Salutogenesemodell anwenden?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von SOADQueen, 31.01.2011.

  1. SOADQueen

    SOADQueen Newbie

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    Ich habe mich jetzt einige Zeit in das Salutogenesemodell nach Antonovsky eingelesen, ich soll allerdings von der Schule her, dieses Modell auf einen Rheumapatienten meiner Wahl anwenden.

    Nun meine Frage:

    Wie wende ich denn dieses Modell auf einen Patienten an?
    Soll ich da dann die Geschichte des Patienten schreiben und aufzählen, was ihn trotz des Rheumas alles gesund hält? Ist das die Anwendung des Modells?

    Ich finde das alles ein bisschen verwirrend, weil ich nicht wirklich etwas finden kann, wie man das Modell richtig anwendet!

    Wäre sehr froh über ein bisschen Hilfe von jemanden, der das schonmal angewendet hat auf einen Patienten.
     
  2. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Hi.

    Der entscheidene Punkt ist, die Faktoren bei dem Patienten zu finden (und zu fördern) die ihn gesund halten. Also zum Beispiel hat der Herr schon immer Freude am Rosenzüchten gehabt - dann wäre es natürlich ideal, wenn in der Rheuma-Therapie die Möglichkeit zur Gärtnerarbeit bestünde. Es würd ihn motivieren und (nach der Vorstellung der Salutogenese) seine Gesundheitsressourcen stärken.
    Solche Faktoren/Ressourcen gilt es zu finden und möglichst zu aktivieren.

    Man darf/muss sich da auch etwas von der medizinischen Denke entfernen..;)

    DS
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Primär gehts für den Pat. darum, zu verstehen, es gibt kranke Anteile und gesunde Anteile. Man ist nie komplett eingeschränkt... es sei denn, man ist tot. Jeder Mensch hat Ressourcen.

    Ziel ist es, eine Situation als verstehbar, handhabbar und bewältigbar zu erleben.

    Pat. braucht also Infos und Anleitung. Schau dir mal die Symptome an und überlege, welche Möglichkeiten du hast, um dem Pat. eine weitestgehende Autonomie in der Lebensführung zu verschaffen.
    Wichtig sind hierbei Erfolgserlebnisse zu schaffen. Nix ist schlimmer, als wenn der Pat. einem unrealistischen Ziel nachjagt.

    Anregungen findest du z.B. hier:
    Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V. - Mit Rheuma leben - den Alltag bewältigen
    http://www.rheuma-liga-hamburg.de/home/layout2/patientenschulung_53_0.html
    http://books.google.de/books?id=in-...&resnum=1&ved=0CBwQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false

    Ergo: Es geht um die aktive Krankheitsverarbeitung, die Erkenntnis, dass Medikamente alleine net gesund machen. In der täglichen Pflege bedeutet das: dem Pat. net alles abnehmen. Ihm Zeit geben, sich selbst zu pflegen. ... Also eine große Herausforderung für dei Pflege, die ja lieber aktiv als passiv handelt. *fg*

    Elisabeth

    PS Frag mal eure Physios. Die haben bestimmt auch ne Menge Material.
     
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