Richten der OP-Tische außerhalb des Saals

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von angie78, 19.04.2016.

  1. angie78

    angie78 Newbie

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    Hallo!

    Wir ziehen demnächst mit dem gesamten Zentral-OP in einen neuen ZOP mit 16 Sälen um.
    Da dies noch nicht genug Herausforderung bedeutet, wird geplant, OP-Tische in speziellen Richtzonen außerhalb des OP-Saals vorzubereiten (dort sollen sie bis zu einer Stunde stehenbleiben können), um sie dann mit dem parallel eingeleiteten Patienten in den Saal zu schieben. Dies soll einen schnelleren Ablauf und noch kürzere Wechselzeiten bringen.
    Wir haben da natürlich alle noch so unsere Zweifel.

    Meine Frage in die Runde: Wird es bei irgendjemandem von euch auch so gehandhabt?
    Oder wurde es vielleicht schon wieder abgeschafft?
    Welche Erfahrungen gibt es mit dieser Vorgehensweise allgemein?
    Wie sind denn die räumlichen Gegebenheiten? Und passt jemand in der Zeit, bevor die OP beginnt, auf die in der Unfall oder Neuro oft nicht weinigen Tische auf, wenn sie da so rumstehen? Natürlich werden sie dann zugedeckt, aber man weiß ja nie.
    Wer deckt die Tische denn überhaupt? Bräuchte man nicht mehr Personal? Einer alleine kann das ja nicht.
    Was ist, wenn ein Notfall dazwischen kommt? Dann müssten die Tische ja wieder abgedeckt werden. Oder wie lange ist bei anderen die maximale Stehzeit?

    Also ich bin noch voller Fragen und etwas verunsichert. Ich bin sehr neugierig auf eure Erfahrungen!

    LG Anja
     
  2. lusche

    lusche Poweruser

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    Über den Zeitrahmen finde ich in den RKI Empfehlungen nichts. (Andererseits stehen die Tische während der OP oft länger als eine Stunde)

    Wie sind denn jetzt eure Wechselzeiten?
    ...oder....ist wirklich das Richten der Tische zwischen den Operationen der Zeitfresser, oder wo hängt es, wenn überhaupt?
    Wechselt bei euch die Instrumentierende von OP zu OP, oder bleibt sie für alle Eingriffe am Tisch?
    Soll der Springer Vorrichten?

    Ich habe mal einen Probelauf erlebt...
    So lief es:….zum Vorrichten war niemand da
    • laufende OP wurde beendet
    • Instrumentierende richtete in der „Reinigungspause“ den neuen Tisch (Toilettengang, mal was Trinken (z.B. im „Kindersaal“..besonders nett/warm schwierig..für andere Berufsgruppen nach wie vor kein Problem...grins)
    • Springer hatte nach/vor OP erhöhten Arbeitsaufwand...alles gleichzeitig + schnell
    • Lagerung, Checkliste, Abwaschen, Abdecken....wie vorher... im Saal
    Das Zeitmanagement wurde lediglich beim pflegerischen OP – Personal „bearbeitet/optimiert“ und es stellte sich heraus, dass es keinen Zeitgewinn gab. Möglicherweise hätte an anderen Stellen noch was „rausgeholt“ werden können, aber das fand nicht statt.

    Es könnte funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen würden.
    Allerdings nur dem OP – Personal (noch) mehr aufbürden, ohne Personalaufstockung und die anderen Arbeitsbereiche unangetastet lassen...so geht es m.M.n. nicht.

    Meiner bescheidenen Meinung nach, entstehen so einige Zeitverzögerungen auch durch Wartezeiten auf Anästhesisten, Operateure, oder die Reinigungskraft und auch mal Patienten.....Unterlagen.

    Kommt mir das nur so vor, oder ist der vorherrschende Ansatz der Prozessoptimierer generell die Pflege.
    VG lusche
     
  3. angie78

    angie78 Newbie

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    Danke für deine Antwort!
    So ähnlich habe ich mir das auch vorgesellt. Die Anästhesie wird kein zeitverzögernder Faktor mehr sein wegen der zentralen Einleitung. Räumlich wäre es bei uns auch nicht möglich, dass das Saalteam sich um das Richten kümmert. Das wäre also auch nicht der Grund für mehr Aufwand. Unsere jetzigen Wechselzeiten empfinde ich als relativ kurz. Vielleicht kann man mal auf die Toilette ODER etwas trinken gehen.
    Die Fragen, die du dir oben stellst sind auch unsere Fragen. Und ich stimme dir voll und ganz zu. Es bleibt alles an der Pflege hängen.
    Also ohne zusätzliches Personal ging es bei euch nicht wirklich.
    Bei uns ist es wirklich so gedacht, dass während der laufenden OP vorbereitet werden soll, dann also ja nicht vom Saalteam. Die Tische müssen danach über einen Flur in den Saal gefahren werden. In den Vorbereitungsräumen muss dann doch auch die RLTA genauso wie im Saal laufen. Denn im Saal ist es ja klar, dass die Tische länger stehen. Dies ist wohl auch der Fall, allerdings ist dies KEIN geschlossener Raum(?!?) Darum wohl die Grenze von einer Stunde.

    Hat noch jemand Erfahrungen gemacht?
    Lg Anja
     
  4. matras

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    Nicht nur in den Vorbereitungsräumen, sondern auch in den Zugangswegen zu dem jeweiligen OP-Saal muss dieselbe RLT wie im Saal vorgehalten sein. Auch wenn die Tische abgedeckt transportiert werden. Die max Vorhaltezeit definiert Ihr selbst, z.B. mit der Krankenhaushygiene und Stichproben zum Beginn des Startes des neuen Verfahrens. Natürlich kann das Saalteam die Tische nicht vorbereiten, es sei denn es werden alle Tische am frühen Vormittag (ohne Einwegartikel) vorbereitet. Dann ergeben sich aber wieder ander Probleme mit Standzeit, Programmänderungen, etc.. Ob sich das Verfahren durchsetzt, kann heute (noch) nicht abschließend beurteilt werden.....
     
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