Refluxuösophagitis

Dieses Thema im Forum "Pflegeplanung, Pflegevisite und Dokumentation in der Pflege" wurde erstellt von Lisa7690, 24.04.2008.

  1. Lisa7690

    Lisa7690 Newbie

    Registriert seit:
    14.03.2006
    Beiträge:
    15
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Azubi als Kranken- und Pflegeschwester
    Ort:
    Tuttlingen
    Hallo ihr lieben,
    Ich muss eine Pflegeplanung über einen Patienten mit Refluxösophagitis schreiben.
    Bis jetzt sind mir Aspirationsgefahr und Obstipationsgefahr eingefallen.
    Jetzt hab ich nur eine Frage:

    Das mit der Obstipationsgefahr hab ich in einem meiner Ordner gefunden ( ich hab es bei Refluxösophagitis dazu geschrieben)
    Meine Frage ist nun warum? Bzw. aufgrund von was?

    Ist der Patient weniger?
    Bzw. will er nichts mehr essen?
    :gruebel:

    das Problem ist das unser Fallbeispiel ziemlich wenig über den Patienten hergibt! Ausser das er 62 ist =)

    Könntet ihr mir helfen ?

    Vielen Lieben Dank Sonnige Grüße


    Lisa:-)
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Refluxuösophagitis

    Ursache
    Versagen des Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Mageneingang infolge:
    - Schwäche unterer Schließmuskel der Speiseröhre
    - Hiatushernie
    - gestörte Ösophagusperistaltik
    Äußere Umstände wie Stress, ungesunde Ernährung und Übergewicht können eine Entzündung der Speiseröhre fördern.

    Symptome:
    brennender Schmerz hinter dem Brustbein
    häufiges Sodbrennen
    Verstärkung der Beschwerden im Liegen
    Bronchitis/ Reizhusten bei ausgeprägtem Reflux

    Warum sollte der Patient eine Obstipationsneigung haben?
    http://www.gesundheitsamt-bremen.de/print/pdf/refluxoesophagitis.pdf

    Du musst dir also einen Pat. ausdenken und ihm eine Krankengeschichte geben.

    z.B. Pat. 62 Jahre, Adipositas, Obstipationsneigung, Sodbrennen, ...

    Elisabeth
     
  3. Lisa7690

    Lisa7690 Newbie

    Registriert seit:
    14.03.2006
    Beiträge:
    15
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Azubi als Kranken- und Pflegeschwester
    Ort:
    Tuttlingen
    Hallo Elisabeth,
    Danke für deine Antwort aber ich glaube das hast du mich nicht richtig verstanden oder ich hab mich mal wieder blöd ausgedrückt :nurse:

    Also:
    Ich habe ein Fallbeispiel mit einem Patienten der kommt in die Klinik mit v.a. Refluxösophagitis.Ich muss nun eine Anamnese, eine Pflegeplanung, ein Beratungsgespräch und mit Hilfe einer Pflegetheorie den Fall darstellen.

    Ich brauche nur Hilfe bei der Pflegeplanung



    Nr. 1 Ressourcen und Probleme der Patienten
    Aspirationsgefahr aufgrund von Schluckproblemen

    Ressource: Pat. kann bei evtl. Beschwerden klingeln.

    Nr. 1 Pflegeziele
    Pat. hat physiologischen und beschwerdefreien Schluckvorgang

    Nr. 1 Pflegeplan
    - Nur im sitzen essen
    - Täglich 5-6 kleine Mahlzeiten zu sich nehmen
    - Nach den Mahlzeiten nicht sofort hinlegen (ca.20-30 Minuten warten)
    - Zeit geben zum Essen und Trinken
    - Bei Nahrungsaufnahme Anwesenheit der Pflegekraft
    -Eventuell bereitstellen eines Absauggerätes
    - Auf Mundhygiene nach der Nahrungsaufnahme achten
    - Bei jeder Mahlzeit Trink- und Esstraining durchführen
    - Keine einschneidende Kleidung am Halsbereich tragen

    Nr.2 Pflegeproblem
    Obstipationsgefahr aufgrund des abdominellen Drucks bei der Defäkation ???? -->Der Patient macht kein Stuhlgang mehr weil er bei der Stuhlentleerung einen Druck aufbringen muss und sich die Beschwerden verschlimmern.Aber bei einer Obstipation wäre der Druck und somit der Schmerz noch schlimmer.Ich hoffe du hast des so verstanden wie ich das gemeint habe!
    Nr. 2 Pflegeziel
    Pat. hat 2-3 wöchentlich geformten Stuhlgang

    Nr.2 Pflegeplan
    - leichte, vitamin– und ballaststoffreiche Kost
    - mind. 1,5-2 l Flüssigkeitszufuhr am Tag
    - Pat. zum Trinken anhalten
    - Pat. zum Bewegen anhalten
    - 5-6 kleine Mahlzeiten am Tag
    - 2x am Tag Bauchmassage
    - 1x am Tag warme Bauchwickel
    - Flüssigkeitsbilanz führen


    Ich wollte nur wissen wie ich das Formulieren kann.
    Ich weiß nicht ob ich es so lassen kann (das rot geschriebene)
    In vielen Fachbüchern stand das so. ( Obstipationsgefahr)
    Ich danke dir trotzdem und ich hoff jetzt ist es klarer!

    :thinker:
     
  4. schokofee

    schokofee Stammgast

    Registriert seit:
    22.10.2007
    Beiträge:
    249
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Kinderkrankenschwester
    Hallo,

    ich war erst relativ überrascht über das Problem " Obstipationsgefahr", weil ich den Zusammenhang nicht erkennen konnte.
    Jetzt ist mir klar, was Du meinst.

    Meiner Meinung nach besteht nicht " Obstipationsgefahr aufgrund des abdominellen Druckes",
    sondern eher sowas wie "Stuhlverhalt zur Vermeidung einer Refluxsymptomatik" (durch den abdominellen Druck), woraus natürlich dann eine Obstipation resultieren kann.
    Ziel: Weich-halten des Stuhles, so daß eine einfache, schmerzlose Defäkation möglich ist, ohne stark pressen zu müssen.
    ( Unter Umständen medikamentös unterstützt. )

    Als primäres Problem würde ich aber Schmerzen/Sodbrennen nennen.
    Und:
    Ich würde nicht nur sagen, der Patient soll sich nicht direkt nach der Mahlzeit hinlegen - er sollte überhaupt mit erhöhtem Oberkörper schlafen.

    Was verstehst Du unter Trink- und Esstraining ?!

    Gruß, Schokofee
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Aspirationsgefahr besteht nicht aufgrund von Schluckproblemen.

    Nochmal die Ursachen beachten:
    Versagen des Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Mageneingang infolge:
    - Schwäche unterer Schließmuskel der Speiseröhre
    - Hiatushernie
    - gestörte Ösophagusperistaltik

    Der Mageneingang schließt nicht richtig. Dadurch kommt es zu einem Reflux der Magensäure.


    Elisabeth
     
    #5 Elisabeth Dinse, 25.04.2008
    Zuletzt bearbeitet: 25.04.2008
  6. Lisa7690

    Lisa7690 Newbie

    Registriert seit:
    14.03.2006
    Beiträge:
    15
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Azubi als Kranken- und Pflegeschwester
    Ort:
    Tuttlingen
    Hallo Elisabeth,

    Stimmt du hast recht!
    Ich glaub ich saß einfach zu lange dran und hab dann vergessen logisch zu denken!

    Vielen Dank ich werd jetzt mein Chaosplan nochmal überarbeiten!:gruebel:




    Danke

    Liebe Grüße Lisa
     

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.