Schüleranleitung und Haftung

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Odin, 05.04.2004.

  1. Odin

    Odin Newbie

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    Hallo,
    ich hab da mal ne frage. ich leite schüler auf unserer station an.
    nun würde ich mich gerne informieren wie das mit der haftung funktioniert. sprich... durchführungsverantwortung und dem ganzen.
    wäre nett wenn mir da jemand helfen kann, denn wenn ich im internet suche dann ist es meisten nur auf ärzte bezogen... aber weniger auf schwester - schüler.

    danke
    odin
     
  2. flexi

    flexi Administrator
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  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Meines Erachtens bleibt die Durchführungsverantwortung beim Schüler. Du wirst insofern belangt, dass du die Delegierungsverantwortung hast. Du musst dich von den Fähigkeiten des Schülers im Vorfeld überzeugen. Nur dann darfst du etwas delegieren. Der Schüler hat die Verpflichtung, Tätigkeiten in denen er unsicher ist, abzulehnen.

    Sehr schön wird dieses Problem immer beim täglichen Tabletten austeilen sichtbar: Schwester hat (angeblich) die Tabletten kontrolliert. Schüler wird beauftragt die Tabletten auszuteilen. Kommt es hierbei zu schwerwiegenden Verwechslungen sind beide in der Pflicht: Schwester und Schüler. Dieser Kasus wird sehr gern verdrängt.

    Elisabeth
     
  4. Torenpad

    Torenpad Gesperrt

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    Hallo KollegInnen!
    Meines Erachtens liegt die Verantwortung bei der examinierten Kraft, welche die Tätigkeit deligiert hat. Sie muß sich überzeugen, daß die mit der Tätigkeit betraute Person auch zu jeder Zeit in der Lage ist, die ihr aufgetragene Tätigkeit korrekt auszuführen.
    Irgendwelche Verantwortung beim Schüler zu suchen, jedenfalls allein bei ihm, halte ich für fragwürdig, zumal ja derzeit bereits Kinder in die Ausbildung dürfen, die gerade mal eingeschränkt strafmündig sind.
    Der von Flexi empfohlene Artikel ist m.E. ein gutes Instrument zur Differenzierung.
     
  5. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
    Hallo,

    während meiner Ausbildung wurde es so gehandhabt, dass die Stationen schriftlich über den aktuellen Lernstand der Schüler von der KPS informiert wurden. Es wurden also Infoblätter verteilt, auf denen die bereits erlernten Tätigkeiten des jeweiligen Kurses aufgeführt waren. So wussten die Praxisanleiter der Stationen genau Bescheid - trotzdem trägt ein Schüler keine Verantwortung, begeht er während der Durchführung einen Fehler. Bei unseren Schülerinnen überzeuge ich mich mehrmals von ihrem Können und leite sie lieber noch 100x an, als dass ich sie alleine losschicke. Mir ist das zu delikat...
    LG
    Trisha
     
  6. flexi

    flexi Administrator
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    Hallo zusammen,
    die Mitteilung über den Lernstand hat nur informationscharakter, er charakterisiert nie Verantwortlichkeit für eine bestimmte Tätigkeit.
    Im Falle des Falles wird sich auch ein Richter an anderen vergleichbaren Richtlinien orientieren wie dieser hier in Bezug auf Injektionen:
    in: http://www.verein-fuer-familienpflege-ev.de/Zeitung/zeitung4.htm wird ausgeführt:
    Leider beziehen sich alle Fundstellen immer nur auf die Delegation ärztlicher Tätigkeiten, Juristen werden sicher diese Auffassungen analog auf die Übertragung pflegerischer Tätigkeiten übertragen.
    Aber haben wir einen Tätigkeitenschutz wie die Ärzte???
     
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