine erarbeitet hatte; lieber schnell statt schulisch arbeitete um den exam. Kräften zu gefallen und sich dadurch auch gewisse Dinge falsch angewöhnte.

    Ich halte nix davon, sich nun generell der Praxis anzupassen. Als Schüler war das noch anders, da war ich sehr frustriert über die Situation; heute sehe ich es anders. Denn es würde bedeuten, das man auch die mögliche Qualität senken würde.
    Aber ich denke auch, das man vieles vermehrt hinterfragen sollte und vieles aus der Schule auf den Prüfstand sollte. Oft genug vermute ich dahinter auch oft das typische: "Das war eben schon immer so...."
     
  6. HHS

    HHS Poweruser

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    Begründung meiner Lehrerin dazu damals war, das man nicht fähig ist den Verschluss so zu öffnen, das man wirklich den Stopfen nicht berührt- sprich der Stopfen beim öffnen immer ein wenig kontaminiert wird.

    Ein Beweis mittels z.B. fluorozierender Farbe blieb leider aus.

    Aber das ist in der Tat so ein typisches Beispiel, und davon gibt es noch mehr.
     
  7. Rose159

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    genauso wie...:

    wer macht sowas in der praxis?? hab ich noch keinen getroffen. wieso existiert dann dafür ein standard, wenn sich eh keiner dran hält?
     
  8. KrankenBro

    KrankenBro Junior-Mitglied

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    Und so ist es auch , man ist als Schüler immer im Zwiespalt , einerseits möchte man die Ausbildung wenn möglich mit gut oder sehr gut bestehen. Anderseits möchte man das Erlernte auch richtig anwenden und die Prüfung mit dem möglich besten Ergebniss bestehn. Ich sehe es auch bei meinen Mitschüler, die lernen die Blutentnahme BZ-messung aber die Grundpflege ist miserable , Warum ? - der Stationsalltag zwingt einem förmlich alles "falsch" zu machen - aber ne 1 als Beurteilung habe se alle.

    Und genauso ist es mit der Hygiene @HHS : ja das sagt mir meine PA auch immer :dudu:

    Ich denke schon das sich vieles Gelerntes mit dem Alltag vereinbaren würde , aber nicht mit den vorhandenen Mitteln.

    Eine Freundin die letztes Jahr bei uns ausgelernt hatt , arbeitet jetzt in der Schweiz ( ich weiß das wurde in diesem Forum sicherlich schon öfters verglichen :D) und dort ist der Personalschlüssel .. wie soll ichs beschreiben = 1+ ***** zumindestens in ihrer klinik. Unter solchen Bedingungen würde bei uns auch so einiges besser laufen ..
     
  9. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich hab es ehedem gemacht, dass mit der Sprühedesi beim Infusionsstopfen. *schäm* Habs mal so gelernt.
    Ich konnte net garantieren, dass der stopfen unter der Kappe steril war.
    Herstellung ist mir net bekannt. Der Gummistopfen verschließt die Flasche = dicht. Aber kommt die Kappe auch unter sterilen Bedingungen da drauf?
    Wie erkenne ich, ob die Verschlußkappe tatsächlich so dicht ist, dass eine Kontamination absolut auszuschließen ist.

    Ich habe ehedem auch Flächen desinfiziert nach dem Waschen. *doppelschäm* Händedesinfektion war einem so in Fleisch und Blut übergegangen, dass man es kaum vergaß. *imbodenversink*

    Das war aber zu einer Zeit, wo es nich keine Standards gab. Das muss ich ehrlich zugeben.

    Elisabeth
     
  10. -Claudia-

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    Ich hab auch Nachttische nach Kontakt mit der Waschschüssel desinfiziert, ich hab Dauerkatheter mit Octenisept gereinigt, Dreiwegehähne abgesprüht, Ports bei jedem Abstöpseln mit 200 IE Heparin geblockt und und und. War damals schulisch und fachlich richtig und ist heute zumindest fachlich falsch (oder im Nachttisch-Fall unsinnig).
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Aha- gut zu wissen, dass man heute keine Wischdesinfektion des Nachtkästchens mehr durchführt wenn man da die Waschschüssel drauf hatte. Man lernt doch nie aus.

    Elisabeth
     
  12. HHS

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    Dumm gefragt- warum?
    Aus welcher Begründung?

    Meine Chefin will nämlich, das wir hier im Pflegeheim das weiterhin so den Schülern beibringen.....
    Im Pflegeheim macht das auch für mich eigentlich keinen Sinn, aber im Krankenhaus?
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Vielleicht hatte ich Claudias Aussage auch falsch verstanden. Gehört es nun dazu oder nicht?

    Elisabeth
     
  14. -Claudia-

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    Habt Ihr nicht einen Hygieneplan? Muss eigentlich jedes Krankenhaus haben. Laut dem unsrigen genügt die Reinigung mit Wasser (Ausnahme: Patienten mit MRSA etc bb.).

    Ich desinfiziere die Waschschüssel nach Benutzung. Welche Kontamination bewirkt eine saubere Schüssel? Warum desinfiziere ich dann nicht auch mehrmals täglich nach der Kontamination durch das (saubere) Essenstablett? Und weshalb desinfiziere ich überhaupt? Warum muss ein Nachttisch für einige Minuten aseptisch sein?
     
  15. KrankenBro

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    Also wir habens so gelernt vor dem Waschen , Nachttisch desinfizieren plus alles wo man etwas ablegt z.b Stuhl usw. und anschließend zur Nachsorge wenn man fertsch ist , alles desinfizieren .

    Und ich muss auch ehrlich sagen , im Alltag desinfiziere ich den Tisch auch immer nach dem Waschen wegen dem Waschwasser was daneben läuft *schämt *
     
  16. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Sollte das bei Euch im Hygieneplan stehen, musst du es auch so machen. Aber ließ mal nach, ob es tatsächlich so ist.

    Wenn ich mit dem Waschwasser, der Zahnpasta o.ä. kleckere, reinige ich den Nachttisch auch. Aber routinemäßig desinfizieren?
     
  17. HHS

    HHS Poweruser

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    So ist es ebenfalls bei uns- die Waschschüsseln werden desinfiziert nach Gebrauch.

    Ich sehe als einzigen Grund für eine Desinfektion der Arbeitsfläche nach dem Waschen nur evtl. Wasserspritzer.

    Hmmm.....
     
  18. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Dann klärt sich ja alles. Ich bin leider net in der Lage ohne einen Tropfen auf das Nachtkästchen zu waschen. Dann dürfte ich ja weiter meine Desi durchführen wie gehabt.

    Elisabeth
     
  19. Bully1959

    Bully1959 Poweruser

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    hallo

    das Thema von Elisabeth ist schon toll, denn es erinnert mich an meine erste Frage hier im Forum, "Es ist alles ein wenig wie -- des Kaisers neue Kleidung--" Scheinwelt
    natürlich lerne ich in der Schule wie es eigentlich sein sollte und das noch manchmal übertrieben, aber in der realen Welt gibt einem kein Arbeitgeber auch nur die Chance so zu arbeiten

    in der Ambulanz habe ich gelernt, wann steril wirklich wichtig ist, aber auch wann es vollkommen egal ist ...... ansonsten haben wir aber noch recht brav gearbeitet

    jetzt im Altenheim finde ich es viel besser, ich muß morgens Leute waschen, anziehen, zum Frühstück bringen und essen anreichen in einer Zeit, in der ich selber mit mir nicht fertig wäre ....... das ist schon klasse, wenn man dann hört was die Schule predigt ....... frage ich mich ehrlich auf welchem Stern leben die ...... auf jeden Fall nicht in deutschen Altenheimen

    viele Grüsse
    Bully
     
  20. -Claudia-

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    Du siehst, laut KrankenBro musst Du vor dem Waschen desinfizieren - damit der Nachttisch die saubere Waschschüssel nicht kontaminiert? - und hinterher auch noch mal.

    Preisfrage: Womit desinfizierst Du? Ich kenne nämlich die Methode "ein Spritzer Händedesinfektionsmittel auf Papierhandtuch, Nachttisch damit benetzen und Einwirkzeit - was ist das?" Da ist die Reinigung mit simplem Leitungswasser meiner Ansicht nach effektiver.
    Zumal die meisten Flächendesinfektionsmittel Einwirkzeiten von 60 min und mehr haben. Also desinfiziere ich um 8.00h den Nachttisch und ermahne den Patienten, den eine Stunde lang nicht anzufassen, sonst kontaminiert er mir ja meine Waschschüssel von unten...
     
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