Reduzierung der Arbeitszeit klappt nicht!

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Melelli, 12.01.2014.

  1. Melelli

    Melelli Newbie

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    Hallo,

    ich bin neu und habe schon ein Problem.
    Habe vor fast einem halben Jahr einen Antrag auf Reduzierung meiner Arbeitszeit gestellt (ab 1.2.2014), da die Betreuung meiner Kinder nicht mehr gesichert ist.
    Jetzt habe ich von meiner PDL erfahren, dass es nicht geht, wegen Vergrößerung Personalmangel.
    was könnt ihr mir raten?

    Vielen Dank
     
  2. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Dich an den Personalrat zu wenden.
     
  3. renje

    renje Poweruser

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    Zum BR gehen und beraten lassen.
    Rechtsauskunft wie es in deiner konkereten Situation aussieht
    wenn Mitglied bei verdi oder Berufsverband, sonst mußt du halt das Geld investieren

    mal zum einlesen

    Hensche - Arbeitszeitverringerung

    Arbeitszeitreduzierung
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wie immer kann der AG- er muss nicht. Vor allem dann nicht, wenn er Personalmangel geltend macht.
    NUR... die PDL "hat mitgeteilt"... wann und in welcher Form? Denn: ...hat der Arbeitgeber die Arbeitszeitveringerung nicht spätestens einen Monat vor deren gewünschtem Beginn schriftlich abgelehnt, verringert sich die Arbeitszeit in dem vom Arbeitnehmer gewünschten Umfang.

    Sollte die PDL nach dem 1.1. ihre Entscheidung mitgeteilt und/oder auf das schriftliche verzichtet haben.... PDL Paragraphen zeigen.

    Wenn da alles korrekt gelaufen ist, dürfte es schwieriger werden. Das Gesetz legt dem AG ja förmlich die Worte für die Ablehnung in den Mund. Aber klein beigeben... nicht, wenn es um das eigene Kind geht. Anwalt muss nicht teuer sein.

    Ich drück die Daumen.

    Elisabeth
     
  5. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Naja, mit Personalmangel wird sich der AG wohl kaum "retten" können. In den meisten Fällen ist der Personalmangel ja hausgemacht.
    In Zeiten wo ernsthaft überlegt wird, selbst die Bundeswehr familienfreundlicher zu machen, werden die Argumente der AG bei der Ablehnung einer Stundenreduzierung sehr, sehr dünn.

    Aber die meine Vorredner schon sagten, ab zu Betriebsrat und/oder Rechtsbeistand von Gewerkschaft oder Berufsverband. Die Chancen auf Reduzierung sind meiner Meinung nach sehr, sehr gut.
     
  6. ZN-Ator

    ZN-Ator Senior-Mitglied

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  7. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Wurde bereits zitiert. Der Haken:
    (aus deinem Link)
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wo finde ich das Gesetz, dass dem AG expandieren untersagt? Und wo steht, dass der AG gezwungen wird, mehr Personal einzustellen wenn er sich vergrößert? Meines Wissens gibt es nach wie vor keine gesetzliche Festlegung zur Mindestpersonalbesetzung- von der optimalen ganz zu schweigen.

    Betreibsrat bzw. rechtliche Unterstützung hinter sich zu wissen, macht es immer leichter seine Wünsche durchzusetzen. Wunder können diese Institutionen leider auch nicht vollbringen.

    Ich hoffe für die TE, dass da Verfahrensfehler vorliegen: Mitteilung erst kurz vor dem letzten WE und dann auch noch mündlich. Da dürfte jeder Rechtsbeistand gute Karten haben- egal ob BR, MAV, Verdi oder ein Fachanwalt.

    @ZN-Ator- alles im Gesetz ist kann und niemals muss... zumindest, wenn es um Rechte für den AN geht. Das wird leider oft übersehen. Um so grausamer ist dann das Erwachen. Besser man weiß vorher um die rechtlichen Finten und fängt net erst kurz vor Ultimo an, die Pistole rauszuholen.

    Elisabeth
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wieso vorm letzten Wochenende? Sie will zum 1. Februar reduzieren und hat Anfang Januar Bescheid bekommen. Von "mündlich" steht da auch nichts.
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Deswegen ja nur eine Vermutung. Für mich ist übrigens ein Monat vorher nicht Anfang Januar sondern spätestens am 1. Januar. Schließlich muss dem AN Zeit gegeben werden, sich entsprechend einzurichten. Es geht hier ja nicht um den Beginn eines Hobbys sondern um die Versorgung von Kindern.

    Die TE sollte in meinen Augen nicht warten, sondern sofort einen Anwalt konsultieren. Wenn der aktiv wird, dann sind die Ergebnisse auch nicht unbedingt von heute auf morgen zu erwarten.

    Nebenbei- viele scheinen den rechtlichen Weg zu scheuen weil das Geld knapp ist. Es gibt die Prozesskostenhilfe. Hier der dazugehörige Rechner um zu erfahren: bekomme ich was? >>> Prozesskostenhilfe berechnen (PKH-Rechner)

    Elisabeth
     
  11. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Sie hat es vor einem halben Jahr beantragt. Der AG hat jetzt erst reagiert. Sie hätte mal nachhaken sollen, aber 6 Monate sind früh genug ;)
     
  12. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Der AG darf sich Zeit lassen und muss sich erst einen Monat vorher entscheiden. Wohlgemerkt: einen Monat und nicht 3 Wochen vorher. Dabei sind Feiertage und Jahreswechsel nicht relevant.

    Schade, dass die TE nichts mehr beiträgt. Mich hätte schon interessiert, wie und wann sich der AG gemeldet hat.

    Elisabeth
     
  13. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Ach, ich dachte du meinst SIE. Schon gut :-)
     
  14. definurse.bs

    definurse.bs Senior-Mitglied

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    Nur mal eingeworfen: Bei Arbeitsgerichtsprozessen gibt es KEINE Prozesskostenhilfe.-> Hensche - Gebühren und Kosten im Arbeitsrecht und beim Arbeitsgericht
    Seine Anwaltsgebühren hat man selbst zu tragen. Ausnahme stellt hier nur eine eignen Rechtsschutzversicherung mit entsprechender Klausel oder die Gewerkschaftsmitgliedschaft dar, bei der man einen Anwalt gestellt bekommt.
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Zitat aus eben dem Link...
    Diese Aussage kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Und nicht jeder Rechtsstreit landet auch gleich vor Gericht.

    Nebenbei- mir hat der Anwalt mehr geholfen als Verdi. Wie ich mittlerweile weiß, hängt es da nämlich vom Willen des zuständigen Gewerksckafters ab, ob er einen Anwalt einschaltet oder nicht.

    Elisabeth

    Elisabeth
     
  16. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Häää? Man wendet sich als ver.di-Mitglied direkt an die Rechtsabteilung von ver.di bzw. DGB. Da muss man nicht erst über den Gewerkschaftssekretär gehen. Und in den Rechtsabteilungen sitzten normalerweise schon Anwälte.
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Das weiß du, das normale Verdi-Mitglied nicht. Wie mir Insider zu berichten wussten: es ist so gewollt, um die Kosten zu limitieren.

    Elisabeth

    PS Vielleicht kannst ja für Interessierte einstellen, wie man die Rechtsabteilungen erreicht? Wo man erfährt, wer zuständig ist und wie man dann vorgeht?
     
  18. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Nun ja,
    DGB Rechtsschutz GmbH-Wir-Vor Ort

    Da findet man die Kontaktadressen zu den Rechtberatungsbüros in seiner Nähe. Normalerweise kann auch die betriebliche Interessenvertretung helfen. Die haben ja meinst Kontakt zur DGB-Rechtsberatung.
    In einigen DGB-Bezirken finden auch feste Sprechstunden statt, zu denen man auch ohne Termin hingehen kann. Das kann man in den Gewerkschaftsbüros erfragen.

    Ehe jetzt ein Aufschrei kommt, als ver.di-Mitglied ist man automatisch auch DGB-Mitglied.
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Danke für den Link. Sehr hilfreich.

    Das sollte man besser unterlassen wie meine Erfahrung zeigt. Ich hätte mir einiges an Lauferei ersparen können. Hätte nur eine kurze Bahnreise unternehmen müssen. Egal. Mein Anwalt lag im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten. Nur um die Beiträge war es schade. Sehen wir es positiv. Der Tarifvertrag ist ja auch schon was, was mit meinen Beiträgen erstritten wurde. Man kann halt net alles haben.

    Elisabeth
     
  20. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Intensivüberwachung
    Aber zurück zum Thema.

    *neugierigbin* Vielleicht kann die TE uns ja auf dem laufenden halten, wie es nun weiter gegangen ist.

    Elisabeth
     
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