Restharn nach Entfernung von transurethralem Dauerkatheter?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Sick Boy, 13.02.2007.

  1. Sick Boy

    Sick Boy Newbie

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    Ich bin etwas verwirrt,:verwirrt: laut eines nicht vorhandenen Standards der Klinik werden nach dem ziehen eines transurethralen BDK, drei aufeinanderfolgende Restharnbestimmungen gemacht. Um sicher zu gehen....:weissnix:

    Hat jemand mal was ähnliches gehört??
     
  2. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Naja, bisschen aufwändig das Ganze... Wirds denn wenigstens sonographisch gemacht?

    Hab da noch nichts von gehört und halte es für übertrieben. Aber wenn euer Chef(/Ober)arzt das möchte...
     
  3. Sick Boy

    Sick Boy Newbie

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    Natürlich nicht, die Ärzte sind doch immer so beschäftigt:ccol1:
     
  4. narde2003

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    Hallo Sick boy,

    ein nicht vorhandener Standard - kannst du mir das mal näher erklären?

    Ich kenne zwar Restharnbestimmungen, das hat man früher mal (so in den 80er Jahren, des letzten Jahrtausends) Standardmässig gemacht, meist in der Urologie und schon damals meist mittels Sonographie, weil die Katheterisierung halt auch ein gewisses Infektionsrisiko bringt.

    Verwirrte Grüsse
    Narde
     
  5. nebukadnezar

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    Hallo,

    ich hab das sehr wohl schon mal gehört ( obwohl auch ich das übertrieben finde).
    Mind. 3 Katheterisierungen hintereinander müssen weiger als 100ml ergeben, erst da kann man mit guten Gewissen das Ganze lassen.

    Das gleiche machen wir auch nachdem wir einen DK ziehen, der länger als 4 Monate gelegen hat. 3x hintereinander: weniger als 100ml.

    Bei ALS Patienten die normal ausscheiden können, verlangt der Arzt selbst hier eine Einmalkatheterisierung alle 3 Tage um sicher zu gehen, dass die Bauchpresse funktioniert und Blase alles rausbringen kann.

    Schön wie die Meinungen mal wieder auseinander gehen:verwirrt:

    Schöne Grüße
    nebukadnezar

     
  6. Ich kenne das bei langliegenden suprapubischen Blasenkathetern. Allerdings dann umgekehrt. Der wird abgestöpselt und nach dem Spontanurin wird mit hilfe des noch liegenden Katheters die Restharnmenge bestimmt. Wenn man feststellt, dass die Miktion problemlos und vollständig funktioniert, dann wird der Katheter entfernt.

    Ulrich
    P.S.: Was ist ein nicht vorhandener Standard? Ist das einer, an den sich zwar alle halten, der aber gar nicht wirklich existiert?!?
     
  7. Maniac

    Maniac Poweruser

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    DAS kenne ich auch und DAS ist ja auch kein Problem! Aber nach Standard-liegenden DKs ... und dann noch per Einmalkatheterisierung ... ich bin dagegen :-)

    Diese Art von Standards kenne ich übrigens auch. Das ist wenn man etwas "falsch" macht und die alte ääh erfahrenen Schwester fragt wieso sollte ich das so und so machen und sie dann sagt "Das ist nunmal so bzw. Das machen wir immer so". Meinetwegen noch mit dem Zusatz "Das ist hier so STandard".

    DAS ist dann ein Standard den es so nur in den Köpfen einiger Mitarbeiter gibt :-)
     
  8. Sick Boy

    Sick Boy Newbie

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    Hallo zusammen....

    ....hat sich eigentlich erledigt, da das Haus ein kleines Sono angeschafft hat, nur für die Pflege, einfach idiotensicher, hat nur zwei Knöpfe :lol1:
    da mach ich doch gleich fünf Restharnbestimmungen nach meinem eigen Standard :daumen:

    Danke für die Bemühungen

    SickBoy
     
  9. Sr.Katja

    Sr.Katja Senior-Mitglied

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    Huhuuu !!!

    Wir auf unserer Station machen das nicht. Aber haben öfters Urologische Patienten bei uns liegen und die Urologen machen das und die Gynäkologen auch. Ader Blasenkatheter wird morgens gezogen und im laufe des Nachmittags wird ein Restharnsono gemacht. Aber nach dem ziehen des Katheters nur 1 mal.

    Gruß Katja
     
  10. Berthild

    Berthild Senior-Mitglied

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    Hallo Sick boy u.a.,

    toll, dass ihr jetzt ein Sonogerät habt. Würde ich mir auch wünschen. Denn wir müssen noch öfters Restharnbestimmungen mittels Einmalkatheter nach ärztlicher Anordnung durchführen.

    Ich arbeite in der neurologischen Reha, und es kommt häufig vor, dass Patienten mit transurethralem DK kommen. Sind sie stuhlkontinent und kognitiv adäquat, wird manchmal kontrovers diskutiert: SPF-Anlage oder DK- Auslassversuch - das heißt, wir ziehen ihn, müssen dann aber die bereits erwähnten Restharnbestimmungen machen. Aus Kostengründen und wenn noch keine Betreuung vorliegt (zur Einverständniserklärung) ist dieser Weg manchmal der schnellere. Denn die wenigsten Patienten bei uns sind so adäquat und können auch noch unterschreiben.

    Sono wäre ohne Frage der einfachere und weniger invasive Weg. Aber die ärztliche Anordnung der RH-Bestimmung durch die Pflege ist halt für andere Berufsgruppen einfacher. Haben ein (!) mobiles Sonogerät im Haus, aber das müsste dann ja vom Arzt ad hoc aus seinem verschlossenen Kämmerlein geholt werden. Außerdem ist das manchmal zu AVD-Zeiten nötig, dann müsste man den AVD damit behelligen ...

    Jedenfalls kommt es in 50% der Fälle aufgrund hoher RH-Mengen zu einer sofortigen DK-Wiederanlage und dann wird ein SPF geplant ... Insofern sind die Restharnbestimmungen bei uns durchaus sinnvoll und kein Standardgeplänkel.

    Bei liegendem SPF sind die RH-Bestimmungen wesentlich einfacher und das Blasentraining bringt Fortschritte. Aber das klappt nur bei wenigen Patienten und findet dann erst viele Wochen nach dem oben beschriebenen Procedere statt.


    LG Berthild
     
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