Schmerztherapie

Dieses Thema im Forum "Kinderintensivpflege" wurde erstellt von alexia, 23.06.2004.

  1. alexia

    alexia Newbie

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    schmerztherapie-ein elementares thema auf der kinderintensivstation!

    wie ist bei euch auf station die einstellung zu schmerzen bei kindern?
    bekommen die kinder ausreichend schmerzmittel?
    welche schmerzmittel werden verabreicht?
    bekommt ein frühgeborenes genau so viel wie ein größeres kind?


    grüessli aus der schweiz,

    alexia
     
  2. Lotti Karotti

    Lotti Karotti Newbie

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    Hallo,

    ich würde gerne, dieses Thema, mal wieder zur Sprache bringen und frag einfach mal.

    Seid ihr zufrieden, was die Schmerztherapie bei Kinder´n betrifft?

    Habt ihr ein bestimmtes Schema? ......

    Wäre schön, wenn ihr einfach mal drauf los schreibt, was euch zu diesem Thema einfällt.

    Danke :-)
    MfG Lotti Karotti
     
  3. Miss_Eli

    Miss_Eli Junior-Mitglied

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    Also ich habe zur Zeit meiner Ausbildung einen intensivierten Ensatz auf dr Frühchen+Intensivstation gehabt, da wurden (meines Wissens) bei Frühchen udn kranken neugeborenen keine Schmerzmittel eingesetzt, bei diagnostischen eingriffen aber dem Kind Muttermilch bzw. Glucose gegeben ( an einem schnulli bzw. Wattestäbchen oder auch sondiert - kleine mengen natürlich).
    Und als zusehende Fachkraft habe ich auch das Gefühl gehabt das keines der Kinder schmerzen erleidet, zumal schwerst erkrankte Kinder sediert und beatmet sind, was aber nicht immer heißt sie spüren keine schmerzen ( ein beatmetes Kind hat bei einer Biopsie deutlich gezuckt, also ein Zeichen das es den einstich sehr wohl gespürt hat)
    Genaures kann ich leidre nicht sagen da ich selber nicht auf einer kinderintensivstation arbeite...aber cih hoffe das ich wenigstens einen kleinen einblick gegeben habe!:-)
     
  4. Clementine

    Clementine Newbie

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    Hallo möchte mich auch mal kurz zu diesem Thema äußern.
    Wir geben unseren Frühgeborenen 0,5 ml Glucose40 % oral, z.B. vor kleinen Sachen wie Blutentnahmen. Bei Früh-und Neugeborenen hemmt die Glucose kurz ( ca.3 Minuten ) die Schmerzrezeptoren. Außerhalb diesem Lebensalter hilft es allerdings nicht mehr.
    Man sieht deutlich das die Kinder bei der Blutentnahme entspannter sind und
    es einen Effekt hat.

    Bei größeren Eingriffen bekommen sie eine ausreichende Sedierung, Morphin oder Dormicum.....:knockin:
     
  5. Morphin und Dormicum sind aber schon zwei unteschiedliche Sachen !

    Wir haben ein festes Analgosedierungsregime, entweder (ca. bis 1jahr) Morphin+Dormicum, danach Dipidolor und Dormicum, zusätzlich erweitert um periphere Analgetika (Paracetamol [supp,po oder iv], Ibuprofen [supp/po] oder Novalgin [nur iv]) und Chlorlhydrat (po/supp)

    Für kleine Eingriffe wie Drainagen ziehen, gibt es Ketanest/Dormicum, Diso ist auch ne feine Sache aber das gibt es idR nur für die Großen.

    Grüßle
     
  6. Krotob

    Krotob Stammgast

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    Beruf:
    Fachkinderkrankenpfleger
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    Kinderintensiv
    Hallo,
    auch ich möchte kurz zu diesen Thema etwas sagen. Zunächst hat es mich etwas geschockt, dass schwerst erkrankte Kinder nur sediert sind, aber keine Analgesie bekommen, insbesondere bei der beschriebenen Biopsie. Ich denke die Forschung ist weit genug, um zu wissen, dass auch "Kleine" Patienten Schmerzen haben können und ein Recht auf eine angemessene Analgesie haben. Natürlich können sie Schmerzen zum Teil nicht in gewohnter Weise signalisieren (insbesondere wenn ein Kind sediert ist). Klar muss nicht jedes beatmete Kind tief analgosediert sein (was natürlich auf längere Sicht auch große Probleme macht).
    Die beschriebene Verabreichung von Glucose sollte eigentlich in der Neonatolgie ein "Standart"-Verfahren sein. Jedoch muss die Glucose oral aufgenommen werden, um eine Wirkung zu entfallten (diese Thema ist aber glaube ich bereits bearbeitet worden).
    Zur Schmerztherapie bei uns ..., wir verwenden für Kleine Kinder die KUSS Schmerzskala und für Kinder über 4 Jahren die Face Pain Rating Scale. Jeder Mitarbeiter (Ärzte wie Pflege) müssen eine Schmerzfortbildung besuchen (inkl. umstrittenen Schmerzschein) und erhält darauf hin eine mehrseitige Schmerzkarte, mit Medikamenten Dosierungen, Verdünnungen, Schmerzalgorithmus, Überwachungsstandards usw.; Wir arbeiten mit dem Stufenschema der Schmerztherapie, entsprechend mit Basisanalgetika, wenn mittelstarke oder starke Analgetika verabreicht werden. Gute Erfahrung haben wir mit Nubain als Schmerzmittel gemacht. Ansonsten Kombinationen aus Morphin und Dormicum, Dipidolor oder Fentanyl und Dormicum.
    Natürlich verwenden wir auch Ketanest (aufgrund der geringen Atemdepression) und zur Sedierung Diso bei größeren Kindern.

    Ich denke die Schmerztherapie hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert und das ist gut so !!!:hicks:
     
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