Schichtarbeit, der richtige Dienstplan

Dieses Thema im Forum "Rund um Tarif- und Arbeitsverträge" wurde erstellt von Bachillikum, 01.08.2015.

  1. Bachillikum

    Bachillikum Newbie

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    Ahoi liebe Community!

    Ich habe da mal ein Thema an dessen Diskussion ich gerne teilnehmen möchte.

    Kurz zu mir:
    Vor kurzem habe ich einen neuen Job in einem Krankenhaus angefangen. Ausgeschrieben war die Stelle als jemand, der sich um die Personaleinsatzsoftware kümmert, also im Klartext, das Dienstplan Programm konfiguriert. Ich habe Informatik studiert und die suchten einen Systemadmin für diese Stelle, allerdings bin ich jetzt Teil der Personalabteilung. Irgendwie fing es auf einmal an, dass ich auch mit Personalcontrolling Tätigkeiten betraut werde.

    Die Aufgabe:
    Im Zuge dessen habe ich das "Projekt" Zentrale Notaufnahme in die Hände gelegt bekommen.
    Ich gestehe, dass mich der neue Aufgabenbereich neugierig machte und ich habe mich intensiv in die "Thematik" Notaufnahme eingearbeitet. Auslöser des Projektes war die Anfrage nach einer weiteren Vollkraft(VK) in der Notaufnahme und einem weiteren geplanten Dienst zur Entlastung des Arbeitsaufkommen in der Zeit von 16-24 Uhr. Dass dies so, oder so ähnlich eintreten wird ist schon beschlossene Sache. Aber ich habe jetzt die wunderbare Aufgabe, eine Analyse der momentanen Dienstplan Situation zu machen und zu gucken, an welchen Stellen bzw. inwiefern die Dienstplangestaltung optimiert werden kann, auch vor dem Hintergrund, dass die Stationsleiterin einen Kommentar auf die Ausfallzeiten der Mitarbeiter in Bezug auf die erhöhte Belastung machte.

    Mein Ausgangspunkt:
    Ich habe mich in das Thema Schichtarbeit reingelesen vor allem unter der Prämisse Gesundheit.
    Durch meine Position (an der Dienstplansoftware) habe ich ja einen Einblick wie die Dienste in der Notaufnahme geplant sind und da ist mir folgendes aufgefallen:

    - oft lange Schichtfolgen, 9-11 Tage Früh- Spät- und Nachtdienste hintereinander. Dann ein längerer Abschnitt frei 4-6 Tage, dann wieder ein Langer Block mit vielleicht 2 freien Tagen auf 9-11 Tage arbeiten.

    - ein, zwei Teilzeit Mitarbeiter haben nur Nachtdienste, die restlichen werden bei den all-Schicht-arbeitenden ans Ende der Schichtfolge gelegt. (Für die Wechselschichtzulage völlig legitimes Verfahren!!)

    - es gibt schon vermehrt die Fälle wo sich Früh- und Spätdienste täglich abwechselten über einen Zeitraum von 4 und mehr Tagen (welcher meist mit 2-4 Nachtdiensten endet)

    Während meinen Recherchen sind mir natürlich auch Schichtplanmodelle unter die Nase gekommen, welche sich darauf stützen, auf gesundheitlichen "Vorsorgebeschränkungen" erstellt worden zu sein. Wiederkehrende Bestandteile:

    - vorwärts Rotation. wenn sich die Schichtzeiten während einer Folge ändern, am besten von FD-->SD-->ND und niemals in die entgegengesetzte Richtung. Damit umgeht man auch, in Gefahr zu geraten, bei einem SD-->FD Wechsel, die mindest Ruhezeit von XY Stunden zu unterschreiten.

    - Spätdienste sind "familienfeindlich". Da zu einer Gesundheit auch das geistige und seelische Wohlbefinden gehören sollte man bedenken, dass lange Spätdienstphasen sozialleben- und familienschädigend sein können.

    - Nachtschichten verursachen Schlafstörungen und wirken sich ungesund auf den Organismus aus. Nach Nachtschichten mindestens 2 freie Tage.

    - Es gibt hauptsächlich Modelle mit einer 4-6 tägigen Schichtfolge zwischen 2 freien Tagen.


    Nun würde ich gerne die Meinungen und Erfahrungen von Mitarbeitern im Schichtdienst einholen. Wie läuft euer Schichtdienst ab? Ist es anstrengend so zu arbeiten? Habt ihr viele Wechsel zwischen den Diensten? Habt Ihr durch den Schichtplan Probleme beim Schlafen oder im Sozialleben? Was würdet Ihr besser machen? Wie sieht der perfekte Früh- Spät- Nacht- Zwischen- Mitteldienst für dich aus?

    Zum Schichtdienst der Notaufnahme ist nur gesagt, Es gibt keinen Unterschied zwischen irgend einem Tag, also Sonntag läuft der Dienst mit dem selben Plan wie Dienstag zum Beispiel. Allerdings gibt es den Deal mit einem Krankenhaus, dass die Aufnahme jeden Tag wechselt. An allen geraden Tagen hat das Krankenhaus in dem ich arbeite Aufnahme. (natürlich gibt es eine tägliche Ambulante Aufnahme und wenn jemand an einem ungeraden Tag dem Krankenwagenleuten sagt er will in meine Klinik, dann bringen sie den auch dahin.



     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich kenne Leute, die lieben Spätdienste. Es gibt die Kollegen, die nur Nachtschichten arbeiten können. Der nächste braucht immer an ganz bestimmten Tagen Frühdienst.

    Den perfekten Schichtplan wird es nicht geben. Und nahe kommen kannst du ihm nur, wenn du mit den Kollegen vor Ort zusammen arbeitest. Was in Musterstadt passt, kann in deiner Klinik völlig falsch sein.

    Ergo: Was sagen denn die betroffenen Kollegen vor Ort? Nix ist schlimmer als wenn da etwas übergestülpt wird, womit sich das Team nur schwer oder gar nicht identifizieren kann.

    Die ganzen wissenschaftlichen Abhandlungen Zum Schichtdienst haben übrigens ein Problem gemeinsam: sie sehen nicht das Individuum und sind darauf ausgerichtet, die These desjenigen zu untermauern, der sich aufgestellt hat.

    Elisabeth
     
    supetrosu und Bachillikum gefällt das.
  3. krodi

    krodi Junior-Mitglied

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    Sehe ich ähnlich.
    Das Problem ist, dass die Leute die irgendwelche Aussagen über Schichtdienste machen und vor allem auch die Tarifregeln beeinflussen meist selbst nie Schicht gearbeitet haben.
    Fakt ist, Schichtdienst belastet die Gesundheit. Fakt ist auch, wie oben gesagt, dass jeder Mitarbeiter ganz unterschiedlich auf Schichtdienste reagiert und auch die Familiensituation eine Rolle spielt. Also wäre es am besten, dies ganz individuell und damit mitarbeiterfreundlich zu regeln. Wer tagsüber nicht schlafen kann, der läuft schon in der zweiten Nacht wie ein Zombie rum und spätestens in der dritten wird es gefährliche Pflege. Solche Leute hätten also, wenn sie schon unbedingt Nächte machen müssen, am besten 3 einzelne Nächte pro Monat oder so. Andere kommen hingegen besser klar, wenn die Schichten am Stück sind, also am liebsten 7 Nächte am Stück.
    Jetzt kommt aber die unsinnige Tarifvereinbarung, dass die Wechselschichtzulage und die damit verbundenen zusätzlichen freie Tage nicht von der Anzahl der geleisteten Nachtschichten, sondern vom Abstand zwischen ihnen abhängt und das heißt in der Praxis, dass aus Sparzwängen Mitarbeiter in Schichtfolgen gepresst werden, die ihrem Biorhytmus völlig zuwider laufen.
     
  4. Kalimera

    Kalimera Poweruser

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    Die gesundheitlichen Aspekte für Schichtfolgenund die Wünsche der MA, die im Schichtdienst arbeiten, laufen nicht selten konträr.
    Es gibt so viele Argumente für die eine oder andere Schicht, Schichtfolgen und-längen..ect. der einzelnen Mitarbeiter, dass die Liste eine Anzahl erreicht, die schwer zu überblicken ist.
    Fakten sind, dass die NA 24 Std/Tag besetzt sein muss in unterschiedlicher Personalzahl. Daran kannst überhaupt erst mal sehen welche Schichten es dort braucht. Auf Grund dieser Basis kannst doch Schichtmodelle entwickeln und die MA evtl. wählen lassen welches Modell ihnen am meisten zusagt. Natürlich alle Modelle unter Einbeziehung des ArbzG und sicher auch gesundheitlichen Aspekten.
    Wie auch immer......
    Ich glaube die beste und von allen akzeptierteste Lösung wirst Du nur finden, wenn Du die dortigen MA mit einbeziehst.
     
  5. anästhesieschwester

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    Hallo,

    ich fände es interessant zu sehen, ob sich die Fehlzeiten-Situation verändert, wenn die MA ihren Dienstplan selber mitgestalten können.
    Jeder MA erhält seinen Streifen eines Blanko-Dienstplans und kann, entsprechend seiner Soll-Arbeitszeit, diesen "nach Wunsch" ausfüllen, mit Vermerk von z.B. 3 ganz wichtigen bzw. unabänderbaren Wünschen. Das ganze wird von der Leitung oder dir unter Berücksichtigung von Urlauben und Gesetzen als Ganzes zusammenfegügt und dann schaut man wo sich Überschneidungen oder Unterbesetzungen ergeben und variiert hier noch entsprechend.
    Nach 3 Monaten kann man ja sicher schon eine Tendenz in der Zufriedenheit und den Fehlzeiten erkennen.

    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  6. Maniac

    Maniac Poweruser

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    @anästhesieschwester:

    Das gibt gehörig Überschneidungen und Unterbesetzungen.
    Von 100 Mitarbeitern hier habe ich 5 die gern Spätdienst machen.
    Dazu + - 10 die gern Nachtdienst machen.

    Der Rest plant sich dann nur mit Frühdiensten plus einen Spätdienst plus ca 50% die sich mit 2 Nachtdiensten planen um die große Schichtzulage zu bekommen.

    Ggf sind noch einige dabei die sich mal alle 3 Wochen 3 Spätdienste planen um nicht NUR Früh zu haben ;)

    Läuft definitiv NICHT!


    Im großen und ganzen (schreibt man heute bestimmt groß) bieten meine "Wunsch"- Möglichkeiten viele Wünsche. Von vielen wird das auch genutzt, manche nutzen es exzessiv, nach deinem beschrieben Beispiel.

    Unsere Ausfallquote ist dennoch ganz ordentlich (hoch).
     
  7. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich hatte Anästhesieschwester so verstanden, dass ein Wunschplan sinnvoll ist und es spannend wäre zu schauen, womit kommen die Leute besser klar: mit oder ohne Wunschplan. Das Problem bei Wunschplänen ist bekanntlich: Allen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann. Ich denke, dass kann man auch nicht pauschalisieren. Es gibt Teams, da findet man es legitim, dass Sr. Martha bevorzugt wird, weil sie Kind hat. In anderen führt da zu Unruhe.

    ergo: Es gibt kein Patentrezept. Und eine gute Stationsleitung ist Gold wert und wird oft unterbezahlt für ihre Leistung.

    Elisabeth
     
  8. spflegerle

    spflegerle Stammgast

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    @Bachillikum:

    Ohne das Team zu kennen wirst du keinen Dienstplan erstellen können, der diesem Team auch mehrheitlich zusagt.

    Bei uns gibt es einen fixen Wunschplan in dem jeder Mitarbeiter seine allgemeinen Wünsche notiert (lieber Spät als Früh, nicht mehr als 3 Dienste am Stück, Donnerstags nie Spät oder Nacht, jedes erste WE frei usw ....), das gibt dem Dienstplanersteller schon mal ein grobes Raster vor. Dann will natürlich jeder seine Wechselschichtzulage erhalten, die entsprechenden Bedingungen des Tarifvertrages dazu stellen sozusagen die Minimalanforderung dar. Das Arbeitszeitgesetz gibt noch den rechtlichen Rahmen dazu.
    Darüber hinaus gibt es für jeden Monat frühzeitig noch einen extra-Wunschplan, wo man außergewöhnliche Wünsche eintragen kann (zB Geburtstagsfeier oä), wo manche Kolleginnen und Kollegen aber auch ihren kompletten Plan selbst eintragen, weil sie diesen mit dem Partner abstimmen müssen (idR wg Kinderbetreuung). Es gibt Pärchen mit Kindern auf der Station, bei denen der Plan jeweils aufeinander abgestimmt werden muss. Ohne das Team mit all seinen besonderen Bedürfnissen zu kennen, kann man so einen Dienstplan nicht aufstellen.
    Und tatsächlich klappt es für fast alle Beteiligten recht gut, so dass die meisten zufrieden sind (Berufsmeckerer ausgenommen). Und wenn mal doch was nicht passt, sucht man sich einen Tauschpartner und tauscht (teilweise recht wild) so lange, bis es passt. Und soweit alle Dienste wie geplant besetzt bleiben, wird das auch von der Leitung so übernommen.

    Im Zuge des Personalabbaus und der unbesetzten Stellen, wie man es wohl fast überall heutzutage erleben muss, wird die Erstellung des Dientplanes immer mehr zu einer wirklich schwierigen Aufgabe.
    Insofern gebe ich Elisabeth recht: manche Stationsleitung ist sicherlich dtl. unterbezahlt für ihren guten Job.

    Viel Erfolg bei deiner Aufgabe.

    Gruß spflegerle
     
    #8 spflegerle, 02.08.2015
    Zuletzt bearbeitet: 02.08.2015
  9. Sachertorte

    Sachertorte Junior-Mitglied

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    Schichtdienst........ich muss sagen ich hasse ihn! Und leider bringt die Zukunft in diesem Pflegeberuf eher noch schlechtere Arbeitsbedingungen als Verbesserungen um diesen Beruf wiede attraktiver zu machen und den Personalnotstand auch somit wieder etwas zu entlasten. Fragt man die heutigen Schüler warum sie diesen Beruf erlernen und wo sie sich nach der Ausbildung sehen sagen die Meisten: In der Ausbildung gibt es gut Kohle aber mit den Arbeitsbedingungen die herrschen möchte ich darin nicht weiter arbeiten. Ich werde studieren.

    Ich kann sie verstehen! Momentan suche ich für mich auch eine Möglichkeit wo ich entweder komplett vom Schichtdienst wegkomme oder wenigstens ein Haus finde wo die Schichten (zumindest für meine Vorstellungen) angenehmer sind und man wirklich auch mal ein wenig Freitzeit planen kann.
    Ich fühle mich grundsätzlich vom reinen Arbeiten und auch vom Team her auf meiner jetzigen Stelle sehr wohl aber die grundsätzlichen Rahmenbedingungen machen mir das Leben hier sehr schwer und so will und kann ich nicht weiter machen.
     
  10. anästhesieschwester

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    Hallo,

    es gab tatsächlich schon Modellprojekte, in denen das Team den Dienstplan selbst geschrieben hat. Und ich meine, mit positivem Ergebnis. Dass so ein Plan natürlich von der Leitung auf Über-/Unterbesetzung und Gesetzeskonformität kontrolliert werden muss, ist klar.
    Ich schaue mal, ob ich irgendwo was dazu finde.

    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  11. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Viele Teams bekommen es nichtmal hin, den Urlaubsplan im Einverständnis zu erstellen.

    Aber das ist auch nicht das Thema :-)
     
  12. anästhesieschwester

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    Krankenschwester, B.Sc. Health Care Studies
    Ja, ja - das leidige Thema jeden Winter... :boxen:
     
  13. Dies ist mein erster Eintrag und gerade das Thema Dienstplan ist bei meinen Kolleginnen immer wie das "Evangelium".

    Wir sind 2 Vollzeitler und 7 Teilzeitkräfte (2 Frühdienst/2 Spätdienst) für 16 Bewohner stationäre Altenpflege. Haben im Haus Dauernachtwachen (10 Stunden), so dass wir nur Tagdienst Früh und Spät leisten müssen. Ich habe eine Liste, in der man bis zum 10. des Vormonats Wünsche eintragen kann (aber nicht übertreiben:kloppen:). Oft mache ich schon 2 Monate vorher ein Plangerüst wegen Urlaub, Wünsche und Wochenendabdeckung. Da ich selbst erwachsene Kinder habe, verstehe ich schon unsere Muttis mit schulpflichtigen Kindern und die Omis (bei uns sind es schon 4), die mithelfen (müssen, wollen, sollen), dass ihre Kinder das tägliche Brot verdienen. So wird es immer schwieriger und zeitaufwändiger, einen für alle händelbaren Plan zu erstellen. Auch lange Blöcke versuche ich zu vermeiden und häufige Wechsel von Spät auf Früh, da wir fast alle schon "ältere" Semester sind. Die Anzahl der gearbeiteten Wochenenden notiere ich, so versuche ich bis Jahresende ein wenig auszugleichen. Bis 15. des Vormonats muss der Plan beim Bereichsleiter liegen, der ihn genehmigt. Aber zum Glück geht Tauschen meist auch problemlos. Ich weiß, man könnte es auch einfacher machen, schliesslich ist es kein Wunschkonzert, aber ein emphatisches, kollegiales Team wird es danken. Insgesamt ist es immer eine knifflige Aufgabe.

    Wenn man Jahrzehnte Schicht gearbeitet hat, sieht man es nicht mehr positiv. Mein Körper signalisiert mir mit Schlaf- und Magen-Darmstörungen, dass es einfach gegen die Natur ist, im Urlaub verschwinden die Symptome. Und zu guter letzt leiden die sozialen Kontakte, aus Vereinen bin ich nach und nach ausgetreten, man ist nur das 5. Rad am Wagen.

    Demnächst kriegen wir ein Dienstplanprogramm "Vivendi", mal sehen, was sich ändert... :weissnix:
     
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