Sanitätsdienst in der Olympiahalle in München

Dieses Thema im Forum "Tätigkeitsberichte" wurde erstellt von Werner Rathgeber, 19.04.2006.

  1. Werner Rathgeber

    Werner Rathgeber Stammgast

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    Hallo an Alle,

    wie ihr wisst, bin ich ehrenamtlicher Rettungsassistent bei den Johannitern. Heute will ich euch den Ablauf einer Sanitätsbetreuung in der Münchner Olympiahalle schildern.

    Unsere Einsatzstärke ist 1/1/14 das heisst 1 EinsatzleiterIn, 1 Arzt und 14 HelferInnen. Von den 14 Helfern müssen mindestens 30% die Qualifikation Rettungssanitäter haben.

    Die Art der Veranstaltung, spielt dabei kaum eine Rolle, natürlich ist der Funfaktor bei einer Hauptversammlung eines Elektrokonzerns geringer als zum Beispiel beim Anastacia Konzert.:anmachen:

    Als Fahrzeuge haben wir dabei unseren Gerätewagen Sanitätsdienst, einen Rettungswagen und einen Krankenwagen, diese dienen uns nur zum Material- und Personaltransport. Muss ein Patient ins Krankenhaus gebracht werden, erfolgt dies mit dem "normalen" Rettungsdienst.

    Die Olympiahalle verfügt über 3 Wachräume:
    Eine direkt hinter der Bühne, hier besteht bei Bedarf auch die Ausweichmöglichkeit unter der Tribüne. Die zweite Wache, eine Etage höher, die Dritte, die so genannte Hauptwache (wiel die Grösste, mit der Besten Anfahrtsmöglichkeit für den Rettungsdienst) befindet sich in der gleichen Ebene wie die zweite Wache, jedoch am anderen Ende des Ovals.

    Nach der Personalverteilung durch den Einsatzleiter, werden die Wachen aufgerüstet. Danach begeben sich 2 Fusstrupps zu den Eingängen, ausgestattet mit Rucksack, AED und Funkgerät, um bei etwaigen Problemen während der Einlasszeit schnell vor Ort zu sein.

    Bei Konzertbeginn gehen sie zurück zu ihren Wachen, können aber nach Rücksprache mit der Einsatzleitung auch in der Halle unterwegs sein.

    Die häufigsten Probleme während den Verantstaltungen sind Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und Hyperventilationen, aber auch Herzinfarkte und Reanimationen sind möglich. Bei Tokio Hotel 182 Hyperventilationen:lovelove:

    Bei Konzertende sichern wieder Fusstrupps die Ausgänge. Während der Rest der HelferInnen das Material Verladefertig macht.
    Nachdem die Einsatzleitung vom Sicherheitsdienst der Olympiahalle die Mitteilung erhalten hat, dass die Halle leer ist und das Material wieder verladen ist, fahren wir wieder nachhause, meist 1,5 Stunden nach dem Ende des Konzertes.

    Zuhause angekommen muss das Material wieder aufgefüllt und die Fahrzeuge geputzt werden.

    Viele Grüsse
    Werner
     
  2. Suprarenina

    Suprarenina Stammgast

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    Hi Werner,

    bin auch ehrenamtlich bei den Johannitern und uns steht jetzt das Bon Jovi und Madonna Konzert bevor *freu
    Ich denke da gibt es weniger Hyperventilationen als bei Tokio Hotel.

    Fährst du denn auch regelmäßig den 24h Dienst auf den RTW mit?
     
  3. Werner Rathgeber

    Werner Rathgeber Stammgast

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    Hallo Surarenina,

    bei uns gibt es max. 16 Std.Schichten, auch die Haupthamtlichen fahren maximal 8 Std.

    Aber 2 bis 3 mal pro Monat fahre ich schon.

    Wir haben in Ottobrunn ein großes Einzugsgebiet mit vielen Altenheimen und vielen Autobahnkilometern.

    Ich finde, Großkonzerte haben ihren besonderen Reiz, da viele Helfer ( im Olympiastation 1/6/120)
    Uns stehen die Rollings Stones, Robbie Wiliams 3 x und Bon Jovi bevor!
    Habe dafür extra Urlaub genommen.

    Viele Grüße aus München
    Werner
     
  4. Josephine

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    Hallo Werner,

    vielen Dank für den tollen Bericht! Hört sich toll an als sei man selbst dabei gewesen.

    Viele Grüße
     
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