Residualvolumen

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von falla, 06.04.2013.

  1. falla

    falla Newbie

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    Wird beim Messen des Residualvolumens bei Pat. mit Sondennahrung die Funktion der Magenentleerung gemessen? Ab wann ist die Menge abnormal?
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Residualvolumen ist für mich die Menge Luft die permanent in der Lunge bleibt auch nach maximaler Ausatmung.
     
  3. falla

    falla Newbie

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    Liebe Narde,
    Danke für Deine Antwort. Bei Pat. bei welchen neu Sondennahrung begonnen wird, messen wir an meinem Arbeitsort die Residualmenge der Sondennahrung. Ich dachte mir, vielleicht kann jemand der Grund weshalb wir das machen professioneller als ich formulieren. Liebe Grüsse Sime
     
  4. yoyoyoyo

    yoyoyoyo Stammgast

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    Ein erhöhtes Magenresidualvolumen spricht für eine Magenentleerungsstörung, z.B. durch ein Parese der Magenwandmuskulatur oder durch Stenosen im Pylorusbereich. Pathologisch ist eine Restvolumen über 150-200 ml.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Passt vielleicht dazu: http://www.ake-nutrition.at/uploads/media/Luebke.pdf .

    Den Begriff "gastrisches Residualvolumen" kannte ich bisher auch noch nicht. Scheint eine Neuschöpfung zu sein. Google findet nur 7 Beiträge mit der Wortkombination.

    Elisabeth
     
  6. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    Ich versuche es mal so: Wird die Nahrung nicht "ordnungs- bzw. erwartungsgemäß" weitertransportiert, kann ich keinen weiteren Kostaufbau vornehmen, bzw. muss die Nahrung wieder pausiert werden/ überdacht werden ob eine andere sinnvoll wär. Ggfs. braucht's auch Motilitätshilfen in Med.form, nach AAO. Ggfs. ist die Sonde nicht die richtige, ggfs. nutzt auch das nix.
    Bei der Kontrolle sehe ich auch die Beschaffenheit des Mageninhaltes - weitere Rückschlüsse.
    1 Stichwort: Aspirationsrisiko.

    Üblicherweise verwendete Worte, die mir geläufig sind, das selbe meinen:
    Rücklaufkontrolle
    Refluxkontrolle

    Begonnen wird bei uns mit kontinuerilich 30ml/. Je nach dem wie lange Nahrungskarrenz bestand, sonstige Umstände - Entscheidung darüber welche SK - mal kurz überlegt - komm grad auf 9 verschiedene.
    Standardisiert Kontrolle ist alle 6h, an sich.
    Vertrauen ist gut - Kontrolle besser. Deswegen liegt meine persönliche Grenze aktuell bei 2h, wo ich wissen möcht - wo geht's in etwa lang.
    Kommt auch sehr auf den Zustand des Patienten an (weites Feld)
    Die Doku erfolgt im PC, sowohl die ml Menge als auch die Beschaffenheit des abgezogenen (und in der Regel wieder zugeführten) Mageninhalts.
    Meine im Kopf fest installierte Faustregel - die Hälfte der stdl. Laufrate sollte bei der Kontrolle weitertransportiert sein.
    Daraus ergibt sich dann auch, was ich als kritisch ansehe. Nicht fixe Menge x - sondern die Menge gemessen an dem was weitertransportiert sein sollte und nicht ist.

    Ansonsten könntest mich grad beißen, auf Station haben wir einlaminiert die Vorgehensweise - je nachdem, wieviel noch im Magen drin ist wird
    1x in 24h die Laufrate erhöht
    die Laufrate beibehalten
    die SK pausiert für 1h, erfolgt erneut Kontrolle, wird ggfs. die Laufrate wieder reduziert
    ....ich mein die offizielle Grenze liegt bei 100, 150ml - soo schnell sind wir ja auch nicht mit der Laufratenerhöhung.

    Für Kostaufbau gibt es aber auch primär standardisiertes Vorgehen, je nach Länge der Nahrungskarrenz, der Sondenlage, -form wie z.B. Neuanlage PEG.
    Bei problemlosem Kostaufbau/ Verträglichkeit (weites Feld) wird der Standard auf Normalstation eingehalten.
    Bzw., nach Anforderung durch Arzt erstellt die Ernährungsberatung (exam. PK) ein vorläufiges Kostaufbauprotokoll, nach Einsicht der Kurven und Besprechung mit der PK der Station. Die Nachkontrollen erfolgen zu Beginn täglich.


    Guckst mal da?
    Punkt 3.5 Refluxkontrollen und Ernährungspausen
    http://www.uniklinik-freiburg.de/medizin1/live/diaetetik/Enterale_Ernaehrung_L.pdf
     

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